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REVIEW LA Noire [Review]

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

The perfect Dark schrieb:
Reaver schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Vom Spielprinzip her sind sich die beiden Spiele IMO wirklich ähnlich. Ace Attorney ist aber logischer aufgebaut.

Und ist auch deutlich spannender.

stimmt, es ist auch deutlich straffer aufgebaut und man hat wirklich das Gefühl, dass man den Gegenüber überführen kann und muss.

Bei AA kommen zwar bei manchen Fällen immer wieder Tätet die sagen "Ah, aber das war ja anders" und du wirst wieder etwas zurückgeworfen. Dafür ist es dann aber doppelt so befriedigend, wenn der Gegenüber einbricht und du ihn überführt hast.
 
Wenn´s darum geht Kriminelle zu überführen, ist AA LA Noire haushoch überlegen und das obwohl´s bloss ein Novel-Adventure ist, aber es ist eben gut und logischer geschrieben.
 
Oxblood schrieb:
Wenn´s darum geht Kriminelle zu überführen, ist AA LA Noire haushoch überlegen und das obwohl´s bloss ein Novel-Adventure ist, aber es ist eben gut und logischer geschrieben.

Nicht obwohl es eine Graphic Novel ist, sondern WEIL es eine Graphic Novel ist.
 
Nasreddin schrieb:
Oxblood schrieb:
Wenn´s darum geht Kriminelle zu überführen, ist AA LA Noire haushoch überlegen und das obwohl´s bloss ein Novel-Adventure ist, aber es ist eben gut und logischer geschrieben.

Nicht obwohl es eine Graphic Novel ist, sondern WEIL es eine Graphic Novel ist.

Sind Graphic Novels nicht die Trickfilme im Kritzelstil wie z.B. die Zwischensequenzen aus Metalgear Solid Peacewalker?!?:?

oder das:

http://www.youtube.com/watch?v=FCuhDvL493U
 
Meinetwegen Interactive Novel, ADV oder was auch immer, kenn mich mit den japanischen Genrebezeichnungen nicht aus. Jedenfalls wird bei einem straffen, interactiven Krimi wie Ace Attorney natürlich eine andere Story erzählt als bei einem Open-World-Spiel. Von daher unterscheiden sich beide Spiele imo sehr.
 
Nasreddin schrieb:
Meinetwegen Interactive Novel, ADV oder was auch immer, kenn mich mit den japanischen Genrebezeichnungen nicht aus. Jedenfalls wird bei einem straffen, interactiven Krimi wie Ace Attorney natürlich eine andere Story erzählt als bei einem Open-World-Spiel. Von daher unterscheiden sich beide Spiele imo sehr.

Also beim Film heißt es Film- oder Movie NOIR - wie wärs mit "Game NOIR"?!? ;)
 
Glod schrieb:
Ja und irgendwie kommt AA ganz ohne ewig lange Fahrten ohne Sinn aus, gelle? :grins:

Klar, denn bei L.A. Noire cruist man andauernd "ohne Sinn" durch die Gegend, gelle? :kaffee: Wieso kannst du nicht akzeptieren, dass die Fahrt zum Tatort durch ein akribisch rekonstruiertes L.A. für unzählige Spieler eine riesige Bereicherung in Sachen Atmosphäre und Involvement ist?

Du magst es nicht? Schön, dann spiel halt die 95% der Videospiele auf dem Markt, die keine offene Spielwelt haben.
 
Na ja, man kann die Fahrten ja auch überspringen, was ich gut finde.

Für die, die mit der OW nicht viel anfangen können, ist wahrscheinlich viel schlimmer, was man mit der daraus resultierenden Entwicklungszeit hätte anstellen können.
 
Nasreddin schrieb:
Wieso kannst du nicht akzeptieren, dass die Fahrt zum Tatort durch ein akribisch rekonstruiertes L.A. für unzählige Spieler eine riesige Bereicherung in Sachen Atmosphäre und Involvement ist?

Unzählige! Millionen! Milliarden! Alle außer mir! :huldig:

Findest du nicht, dass du ein wenig übertreibst? Man kann die Fahrten überspringen, man kann sich entscheiden, ob man fährt oder der Partner das übernimmt. Man kann sogar die Actionszenen überspringen - irgendwie ist das ein ziemlich deutliches Anzeichen dafür, dass die Entwickler ihrem eigenen Spiel nicht so recht über den Weg trauen und das alles nur eingebaut haben, damit die Konsoleros nicht wieder über ein ach so actionarmes Spiel heulen.

Was das akribisch rekonstruierte L.A angeht - kannst du das beurteilen? Ein Kunpel konnte es bei The Getaway, weil das das aktuelle London war und der sich in dem Spiel in einigen Stadtbereichen ziemlich blind auskannte, was sehr beeindruckend war. Aber eine Stadt aus den 40ern? Akribisch rekonstruiert? Auf der Basis von was? Google Streetview? Ist da jemand rumgelaufen und hat die Straßen fotografiert und das dann archiviert? Oder ist es nicht viel eher so, dass die Entwickler einen alten Stadtplan genommen, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aus Archivaufnahmen rekonstruiert und den Rest eher im Stil der 40er gehalten haben - romantisiert versteht sich?
 
Glod, spielst du gerne Open-World/GTA-angehauchte Spiele? Wenn man da keine grundliegende Fasziniation hat kommt einem das Fahren in LA Noire natürlich öde vor.

Inwiefern das LA im Spiel dem damaligen entspricht, kann keiner nachprüfen. Ich gehe aber mal davon aus, dass es auf Basis von hunderten Zeitungsartikeln, alten Fotos, Stadtplänen, Beschreibungen und Filmen aus der Zeit entstanden ist. So propagierten es zumindest die Entwickler.
 
Glod schrieb:
Unzählige! Millionen! Milliarden! Alle außer mir! :huldig:

Zumindest hunderttausende. Du willst doch immer Fakten? Schau in die internationalen Foren. Da hast du Fakten. Wenn sich das Spiel so weiter verkauft, wie es gestartet ist (in UK zum Beispiel so gut wie RDR), dann werden es locker Millionen Leute sein, die L.A. Noire mögen. Selbst wenn man die (zahlreichen, das Spiel polarisiert halt) Kritiker abzieht.

Es gibt die Zielgruppe für offene Spielwelten, auch außerhalb des Sandbox-Genres. Open-World-Spiele von dem Format erscheinen immer noch verdammt selten, also gönn uns Fans doch mal einen Titel wie L.A. Noire. ;)

Lineare Krimiadventures gibt es da draußen doch zu Genüge: In der PC-Adventure-Szene, auf dem DS, die Holmes-Reihe auf Xbox (ok, ebenfalls Open World :D )...


Man kann nicht nur die Actionszenen überspringen, auch die Fälle lösen sich von alleine. Hat man die Fälle auch nur eingebaut, damit die Konsoleros nicht rumheulen? :lol:

L.A. Noire ist Casual-Open-World-Entertainment. Und das Spiel findet momentan seine Zielgruppe. Ende der Diskussion.
 
Ich finde die Stadt super.

So einer ( belegt ) mehr :P

Ohne Open World hätte ich das Spiel nicht zum Release geholt, Schlauchspiele sind für mich das letzte und bis auf wenige Ausnahmen nur Lückenbüsser auf meiner Spieleeinkaufsliste.
 
Türenmacher schrieb:
Glod, spielst du gerne Open-World/GTA-angehauchte Spiele? Wenn man da keine grundliegende Fasziniation hat kommt einem das Fahren in LA Noire natürlich öde vor.

Jup, ich spiele solche Spiele ziemlich gerne - wenn es in der offenen Welt auch irgendwas zu tun gibt. Wenn nicht, dann sind solche Welten für mich einfach nur sinnlose Spielzeitstrecker. Da ist L.A. Noire noch nicht mal das erste Spiel. Schon bei Mafia 1 war das so. Mafia 2 ist das Gleiche in Grün. The Getaway dito, - tote Welten, deren einziger Sinn darin besteht, den Spieler von einem Level zu nächsten zu bringen. Und das ist für mich weder faszinierend noch athmosphärisch oder sonstwas. Bei GTA & Co hingegen, da wird mein Entdeckerdrang auch belohnt. Da bringt es was, ewig in der Kante rumzugurken, weil es abseits der Hauptstory sehr viel zu tun gibt. Und nein, 30 Sehenswürdigkeiten und irgendwelche idiotischen Tonbänder in Hinterhofmülltonnen für Achievementsüchtige fallen nicht in die Rubrik "Viel zu tun". Das ist Ausredengameplay, weil den Entwicklern nichts besseres eingefallen ist (siehe sämtliche anderen dämlichen Sammelquests in anderen Open World Titeln), womit sie ihre mühsam zusammengebaute Welt füllen können und weil sie ja nicht alles für nix und wieder nix gemacht haben wollen, "zwingen" sie manche Spieler auf diese Art dazu, sich mal etwas genauer umzuschauen.

Aber was anderes ist in dem Fall auch nicht wirklich machbar. Seit wann liefert ein Polizist Pizza aus oder klaut Autos für Schmuggler und Schieber? Hier wird L.A. Noir ein Opfer seiner eigenen Thematik. Wobei Opfer zu krass ausgedrückt ist. Es wird hier einfach nur offensichtlich, dass sich ein Spiel, wo man zwangsweise auf der "richtigen" Seite des Gesetzes steht, schlicht und ergreifend nicht für Open World eignet, weil so ziemlich alle Aktivitäten, die Spaß machen, von den Ordnungshütern nicht ausgeführt werden können, ohne dass es total lächerlich wirkt.
Wie käme denn ein Skyrim rüber, wenn man dort auf die Rolle eines Palastwächters festgelegt ist, der das Töten und/oder Berauben von Leuten ohne absolut triftigen Grund einfach mal so verweigert? Wäre auch total öde. Und genauso ist es mit L.A. Noire. Wie Mafia oder The Getaway ist es ein stark storygetriebenes Spiel. Die Geschichte ist der ganze Fokus und Ablenkung davon deswegen schon aus designtechnischen Gründen eher schädlich, weil da der Fluss verloren geht und auch der Spannungsbogen abkackt.

Inwiefern das LA im Spiel dem damaligen entspricht, kann keiner nachprüfen. Ich gehe aber mal davon aus, dass es auf Basis von hunderten Zeitungsartikeln, alten Fotos, Stadtplänen, Beschreibungen und Filmen aus der Zeit entstanden ist. So propagierten es zumindest die Entwickler.

Möglich, aber die haben auch schon anderes propagiert, was sie dann auch nicht gehalten haben. Und gerade weil das Ergebnis im Grunde keiner nachprüfen kann (die, die es könnten sind heute 75+ und ob die sich da korrekt erinnern können, sei mal dahingestellt), werden die da sehr viel Mut zur Lücke bewiesen haben (warum auch nicht - ist ja ohnehin egal). Denn solange alles so aussieht, wie wir es aus den Filmen kennen, wird es schon korrekt sein.
Aber das kreide ich dem Spiel auch nicht an. Hauptsache die Stadt passt. Wie aber Bart Wux schon richtig schrieb, gibt es faktisch keinen Unterschied zwischem diesem alten L.A. hier und Stillwater aus Saint's Row - da keiner weiß, wie es wirklich aussieht, kann es aussehen wie es will.

Nasreddin schrieb:
Es gibt die Zielgruppe für offene Spielwelten, auch außerhalb des Sandbox-Genres. Open-World-Spiele von dem Format erscheinen immer noch verdammt selten, also gönn uns Fans doch mal einen Titel wie L.A. Noire. ;)

Ich gönn euch das doch auch. Ich bin nur verwundert, dass ihr schon so verzweifelt seid, dass ihr euch freudig auf jede noch so tote Hintergrundstadt stürzt und das dann auch noch als wahnsinnig athmosphärefördernd bezeichnet. ;)

Lineare Krimiadventures gibt es da draußen doch zu Genüge: In der PC-Adventure-Szene, auf dem DS, die Holmes-Reihe auf Xbox (ok, ebenfalls Open World :D )...

Und L.A. Noire ist nicht linear, weil man auf dem Weg zum nächsten Storypunkt beliebig oft um den Block fahren darf? Ach ja, ich vergass - man darf Sehenswürdigkeiten bestaunen, Tonbänder sammeln und 40 Ballabumm-Aufträge lösen

Man kann nicht nur die Actionszenen überspringen, auch die Fälle lösen sich von alleine. Hat man die Fälle auch nur eingebaut, damit die Konsoleros nicht rumheulen? :lol:

Tja, Scheißdesign würde ich mal sagen, wenn der Kernpunkt des Spieles von alleine abläuft und man nix falsch machen kann. :deal:
 
Glod schrieb:
Jup, ich spiele solche Spiele ziemlich gerne - wenn es in der offenen Welt auch irgendwas zu tun gibt. Wenn nicht, dann sind solche Welten für mich einfach nur sinnlose Spielzeitstrecker.

Also andere Menschen über den Haufen ballern ist "was zu tun", Dialoge führen ist "was zu tun", Stunts vollführen ist "was zu tun". Mit dem Auto zum Tatort fahren ist aber nicht zu tun? :ugly:

Siehst du nicht, wie absurd deine Argumentation ist?

Der Vorwurf L.A. Noire sei künstlich in die Länge gestreckt, ist in meinen Augen unberechtigt. Das glatte Gegenteil ist der Fall. Nahezu jede Tätigkeit ergibt im Kontext der Handlung Sinn. Es ist eben nicht wie in anderen Spielen, wo man sich erst mal eine Stunde bis zur nächsten Cutscene durch Gegnerhordern ballert oder sinnlose Random-Aufträge abarbeiten muss (RDR!). Wenn ich Auto fahre, dann weil ich ein Ziel habe, das ich für das Lösen des Falls aufsuchen muss. Bei den Verfolgungsjagden hat man es vielleicht etwas übertrieben, die kommen etwas inflationär vor, aber sonst? Auch die Actionszenen sind in den Hauptfällen sehr behutsam und sinnvoll eingesetzt.

Die Fahrt zum Tatort/ zu Zeugen gehört für mich zur Atmoshphäre dazu. Man unterhält sich schon mal mit seinem Kollegen, spinnt Theorien weiter und genießt dabei die Atmosphäre der Stadt, die sich im Laufe des Spiels auch durchaus mal verändert. Für viele Spieler, die gerne in eine Rolle schlüpfen und in eine virtuelle Welt eintauchen, ist sowas das Paradies. Es geht mir persönlich bei L.A. Noire darum als Polizeiermittler etwas zu erleben, mich als Polizeiermittler zu fühlen. Und das tu ich bei L.A. Noire, im Gegensatz zu ALLEN anderen Krimispielen, die ich je gespielt habe. Das ist die Belohnung, die L.A. Noire Spielern wie mir bereit hält. da brauche ich keine Pizza-Quests oder sonstiges Gedöhns. Im Gegenteil!

Das ist natürlich eine ganz bestimmte Art Videospiele zu spielen. Für die braucht man auch einen Rest kindliche Phantasie und Neugierde. ;)

Wer nicht auf sowas steht (du spielst Videospiele offensichtlich ganz anders), der wird nicht so stark begeistert sein von L.A. Noire. Genau darauf will ich ja die ganze Zeit hinaus. Es gibt unterschiedliche Arten von Videospielen. Und unterschiedliche Arten Videospiele zu spielen. Nicht jeder mag alles.
 
Klar fährt man Auto, weil man ein Ziel hat. Dieses von Punkt A nach Punkt B zu fahren, nur damit man den eigentlichen Gameplay-Schauplatz erreicht hat, ist für viele nur kein Gameplayelement. Vor allem, wenn die grosse Welt inaktiv ist. Selbst bei Mafia II gab es wenigstens ein paar Freiheiten, die die OW rechtfertigten.

Aber wie gesagt, mir ist das egal, denn ich kann skippen.

Es macht nur gerade bei L.A. Noire IMO keinen grossen Sinn. Es ist ein "interaktiver" Krimi. Da wird versucht, einen Spannungsbogen innerhalb des Falls aufzubauen und zu erhalten, dieser wird dann aber durch ellenlange Autofahrten (für meinen Geschmack) gebrochen.

Stell dir vor, du schaust eine Folge CSI oder "Der Alte", die Polizei ist dem Mörder auf der Spur... und dann musst du fünf Minuten bei einer Autofahrt zuschauen.

edit: nur damit es nicht falsch verstanden wird. Ich gönne euch ja den OW-Aspekt. Und jeder spielt anders, setzt andere Prioritäten. Das hat aber nichts mit kindlicher Phantasie oder Neugier zu tun. Phantasie wird schon da im Keim erstickt, wo es eine reale Umgebung und ein reales Szenario gibt.

Euch macht es einfach Spass, ohne Sinn und Aufgabe durch die Gegend zu fahren. Sagen wir es einfach so.
 
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