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Krankenversicherung: Privat oder doch lieber gesetzlich?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Boarder schrieb:
Wenn es mal eine Bürgerversicherung gibt, dann hoffe ich das man da jedes Kind extra versichern muss... das wäre fair.

Hätte aber den Nachteil, dass noch weniger Kinder geboren werden und es somit noch weniger Einzahler in die Rentenkasse gäbe. Ergebnis für alle wäre, arbeiten bis 75 und am letzten Arbeitstag als Geschenk ein 10%-Gutschein für einen Sarg deiner Wahl. Gültig für ein Jahr selbstverständlich.
Ganz im Ernst, als Eltern wird man schon massiv abgezockt in Deutschland, da sind solche Sachen wie Familienversicherung nur ein kleiner Ausgleich. Für die massive Verschwendung von Beiträgen kann man sich bei der Pharmalobby und unfähigen Politikern bedanken.
 
Fände ich auch ein ganz schlechtes Signal. Egal was man von der Schröder hält, aber der Spruch zu dem Thema Zuschlagssteuer für Kinderlose ab 25 fand ich Klasse: Wir sollten Kinderlose nicht bestrafen, sondern Familien mit Kindern belohnen. Ist aber ein typisch deutscher Ansatz.
 
So sieht es z.B. in Frankreich aus

Denn in der Einkommenssteuer gibt es das Familiensplitting. Jedes Kind erhöht den Faktor um 0,5 Punkte. Im Klartext: Bei einem berufstätigen Ehepaar mit zwei Kindern teilt der Fiskus das Familieneinkommen durch den Faktor drei, um den Steuersatz in der Progression festzulegen. Dank großzügiger Grund-Freibeiträge zahlen Paare mit drei Kindern dann oft überhaupt keine Einkommenssteuer mehr. So gesehen sind Kinder in Frankreich das schönste Steuersparmodell, das es gibt.

http://www.handelsblatt.com/politik...reich-und-schweden-besser-machen/3533626.html


Frankreich steht mit Kindergeld, steuerlichen Vergünstigungen und einem umfassenden Angebot an vorschulischen und schulischen Einrichtungen den Eltern hilfreich zur Seite. Damit gilt Frankreich als familienpolitisches Musterland. Obwohl die Frauenerwerbsquote hoch ist, gebären in keinem anderen europäischen Land die Frauen so viele Kinder wie in Frankreich. Der Konflikt zwischen Familie auf der einen und Beruf auf der anderen Seite wird scheinbar in Frankreich besser entschärft als in Deutschland.

Babyboom und Bevölkerungswachstum statt Geburtendefizit und Einwohnerrückgang; Frankreich hat bei der demografischen Entwicklung einen anderen Weg eingeschlagen als Deutschland. 2005 wurden in Frankreich 807 000 Kinder geboren, über 120 000 mehr als in Deutschland, und dies obwohl in Deutschland fast 20 Mill. Einwohner mehr leben als beim westlichen Nachbarn

http://www.statistik-bw.de/Veroeffentl/Monatshefte/essay.asp?xYear=2007&xMonth=05&eNr=03
 
Sagt mal, da ich vor einem halben Jahr 25 geworden bin, muss ich mich selbst
gesetztlich Krankenversichern. Das sind dann 65€ im Monat.
Was einfach viel zu viel ist^^ Dazu kommen noch die 10€ Pflegeversicherung, muss man die auch noch nehmen oder geht das auch ohne?
Ich meine ich bin Student und da soll ich für keine Leistung 70€ im Monat abdrücken?
Das ist doch abartig...
 
kellewap schrieb:
Boarder schrieb:
Wenn es mal eine Bürgerversicherung gibt, dann hoffe ich das man da jedes Kind extra versichern muss... das wäre fair.

Hätte aber den Nachteil, dass noch weniger Kinder geboren werden und es somit noch weniger Einzahler in die Rentenkasse gäbe. Ergebnis für alle wäre, arbeiten bis 75 und am letzten Arbeitstag als Geschenk ein 10%-Gutschein für einen Sarg deiner Wahl. Gültig für ein Jahr selbstverständlich.
Ganz im Ernst, als Eltern wird man schon massiv abgezockt in Deutschland, da sind solche Sachen wie Familienversicherung nur ein kleiner Ausgleich. Für die massive Verschwendung von Beiträgen kann man sich bei der Pharmalobby und unfähigen Politikern bedanken.

Seh ich nicht so... Normalerweise wird ja auch gerade hier im Forum aus allen geschimpft gegen die Pkv... Aber ist es fair und sozial in der Gkv wenn eine Familie aus 4 Personen besteht aber nur ein Beitrag geleistet wird ? Wenn aufräumen (Abschaffung der Pkv etc) dann aber bitte richtig so das man nicht gleIch wieder das nächste Pleite System entwirft.
 
Ist es denn fair, wenn ein paar Schuhe für Kinder, welches sie vielleicht ein halbes Jahr tragen können, aber nur die Hälfte an Material eines Paar Schuhe eines Erwachsenen verwendet wird, sie aber den gleichen Preis haben? Oder eine Reise innerhalb der Ferien 200 oder 300% mehr kostet, als außerhalb der Ferien? Es gibt noch viele an der Beispiele.
Wie gesagt, die enormen Kosten für das Gesundheitssystem enstehen mit Sicherheit nicht durch Familien mit Kindern.
 
Habe in diesem Jahr auch nen netten Brief von meiner Krankenkasse bekommen, dass ich nun freiwillig versichert bin. Muss mich nun in das Thema mal etwas einlesen, da es mich vorher eigentlich nie tangiert hat ... gibt e noch ein paar wissenswerte Links außer die genannten?
 
Willinator1 schrieb:
Habe in diesem Jahr auch nen netten Brief von meiner Krankenkasse bekommen, dass ich nun freiwillig versichert bin. Muss mich nun in das Thema mal etwas einlesen, da es mich vorher eigentlich nie tangiert hat ... gibt e noch ein paar wissenswerte Links außer die genannten?

Wie alt bist, was hast DU für Vorerkrankungen? Gehe davon aus das die PKV ins unendliche steigen kann und du sie in der Rente komplett alleine bezahlen musst.

Wenn Du jung und wirklich Gesund bist bekommst du heute einen extrem guten und niedrigen Beitrag - das ersparte kannst Du dir aber gleich zurück legen umd die PKV im Alter zu bezahlen.
 
Genau auf dem Stand bin ich aktuell auch. Ich bin 24 Jahre alt, alleinstehen und kern gesund :grins: In meiner aktuellen Lebenslage würde ich als privat Versicherter definitiv monatlich weniger zahlen - das ist wohl fakt. Aber was ist in Zukunft? Familie, Kinder, Rente? Alle diese Punkte könnten ein ganz schönes Loch ins Konto fressen wenn ich privat versichert bin. Ich müsste mir dann tatsächlich das Geld welches ich jetzt sparen würde zurück legen ... aber das würde ich eh net machen :ugly: Denke ich belasse es einfach bei der gesetzlichen Versicherung. Wenn man mehr als die Beitragsbemessungsgrenze verdient "friert" der monatliche Beitrag doch ein, oder? Also wenn ich meine nächste Gehaltserhötung bekomme zahle ich immer noch nur 15% von der Grenze, oder?
 
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