Gestern Abend wollte ich nach langer Zeit mal wieder abseits von Racern spielen. Und da ich momentan eh rattig auf den ersten Teil warte, lag es nahe, wieder Teil 2 oder 3 einzulegen.
Entschieden hab ich mit für KZ3.
Es folgte ein für meine Verhältnisse Spielmarathon von vier Stunden. Ich konnte einfach nicht aufhören, was ich heute doch etwas bereue, da ich gerade mit müden, gefühlt hervorstehenden Augen in der Firma sitze. Zum Glück sind meine Kunden um diese Zeit Samstags auch noch müde...
Wenn man quasi ein Jahr am Stück nur und ausschliesslich Rennspiele gespielt hat, fällt der Umstieg auf einen Shooter erstmal schwer. So waren dann die ersten Minuten des Spiels dann auch eher anstrengend.
Doch der Knoten pletzte relativ schnell und ich war umgehend wieder im Killzone-Fieber.
Was hier auf dem Bildschirm abgeht, ist teils nicht mehr feierlich. Optisch ist das Spiel immernoch an der Spitze zu finden, akustisch ebenfalls. Gestern hab ich das Spiel erstmals mit meinem 5.1-Kopfhörern gespielt, und das ist nochmals eine deutliche Steigerung zu dem, was man aus normalen Lautsprechern hört.
Aber nur für den Technik-Flash hätte ich das Spiel nicht mehr unbedingt eingelegt, sonst würde ich mich wohl auch nicht so auf das HD-Remake eines PS2-Spiels freuen.
Es ist das Gameplay, welches mich einfach immernoch begeistert. Die Helghast agieren clever, formieren sich zu Gruppen, oder verteilen sich im Areal. Sie wechseln ihre Positionen und greifen erst dann an.
Es gibt eine Szene, wo man eine Bibliothek stürmen muss. Drei Higs sind im Erdgeschoss. Einer greift unmittelbar an, der zweite geht in Deckung, einer zieht das Feuer auf sich, damit die anderen wieder angreifen können. Drei Higs auf dem Balkon. Einer in der Mitte, einer links, einer rechts. Die in den Ecken kann man nur unter Beschuss nehmen, wenn man weit in den Raum reingeht und somit leichte Beute für den Rest der Higs ist. Da ich einmal gestorben bin, hab ich diese Szene zwei Mal erlebt. Beim ersten Mal hab ich den mittleren Hig zuerst ausgeknipst, dann wollte ich den rechten Balkon säubern. Aus der Deckung heraus ist der linke Hig in die Mitte des Balkons gestürmt und konnte mich so in meiner Deckung treffen.
Beim zweiten Mal bin ich ähnlich vorgegangen, nur dass der linke Hig diesmal nicht auf dem Balkon geblieben ist, sondern die Treppe runter auf meine Ebene...
Solche Situationen gibt es immer wieder. Das macht die Kämpfe unheimlich dynamisch und teilweise auch unvorhersehbar.
Das vierte Kapitel war dann gestern mein Höhepunkt. Im ersten Durchlauf mochte ich das stealthmässige Vorgehen im Djungel eigentlich nicht so, gestern fand ich es klasse. Einzig die beiden gepanzerten Messer-Higs gingen mir nach fünf Toden auf den Sack.

Das Ende des vierten Kapitels ist dann aber wieder bombastisch. ISA und Helghast liefern sich eine Schlacht, wie ich sie nur selten gesehen habe. Alleine die schiere Menge an Gegnern und Verbündeten sucht seinesgleichen. Überall fliegen Kugeln, überall hört man Kugeln. Die hektischen Funksprüche verstummen im Kampf und man guckt nur noch, dass man überlebt. Nach solch einem Tempowechsel innerhalb eines Kapitels braucht man dann erst mal eine Zigarette.
Das fünfte Kapitel hab ich dann noch angefangen, habe es aber nur bis zu den drei Jetpack-Higs gespielt. Da war ich dann einfach zu müde.
Ein geiler Abend, ein geiles Spiel! Ich hoffe, sie haben Killzone 1 ordentlich adaptiert.
