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Kachelmann - schuldig oder nicht schuldig?

Ist Kachelmann ein Vergewaltiger?


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    81

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Zeigt noch mal schön diese Unfähigkeit! Aber was erwartet man auch von einem Gericht, welches jemanden offensichtlich nur aufgrund einer Beschuldigung in U-Haft nimmt? Da muss erst ein OLG Karlsruhe die gleichen (nichtvorhandenen) Beweise sichten und Jörgi aufgrund des nun "nicht mehr dringenden Tatverdachts" freilassen. Die Aufgabe eines Richters in Deutschland ist es doch eigentlich nur, die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Beweise abzuwägen und zu beurteilen. Es ist mit Sicherheit nicht Aufgabe eine solch unwirkliche Veranstaltung abzuhalten. Am Ende wird dann natürlich auch noch mal nachgetreten … ganz miese Nummer und ne Schande für einen ordentlichen Rechtsstaat :drunter:

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Ich persönlich traue dem Kachelmann keine Vergewaltigung zu. Nie und nimmer. Das Urteil geht in Ordnung, aber das das Gericht noch einräumen muss, dass man sich möglicherweise irrt, hätte man sich sparen können. Und zwar gleich von Anfang an. Die beiden hätte man nach Hause schicken und sie bitten sollen, ihre Beziehungsprobleme selbst zu regeln.
 
lüsterneLINDA schrieb:
von allen angezeigten. macht aber für die frauen auch NULL unterschied, denn jede einzelne dieser frauen hat ihre ganz persönlichen gründe zu welchem zeitpunkt sie die vergewaltigung anzeigt, da nutz ihr auch die versicherung eines gewissen glods nix, dass man in deutschland jede vergewaltigung beweisen kann, wenn man nur direkt danach gleich zur polizei rennt

Es braucht nicht die Versicherung von mir, dass man eine Vergewaltigung beweisen kann. Das ist ein absoluter Fakt. Es stellt sich nur die Frage nach der Ausgangssituation

1) Frau geht irgendwo lang, wird von einem Unbekannten ins Gebüsch gezerrt und vergewaltigt. Hat sie die DNA des Täters an Kleidung und Körper? Garantiert. Nur was nützt das, wenn der Typ der Polizei nicht bekannt ist bzw. sich seine DNA nicht in der Datenbank befindet? Einen feuchten Kericht. Natürlich kann die Polizei hier großflächige DNA-Tests durchführen, aber wenn der Täter nicht aus der Gegend stammt, bringt das auch nix. Hilft das der Frau? Nö. Sollte sie deswegen von vornherein auf die Anzeige verzichten? Ganz sicher nicht.

2) Die Frau wird von jemandem vergewaltigt, den sie kennt UND erkennt ihn dabei auch. DNA Spuren? Garantiert? Anzeigeerfolg? Sollte mehr als hoch sein, denn die Gewalttat IST nachweisbar und die Aussagen der Frau dürften glaubwürdig sein. (und BEIDES war beim Fall Kachelmann nicht so. Warum wohl?)

3) Vergewaltigung in der Ehe. Ist ein Problem, denn wer will hier zwischen gewollten Sexpraktiken und blanker Gewalt unterscheiden? Hier dürfte es mehr auf die Aussagen ankommen und da kommen die psychologischen Gutachter ins Spiel

All diesen Szenarien ist eins gemein: Die Vergewaltigung MUSS sofort angezeigt werden, solange Spuren noch frisch sind. Und wie du ja selber sagst, machen das die wenigsten Frauen. Die meisten sind viel zu erschüttert, um einfach aufzustehen und in die nächste Polizeiwache zu laufen. Kann man ja auch vollkommen verstehen. Man muss aber eben auch akzeptieren, dass die Spuren dann sehr schnell kalt werden und das wiederum senkt natürlich auch die Aufklärungsrate. Aber ist das jetzt die Schuld der Gutachter bzw. macht es sie weniger kompetent?

lüsterneLINDA schrieb:
sollte ich jemals ne frau vergewaltigen wollen, werd ich vorher mit ihrem pc nach den passenden worten googlen und ihr dann verletzungen an den stellen zufügen, an denen sich lügende frauen in solchen fällen üblicherweise selbst verletzungen zuführen. :grins:

und schon brauch ich mir überhaupt keine sorgen mehr machen da die tollen gutachter dann ganze arbeit leisten.:lol: dabei ist selbst das alles unnötige arbeit, da eh nur die verurteilt werden, die sich wirklich richtig dumm anstellen.

Was für eine selten dämliche Aussage. Hast du überhaupt irgendeinen Schimmer, was du da redest? Aber okay - versuch's ruhig. Wenn sie dich dann vom Gericht in den Knast karren - ich bin der rechts unten an der Treppe mit dem "I just came by to say I told you so"-T-Shirt.

:fp:

Urgs schrieb:
Bitter find ich auch, dass diese Frau sich tausendfach als hinterhältige und rachesüchtige Lügnerin denunzieren lassen muss, weil sie einmal nicht die Wahrheit gesagt hat.

Welche Stelle genau meinst du? Die Sache mit den Tickets? Den Umstand dass sie nichts von Kachelmann's anderen Frauen wusste? Die Sache mit den Messer, an dem sich keine Spuren fanden? Die Schilderung der Vergewaltigung ohne Erlebnisgehalt mit unmöglichen Vorgängen? Kachelmann hielt das Messer in der rechten Hand, würgte sie mit der linken Hand, zog sich und sie dabei aus und vergewaltigte sie - wie hört sich das an? Klingt nach etwas, was maximal Shiva hinkriegen würde und nach den letzten Fotos zu urteilen, hat Kachelmann nur 2 Hände.
Die Frau hat an mehr als nur einer Stelle massiv gelogen bzw. Schwachsinn erzählt. Das wurde ihr sogar von den Psychologen bescheinigt. Warum soll man sie dann nicht als hinterhältige und rachesüchtige Lügnerin bezeichnen? Mit Denuzierung hat das nix zu tun.

Während Herr Kachelmann nachgewiesenermassen ein durch und durch verlogener Charakter ist, der Menschen über Jahre hinweg systematisch manipulierte. Dem traue ich durchaus diese Tat zu, die ziemlich gut in dieses Schema passt

Und das macht ihn zum Gewalttäter? Gute Schlussfolgerung. Ungefähr auf Höhe mit der Staatsanwaltschaft. :dhoch:
 
Mingo schrieb:
Einige Leute hier sollten sich mal die persönliche Bemerkung des urteilenden Richters zum Ende seiner Urteilsbegründung zu Gemüte führen.

Richter Michael Seidling schrieb:
"Wir sind überzeugt, dass wir die juristisch richtige Entscheidung getroffen haben. Befriedigung verspüren wir dadurch jedoch nicht. Wir entlassen den Angeklagten und die Nebenklägerin mit einem möglicherweise nie mehr aus der Welt zu schaffenden Verdacht - ihn als potentiellen Vergewaltiger, sie als potentielle rachsüchtige Lügnerin. Wir entlassen den Angeklagten und die Nebenklägerin aber auch mit dem Gefühl, ihren jeweiligen Interessen durch unser Urteil nicht ausreichend gerecht geworden zu sein. Bedenken Sie, wenn Sie zukünftig über den Fall reden oder berichten, dass Herr Kachelmann möglicherweise die Tat nicht begangen hat und deshalb zu Unrecht als Rechtsbrecher vor Gericht stand. Bedenken Sie aber auch umgekehrt, dass Frau D. möglicherweise Opfer einer schweren Straftat ist. Unterstellen Sie die jeweils günstigste Variante für Herrn Kachelmann und Frau D. und führen Sie sich dann vor Augen, was beide möglicherweise durchlitten haben. Nur dann kennt der Grundsatz 'in dubio pro reo' nicht nur Verlierer, sondern nebem dem Rechtstaat auch Gewinner."

Also ich weiß nicht, sonderlich souverän klingt das auch nicht.
Laut dem Urteil ist Kachelmann unschuldig und ein freier Mann. In der Begründung dann noch sowas zu schreiben, hat irgendwie ein 'G'schmäckle'.
 
Wie habe ich das von meiner Ausbilderin gelernt? "Nur die tragenden Gründe kommen ins Urteil!" Dieses Gelaber hat in einem Urteil rein gar nichts zu suchen. Wobei ich nicht weiß, ob so eine Bemerkung noch zum Urteil selber zählt. Aber selbst dann fällt mir ein anderer Spruch ein: Wer sich nicht taut, das Recht anzuwenden, soll es lassen.
 
Dieses Gelalle ist das letzte verzweifelte Nachtreten der Justiz - wie Schwenn schon richtig sagte: Um Kachelmann nochmals maximal zu beschädigen und in völliger Ablehnung aller im Verfahren ermittelten Fakten.
 
Find ich gut, dass sie sich auch zu Wort meldet. Was blieb ihr auch anderes übrig, nachdem Kachelmann dies letzte Woche selbst so wortreich wie daneben getan hat? Sie stand quasi unter Zugzwang und nach seinen Äusserungen gegenüber diversen Publikationen, die ihm nicht treu zur Seite standen, hätte ich an ihrer Stelle auch Die Bunte gewählt.

Als er noch der nette Mann von nebenan war, hat ihn die gute Publicity solcher Blätter übrigens auch nicht gestört. Hat ja seinen Marktwert erhöht. Ob zwei Seiten weiter irgendein Promi auseinandergepflückt wurde, war ihm das auch scheißegal. Tja, so ist das, wenn man sich mit solchen Leuten einlässt. :D
 
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