Ich bin nun nach knapp 60 Stunden auch durch [Stadtruf 45 (wobei ich 50 gar nicht erreichen kann dank der Mahjong-Freundin), 48 von 50 Detektivjobs erledigt], leider hat sich mein
positiver Eindruck von damals [Kapitel 7] über die restlichen Kapitel deutlich abgeschwächt.
Die Handlung ansich finde ich ganz okay aber nicht wirklich berauschend. Richtig abgetörnt haben mich aber viele Kleinigkeiten die in den letzten Kapiteln richtig penetrant nervend wurden. Mag ich das Kampfsystem bei Kapitel 7 noch okay gefunden haben, so wurde es später immer schlechter für mich. Zum einen fühlte ich mich mit Yagami in keinster Weise den einfachen Punks überlegen [anders als Kazuma, Majima, etc.] was aber auch eine bewusste Sache sein kann, zum anderen aber finde ich die ganze Sache mit den Skillbüchern richtig daneben. Ich habe diverse Skills nicht freischalten können schlicht weil ich das Buch nicht gefunden habe. Hat mich sehr gestört, ebenso wie die Kampfsteuerung wenn man gegen eine größere Gruppe kämpft, dazu wirkte die Steuerung immer wieder sehr hakelig. Sehr häufig lief ich auf einen Gegner zu damit ich über ihn springe und die Ex-Aktion machen kann aber Yagami sprang nicht über den Gegner sondern lief einfach vorbei [wenn ich so drüber nachdenke war eigentlich die gesamte Steuerung nicht so gut]. Judgment ist das erste Spiel der Franchise wo mir die Standardkämpfe kaum Spass gemacht haben. Ich weiss nicht genau was aber irgendwas fehlt im Gegensatz zu den anderen Spielen.
Eine weitere Sache die mir nicht gefallen hat war das ich ständig Geldprobleme hatte, man hat imo viel zu wenig bekommen um diverse Dinge nutzen zu können. Aber der absolute Spasskiller waren die Keijin-Gang bzw. der Bedrohungsstufe-Blödsinn und der Tödliche-Wunden-Müll [mind. 20.000 Yen um das wieder zu löschen

]. Den ganzen Schei** hätte sich Nagoshi komplett sparen können, oder aber wenigstens wenn man die Anführer immer wieder besiegt mehr Erfahrungspunkte [die wie ich finde auch zu knausrig vergeben werden] und/oder deutlich mehr Geld. Ist ja toll das die Shopbesitzer meinen Namen auf den Strassen singen jedesmal wenn ich wenigstens einen der vier besiege, aber statt dieser schei** Kugeln hätten sie mir ordentlich Geld geben sollen. Dann hätte ich auch mehr Quickstarter und Glücksspieldinge gemacht/erledigt bzw. mich intensiver mit den Drohnenrennen auseinandergesetzt.
Edit. Ach ja, einen richtig nervenden Punkt habe ich noch vergessen: LADEZEITEN! WTF? Viel zu lange, viel zu häufig, und dazu diese beschi**ene Dreiecksanzeige die wenn sie fertig ist mal plötzlich die Hälfte vom Balken verliert und weiter lädt.

³ Als ich im Büro den Flipper zum zweiten mal verlassen habe habe ich mal auf die Uhr geschaut: 55 SEKUNDEN! UM VOM SCHEI** FLIPPER WIEDER INS BÜRO ZU KOMMEN! IM JAHR 2019! SEID IHR VÖLLIG IRRE SEGA? Danach bin ich nie wieder an den Flipper gegangen.
Alles in allen muss ich sagen das das Spiel einen guten Teil der typischen Yakuza-Stärken hat, aber neben eigenen Schwächen [z.B. neben den oben erwähnten Sachen die nervigen Beschattungsmissionen] auch diverse Stärken die die Yakuzaspiele für mich eigentlich haben ins negative kehrte. Für mich wirklich eine recht deutliche Enttäuschung und von allen Spielen der Franchise das schwächste Spiel, noch hinter Dead Souls.
Einen Nachfolger bitte nur dann wenn das Team an vielen Dingen nochmals arbeitet, ansonsten sollten sie lieber an [westlichen] Remastern von Kenzan und Ishin arbeiten.
