Mantis
Ich bin für Werder.
Interessant, dass der Thread grad oben ist. Ich hab mich letzte Woche auch bei einem größeren Industrieunternehmen beworben, als Redakteur für PR Intern/Extern + SoMe. Sind komplett im B2B Bereich unterwegs. Es handelt sich um einen großen Arbeitgeber aus meiner Heimatstadt, bei dem auch unzählige Freunde und Bekannte arbeiten. Die verdienen alle sehr gut und der Betrieb tut auch viel für die Mitarbeiter. Allerdings sind das gute 60 Kilometer Distanz von meinem aktuellen Wohnort. Bei meiner jetzigen Firma bin ich vor 5 Monaten zum Stellv. Leiter Marketing aufgestiegen, in der Praxis hat sich aber nur wenig für mich verändert, außer dass mehr Geld auf dem Konto ist. Irgendwo hängt mein Herz sehr an diesem Laden, egal ob beruflich oder privat, ich trete immer für die Marke ein und kann mich für das Unternehmen wirklich begeistern. Mein Abteilungsleiter ist mein beruflicher Ziehvater und wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Mein Aufgabenbereich ist sehr abwechslungsreich, aber wenig strukturiert. Leider hat unser Geschäftsführer sehr engstirnige Ansichten und schätzt unsere Arbeit wenig bis gar nicht. Er lässt keine Gelegenheit aus, mir oder uns zu sagen, dass er ja immer meint, dass das alles gar nix bringt. Das demotiviert ungemein. Wenn ich ihn bei Gehaltsverhandlungen frage, was ich besser machen kann, was ihm an mir gefällt, dann kommt da beispielsweise nur: Sie sind wenig krank, das gefällt mir gut. Also er weiß gar nicht, was ich genau mache, will es aber auch gar nicht wissen. Das frustriert ungemein. Und wir geraten halt auch immer wieder aneinander.
Die Firma, wo ich mich beworben habe, hat ein ganz anderes Selbstverständnis, auf allen Ebenen. Wahrscheinlich kann ich dort selbst in der hierarchisch niedrigeren Position mehr verdienen und ich habe langfristige Sicherheit. Da muss man schon den goldenen Löffel klauen, um rausgeschmissen zu werden. Hier gab es immer mal wieder Entlassungswellen und als Marketing-Typ ist man ja nicht gerade sattelfest. Wird das klappen, muss ich täglich 90 Minuten pendeln. Es wird immer zur nächsten Viertelstunde gestempelt. Hier minutengenau abgerechnet. Ich kann hier mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ich habe hier zwar keine Vertrauenszeit, kann aber Kommen und Gehen wann ich will, solange ich auf meine Minuten komme. Ich kann mich außer gegenüber dem Geschäftsführer mit jedem auf Augenhöhe unterhalten. Und auch zum Chef kann ich ehrlich und unbequem sein. Das Fitnessstudio ist um die Ecke. Wir haben Firmenfitness.
Hilfe. Was soll ich tun? Die Bewerbung hab ich nach einem Frust Tag abgeschickt, aber die Einladung zum Bewerbungsgespräch wirft mich voll aus der Bahn. Als solle ich meine schrullige, aber liebenswürdige Frau verlassen.
Die Firma, wo ich mich beworben habe, hat ein ganz anderes Selbstverständnis, auf allen Ebenen. Wahrscheinlich kann ich dort selbst in der hierarchisch niedrigeren Position mehr verdienen und ich habe langfristige Sicherheit. Da muss man schon den goldenen Löffel klauen, um rausgeschmissen zu werden. Hier gab es immer mal wieder Entlassungswellen und als Marketing-Typ ist man ja nicht gerade sattelfest. Wird das klappen, muss ich täglich 90 Minuten pendeln. Es wird immer zur nächsten Viertelstunde gestempelt. Hier minutengenau abgerechnet. Ich kann hier mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ich habe hier zwar keine Vertrauenszeit, kann aber Kommen und Gehen wann ich will, solange ich auf meine Minuten komme. Ich kann mich außer gegenüber dem Geschäftsführer mit jedem auf Augenhöhe unterhalten. Und auch zum Chef kann ich ehrlich und unbequem sein. Das Fitnessstudio ist um die Ecke. Wir haben Firmenfitness.
Hilfe. Was soll ich tun? Die Bewerbung hab ich nach einem Frust Tag abgeschickt, aber die Einladung zum Bewerbungsgespräch wirft mich voll aus der Bahn. Als solle ich meine schrullige, aber liebenswürdige Frau verlassen.
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