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Jobwechsel...was meint Ihr?

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Ich habe angefangen mich nach einem neuen Job umzugucken, weil ich einfach dichter an meinem Wohnort arbeiten möchte. Aktuell sitze ich knapp
15 Stunden die Woche im Auto, weil die Baustellen auf allen Routen unzumutbare Ausmaße angenommen haben. Selbst mit der Bahn bin ich 90 Min.
unterwegs und auf den ÖPNV habe ich einfach keinen Bock.

Abgesehen davon hat mein Arbeistgeber so gar keinen Plan was sein Finanzhaushalt angeht und ist ständig der Meinung, das die IT zu teuer ist
und streut Gerüchte zum Thema Outsourcing (keine Diskussion jetzt ob sinnvoll oder nicht).
Aber dicke Firmenwagen für Personal das gar keine Aussendiensttätigkeiten hat, werden nicht in Frage gestellt. Nur eines von vielen Beispielen.
Bevor sich die Gerüchte dann doch verdichten und die Firma Teile auslagert und ich dann u.U. Glühbirnen eindrehen darf (Kündigungen stehen nicht zur
Debatte, aber es werden dann u.U. andere Aufgaben gesucht), möchte ich die Initiative ergreifen und selbst gehen.

So suche ich seit ca. 8 Wochen nach neuen Möglichkeiten und hatte schon zwei Vorstellungsgesräche. Vom zweiten komme ich gerade zurück. Der Weg wäre ein Traum,
keine 30 Min. mit dem Rad.

Mein "Problem": Ich bin was meine Tätigkeit angeht, ziemlich spezialisiert bei uns (geschuldet durch die Größe unserer IT bzw. des Unternehmens).
Die Firmen in meiner Umgebung sind was die IT angeht, viel kleiner aufgestellt und da ist der Admin quasi ein Allrounder, der von Serveradministration auch mal
einen PC aufstellt und vom Kollegen das Handy wieder in die Reihe bringt.
Von den Anforderungen her stellt mich das alles nicht vor große Hürden, bin auf der Höhe was den aktuellen Stand der Dingen angeht
und beschäftige mich ja auch privat damit. Ich habe da mehr gefühlsmäßig ein Problem mit. Entwickel ich mich wieder zurück wenn ich in einem
kleinen IT Team mit EINEM Serverraum (Rechenzentrum sagt da niemand^^) wieder alles mache (damit habe ich vor 13 Jahren aufgehört)?
Degradiere ich mich, wenn ich neben den "großen" IT Tätigkeiten auch wieder für einen neuen Mitarbeiter den PC aufbaue und installiere und 1st Level Support leiste?

Abgesehen von dieser Frage bin ich auch sehr verwöhnt was meine komplett flexible Arbeitszeit angeht. 38 Stunden Woche ohne Kernarbeitszeit. Mit Familie und kleinem Kind
absolut wertvoll. Bei der Firma heute müßte ich stur 8-17 Uhr arbeiten, was ich eigentlich nicht möchte. 40 Stunden sind völlig ok aber ich möchte so arbeiten, wie
es der Job gerade verlangt bzw. ich es für passend halte. In einem kleinen IT Team aber schlecht machbar.

Der Arbeitsmarkt sieht insgesamt gut aus. Wäre ich morgen arbeitslos, könnte ich aus dem Stand locker 10 Bewerbungen raushauen. Aktuell spiele ich natürlich
Wunschkonzert, da ich ja einen Job habe.
 
Abgesehen von dieser Frage bin ich auch sehr verwöhnt was meine komplett flexible Arbeitszeit angeht. 38 Stunden Woche ohne Kernarbeitszeit. Mit Familie und kleinem Kind
absolut wertvoll. Bei der Firma heute müßte ich stur 8-17 Uhr arbeiten, was ich eigentlich nicht möchte. 40 Stunden sind völlig ok aber ich möchte so arbeiten, wie
es der Job gerade verlangt bzw. ich es für passend halte.
8 bis 17 wäre für mich der Tod. Ich würd mir morgen die Kugel geben. Nichts schlägt die Freiheit komplett selbstbestimmter Arbeitszeiten, imo.
 
Ich kann den Bandit gut verstehen, ich mach genau das, wovor er sich fürchtet wieder runterzusteigen und hab in letzter Zeit auch oft mit dem Gedanken gespielt mir etwas anderes zu suchen... mich würde dennoch interessieren, wie du denn den "Aufstieg" geschafft hast - du sagst ja, dass du diese Tätigkeiten das letzte Mal vor 13 Jahren gemacht hast, würd mich einfach interessieren, was du nun tagtäglich machst?! Ich hab auch 8 - 17 Uhr, (Gleitzeit) das find ich nicht schlimm, nur in der Realität wirds halt oft auch 7 Uhr - 19 Uhr oder noch später ...
 
Ich kann den Bandit gut verstehen, ich mach genau das, wovor er sich fürchtet wieder runterzusteigen und hab in letzter Zeit auch oft mit dem Gedanken gespielt mir etwas anderes zu suchen... mich würde dennoch interessieren, wie du denn den "Aufstieg" geschafft hast - du sagst ja, dass du diese Tätigkeiten das letzte Mal vor 13 Jahren gemacht hast, würd mich einfach interessieren, was du nun tagtäglich machst?! Ich hab auch 8 - 17 Uhr, (Gleitzeit) das find ich nicht schlimm, nur in der Realität wirds halt oft auch 7 Uhr - 19 Uhr oder noch später ...
Mein Arbeitgeber hat damals speziell nach einem Lotus Admin gesucht. Da ich bei meinem vorherigen Job beim Aufbau der Mailumgebung mitgewirkt hatte, bin ich in die Mailschiene gekommen. Ich habe natürlich auch Nebenschauplätze gehabt, aber Mail und alles was damit verknüft war (SMTP Gateways, Security, etc.) ist halt der Hauptpart. Vor zwei Jahren dann von Lotus auf Exchange gewechselt, AD eingeführt und die Microsoft Schiene total ausgebaut. Jetzt mache ich haupttätig Exchange und Lync, AD am Rande und natürlich alles andere was irgendwie an Mail hängt.
 
Okay, klingt jetzt für meine Ohren gar nicht soooo advanced ^^ auch wenn man das natürlich nicht pauschalisieren darf, ist ein riesiges Gebiet. Darf ich noch fragen, wieviele MA die Firma hat?
15 h im Auto pro Woche wär mir auch viel zu viel, ich hab gerade mal 5-6 h, weniger wär natürlich immer besser.
Geld ist für dich kein ausschlaggebender Grund?
Du hast ja schon die ersten Schritte gemacht, was einen möglichen Wechsel angeht, wenn dir die aktuelle Lage nicht mehr passt und du das Gefühl und auch gute Gründe für einen Wechsel hast, dann steht eigentlich nicht mehr viel im Weg. Kann schon sein, dass du dich dann mit deinen neuen-alten Tätigkeiten etwas unterfordert fühlst, aber das musst du mit dir vereinbaren - ob es dir das Wert ist.
 
Geld ist für dich kein ausschlaggebender Grund?
Doch :-) Hab meine Vorstellung ja bei der Bewerbung angegeben. Darüber wollten die heute aber nicht reden. Urlaubs -und Arbeitszeit mußte ich denen auch aus der Nase ziehen. Der Laden hat nur 110 Mitarbeiter und die führen nicht oft solche Gespräche. Haben sie sympathischer Weise auch direkt zugegeben.
 
Interessant, dass Bandit das schreibt. Habe gerade heute eine Bewerbung losgeschickt, PR im öffentlichen Dienst. Alleine schon das Zusammenstellen der Bewerbung hat mich n bisschen Überwindung gekostet, da ich meinen Betrieb und die Arbeit gerne mag. Ich komme super mit meinem Abteilungsleiter klar, habe flexible Arbeitszeiten und eine recht chillige Tätigkeit, die ab und an etwas lahm, hin und wieder aber auch recht spannend ist. Nur der Verdienst ist mies. Deswegen habe ich mich auch die Stelle beworben, würde dort nach Tarifvertrag mal auf Anhieb fast 1000 Euro brutto mehr verdienen und die Steigerungen wären natürlich auch in Stein gemeißelt.

Einfach mal schauen, was sich da ergibt....
 
Ich würd mich mittlerweile über "sture" Arbeitszeiten freuen, da ich es nicht oder nur sehr selten auf die Reihe bringe, die Arbeitszeit auch wirklich einzuhalten ... bin zwar eh selber schuld, aber manchmal oder sehr oft erfordert es halt der Job, dass um 17 Uhr noch nicht mit allem fertig ist ... auf der einen Seite ist es schön wenn man viel Arbeit hat, auf der anderem Seite ist es schlecht wenn man viel Arbeit hat ;)
 
Ich würd mich mittlerweile über "sture" Arbeitszeiten freuen, da ich es nicht oder nur sehr selten auf die Reihe bringe, die Arbeitszeit auch wirklich einzuhalten ... bin zwar eh selber schuld, aber manchmal oder sehr oft erfordert es halt der Job, dass um 17 Uhr noch nicht mit allem fertig ist ... auf der einen Seite ist es schön wenn man viel Arbeit hat, auf der anderem Seite ist es schlecht wenn man viel Arbeit hat ;)

Das ist ja in so weit voll okay, dass man stempelt und die Ü-Minuten und Ü-Stunden abfeiern kann. Ich genieße das schon mal, mit einem kurzen Freitag das Wochenende einzuläuten.
 
Ich würd mich mittlerweile über "sture" Arbeitszeiten freuen, da ich es nicht oder nur sehr selten auf die Reihe bringe, die Arbeitszeit auch wirklich einzuhalten ... bin zwar eh selber schuld, aber manchmal oder sehr oft erfordert es halt der Job, dass um 17 Uhr noch nicht mit allem fertig ist ... auf der einen Seite ist es schön wenn man viel Arbeit hat, auf der anderem Seite ist es schlecht wenn man viel Arbeit hat ;)
Ich finde es nicht schlimm, meine Arbeit in der mir vorgegebenen Zeit erledigen zu können. Klingt bei Dir jetzt so, als wenn das "Arbeit zu Arbeiter Gefüge" nicht stimmt. Das die flexible Zeitgestaltung in Ausnahmesituationen (Projekt oder Systemausfall) ausser Kraft gesetzt ist, muß ich ja nicht erwähnen, oder?
 
ist halt schwierig, will da nicht unbedingt näher drauf eingehen, aber mit einem nicht stimmenden Verhältnis hast du sicher nicht ganz Unrecht, btt
kann mich da drzoidberg nur anschließen, du hast keinen Druck, schau dich einfach noch etwas weiter um und überleg es dir gut, musst halt einfach priorisieren, was dir am wichtigsten ist - wenn es die Fahrzeit ist, dann rück das an erste Stelle und sortier dann aus
 
Was sagt denn der Buschfunk zur Zukunftssicherheit des "neuen" Arbeitgebers?
Wie ist das Arbeitsklima in dem Betrieb zur Zeit? Gutes Betriebsklima lässt sich imo kaum mit Geld aufwiegen.
Was sagt die Frau und wie sieht die Kohle letztendlich aus? An kurze Arbeitswege gewöhnt man sich imo sehr schnell, an weniger Geld nicht.
 
Ich habe gerade auch meinen Job gewechselt. Beid er alten Stelle gab es keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr, deshalb habe ich mir eine neue Stelle gesucht. Bei dir ist es der private Grund, dass du zu viel Freizeit auf der Autobahn ofperst. Solche Gründe sollte man imo verfolgen, auch wenn man mit dem aktuellen Arbeitgeber und den Kollegen an sich zufrieden ist (was du in deinem Fall aber wohl sogar ambivalent siehst).

Ich denke du machst es richtig, wenn du wie du sagst "WUnschkonzert" spielst. Wechsel nur, wenn du beim neuen Arbeitgeber das Gefühl hast, dass . es rundum passt (auch "weiche" Faktoren wie Atmosphäre, Arbeitszeiten etc). Sicher kann sich der Wechsel hinterher trotzdem als Griff ins Klo rausstellen. Aber ohne Risiko wirst du deine persönliche Situation nicht verbessern können.

Dass du spezialisiert bist, sehe ich nicht als Hindernis, sondern eher als Chance dich weiterzuentwickeln und dir neues, zukunftssicheres Wissen anzueignen. Bei der aktuellen Arbeitsmarktsituation in der IT-Branche ist auf Arbeitgeberseite ja in der Regel auch die Bereitschaft zum Einlernen/ Fortbildung groß.
 
Das 3 Mann starke IT-Team arbeitet sehr lange in der Konstelation. Überhaupt sind die Leute lange da, deswegen auch die fehlende Praxis in Sachen Bewerbungsgespräch. Was die Kohle angeht, lasse ich da wenig Spielraum. Ich kenne meinen Wert und weiß ja, was ich jetzt habe.
Meine Frau sieht es im Prinzip wie ich. Gerade mit Kind brauchen wir flexible Arbeitszeiten weil meine Frau auch nicht um die Ecke arbeitet.
 
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