In einer Hinsicht aber ist das Fair Play der Uefa eine Revolution, gerade für die deutschen Vereine: Die Klubs, die im Europapokal mitspielen wollen, müssen komplette Konzernbilanzen vorlegen. Um eine Lizenz für Bundesliga oder die Zweite Liga zu erhalten, reicht der DFL dagegen eine Bilanz der eigentlichen Fußball-Gesellschaft. Viele Klubs nutzen dieses Schlupfloch, um Schulden in Tochtergesellschaften zu verstecken, die nicht aufgeführt werden müssen. Beim neuen ClubMonitoring der Uefa geht dies nicht mehr. Ein Verein wie Hertha BSC, der Vermarktungs- und Verwertungsrechte im Wert von 38 Millionen Euro in eine eigens gegründete Tochtergesellschaft ausgegliedert hat, dürfte es, einen Aufstieg und eine sportliche Qualifikation für den Europapokal vorausgesetzt, nach derzeitigem Stand schwer haben, eine Lizenz für diesen Wettbewerb zu bekommen. Von Schalke und Valencia ganz zu schweigen.