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Ich bin auch an Enslaved mit negativen Gefühlen nach den Trailern und nach der Demo gegangen. Vom Spiel war ich aber absolut begeistert. Und ich gebe sicherlich keine 63€ aus um mich absichtlich zu ärgern.
Ich ärgere mich auch nicht. Es ist ein solider Shooter.
Nur mal ein Beispiel:
Im dritten Level plant der Widerstand einen Angriff mit weissem Phosphor auf die KVA. Die Granate kommt runter und die Soldaten brennen lichterloh. So war es auch geplant. Als Spruch kommt dann nur, dass man das brennende Fleisch riechen kann. Und schwupps, wird weiter geschossen. Kaum Schreie der brennenden Menschen. Dann flüchtet man aus der Feuerhölle und die Entwickler lassen die Chance nicht aus, einem noch einen brennenden Soldaten über den Weg laufen zu lassen. Der ist komplett stumm. Kein Schreien, kein Flehen um Hilfe, nichts.
Ich kann den Eindruck der Zimtzicke ganz und gar nachvollziehen. Nach Beendigung der Singleplayerkampagne und einem zweistündigen Multiplayerritt werde ich meine Kopie verkaufen. Für mich eine große Enttäuschung.
Einige Kommentare hier verwundern mich schon und vermitteln mir den Eindruck, dass hier mit einem anderen (negativen) Maß gemessen wird im Vergleich zu anderen Shootern.
Wenn ich in einem Spiel einen amerikanischen Widerstandskämpfer im eigenen Land spiele, dann wundert es mich nicht, dass es viel amerikanischen Patriotismus enthällt, ist eigentlich sogar logisch, genauso, dass in diesem Zusammenhang eine feindliche Besatzungsmacht grausam und barbarisch dargestellt wird.
Wenn ich dann auch noch was von flacher Story, bzw. Darstellung lese und dass CoD das besser kann, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Gerade was flache, plakative Darstellung bestrifft, ist CoD wohl alleiniger Spitzenreiter, von den "Storys" in CoD mal ganz zu schweigen.
Die sehr kurze Kampgane ist aber tatsächlich ein Punkt, den ich stark bemängeln würde.
Ich bin wirklich kein Freund von CoD, vor allem nicht von den "Stories". Trotzdem erzeugt Black Ops bspw. ein anderes Spielgefühl.
Und ich streite nicht ab, dass ich hier besonders kritisch bin. Dass Homefront spielerisch kein Meilenstein wird, konnte man in den Videos sehen. Wenn ich aber im Vorfeld von geiler Story und beklemmender Atmo und Gefühlskino (!) lese und bekomme dann sowas serviert... Manche Ideen im Spiel sind grundsätzlich gut, die Umsetzung aber mies. Aber vielleicht reicht das ja den meisten.
Ich widerspreche auch, dass man eine feindliche Besatzungsmacht so darstellen muss.
Mal nur lesen, wenn man es schon gespielt hat oder keine Angst vor Spoilern hat:
Die Szene mit dem Massengrab war sowas. Da werden die Koreaner als Unmenschen dargestellt, weil man Amerikaner (!) in so ein Grab schmeisst. Mein Kollege rastet aus und schiesst auf die versammelten KVAs, bis natürlich wieder 100 Koreaner tot sind. Sorry, da kommt bei mir kein beklemmendes Gefühl auf. Es wäre noch was anderes gewesen hätte man gezeigt, wie mein Kollege im Kugelhagel durchlöchert wird und die Koreaner ihn dann auch in das Massengrab schmeissen, mit Verachtung, mit Hass, mit was weiss ich.
Dies Szene mit den brennenden KVA'lern genauso. Wieso hat man in dieser Szene, wo jeder Mensch, egal ob Soldat oder Briefträger gleich reagieren würde, nicht gezeigt, wie ein brennender Koreaner sich z. B. vor meine Füsse schmeisst und um Hilfe fleht. Oder Gnade. Oder schreit und elendig um sein Leben kämpft. Irgendwas menschliches halt.
Es kommen IMO einfach keinerlei Emotionen auf. Die Szenen werden abgespult und das war's.
Wie siehts eigentlich mit dem Waffenschaden aus, gibts denn Hardcore-Mode? Wieviel Kugeln verträgt ein Spieler im MP, eher wie BFBC2 oder doch eher CoD HC style ?
Das Spiel "verkommt" in Level 4 zur reinen Ballerorgie. Vorrücken, vorrücken, vorrücken. Ich weiss nicht, wieviele Gegner in Level 4 auf einen zukommen, aber es sind mächtig viele.
Das Level beginnt halbwegs vielversprechend.
Man kommt aus der Tunnelanlage der Oase ans Tageslicht und muss feststellen, dass die KVA mehrere Zivilisten ermordet und absichtlich in Reichweite liegen haben lassen.
Gespieltes Entsetzen für ca. 40 Sekunden, bevor man sein Gewehr wieder schultert und die KVA neuerlich ins Visier nimmt.
Wenn man soviel ballern muss, fallen dann auch die schweren KI-Aussetzer der Gegner auf. Einige KVA'ler stehen zwar unter massivem Beschuss, bleiben dennoch wie angewurzelt mitten auf der Strasse stehen. Nicht schlimm, aber auffällig.
Lustig auch die Drohne "Goliath". Goliath ist ein mittelgrosses (Sprinter-Grösse?), gepanzertes und bewaffnetes Fahrzeug, welches immer auf Zuruf bereit steht, wenn besonders viele Gegner und bewaffnete Gegnerfahrzeuge warten. Keine Ahnung, wo das Gefährt immer geparkt wird damit es keiner sieht, so ganz unauffällig ist es aber nicht...
Am Ende der Mission wartet noch eine kleine Tour in einem Humvee auf den Spieler.
Was man jetzt aber so liest ist doch ein wenig ernüchternd.
Ein Seller wird das Spiel zwar trotzdem, aber bislang spricht es mich absolut nicht an (nach den Berichten hier). Ich hole es mir dann zum Budgetpreis und hoffe, dass der Nachfolger besser wird.
Ganz ehrlich, ich bin enttäuscht von der Story und der Atmo. Das ist insofern besonders ärgerlich, als dass ich darauf gehofft hatte. Was mich noch mehr ärgert ist die Tatsache, dass die Story im Laufe des Spiels immer weniger wird und noch mehr an Bedeutung verliert. Es wird ein reiner Kampf gegen koreanische Soldaten. Zwar habe ich noch zwei Level vor mir, aber ich glaube nicht, dass sich jetzt noch grossartig was ändern wird.
Schade ist, so absurd die Story an sich ist, man hätte viel (!) mehr daraus machen können.
Bexter schrieb, dass das Spiel eine düstere und beklemmende Atmo habe.
Dann die ganzen "Previews", die eine super Story attestieren, die Einspieler von "Einzigartiger Atmospähre" und "Grosses Gefühlskino" von deutschen Seiten...
Man hätte nach der riesigen Werbekampagne stutzig werden können, es hätte ja aber auch mal klappen können.
edit:
Aber vielleicht bin ich ja auch nur die Ausnahme bei der Kritik. Dr. Para, Fuchs und Bexter scheinen ja begeistert zu sein.
Als ich dann noch die Story gelesen habe, war es endgültig vorbei. Insofern hast Du meine ganzen Vorbehalte bestätigt. Aber vielleicht taugt er im MP ja was.
mal ehrlich, es ist ein unterhaltungsmedium. ein videospiel, welches uns eine alternative zukunft präsentieren will und das versucht mit realen ereignissen zu unterstreichen. (militäraktionen vom norden, wirtschaftskrise, das erste erscheinen von kim jong un usw. alles ist so passiert) und dafür das sie hier als an den "haaren vorbeigezogen" betitelt wird, ist sie nach meiner meinung wirklich gut ausgearbeitet, vorallem im gegensatz zu den restlichen military shootern. so findet man in fast jedem level unzählige (glaub ingesamt sind es 61) zeitungsausschnitte, die einem noch mehr zur hintergrundgeschichte von homefront erzählen. und wer in level 4 den artikel über die katastrophe im japanischen atomkraftwerk einfach so als belanglos hinnimmt, ist eh so voreingenommen vom spiel, dass er alles was er geboten bekommt mit füssen tritt und das ist nicht das einzigste beispiel. dazu ist es noch ein action spiel und da wären friedliche besatzer doch mehr als langweilig. statt erschießungskommandos gibs süßigkeiten für die kleinen kinder oder wie? klar müssen besatzer nicht überall im land arbeitslager aufmachen und zivilisten grundlos erschießen, aber diese besatzungen waren/sind unter der beobachtung von unzähligen nationen und verbänden. die japaner hat keiner beobachtet als sie in china waren und das war absolut keine friedliche besatzung. genau so wenig wie die KVA in amerika, die ja vorallem noch im kriegszustand sind. ich glaube allgemein das hier einige kaum bis gar keine ahnung mit der ost-asiatischen mentalität haben und deswegen den hass oder die verachtung gegenüber amerika komplett unterschätzen. das einzigste, was ich der story halt als unglaubwürdig bescheinen würde, ist das halt gerade nordkorea die nationen unter sich vereint um ein großes koreanisches reich zu bilden, aber wie gesagt: es ist ein videospiel mit einer alternativer zukunft und es will in erster linie unterhalten.
zum kompletten spiel (gameplay, ki usw) sag ich noch was, wenn ich nachher fertig bin.
Die Zeitungsartikel mögen nett sein, aber das Spiel selbst, die Bilder die man sieht, die Stimmen, die man hört, die gehen mir nicht weit genug. Es werden keine Emotionen aufgebaut, selbst den Hass gegenüber den Koreanern kann man nicht spüren, wenn sie doch so schlimme Besatzer sind (Hass wäre ja auch eine Emotion).
Kennst du die Szene aus Soldat James Ryan, die Landung in der Normandie? Weisst du, wie pervers, wie grausam und bedrückend diese Szene gezeigt wurde? In Homefront würde der Protagonist (ich kann mich nichtmals an seinen Namen erinnern. Hopper? Boones? Rianna war's nicht... ) das Schiff später nehmen, am Strand ankommen, 2.000 Leichen sehen und nur "Oh shit, so viele Leichen. Hm. Bastarde! Ich mach euch fertig, hell ya" rufen, sein Gewehr in Anschlag nehmen und losrennen. Überspitzt ausgedrückt natürlich.
Ich würde dir sogar mit dem "Unterhaltungsmedium" recht geben. Homefront musste nicht das Anti-Kriegsspiel werden, was ich mir eigentlich wünsche. ABER: sie haben ja all diese Ideen aufgegriffen, sie fangen eine Szene an. Und beenden sie, bevor es richtig losgeht. Bevor eine emotionale Szene entstehen kann.
Vielleicht erwarte ich auch nur zuviel? Die Szene im Bus am Anfang. Man sitzt im Bus und sieht eine öffentliche Hinrichtung. Man sieht auch, dass Eltern vor den Augen ihres Kindes ermordet werden. Aber völlig ohne Emotion. Der Bus fährt weiter, 10 Sekunden später rammt der LKW den Bus und man beginnt das Spiel. Reicht es wirklich, die Szene nur zu zeigen oder hätte man nicht wirklich viel mehr draus machen können?
Die brennenden Soldaten nach dem Phosphor-Angriff, die stumm sterben, die nicht schreien oder um Hilfe flehen. Das Massengrab. Die "Freunde" in der Oase, die stupide Pflanzen bearbeiten und Arbeiten nachgehen. Keine Besorgnis zu spüren, keine Angst.
Sag's mir. Reicht das aus oder hätte man nicht mehr draus machen können? Oder soll man nicht mehr draus machen, weil es ja nur ein Spiel ist?
Nach zwei Dritteln des Spiels hätten IMO nur 5 Minuten zusätzliche Cutscenes das Spiel komplett verändern können. Auch ohne die Action zu verringern.
emotionen auszulösen ist aber eh ne schwierige geschichte. jeder fasst bestimmte sachen anders auf und ich bin jedenfalls jemand, der sich nicht gerade leicht von einem spiel berühen lässt. das hat gerade mal die metal gear solid saga und deadly premonition wirklich geschafft und wie man es absolut nicht machen sollte, hat mir vor paar tagen erst dragon age 2 gezeigt. trotzdem krieg ich bei homefront manchmal den berühmten klos im hals, auch wenn das in meinen augen nicht wirklich tief emotional ist, sondern einfach nur ein anzeichen dafür ist, dass sich mein gehirn mit dem auseinander setzt was es da gerade seht und vorallem hört (das geheule vom kind empfand ich z.b. sehr hart) und das ist in meinen augen, für einen military shooter, schon etwas. außerdem vergisst du eigentlich eine sache: das spiel ist nicht schwarz/weiß. egal wie brutal die koreaner dargestellt worden sind, die eigenen "brüder" im kampf kommen teilweise auch sehr schlecht im spiel weg.
und das man aus dem spiel hier und da sicherlich einiges mehr rausholen hätte können, seh ich genau so. aber das ist diese "was wäre wenn" kutsche und eigentlich findest du bei jedem spiel so welchen fälle, wo man sich fragt, wieso die entwickler gerade das nicht noch mehr ausgearbeitet haben. am ende muss man sich aber eh mit dem endprodukt rumschlagen. das ist so bei homefront und das ist so bei killzone.
emotionen auszulösen ist aber eh ne schwierige geschichte. jeder fasst bestimmte sachen anders auf und ich bin jedenfalls jemand, der sich nicht gerade leicht von einem spiel berühen lässt. das hat gerade mal die metal gear solid saga und deadly premonition wirklich geschafft und wie man es absolut nicht machen sollte, hat mir vor paar tagen erst dragon age 2 gezeigt. trotzdem krieg ich bei homefront manchmal den berühmten klos im hals, auch wenn das in meinen augen nicht wirklich tief emotional ist, sondern einfach nur ein anzeichen dafür ist, dass sich mein gehirn mit dem auseinander setzt was es da gerade seht und vorallem hört (das geheule vom kind empfand ich z.b. sehr hart) und das ist in meinen augen, für einen military shooter, schon etwas. außerdem vergisst du eigentlich eine sache: das spiel ist nicht schwarz/weiß. egal wie brutal die koreaner dargestellt worden sind, die eigenen "brüder" im kampf kommen teilweise auch sehr schlecht im spiel weg.
und das man aus dem spiel hier und da sicherlich einiges mehr rausholen hätte können, seh ich genau so. aber das ist diese "was wäre wenn" kutsche und eigentlich findest du bei jedem spiel so welchen fälle, wo man sich fragt, wieso die entwickler gerade das nicht noch mehr ausgearbeitet haben. am ende muss man sich aber eh mit dem endprodukt rumschlagen. das ist so bei homefront und das ist so bei killzone.
Also ich glaube nicht das es schwierig ist Emotionen in einem Spiel auszulösen ein Game soll in erster Linie mich Unterhalten und dazu gehören auch Emotionen.
Es kommt drauf an wie das ganze rübergebracht wird und wie man sich auf das ganze einlässt und die Story auf sich wirken lässt.
Klar gibt es Games die bei mir keine grossen Emotionen ausgelöst haben aber es gibt auch Games wo ich richtig mit gefiebert habe und die Gegner sogar verbal beschimpft habe
Meiner Meinung nach kommt es ganz drauf aun was man Zockt und wie man das ganze von Anfang an angeht!!