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XS/PC Heavy Rain

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die meisten Enden habe ich selbst erspielt.

Schwer ist das eigentlich nicht, da das Ende ja massgeblich beeinflusst wird, wer bis zum Schluss überlebt und wie der "Endkampf" ausgeht. Dann kommt es auch noch ein bisschen darauf an, ob Lauren überlebt.
 
Heavy Rain für PC

Schon im Februar dieses Jahres merkte Darkspy93 im Gameswelt-Forum an, dass Heavy Rain für PC in einer Liste von Spielen steht, die Nvidias PhysX unterstützen. Nach kurzer Recherche stellte sich dann schnell heraus, dass diese Liste zuletzt im Februar 2009 aktualisiert und sonst nicht weiter gepflegt wurde.

Mittlerweile bestätigte auch Nvidia: Es ist "ein Schreibfehler." Das Spiel, das ursprünglich auch mal für den PC geplant war, nutzt ohnehin nicht mehr Nvidias PhysX, sondern das Konkurrenzprodukt Havok.

;)
 
So. Gestern auch zugeschlagen und abends noch reingeschnuppert. Also ich muss schon sagen - in Videos sahen die Szenen aus dem Tutorial noch ziemlich Banane aus. Aber nachdem ich gestern selber Zähneputzen, Telleraufstellen etc. war, bin ich schwerst beeindruckt. Da wird eine herrliche Stimmung aufgebaut und man hat auch sehr schnell eine Verbindung zu den Kids.
Bin echt schwer gespannt, wie es weitergeht. :dhoch:

Kann man den Grieselfilter eigentlich irgendwie abstellen?
 
Was!
Für!
Ein!
Spiel!

:shock:

Alter, sowas hab ich ja noch nie gesehen. Das ist die wohl mitreißenste Verschmelzung von Präsentation und Gameplay, die ich je in einem Videospiel erlebt habe. Fuck MGS4, fuck Uncharted 2, fuck God of War 3! Heavy Rain hat es wirklich geschafft, den Begriff "Interaktiver Spielfilm" vom Schmutz vergangener Vertreter dieses Genres zu befreien und hier eine völlig neue Facette der interaktiven Unterhaltung zu erschaffen.

Was beim Lesen von Berichten oder dem Schauen von Videos langweilig und blöde wirkt, erzeugt beim Spielen eine irrsinnig dichte Athmosphäre. Es sind gerade die banalen Handlungen, die einen an die Charaktere binden und so jederzeit mitfiebern lassen. Heavy Rain nimmt sich wirklich die Zeit, den Spieler an die Figuren heran zu führen. Und dabei ist es verdammt intensiv. Keine 30 Minuten waren vergangen und ich bin doch angemessen hektisch durch die Mall gestürzt und habe nach dem Sohn gerufen. Sowas muss man erstmal hinkriegen. Im Appartement des Bibelfreaks habe ich wirklich panisch abgedrückt. Einfach nur WOW!

Dazu ist HR bis jetzt (bin noch nicht soooo weit) wohl eines der realistischsten Spiele (ARI mal beiseite, aber WAS für ein Spielzeug! WAS FÜR EIN SPIELZEUG!!), die mir je untergekommen sind. Es sind so viele Kleinigkeiten, die das Spiel "echt" machen...

Die Steuerung ist sehr gelungen. Ich habe beim Laufen hin und wieder noch Probleme. Aber da man die Hotspots ja auch mit dem linken Stick anvisieren kann und nicht direkt davorstehen muss, geht das. Und beim Baby hatte ich einige Probleme. Ansonsten gibt es da nix zu meckern. Sicher ist das alles gewöhnungbedürftig, denn wenn man HR mit normalen Spielen vergleicht, dann macht man doch relativ wenig. Aber das ist mir persönlich latte, denn das Spielerlebnis nullt diesen Punkt komplett.
Es zeigt sich auch wieder, dass QTEs alles andere als schlechte Gameplay-Elemente sind. Es ist einfach fakt, dass die Actionszenen, die ich bislang gesehen habe, in dieser Form nicht mit herkömmlichen Kontrollschemata zu realisieren sind. Wenn sich da eine Schlägerei quer durch's ganze Appartement zieht und der Spieler sich quasi verzweifelt mit Händen und Füßen und allen möglichen Gegenständen wehrt, dann muss alles abseits von QTEs gnadenlos versagen - mal ganz abgesehen davon, dass die gezeigte Dynamik niemals erreicht werden könnte. Das Gleiche ist es mit der Entscheidungsfindung. Würde das Spiel jedes Mal pausieren, wenn ich eine Auswahl treffen muss, dann würden etliche Szenen nie so funktionieren. Aber so werde wie von Entscheidungen umschwirrt, die teilweise nur schlecht lesbar sind, während sich vor mir eine Situation erbarmungslos zuspitzt, die dann auch irgendwie eskalieren wird (oder auch nicht), wenn ich gar nix mache. Das alles ist mir herkömmlichen Steuerungen so imo nicht umsetzbar.

Getoppt wird das Ganze nur noch von der umwerfenden Technik. Hier steckt unheimlich viel Liebe zum Detail drin. Die Charaktere stechen natürlich besonders heraus, aber auch der Rest stimmt vorn und hinten. Die Umgebungen sind super realistisch, ich habe nie glaubwürdigere Menschenmengen gesehen und der MoCap-Aufwand verdient wirklich das Attribut "Megaton Facemelting". Da fallen dann kleinere Sachen wie z.B. mit arg wenig Polygonen ausgestattete Decken, die dann wie Pappe wirken, ziemlich heftig auf. Diese kurzen Momente zerren dann auch an der Illusion, sind aber schnell genug wieder weg.
Akustisch wurde auch geklotzt und nicht gekleckert. Angefangen von den gelungenen Umgebungsgeräuschen, über das grandiose Voice-Acting (ich nutze die englische Variante) bis hin zu genialen musikalischen Untermalung stimmt hier einfach alles.

Ich habe jetzt ungefähr 3 oder 4 Stunden weg und bin schlichtweg begeistert. Bitte Horizon, bringt bald ein neues Spiel dieser Art. Und bringt es bald. :huldig:
 
:dhoch: ein weiterer User mit gutem Geschmack :p
meine Eindrücke nach wenigen Stunden waren ähnlich, und nach dem Ende nicht minder positiv.
da wünscht man sich wirklich, dass mindestens 1-2 solche Titel pro Jahr erscheinen. leider werden es vermutlich eher 1-2 solche Titel pro Generation.
in der Mall wurde ich auch wirklich hektisch, obwohl ich aus den Videos ja eigentlich wusste, was passieren wird... trotzdem wollte ich es verhindern :(

im Sommer werde ich sicherlich nocheinmal Heavy Rain durchspielen. darauf freue ich mich fast mehr, als auf die ganzen anderen Titel die erscheinen. (und ich bin jemand, der kaum ein Game mehr als einmal durchspielt!)


Dir Glod wünsche ich weitere spannende Stunden mit Heavy Rain. Es wird kein bisschen schlechter und wenn man das Konzept mag, und angebissen hat, lässt einem der Titel nicht mehr los!

ich vergebe selten meine persönlichen GotY Awards schon im Juni, aber ich weiss nicht, welches Game da mithalten soll (für meinen persönlichen Geschmack!)... ah, the last guardian vllt. :)
 
Nun, ich kann mich Gold und dir nur anschliessen.

Nur würde ich momentan noch einen Schritt weiter gehen, und Heavy Rain nicht nur zu meinem persönlichen Game of the Year erkoren. Ein Jahr würde dafür bei weitem nicht reichen. Uncharted 2, Killzone 2, inFamous und God of War III waren allesamt phantastisch. Aber für mich thront HR da nochmals drüber. :)
 
in meiner Favoriten-Liste ist Heavy Rain definitiv auch ein gutes Stück vor jedem Titel dieser Gen. ob es nun knapp vor oder knapp hinter Shadow of the Colossus und Shenmue ist, kann ich nicht genau sagen. :)
deshalb ist auch The Last Guardian das einzige angekündige (single-player)Spiel, bei dem es sein könnte, dass es mir genauso gut gefällt wie Heavy Rain. (aber naja, vllt überrascht mit ein Titel wie L.A. Noire ja ungemein? :))
 
Ich habe wirklich nichts gegen Motion-Control, ja dieses Video finde ich sogar wirklich interessant, ABER der Spass hört bei mir dann auf, wenn wertvolle Ressourcen dafür verschwndet werden:
danach sieht es nun bei Heavy Rain aus. laut Guillame de Fondaumière hat Sony Quantic Dream gebeten, sich auf die Move Integration zu konzentrieren, anstatt an den DLCs zu werkeln.
Letztere sind vorerst auf Eis gelegt. eine Wiederaufnahme der Arbeiten daran sind möglich, aber nicht wahrscheinlich.
Quelle

schade, ich habe mich sehr auf die DLC Episode mit dem Origami Killer gefreut :(

(die Move Steuerung von HR finde ich aber ganz interessant. alleine deswegen kaufe ich mir Move zwar nicht, aber mal schauen was noch kommt...)
 
Die Implementierung ist sicher interessant. Dadurch kann HR endlich so gespielt werden, wie es gedacht war. Allein - ich werde mir Move deswegen auch nicht holen. Aber die sollen doch bitte mit dem Spiel dann ein Bundle schnüren. DAS wäre mal eine Produkteinführung.
 
Das sieht wirklcih cool aus . Dann werd ich mein HR doch nicht verkaufen , dieses rumgedrücke das irgendwie nicht so richtig zu dem passt was auf dem Schirm passiert hatte mich massiv gestört .
So könnte das deutlich besser werden , ich bin gespannt :popcorn:
 
Oha, das ging jetzt alles doch recht schnell gegen Ende, ich bin durch :D

So in den letzten ~30 Minuten hätt ich einige Male am liebsten ins Gamepad gebissen..., da sind mir

noch tonnenweise Leute verreckt.
Diese Tussi, die Shelby/Killer hilft, bei der Aktion im Auto. Da leuchteten rechts (nachdem ich mich vom Lenkrad befreit hatte) gefühlte 24 Tasten auf und ich fang an auf irgendwelche zu drücken und bevor ich überhaupt richtig raff was los is, bin ich ausem Auto raus und die Tussi säuft ab :wand:
Dann die andere Tussi, die Ethan hilft. Die is mir bei dem Feuer hoppsgegangen :motz: Einen Fehler gemacht, über den Stuhl gestolpert und die verbrennt da fröhlich vor sich hin und die Kamera hat auch eiskalt immer weiter drauf gehalten :staun:
Und dann natürlich Ethan selbst durch diese vollkommenen SCHEISS Polizisten :motz::motz: Und wo ist Shelby bei der Aktion eigentlich hin? Das ganze Ding ist von der halben Nationalgarde umstellt und der spaziert gemütlich raus oder wie :motz::motz::motz::motz:
Kann man mit dem FBI Typen eigentlich auch was erreichen, sprich hab ich irgendwas "übersehen"? Recht kurz vor Ende is man ja nochmal mit dieser Brille im Büro und schaut sich alles an, da hab ich aber irgendwann aufgegeben. Im Nachhinein betrachtet wusste der Kerl ja eigentlich rein gar nichts. Der hätte mit diesen Informationen nicht mal rausgefunden, wer der Präsident der USA ist :motz:

Die Shelby Geschichte verwirrt mich nach wie vor etwas. Man spielt den Kerl die ganze Zeit, hat ja auch häufig seine Gedanken vor sich und kriegt davon nix mit. Klar, ansonsten wär die Wendung nich sonderlich überraschend gekommen, aber irgendwie passt das einfach nicht, da der Charakter gerade nicht durch irgendwelche Wahnvorstellungen, Schizophränie o.Ä. häufiger mal in komplett anderen Sphären rumwuselt, wodurch es sich erklären lassen würde, warum man von diesen fiesen Aktionen nix mitkriegt.

Und warum ermittelt er gegen sich selbst? Gut, Manfred hat er bei der Gelegenheit gleich umgelegt (so a la Spuren beseitigen, die zu ihm führen), aber afaik war er selbst auch derjenige, der überhaupt in den Raum geworfen hat, da mal hinzugehen, Lauren wäre da nie drauf gekommen (afair).



Es war auf jeden Fall mal was ganz Anderes, wobei mir die QTE Sache gegen Ende teilweise auf die Nerven gegangen ist. Vor allem gegen Ende wollte ich das ein oder andere Mal eigentlich etwas anderes machen und fühlte mich dann letztlich gezwungen sturr die vorhandenen Optionen "abzuarbeiten". Lässt sich natürlich durch diese Art der Steuerung einfach nicht ganz vermeiden.
Spannend war es immer, das muss man dem Spiel lassen, teilweise war ich echt schon beinahe panisch. Das ist klasse.
Grafik fand ich ehrlich gesagt sehr schwankend. Manchmal wirkte sie genial, an manchen Stellen aber auch naja... so lala. Die Charaktere bewegen sich außerhalb der Zwischen- und QTE Sequenzen verdammt hölzern, 1999 mag das noch cool gewesen sein, aber irgendwie ham wa halt 2010. Das killt dann manchmal etwas die Atmosphäre.
Die ganze musikalische Untermalung fand ich sehr geil.

Schwer ein Fazit zu ziehen. Sollte man mal gespielt haben, ist einfach was Anderes, die Atmosphäre ist klasse, den Tod der Videospiele seh ich jetzt nirgends und auch keinen Grund, für diesen Schwachsinn damals, dass einige Magazine keine Wertungen für das Spiel gegeben haben. "Interaktiver Spielfilm" hin oder her, es macht Spaß, man muss selbst jede Menge Entscheidungen treffen, es ist ein Spiel, Punkt aus :D
 
Aber warum? Also warum zu dem Zeitpunkt? Die ganzen alten Fälle wurden doch eh nie gelöst. Der Kerl, der ihm den Schuhkarten gibt wurde doch in der ganzen Zeit der Story nie von jemand anderem außer ihm befragt, sprich: der Schuhkarton hätte bei dem noch die nächsten 20 Jahre unterm Tresen stehen können. Das gleiche gilt für Manfred: kein Mensch kam auf die Idee zu dem zu gehen, außer Shelby selbst. Und diesen Hansel aus der Disco... die Polizei hatte keinen blassen Schimmer was sie mit dem Kerl anfangen soll, warum erschießt er den da (inkl. enormem Risiko das was schiefgeht)?

Und jetzt, da er seinen ultimativen Vater gefunden hat und ihm es laut eigener Aussage jetzt eh egal ist, ob er erschossen wird, fängt er an Beweise zu vernichten? Müsste ihm rein von der Logik her auch egal sein, ob er geschnappt wird oder nicht imo.
 
Also mit Norman hast du dann definitiv einiges übersehen, das ist aber auch schwierig mit ihm. Nur, wenn du nach dem Kampf in der Disco alles findest, kannst du mit ihm das Rätsel lösen.

Was Shelby betrifft, haben wir schon viel diskutiert. Tatsächlich macht bei ihm nicht alles. Wohl aber die Tatsache, dass er seine Beweise sammelt und vernichtet. Auch seine Gedanken passen immer. Nicht ganz passt natürlich, dass er am Ende den perfekten Vater töten will. In dem Fall hätte er ihm auch gleich echtes Gift geben können.
 
an Shelbys stelle hätte ich ihm auch kein echtes Gift gegeben. was, wenn es bei Ethan schneller wirkt [das kann man ja nicht auf die sekunde genau planen], oder er im Verkehr stecken bleibt?! :lol:
ne ernsthaft, ich bin gespannt, was für Logiklücken ich finde, oder eben nicht finde, wenn ich das Spiel nocheinmal durchspiele. prinzipiell finde ich aber, dass auch nicht jeder einzelne Handlungsschritt von Shelby Sinn machen muss, da er ja [nach meiner definition] kein psychisch gesunder Mensch ist.

ich hätte aber gerne die Episoden gehabt, auch mit der Hoffnung, einige Dinge erklärt zu bekommen:
wie kommen die "Aussetzer" von Ethan zustande, woher ist sein Origami. bzw: wie schiebt ihm Shelby diese Origamis jeweils zu, falls er das tut. wie ist Shelby, wenn er nicht unter Beobachtung steht? wir kennen Shelby ja fast nur aus den Szenen, in denen er unter beobachtung steht, entweder von Zeugen oder der Frau. was für ein Mensch ist er, wenn er alleine ist? ein bisschen sieht man natürlich davon, aber mehr wäre in diesem Fall für mich besser. [ich finde gerade solche Sachen eigenen sich auch wunderbar als DLC. die Geschichte ist abgeschlossen und mMn plausibel genug, aber ich wüsste gerne ein paar Details mehr aus dem Leben des Mörders]
 
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