Geforce RTX 2080 (Ti): Fazit
Technisch sind Nvidias Turing-Grafikkarten Geforce RTX 2080 Ti und RTX 2080 beeindruckend. Raytracing bringt frischen Wind in die Videospieltwelt und die Möglichkeiten rund um Machine Intelligence sind vielfältig. Und ganz nebenbei haben Enthusiasten ein neues Produkt zum Anhimmeln - die RTX 2080 Ti ist zweifellos die schnellste Gaming-Grafikkarte. Die GTX 1080 Ti, unter den PCGH-Lesern sehr verbreitet und beliebt, wird um bis zu 35 Prozent distanziert. Letztendlich erscheint die Geforce RTX 2080 Ti dann interessant, wenn man einen der angekündigten PC-Titel mit Raytracing spielen möchte oder als Enthusiast einfach die schnellste Grafikkarte haben möchte (von der wahrlich sündteuren Titan V abgesehen).
In ersterem Fall müssen sich Käufer im Klaren sein, dass sie Early-Adopter darstellen und die Technologie gewissermaßen mit tragen. Wer erst einmal abwarten möchte, wie sich die Kernkompetenzen Turings entwickeln, oder generell nur alle paar Jahre eine neue Grafikkarte kauft, könnte mit dem Nachfolger - dann wahrscheinlich mit einem großen Leistungssprung durch die 7-nm-Fertigungsgeneration - besser bedient sein.
Auf der anderen Seite wird interessant, wie sich die Preise der Geforce GTX 1080 Ti in den kommenden Wochen entwickeln werden. Im Abverkauf könnten sich attraktive Angebote ergeben, welche das alte Pascal-Topmodell ein gutes Stück unter die RTX 2080 (nicht Ti) rutschen lassen. Ohne Rabatte stellt letztere Grafikkarte das wahrscheinlich bessere Produkt dar, weil man neben der ähnlichen Spieleleistung noch die neuen Turing-Features erhält - und die 8 GiByte Grafikspeicher sollten ebenfalls noch eine Weile genügen.