Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Haben Studenten wirklich so wenig Zeit und Geld?

Haben Studenten wirklich so wenig Zeit und Geld?


  • Umfrageteilnehmer
    81

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich kenne viele Leute, die sich während ihres Studiums ihren Lebensunterhalt am Fließband verdient haben. Und sie haben heute durch die Bank nicht die gutbezahlten Jobs in Top-Unternehmen. Ganz im Gegensatz zu den Kommilitonen, die ihre studienbegleitenden Tätigkeiten nicht durch ihre finanzielle Situation aufgezwungen bekommen haben, sondern handverlesene Referenzen sammeln konnten.

Natürlich ist das Leben kein Wunschkonzert. Das wissen auch 99% der Studenten, die wenigsten jammern. Aber es wird ja wohl noch erlaubt sein, einen naiven Threadersteller hier im KT zu korrigieren.
 
Wenn man nicht viel Geld braucht reicht einem auch das Bafög, bis jetzt 4 Semester Infromatik und mir gehts ganz gut. Bei mir im Semester beklagen sich auch nur die wenigsten wegen zu wenig Geld. Bei mir steht jetzt das Praxissemester an und einer hat ganz klar gesagt, er würde gern an das Frauenhofer Institut und ihm ist klar das die wirklich nur ein Praktikantengehalt zahlen. Ihm war das aber egal da er eben später gern das FI als Referenz in der Bewerbung stehen haben möchte.
 
JokerofDarkness schrieb:
Im übrigen habe ich schon mehrfach Zeitarbeitnehmer mit akademischen Titeln kennengelernt, von daher ist Deine Aussage etwas befremdlich. Zudem wird mittlerweile jeder dritte Arbeitsvertrag durch Zeitarbeit gestellt. Dann wäre da noch das Thema Überqualifikation etc., aber das führt uns dann komplett vom Thema weg.

Ein kurzer Einwurf:
Weniger als 3% aller in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer sind Zeitarbeitnehmer.
 
Nasreddin schrieb:
Fl0w111 schrieb:
Wenn man nicht viel Geld braucht reicht einem auch das Bafög, bis jetzt 4 Semester Infromatik und mir gehts ganz gut.

Wenn man es denn bekommt.

Stimmt natürlich, wenn man kein Bafög bekommt, kommt man ums Arbeiten wahrscheinlich nicht herum, das will ich auch gar nicht abstreiten. Ausser die Eltern haben zufällig wieder die Spendierhosen an.
 
Nasreddin schrieb:
Natürlich ist das Leben kein Wunschkonzert. Das wissen auch 99% der Studenten, die wenigsten jammern.
Dem ersten Teil stimme ich zu, beim jammern allerdings sieht meine fast tägliche Realität anders aus. Egal ob Trainee oder Student der Bachelorarbeit schreibt, die Meisten davon jammern. Keine Zeit, keine Kohle usw.. Der Gag an der Sache ist aber der, dass die teils ewig für gewisse Arbeiten brauchen, oftmals gute Theoretiker sind und in der Praxis versagen sowie am WE immer irgendeine Party am Start haben. Bin aber auch NUR in der Wirtschaft tätig.

Aber es wird ja wohl noch erlaubt sein, einen naiven Threadersteller hier im KT zu korrigieren.
Das Must Du dann mit dem TE klären.

Seo schrieb:
Ein kurzer Einwurf:
Weniger als 3% aller in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer sind Zeitarbeitnehmer.
Noch die Tendenz ist leider stark steigend. Hat aber auch nichts mit meiner Aussage an sich zu tun.
 
JokerofDarkness schrieb:
Nasreddin schrieb:
Natürlich ist das Leben kein Wunschkonzert. Das wissen auch 99% der Studenten, die wenigsten jammern.
Dem ersten Teil stimme ich zu, beim jammern allerdings sieht meine fast tägliche Realität anders aus. Egal ob Trainee oder Student der Bachelorarbeit schreibt, die Meisten davon jammern. Keine Zeit, keine Kohle usw.. Der Gag an der Sache ist aber der, dass die teils ewig für gewisse Arbeiten brauchen, oftmals gute Theoretiker sind und in der Praxis versagen sowie am WE immer irgendeine Party am Start haben. Bin aber auch NUR in der Wirtschaft tätig.

Das ist zwangsläufig so weil man im Studium einfach zu wenig Praxiserfahrung sammeln kann. Man bekommt alles beigebracht was man wissen sollte, aber die meisten haben später keine Ahnung wie man es denn anwenden soll. Ein Praxissemester genügt dafür bestimmt nicht. So ist das jedenfalls in meinem Studiengang, hab ich das Gefühl.
 
Ich denke das liegt auch viel an den Dozenten und Profs. Wenn die sehr praxisbezogen sind, dann ist das auch direkt umsetzbar. Kenne auch Beides und die Theoretiker waren für fast alle dort eine Qual. Das ist dann sogar doppelt schwer, weil man den theoretischen Teil für die Klausuren lernen muss, obwohl man es aus der Praxis anders kennt.
 
ich hatte sehr wenig geld und zum großen teil wenig zeit. wenn ich zeit hatte dann auch nur weil ich mich gehen lassen habe und es nicht richtig ernst genommen habe was sich dann später auch jeweils gerächt hat.
 
Seo schrieb:
JokerofDarkness schrieb:
Im übrigen habe ich schon mehrfach Zeitarbeitnehmer mit akademischen Titeln kennengelernt, von daher ist Deine Aussage etwas befremdlich. Zudem wird mittlerweile jeder dritte Arbeitsvertrag durch Zeitarbeit gestellt. Dann wäre da noch das Thema Überqualifikation etc., aber das führt uns dann komplett vom Thema weg.

Ein kurzer Einwurf:
Weniger als 3% aller in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer sind Zeitarbeitnehmer.

Möglicherweise, aber der Anteil an neu abgeschlossenen Arbeitsverträgen ist sicherlich wesentlich höher.
 
JokerofDarkness schrieb:
Meine Antwort ist nicht dumm, sondern realistisch und bezogen auf eigene Erfahrungen. Es gibt verschiedene Mittel und Wege sein Studium zu finanzieren. Wenn man natürlich mit Scheuklappen durch das Land rennt und allen anderen die Schuld gibt, dann wird das nichts. Meckern ist natürlich einfacher, als selbst die Initiative zu ergreifen. Ich denke auch, dass ich das nicht nur vom persönlichen, sondern insbesondere schon vom beruflichen Standing her sehr gut beurteilen kann.

Im übrigen habe ich schon mehrfach Zeitarbeitnehmer mit akademischen Titeln kennengelernt, von daher ist Deine Aussage etwas befremdlich. Zudem wird mittlerweile jeder dritte Arbeitsvertrag durch Zeitarbeit gestellt. Dann wäre da noch das Thema Überqualifikation etc., aber das führt uns dann komplett vom Thema weg.

Deine Antwort, wie auch diese, ist voller Vorurteile und realitätsfern. Wir haben es geschafft den Bildungsstandort komplett kaputt zu sparen. Wir haben es geschafft ganze Hochschulen (ganze Hochschulen, während die Exzellenzinitiative Fachbereiche fördern sollte) mittelbar zu stigmatisieren. Wenn bei uns heute jemand aufschlägt und sich in irgendeinen Studiengang klagen will, dann muss man dem erstmal erklären das er doch angenommen wurde in Heidelberg. Verblüfft gucken dich die jungen Rehaugen dann an und fragen ernsthaft "aber die RTWH Aachen ist doch ne Eliteuni, da will ich hin." Um dort Philosophie oder son Zeuch zu studieren... hrmpf.

Wir haben Studiengebühren eingeführt. Wenn du dich da hinstellst, mit dem gemachten Bett, und jungen Leuten meinst Ratschläge erteilen zu können... da lache ich drüber. Allein durch die Einführung der Gebühren ist es faktisch für viele Studenten unmöglich geworden. BaFöG (Sofern es das überhaupt gibt) kann den Lebensunterhalt decken, nicht aber zusätzlich die 1600€ im Jahr zusätzlich ermöglichen.
Die einzige Möglichkeit bleibt dann für den Großteil (du sagst es selbst. Nur noch prekäre Arbeit im Elternhaus) nur noch der Studienkredit. Das ist enorm abschreckend für einen jungen Menschen der dann mit Schulden ins Leben startet und mit Ende 20 (bachelor reicht ja nicht mehr um das aufzuholen was er versäumt hat) dann endlich arbeiten darf. Genauso sind die Studienkredite für bestimmte Studiengänge gar nicht möglich. Aufgrund der Länge von des Studiums der Rechtswissenschaft oder der Medizin - exemplarisch genannt - reicht die Förderung von KfW z.B. gar nicht aus. Genauso sind studienbedingte Besonderheiten in diesen standardisierten Studiendarlehen nicht berücksichtigt worden. Man geht dort offenbar davon aus das Menschen die sich für ein derartiges Studium entscheiden ohnehin kein Darlehen zur Lebensfinanzierung in Anspruch nehmen müssten.

Dieses blöde Gelaber ey. Sitzt da auf seinem hohen Ross und hat keine Probleme und dann schön nach unten treten. Gleichzeitig aber die AN-Situation anprangern. venire contra factum proprium :dhoch:


Und wo kommen die abstrusen Zahlen zu der Begründung von AV her? Hans-Böckler-Stiftung oder was? 80% aller
Mandate aus dem Gebiet, die ich bearbeite, sind immer noch _un_befristete AV.

Und frag dich mal warum die beiden Juristen Abteilungsleiter bei dir in der freien Wirtschaft sind und nicht als Juristen tätig sind.
 
Geldsache ist abhängig vom Bafögsatz, ob man noch zusätzlich nen minijob hat etc. Was die Zeitsache angeht find ich schon das man sich ordentlich ranhalten muss wenn man es denn in der Regelstudienzeit schaffen will. Diejenigen die nebenbei mit einem Job ihr Studium noch finanzieren brauchen in der Regel ein paar Semester länger da es einfach zeitlich gerade in den letzten Monaten des Semesters knapp wird.
 
Kali schrieb:
finanzieren brauchen in der Regel ein paar Semester länger da es einfach zeitlich gerade in den letzten Monaten des Semesters knapp wird.

Ja natürlich. Schreib mal nen überdurchschnittlich gutes Stex mit Nebenjob. Das ist völlig weltfremd sowas anzunehmen.
 
Ich stimme Dir bezüglich der Finanzierung sogar zu. Da ich aber mitnichten auf Deine ständige unsachliche Polemik keinen Bock habe und mich auch nicht ständig beleidgen lassen muss, stelle ich das hier für mich ein. Hier aber noch kurz ein Quellenverweis bzgl. Jeder dritte AV über Zeitarbeit.
 
IGM als objektive Quelle, nice. Im Übrigen bist du hier polemisch und hetzend unterwegs.
 
Ja was soll das denn? Wenn ich jetzt ne DIW Statistik heranziehe steht da im Zweifel drin 0% aller neu begründeten AV unterliegen dem AÜG.
 
Fl0w111 schrieb:
Wenn man nicht viel Geld braucht reicht einem auch das Bafög, bis jetzt 4 Semester Infromatik und mir gehts ganz gut. Bei mir im Semester beklagen sich auch nur die wenigsten wegen zu wenig Geld. Bei mir steht jetzt das Praxissemester an und einer hat ganz klar gesagt, er würde gern an das Frauenhofer Institut und ihm ist klar das die wirklich nur ein Praktikantengehalt zahlen. Ihm war das aber egal da er eben später gern das FI als Referenz in der Bewerbung stehen haben möchte.

Kannst ihm mal sagen, dass er daran festhalten soll.
Kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das Fraunhofer im Lebenslauf einige Türen öffnet und die Kontakte sind mit Geld nicht aufzuwiegen.


Ich sehe es an meinen Ex-Kommilitonen - diejenigen die neben dem Studium arbeiten mussten haben durch die Bank weg länger gebraucht, sind fast alle niedriger bzw. in schlechteren Berufen eingestiegen.
 
ich kann hier gerne mein beispiel anbringen

krankenkasse und studienbeitrag kommen pro semester auf ca 600
das auto brauche ich für den nebenjob, wohn außerhalb der stadt
das kommt auch nochmal drauf

mein geld vom den nebenjob geht gerade auf um das zu unterhalten....wird sogar eng, da die kk auf einmal kommt und nicht monatlich

wenn man die zeit, die man wegen dem job weniger hat, nimmt kommt ein guter batzen zusammen
das fehlt beim lernen
das studium gehört zu maschinenbau, hat aber das glück fast ausschließlich fächer mit enormem übungsaufwand

ich beschwer mich nie, es is auch machbar aber:
1. nicht in der regelstudienzeit (is das studium fast generell nicht)
2. wesentlich schwerer als mit etwas mehr geld und ohne nebenjob
 
Zurück
Oben