So, nach knapp 50h erlaube ich mir mal ein kleines Fazit:
Mittlerweile stellt sich ein wenig Ernüchterung ein.
Ja, die Welt ist absolut fantastisch gestaltet.
Ja, die Dungeons sind endlich mehr als nur 2 Versatzstücke.
Ja, es macht augenscheinlich alles besser als Oblivion.
Aber hier liegt mein Hauptproblem, denn es macht vieles nur augenscheinlich besser.
Denn während man bei der Charakterentwicklung den Spagat zwischen Morrowind und Massenmarkt noch halbwegs geschafft hat und mit dem Perk-System sogar eine echte Bereicherung eingeführt hat versagt man bei der Entwicklung der Spielwelt rund um den Spieler.
Denn schon wie bei Oblivion muss sich nicht der Spieler an die Welt anpassen, sondern so ziemlich alles entwickelt sich mit dem Spieler weiter. Zumindest hat Bethesda dazu gelernt und baut nicht mehr so offensichtlich scheiße. Statt "Banditen", die plötzlich mit Glasrüstung umher laufen, begegnet man auf einmal verstärkt "anderen Banditen", die einfach anders heißen. Nach "Drache" kommt halt dann "Frostdrache" oder "Elderdrache". Nichts anderes als mitlevelnde Gegner, wie man es aus Oblivion gewohnt war. Nicht nur, dass das System spielerischer Müll ist, es sorgt in der Form auch noch für immense Sprünge im Schwierigkeitsgrad.
Was leider in Morrowind zum letzten mal verwendet wurde, sind "lebensfeindliche Zonen" für Anfängercharaktere. Scheinbar kann man den Massenmarkt nur dann erreichen, wenn man jeden Quadratmeter Landschaft, jeden Dungeon, jede Ruine jederzeit zugänglich macht. Daraus resultiert, zumindest bei mir, ein herber Motivationsverlust. Denn warum soll ich mich durch kilometerlange Dungeons kämpfen, wenn ich ohnehin nur an mein Level angepasstes Equipment finde? Selbst die Quest-Belohnungen sind teilweise ans Spielerlevel angepasst. Erschwerend kommt diesmal hinzu, dass ich mir mit recht geringem Aufwand meine Waffen und Rüstungen selber herstellen kann.
Dabei wäre es SO einfach.
Erstmal muss man die Welt, in für den Spieler als unterschiedlich wahrnehmbare Bereiche, unterteilen. Somit kann man ganz eindeutig festlegen ab wann der Spieler gefahrlos dort rein kann. Wenn man jedoch mit diversen Heil- und Schutztränken als Lv.10 in den Lv.30-Bereich reingeht und irgendwelche Kisten ausräumt ist die Belohnung, ebenso wie das Risiko und der Aufwand, umso größer. Um den Spieler eine gewisse Spielwiese zu geben, würden sich dann die Quests in den Städten sowie der Gilden anbieten. Dadurch würde man ein langfristiges, motivierendes Spielerlebnis sicherstellen.
Jetzt bin ich Lv.32 und mache mit einem Schlag über 1100 Punke Schaden. Selbst die stärksten Gegner sind meistens nach dem zweiten Schlag auf den Knien.
"Endgame" in dem Sinne gibt es nicht weil ich ohnehin weiß dass die besten Rüstung jene ist, die man sich selber schmiedet und verzaubert.
Der Wahnsinn geht ja sogar soweit, dass das Spielerlevel bestimmt, welche Waffen in den Schaukästen der Schlösser liegen. Es gibt sozusagen defacto keine einzige Glas- oder Daedrawaffe in ganz Skyrim, solange der Spieler nicht ein gewisses Level erreicht hat. Sowas kann, darf und muss nicht sein.