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MOVIE Gravity (3D-Sci-Fi von Alfonso Cuarón)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Dabei hat der Film doch gar kein

Happy End

Da gehen mindestens 4 Astronauten drauf, darunter auch der sympathische Hauptdarsteller. Höchstens Sandy überlebt aber selbst das ist auch nicht so wirklich sicher..ein Happy End sieht schon anders aus
 
Damits hier auch etwas Kritik gibt. ;)






Gravity

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Optisch und in seiner Inszenierung ganz klar ein Zuckerstück. In dieser Hinsicht konnte er voll punkten. Sehr stark. Bersonders die 1st Person Szenen und der “Ritt” der Station zum Schluss hatten es mir angetan.

Inhaltlich bin ich aber massiv zwiegespalten. Da bemüht man sich zum einen um einen erhöhten Grad an Realismus und macht viele Dinge auch richtig, während man aber auf der anderen Seite wieder sehr viele Fehler einbaut. Die meisten von ihnen kann ich zwar gut verschmerzen, da sie der Dramaturgie dienen, aber dann sollte jene auch gut sein. In ihrer Summe jedoch muss man sie dem Film dann jedoch wieder anlasten, eben da er ja grundsätzlich versucht nah an der Realität zu bleiben und dadurch für mich keine wirklich packende Immersion aufkam.

Ein paar kleine Fehler (unter mehreren, jedoch sind folgende halt spoilerfrei), an denen ich mich einzeln jetzt nicht aufhänge, als Beispiel...

Das Gesicht der Austronaten hinter ihren Helmen, eigentlich gar nicht zu sehen, aber das wäre halt für den Film scheiße gewesen. Daher verkraftbar.

Die Weltraumakrobatik. Wer schon einmal Aufnahmen von einem Space Walk gesehen hat, der weiß, dass die Astronauten sich hier sehr, sehr “gemütlich” fortbewegen und viel Zeit dazu benötigen. Sind danach aber trotzdem ziemlich fertig, weil es dennoch sehr mühsam ist. Auch das hat man zu Gunsten der Dramaturgie geopfert. Ebenfalls OK.

Selbiges gilt für die Luftschleusenakrobatik oder Ryans Unterwäscheaktion, die mich auch etwas erstaunt. Ist ja eigentlich eine nicht zu geringe Prozedur, so einen Astronauten einzukleiden und wieder auszuschälen (die tragen also viel mehr als nur einfachste Unterwäsche drunter, für ihren Space Walk).

Trüben die Immersion des eigentlich auf realistisch getrimmtenn Films, aber sind dennoch verkraftbar, auch wenn ihre Summe halt dennoch wieder einen Wermutstropfen darstellt.

Unverzeihlich ist aber ein massiver Fehler, in einer der vielleicht wichtigsten Szenen des Films, die auch zugleich sein größtes Verhängnis ist…

[Ab hier gehts leider nicht mehr ohne Spoiler]

...als Ryan und Matt quer über die ISS fliegen und Ryan zum Schluss mit den Beinen in den Leinen hängen bleibt.

Da hat man einfach mal die physikalischen Gesetze über den Haufen geworfen, um hier eine dramatische Situation zu schaffen. Wäre bestimmt auch irgendwie anders gegangen, statt hier so einen Bock zu schießen, um sich diese Schlüsselszene zu schaffen. Eine Schlüsselszene die übrigens meiner Meinung nach die größte Achillesferse des Films war und den Spannungsbogen ab diesen Moment regelrechte vernichtete.

Gravity wirkte insgesamt gesehen auch einfach unglaublich konstruiert. Hier an dieser Stelle möchte ich besonders die Szene erwähnen wo Ryan in der Rettungskapsel sitzt und jene wegen des sich verfangenen Schirms beinahe auf die ISS knallt. Zwar wiederum nett inszeniert, wie all diese Szenen und Momente, aber Spannung kam hier keine auf.

Weshalb? Man wusste halt genau, dass sie schon irgendwie aus dieser Situation entkommen würde, weil ein Scheitern mit ihrem Tod enden und damit das frühzeitige Ende des Films einher gehen würde - der aber erst gerade die Halbzeit knackte.

Deshalb erachte ich die Seilschaft-Szene zwischen Ryan und Matt, wo Matt seinen Tod wählte, auch als den Spannungstöter des Films. Mit zwei Personen bis nahe des Schlusses hätte man deutlich mehr Spannung aufbauen können bzw. überhaupt für Spannung sorgen können, da einen ständig das Ende hätte ereilen können, ohne dass der Film dann zwingend zu Ende wäre. So hat sich das bereits ab ca. Minute 30 erübrigt.

Die kurz darauf folgende Szene in der Kapsel hätte mir fast das Kraut ausgeschüttet, hat sich dann jedoch zum Glück nur als eine Halluzination entpuppt - ist aber bezeichnend, für den bisherigen Verlauf, dass ich es Gravity wirklich zugetraut hätte. Musste da über mich selbst schmunzeln, ob meiner voreiligen Facepalm Reaktion. Im Nachhinein betrachtet einer der klar besten Momente des Films. :D

Sämtliche Probleme werden übrigens damit gelöst, dass entweder irgendwas aufgeschraubt, ein Knopf gedrückt oder sich irgendwo entlang gehangelt wird...was mir dann doch irgendwie zur dezenten Langeweile führte, da ich mich ansonsten nur an der herausragend-visuellen Seite ergötzen konnte.

Das Ende war übrigens auch ziemlich...mäh!
Was hatte ich doch auf ein nicht typisches Happy Ending gehofft. Wäre am Schluss sogar noch etwas Spannung aufgekommen, da man hier zum ersten Mal Ryan draufgehen oder ihr etwas schlimmes passieren hätte lassen können, ohne dass der Film abrupt zu Ende gewesen wäre. Aber nein, das durfte ja nicht sein und stattdessen gab es dann ganz zum Schluss noch eine besonders kitschig-metaphysische Taufe.

Visuell wirklich toll und in dieser Hinsicht auch super inszeniert. Dafür allerdings inhaltlich zerfressen, sehr künstlich-konstruiert wirkend, mit einem Spannungsbogen der das Wort Spannung nicht verdient. Dramaturgisch ein ziemlicher Griff ins Klo.

Vielleicht wurde Gravity aber auch einfach nur für die große 3D-Leinwand produziert und büßt den Großteil seines Reizes in 2D auf dem 47 Zoll Schirm ein. Ich bin jedenfalls alles andere als angetan, von diesem meiner Meinung nach maßlos overhypten Werk.

Musste mich jetzt beim Schreiben meines Eindrucks spontan an @Der_Geächtete erinnern, dem es ja laut seinem Review damals im Kino recht ähnlich erging.

Heute wird evtl. noch Europa Report folgen, von dem ich mir etwas mehr erhoffe...
 
Vielleicht wurde Gravity aber auch einfach nur für die große 3D-Leinwand produziert und büßt den Großteil seines Reizes in 2D auf dem 47 Zoll Schirm ein.

Das wird das Problem bei den recht gemischten Kritiken sein.

Logikbrüche oder "unverschämtes Glück" mal dahingestellt (geht ja um Kino und nicht um Wissenschaft). Der Film ist ein ziemlicher Ritt auf der Kanonenkugel und visuell das momentan beeindruckste Filmwerk.

Grade dieser Punkt entfaltet sich aber nur bei entsprechenden Equipment. Wir haben den Film am letzten WE bei mir im Räumchen geschaut. Mein 3d Beamer erzeugt ein scharfes, ruckefreies, ghostingfreies Bild - die Leinwand ist groß genug um einen einzufangen. Hatten die Nachbarn zu besuch und alle stockte der Atem.

Keiner hat sich über die Punkte der Story beschwert, alle waren geflasht von dem wahnsinns 3d und der Bilder, dem Sound. Somit ist das Werk auch prompt einer meiner Lieblingsfilme in der Sammlung und wenn er nur als Showcase für den Kinoraum dient.

Würde ihn gerne noch mal auf Imax 3d sehen aber in FFM hat ja das einzige Imax dicht gemacht.

Auf dem normalen TV Schirm, in 2d muss der Film zum brechen sein. Wenn der mal im Fernsehn läuft werden die Leute reihenweise nicht verstehen was andere an dem Film so toll fanden.
 
War wahrscheinlich auch mein Problem, welches ich mit dem Film hatte. Nicht nur, dass ich ihn nicht in 3D sah, sondern dass ich grundsätzlich nicht so viel für reines Effekt-Kino übrig habe.

Visuell fand ich zum Beispiel einen Only God Forgives sehr viel berauschender, als Gravity. Was aber daran liegt, dass das eine Werk eine Wucht ist wenns um Bildkomposition, Lichtsetzung und derlei geht, sprich Leute wie der Director of Photography einen absolut superben Job abgeliefert hat, während der andere halt eine mörderische Effektschlacht darstellt.

Ich hatte mir halt auch etwas mehr Atmosphäre und inhaltliche Stärken gewünscht, aber im Grunde war Gravity halt recht stumpfes Effektkino und bei mir zuhause, am 2D TV (der zwar auch ein 3D TV wäre, aber ich mir die 2D Blu-ray besorgt habe), halt noch zusätzlich entzaubert. :)
 
@Trayal : Oh toll, Only god forgives liegt hier noch, hab ich meiner Frau geschenkt - in 3d - dann weiss ich ja was wir als nächstes anschauen. wobei wir auch den Vorgänger "drive" schon genial fanden.
 
Man darf sich nur keinen Drive erwarten. Only God Forgives ist ein Refn der Marke Walhalla Rising und definitiv kein Hollywood Movie, mit Mass Appeal, wie eben ein Drive, sondern durch und durch ein recht schwer verdaulicher Arthouse Film.
 
Fehlt eigentlich nur mir zumindest ein kurzer Blick auf den Mond? Kann doch nicht sein, dass man den nie sieht. oder hat Framestore drauf vergessen?:D
 
So, plopp - gehört hier wohl rein - 7 Oskars:

Beste Regie: Alfonso Cuarón

Beste Kamera: Emmanuel Lubezki

Bester Schnitt: Alfonso Cuarón und Mark Sanger

Beste Filmmusik: Steven Price

Bester Ton: Skip Lievsay, Niv Adiri, Christopher Benstead, Chris Munro

Bester Tonschnitt: Glenn Freemantle

Beste visuelle Effekte: Tim Webber, Chris Lawrence, Dave Shirk und Neil Corbould
 
Ich bin sooooooo geil auf den Film aber aktuell zu geizig für die 25 Flocken.

20 ist die Obergrenze aber ich halt nicht mehr lang durch.
 
Aber einer Opulenz auf der Leinwand, die ihres gleichen sucht.

Nein? Also schon ja aber Alleine die ersten Minuten von Alien wischen mit Gravity hier den Boden auf.

Gravity kann ja auch gar nicht anders als zwecks Marketing die Szenen zu ver 3Den. Da geht dann schonmal Ästhetik flöten.

Und es ist auch nicht sooo schwer opulente Szenen im All zu inszenieren.

Groß nen Stern, klein ein Raumschiff alle staunen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut gedreht war er schon, aber irgendwie traurig, dass er sieben Oscars oder so für seine Technik bekommt und gute Drehbücher mit einem Oscar leben müssen.
 
Ich bin sooooooo geil auf den Film aber aktuell zu geizig für die 25 Flocken.

20 ist die Obergrenze aber ich halt nicht mehr lang durch.

Spar dir die 20 Euro und warte bis der Film im Sommer in einem Open Air Kino läuft.
Alles andere wird dem Film nicht gerecht. bzw der Film wird deinen Erwartungen nicht gerecht, wenn du ihn in deinem Wohnzimmer schaust.

(gilt natürlich nicht, wenn du einen 70zoll OLED TV mit 3000 Euro teurer Soundanlage hast :) )
 
Meistens kommen die Oscargewinner noch mal ins Kino, Gravity wird in dem einen und anderen Kino sicherlich noch mal kurz erscheinen. Gerade bei dem Film lohnt sich die Kinoversion ja wieder, wir spielen ihn leider nicht sonst hätt ich ihn mir noch mal im großen Kino alleine gegeben.
 
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