Okay, ich übe erstmal noch weiter normale Akkorde bis die Sitzen. Hab mir das im Geist bzw. per Luftgitarre gerade mal vorgestellt. Und....neeeee, kann ich jetzt noch nicht. Ich kann ja jetzt nicht schon vergessen, was ich gerade mal zur Hälfte gelernt habe.
Aber schon erstaunlich wie jedes Schulungsbuch nen anderen Ansatz hat. Insofern bin ich ganz froh mir da nach und nach nen Überblick verschafft zu haben und mir überall das für mich passende heraus zu suchen. Justin z.B. geht anfangs zunächst mal sehr stark auf die Akkorde und deren richtiges Greifen ein. Außer dem Grundrythmus kommen die verschiedenen Rythmuspatterns erst relativ langsam. Finde ich so eigentlich ganz gut, da das Akkordgreifen, richtig spielen und Wechseln ja Anfangs schon schwer genug ist. Man übt halt viel "trocken", da die Songs die er im Beginnersongbook anbietet für blutige Anfänger schon nicht so ohne sind. Das Guitar TV Buch von Pomaska hat dann auch seine Stärken und fängt imho etwas einfacher an bzw. hat von Anfang an recht simple Liedchen zum üben parat. Das sind dann eher irgendwelche Kinder oder Folksongs, dafür hat man recht schnell Erfolgserlebnisse. Die Art geht mir aber dann ab nem gewissen Punkt etwa auf die Nüsse, wo mir dann Justin wieder besser gefällt. Insbesondere da man bei Guitar TV eben immer noch nur weiter irgendwelche seltsamen Lieder spielt. Heute ist jetzt noch das Lets Play Guitar Buch gekommen. Das habe ich jetzt auch mal überflogen. Das wendet sich zwar an Anfänger, legt aber kaum Wert auf größere Erklärungen zu den Akkorden, sondern steigt relativ flott in richtige Songs ein und will anhand der Songs lernen. Wäre das mein erstes Buch gewesen, würde ich heute wohl nicht mehr Gitarre üben. Denn da werden bei jedem Song auch gleich andere Rythmustechniken eingesetzt. Wo es gerade für mich als Anfänger neben dem Akkordgreifen mit das Schwierigste ist, überhaupt mal nen Takt durchgängig zu halten. Wobei es eben sicher auch dazu führt, dass man einen relativ großen Lerneffekt von Anfang an hat, wenn man es durchhält. Dazu halt lernen an Songs, was natürlich mehr Spaß macht als schnöde "Trockenübungen". Umgekehrt denke ich mir aber, dass man von dem Aufbau auf Sicht eben auch profitiert wenn man eben länger dabei ist. Denn bis jetzt hören sich natürlich alle Songs die ich so im 4/4 Takt spiele relativ gleich vom Rythmus her an (logisch). Tatsächlich kommt bei mir so etwas wie Melodie erst seit ein paar Wochen heraus, also seit ich eben mal mit 2 verschiedenen Rythmuspatterns herum probiere. Richtiges Highlight war dann seit ein paar Tagen der "Old Faithful" Rythmuspattern (down, down, up, up, down) gelernt zu haben. Wie gut damit schon viele Songs klingen

Die Aufgabe ist es den jetzt erstmal in Kombination mit Akkordwechseln und Gesang dauerhaft im Takt hin zu bekommen.
Aber es ist in der Summe schon ne Sache für sich das richtig Werkzeug zum Selbststudium zu finden. Ich glaube das perfekte Anfängerbuch gibt es gar nicht. Ist ja auch logisch. Sagt ja schon der Verstand, dass man es eben am besten beim Lehrer lernt und am besten schon vor 20 Jahren

Mit meiner Kombination aus Guitar TV und Justinguitars fahre ich bisher aber ganz gut.
Bin aber immer wieder erstaunt wie sich nach und nach die Welt des Gitarrenspiels bzw. auch der Musik eröffnet. Stellte ich mir ursprünglich viel einfacher vor, dann extrem schwer und inzwischen ist es eine kleine musikalische Welt der Wunder die einem an manchen Stellen schon ein Leben lang begleitet ohne dass man sich dessen bewusst war. Aber ich bin halt noch wirklich ein richtig blutiger Anfänger und hab noch richtig viel vor mir.
Richtig lachen musste ich gestern nochmal bei dem Video (wurde glaub schon mal irgendwo gepostet):