da prallen ja mehrere Probleme aufeinander.
1. Haben bestimmt nicht alle Spieler Interesse daran, für irgendwelche Werte einzustehen. Hat hier ja schon jemand treffend angemerkt, das ist auch nur ein Durchschnitt unserer Gesellschaft. Da werden auch welche dabei sein, denen sind die Frauenrechte im Iran herzlichst egal, solange es sie persönlich nicht betrifft.
2. Die, denen es nicht egal ist, und die womöglich wirklich ein Zeichen setzen würden, bekommen keine Rückendeckung vom Verband. Der DFB kuscht vor der FIFA wie das Kaninchen vor der Schlange. Da jetzt die Verantwortung auf die Spieler zu schieben, finde ich auch nicht in Ordnung.
3. Kannst du dich gar nicht nur aufs sportliche konzentrieren, weil du an jeder Ecke nach deiner Meinung gefragt wirst. Die kannst du aber ohne entsprechendes Coaching von deinem PR-Manager ja gar nicht mehr so einfach raushauen.
Versagt hat hier imo vor allem eben der DFB und ihrem "Die Mannschaft"-Geschwafel. Man merkt, dass dieses ganze aufgebaute Konstrukt sofort in sich zusammenfällt, wenn die FIFA nur den Zeigefinger hebt. Keine eigene Identität, sondern nur Marionette einer riesigen, korrupten Organisation. Und nichtmal auf Verbandsebene mit anderen Europäern hat man sich etwas getraut. Das ist maßlos enttäuschend für das ach so tolle Europa.