So, hier mal ein kleiner Einblick in mein AREA4 Wochenende.
Zunächst einmal muss ich sagen, dass die Entscheidung für das "Green Camp" die beste Entscheidung war die ich und die anderen je getroffen haben. Ein Dixieklo was auch noch am Sonntag benutzbar auf einem Festival ist, sagt schon einiges aus. Auch konnte man sich ohne Sorgen barfuss auf dem gesamten Campinggelände bewegen, da kein Müll oder sonstige Tretminen zu sehen war.
Ich mag das Festival besonders wegen seiner Größe. Es ist halt im Vergleich zu den großen im Lande, sehr klein. So ist es auch noch nie ein Problem gewesen selbst vor dem Headliner noch zum Zelt zu gehen und dennoch einen guten Platz zu ergattern.
So nun aber zu dem wichtigsten, den Bands und deren Auftritte. Aufgrund des Wetters ging es immer so gegen 17-18 Uhr auf das Konzertgelände. Das Zelt habe ich dieses Jahr gar nicht betreten. Aber da unser Zeltplatz sehr gut lag, habe ich alle Bands auf der Hauptbühne hören können.
BOYSETSFIRE:
Für mich ging es direkt mit meinem Highlight los. Meine absolute Lieblingsband und als dann die ersten Takte losgingen, da kam eine Gänsehaut nach der anderen. In 45 Minuten haben sie alle Highlights reingepackt und auch sonst eine saustarke Show abgeliefert.

Heaven Shall Burn:
Über eine Stunde lieferten HSB eine Soundwand die es in sich hatte. Es ging ordentlich nach vorne und auch die ganz großen Gesten von Marcus während der Songs zeigten, dass die Jungs nicht zu unrecht zu den ganz großen gehören. Aber man hat sehr stark gemerkt, dass sich die Band auf dem Festival etwas "unwohl" gefühlt haben. So sicher und konsequent sich Marcus während der Songs zeigte, desto unsicherer erschien er mir bei den Ansagen. Aber dennoch schien es den Jungs zu gefallen. Ich fands geil...
Social Distortion:
Ich hatte mich tierisch auf die alte Herrenriege gefreut, war aber nach einer halben Stunde ziemlich enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, dass alle Songs und Hits nur runtergespielt wurden und ein Standardkonzert nach Schema F abgespult wurde. Es gab keinerlei Publikumsinteraktion oder sonstiges. Meine Enttäuschung des Festivals.
Donots:
Die ideale Festivalband. Macht einfach Spaß sich die Show von den Jungs zu geben.
The Subways:
Für mich eine Band die ich jetzt nicht unbedingt täglich höre, die Live aber verdammt Spaß machen. Und etwas verliebt bin ich auch..
Casper:
Ich war ja wirklich skeptisch, wie sich Casper anhören würde und wie er zum Festival passt. Ich selber habe bis auf seine Chartstürmer nichts von ihm gehört. Ich musste aber feststellen, dass dieser Typ da auf der Bühne eine unglaubliche Energie hat und für mich ehrlichen, guten Hip Hop macht, den ich mir definitiv jetzt vermehrt geben werde. Es ist schön Rap auch wieder ohne Gangster Attitude oder so zu sehen. Näher an den guten Tagen des Hip Hops um 2000 rum, war keiner mehr (ausser denen, die schon immer da waren).
Gaslight Anthem:
Geile Musik, geiles Konzert. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.
Me First and the Gimme Gimmes:
Pop und sonstige Klassiker im Punkgewand. Was soll dabei anderes rauskommen, als eine richtig gute Show? Wenn die Herren von den Me First and the gimme gimmes mitmischen wird daraus auch noch eine verdammt lustige Angelegenheit.
Allein für die Ansagen (and now a cover song) und Unterhaltungen auf der,Bühne lohnt es sich schon. Was den Herren und der Stimmung natürlich auch zu gute kommt, ist das "ihre" Lieder nahezu jeder mitsingen kann.
Sportfreunde Stiller:
Eine Band mit der ich groß geworden bin und die ich nachwievor verdammt gerne höre. Man merkt, dass die Jungs noch immer Spaß an dem haben was sie machen und es auch mit Herzblut machen. Ach und ein dickes Plus dafür, dass 54,74 nicht gespielt wurde.
Beatsteaks:
Von vielen Seiten ja als die beste Live Band im Lande gefeiert, aber ich muss sagen, auch wenn es mit Sicherheit weit weg von einem schlechten Konzert war, dass mich die Jungs einfach nicht begeistern können. Keines der Lieder der Band haut mich wirklich vom Hocker.
Hat noch nie und wird auch nie eine Band werden, die ich viel bewusst hören werde.
Alles in allem war es ein richtig geiles Festival. Organisation, Security etc haben ein dickes Lob verdient...
Nächstes Jahr bin ich wieder am Start.