Mondknallschlumpf schrieb:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41uSia9d9dL._SS500_.jpg
Habe ich jetzt mal angefangen. Gefällt mir bisher recht gut. Mal sehen, habe erst später erfahren, dass das Buch aus den 60er und 70er Jahren stammt. Eigentlich lese ich nur ungern so alte Science Fiction, einfach weil die oftmals von heutzutage völlig veralteten Vorraussetzungen ausgehen. So sind hier im Buch auch alle hoch entwickelten Gerätschaften der Menschen halbwegs denkende "Maschinen" und "Apparate" - und keine Computer. Das sind einfach typische Aspekte des damaligen Zeitgeists, die heute nie in irgendeinem Scifi Roman so auftauchen würden.
Bin jetzt durch. Am Ende leider doch nicht so gut, wie es zwischenzeitlich schien. Man merkt einfach doch, dass es ein altes Buch und noch dazu von einem Russen mitten im kalten Krieg geschrieben wurde. Die ganze Hintergrundgeschichte ist einfach zu naiv. Der Kommunismus hat in ferner Vergangenheit gesiegt und alle Menschen leben in Wohlstand, ohne Gewalt, ohne Krankheiten, ohne Kriege. Na klar....
Dazu kommt, dass es immer so wirkt, als gäbe es gar keine Menscheit. Alle Abenteuer, Entscheidungen usw. werden im Buch von einem halben Dutzend Hauptpersonen getroffen, die natürlich allesamt unheimlich gut befreundet sind

. Übrige Menschen tauchen nur in Nebensätzen auf, wenn es darum geht, irgendwas für die Menscheit zu bauen. Das geht so weit, dass man nicht mal weiß, wieviele Besatzungsmitglieder die Raumschiffe haben, geschweige denn wie groß sie sind. Das wirkt einfach wie Lindenstraße im Weltall.
Es gibt gute Ideen und vor 60 Jahren war das bestimmt ein interessanter Scifi Roman, aber heutzutage wirkt das einfach zu primitiv und vor allem zu naiv und unglaubwürdig.
6/10