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Euer Werdegang

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Besteht halt eine phonetische Ähnlichkeit. Etymologisch lässt sich das aber ganz gut ableiten und unterscheiden. Alpen v. indogerman. Wortstamm albho (=weiß, hell).
Gibt natürlich Bezüge wie Albino (Tiere mit weißem Fell u. a.), Albus (Dumbledore). :D
Und Alptraum/Albtraum = Alp bzw. Althochdeutsch Alb = der böse Geist od. Dämon.
Das Argument, dass der Gebirgszug mit dem Alptraum etwas zu tun hätte, passt also nicht.
 
Ok ich habe gefragt, also werde ich auch liefern. Bin von euren Werdegängen ganz schön eingeschüchtert.

1999 hab ich meinen Hauptschulabschluss gemacht, ohne Quali da ich dazu zu dumm war.

Nach dem Abschluss machte ich das BGJ (Berufsgrundschuljahr) das es nur in Bayern gibt. Das muss man absolvieren wenn man einen Landwirtschaftlichen Beruf erlernen möchte, wie. z.B. Landwirt, Tierwirt oder auch Winzer.

Nachdem ich den Abschluss auch nicht geschafft habe (hab ja gesagt ich bin zu dumm für sowas) hab ich meine Lehre mit 3 Jahren gemacht. Hätte ich das BGJ bestanden wären es nur zwei gewesen.

Hab aber die Ausbildung nur gemacht um eine zu haben. Nachdem ich aber in Mathe durch gerasselt bin, hab ichs im zweiten Anlauf geschafft. Nun bin ich seit 20 Jahren Tierwirtin im Arbeitsbereich „Geflügel“.

Nach meiner Ausbildung ging es direkt nach Geiselwind ins Freizeit Land. Dort war ich für die Ponys, Esel und Ziegen zuständig. Ich hab in meiner Ausbildungszeit sehr Gewissenhaft gearbeitet, leider hat das im Freizeit Land niemanden interessiert und habe dadurch mehr oder weniger Probleme bekommen, weil ich durch die Einstellung meines damaligen Chefs das Gewissenhafte irgendwann abgelegt hatte.
Nachdem man mich an einem Sonntag gekündigt hatte, ging es nach kurzer Arbeitslosigkeit für ein paar Monate in die Lebkuchen Fabrik
Jek.png


Seitdem kann ich keine Lebkuchen mehr essen. Nach ein paar Monaten machte die Firma dicht und ich ging wieder in die Arbeitslosigkeit.

Ab wann weiß ich leider nicht mehr, aber bis Januar 2014 war ich in einem Restaurant/Hotel angestellt.
Hauptsächlich als Spülkraft bzw. Mädchen für alles.
Am Anfang war mein damaliger Chef noch zufrieden mit mir, da ich zu allem ja und Amen gesagt habe.
Aber irgendwann hab ich auch mal Nein gesagt und dann gings bergab.
Mehr Arbeit und keiner der mir geholfen hat. Der Höhepunkt war damals an Weihnachten. Morgens von 7 bis 23 Uhr durchgearbeitet ohne ne Pause. Nicht einmal zum Essen hatte ich Zeit und das an beiden Feiertagen. Heiligabend hatte man Abends frei, so gnädig waren sie dann doch.

Damals hatte mein Chef mal gefragt was los wäre, er will mich nicht verlieren. Hatte ihn auch gesagt das ich mehr Geld wolle (mein Stundenlohn Betrug 7,20€, das war vor dem Mindestlohn) und ich bekam mehr Lohn. Aber genau das hat mir letztendlich das "Genick" gebrochen. Irgendwann wurde es arbeits technisch immer mehr und ich wurde immer unzufriedener und das haben sie auch gemerkt.
Also was macht man da in so einer Situation? Genau man stellt 2 Polinnen ein, die mehr arbeiten für weniger und schmeißt dann die unzufriedene Person nach 8 Jahren einfach raus aber man macht das natürlich erst wenn der Reisebus weg ist, der jedes Jahr über Weihnachten da ist und sie die Koffer geschleppt hat.
Meine Familie und Bekannten sagten mir ich solle die letzte Zeit Krank machen, da hab ich nur gesagt: Nein ich geh mit erhobenen Haupt und das hab ich auch durchgezogen. Nach den 8 Jahren in dem Restaurant ging es Anfang 2014 über eine Zeitarbeitsfirma zur Firma
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Dort war ich tatsächlich für die Bobby Cars zuständig und ich wäre gerne in der Firma geblieben, aber als Zeit Arbeiter bist du da nichts wert. Nachdem ich krank von der Gamescom kam, wurde ich nicht mehr bei der BIG gebraucht und man hat mich "entlassen".

Nach der BIG gings direkt zur nächsten Kunststoff Firma
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Dank meiner Tante die mich zum Glück vorher schon gefragt hatte, ob ich nicht in der Firma anfangen möchte, wo sie arbeitete. Dort war ich bis Oktober 2022 angestellt.

Die ersten 5 Jahre in der Qualitätssicherung. Die hab ich aus mehreren Gründen verlassen.

Danach war ich im Lager, in der Nacharbeit und dann letztendlich im Wareneingang/Warenausgang.

Irgendwann wurde der Wareneingang/Warenausgang abgeschafft und man gab mir 2 Optionen. Entweder ich gehe zurück in die Qualitätssicherung oder ich mach den Job meiner Tante, die zu dem Zeitpunkt in Rente gegangen war. Die Qualitätssicherung kam für mich nicht mehr in Frage, da ich keinen 8 Stunden Job mehr machen wollte, wo ich nur im sitzen arbeite und ich hätte mit 2 anderen Frauen (Zicken passt da besser) arbeiten müssen. Die eine hielt sich für was besseres und die andere war mal mehr oder weniger meine Vorgesetzte. Eigentlich hatte ich mich immer gut mit ihr verstanden aber sie hatte als „Vorgesetzte“ viel kaputt gemacht. Sie wollte damals auch jemanden aus der Firma mobben, zum Glück hat sie das nicht geschafft, das kann ich ihr aber bis heute nicht verzeihen.

Der Job meiner Tante wäre für mich zu hoch gewesen. Denn für mich zählt nur: Ich möchte einfach Geld verdienen und keine komplizierte Arbeit machen.

Es gab noch eine 3. Option: Kündigung, die ich dann auch genutzt habe. Dank meines Cousins (der Sohn von der Tante die mich damals in die alte Firma gebracht hatte) hatte ich Kontakt zur Firma
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Zuerst hieß es das sie keine neuen Leute einstellen, da sie genug haben.

Da es aber in der Firma jemanden gab der sich nicht an die Hygiene Vorschriften hielt, wurde er gekündigt und ich eingestellt, somit arbeite ich jetzt in der Produktion.
Die Firma stellt Sachen für die Lebensmittelindustrie her (Brotzeitdosen, Trinkflaschen).
Den früheren Namen der Firma sagt einen nichts, jedoch die Artikel kennt jeder der schon mal auf einer Kirchweih oder einem Volksfest war.

Heinerle-Liebesperlen.png
Heinerle-1.png


Seit 2 Jahren bin ich nun in der Firma und ich bereue es nicht. Ganz im Gegenteil, ich verstehe mich mit allen super und was ich vorher nicht wusste. Es arbeitet noch ein Cousin von mir in der Firma und in der gleichen Abteilung.

Mittlerweile ist es nur noch ein Cousin, der andere über den ich ihn die Firma gekommen bin wurde entlassen und Nein ich bin nicht dafür Verantwortlich, da er in einer komplett anderen Abteilung gearbeitet hat.



In großen und ganzen war das mein Werdegang.
 
Bei mir ist es auch ganz unspektakulär:

Von der Realschule in der 6en Klasse geflogen weil ich nur gezockt habe.. Eltern dadurch regelmäßig zur Verzweiflung gebracht. :ugly: Ein Danke an dieser Stelle an Counterstrike, Halo und World of Warcraft.

Hauptschule abgeschlossen. Dann im elterlichen Betrieb Fahrzeuglackierer gelernt, weil ich keinen Plan hatte was mal aus mir werden soll. Vater hätte das auch nicht ertragen können, das ich perspektivlos Zuhause rumgammel, daher hat er mich da mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt. Habe auch quasi erst durch das Arbeitsleben gelernt, das man was tun muss um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und einem nicht alles automatisch in den Schoß fällt.

Über 10 Jahre dann im Handwerk gearbeitet. Diverse Firmen gesehen und eine gute Zeit gehabt.

Umzug nach Berlin aus familiären Gründen und keinen Bock mehr auf die handwerkliche Arbeit gehabt. War jetzt auch nicht der bestbezahlteste und gesündeste Beruf.

Habe mich dann umgeschaut und durch Zufall festgestellt das Objektschützer bei der Polizei gesucht werden. Beworben und Zusage gehabt. Im Einstellungsgespräch wurde mir trotzdem der mittlere Dienst der Schutzpolizei nahegelegt, da ich wohl ganz eloquent aufgetreten bin. Quasi um nicht beim Objektschutz zu versauern. Gesagt getan.

1 Jahr intensiv Sport getrieben als Couch-Potato um den Anforderungen gerecht zu werden.

Dann beworben und auf Anhieb das ganze Einstellungsverfahren bestanden. Dazu noch direkt einen einstellungsrelevanten Listenplatz gehabt. (Es gibt Listen und je mehr Punkte man hat, desto weiter oben landet man im Ranking). Mit 29 Jahren dann nochmal eine Ausbildung absolviert.

Seit 2018 Polizist und sehr zufrieden. War ein paar Jahre auf der Straße und bin ganz normal "Streifenwagen" in Schöneberg gefahren und habe spannende Einsätze erlebt. Natürlich war da auch viel Scheiße bei.

Dezember 2022 ist dann meine Tochter auf die Welt gekommen und ich habe mir eine warme und trockene Dienststelle gesucht. Ganz wichtig: Planbare Dienstzeiten für die Familie. War im Außendienst nicht so einfach.

Bin momentan als Funker am Einsatzleitplatz eingesetzt und unterstütze die Kollegen die draußen im Einsatz sind. Ist quasi wie ein RTS und gefällt mir sehr gut. :D

Ansonsten beruhigt mich, dass der Job einfach sicher ist. Beamtentum war vorher bei mir nie Thema. Prinzipiell bin ich aber total froh im Alter (Stand heute) gut abgesichert zu sein und das Arbeitsamt nie wieder von innen sehen zu müssen. War nach der Ausbildung 1/2 Jahr arbeitslos. Das war echt ne frustrierende Zeit.
 
Wirklich interessante Geschichten dabei.

Teilweise kommt es mir vor als würden da Zwischenstücke fehlen.
@Thitor mit Bau und Sicherheit zu Bank und Salesforce
@Dow Jones mit Philosophie zu Scrum-Master IT-Maschinenbau

Aber manchmal besetzen die Entscheider ja auch vielleicht weniger nach exakt gleicher Vorerfahrung/Papier als nach Eindruck/Gefühl.
Freut mich natürlich für euch, dass ihr was Cooles gefunden habt.
 
Wirklich interessante Geschichten dabei.

Teilweise kommt es mir vor als würden da Zwischenstücke fehlen.
@Thitor mit Bau und Sicherheit zu Bank und Salesforce
@Dow Jones mit Philosophie zu Scrum-Master IT-Maschinenbau

Aber manchmal besetzen die Entscheider ja auch vielleicht weniger nach exakt gleicher Vorerfahrung/Papier als nach Eindruck/Gefühl.
Freut mich natürlich für euch, dass ihr was Cooles gefunden habt.

Ja ich hab kein Studium, kein Abi, ich bin nach der 10 raus. Dass es mal vom Bau zur Bank geht, hätte ich auch nie im Leben gedacht.
 
1968 geboren in Berlin.
1
Scheidungskind. Nach 1 Jahr mit Vater weggezogen nach Bayern.
Er wollte uns beide aber nicht. Also Schwester bei ihrer Pati und ich bei meiner Patentante die ersten Jahre verbracht.
Bin meiner Patentante und Familie unendlich dankbar für die ersten Jahre meines Lebens.
Mit den Übergang von der Grund in die Hauptschule hat mein Vater mich wieder geholt.
Der Junge kann ja im Gasthaus mit arbeiten. Billige Arbeitskraft.
Den hat nichts interessiert, hauptsache arbeiten. Unser Taschengeld mussten wir uns verdienen. 1 DM am Tag.
Kein Bock. Kein Geld.

Hauptschule war ich eher Durchschnitt.
7. Klasse versuch in die Realschule. Eltern ihr kleines Hotel am verkaufen . Die 7. Klasse schonmal in neuer Schule verbracht.
Verkauf ging schief. 8. Klasse wieder zurück in andere Realschule. Das hat mich komplett aus der Bahn geworfen.
Also wieder zurück in die Hauptschule und weiter im Gasthaus arbeiten. Quali mit 2 abgeschlossen. Heizungsbauer gelernt. Abschluss gerade so geschafft. Aber geschafft. Wurde kurz übernommen. Aber da ich kein Bier trinke und eher am Computer programmiert habe, wurden die Kollegen und der Juniorchef mit mir weiterhin nicht warm.
Was Computer angeht, wurde ich vom Vaater nie gefördert. Er selber programmierte auch. Ist aber ein egoistischer , selbstsüchtiger Mann. Ich denke das nennt man so, wenn der Vater Angst hat das sein Sohn mehr kann als er selber und Ihn deswegen psychisch immer unten hält.
Ist mir leider erst viele Jahre später so aufgefallen.
Nachdem ich gefeuert wurde, dann fix in einer Kartonagenfabrik vor Ort gearbeitet. Meine Eltern konnten dann ihr Gasthaus verkaufen.
Ich mit 19 hatte eine Freundin und blieb im Ort indem ich meine Jugend verbracht habe. Freunde usw.
Mein Vater meinte nur zur meiner Stiefmutter. Ist doch egal. Der packt das eh nicht und kommt auf alle Vieren angekrochen.
Nach gut einen Jahr war ich Pleite bis zum Arsch und die Gute hat mich von heute auf morgen verlassen und rausgeworfen. Nach einiger Zeit im Auto gewohnt, konnte ich dann ein Zimmer finden. Doch das war eher ......
Nach einiger Zeit sagte meine Stiefmutter... Sie besorgt mir nen Job und sie holen Mich nach Coburg.
Wollte erst nicht,aber Sie ( NUR SIE. Mein Vater nicht ) stand mit Hänger vor der Tür. Meine paar Sachen gepackt und ab.
Hier in der Coburger Gegend war die Polstermöbelindustrie ein riesen Ding. Bin da reingerutscht und habe endlich mal gutes Geld verdient.
Was halt so im Akkord als gut gilt. ;)
Neue Partnerin und Haus gebaut. Knapp aber ging. Leider war das Geld zu knapp um in der Zeit eine Umschulung zu machen. Dachte immer wieder dran. Aber finanziell immer wieder blöd.
2012 dann die Trennung und Haus weg.
Wohne seither im Elternhaus in einer seperaten EG Wohnung zur Miete.
Die Möbelbranche ging die letzten Jahre leider so den BAch rungte, das wir jetzt im Mindestlohnbereich liegen.
Wir arbeiten und arbeiten, aber es geht nix aufwärts. Andere Branchen hier auch am Abbauen.
Jetzt zu alt für einen Neuanfang.
Sehr langweilig.

menschlich ist mein Vater immer nocht ein Arsch. Aber tief im Inneren merkt er anscheind das es ohne Mich nicht mehr geht. Er ist jetzt 80.
Sie habe Mir das Haus überschrieben.
Trotzdem müssen wir noch Miete bezahlen an Ihn.

P.S. Muss jetzt leider weg. Hoffe es sind nicht zuviele Fehler drin. Werde heute Abend nochmal drüber lesen.

Das Thema Programmieren. Ich habe am ATARI ST sogar ein Spiel geschrieben und verkauft. Leider wurde mehe kopiert damals. Also war mein Traum dahin.
 
Krasse Unterschiede hier...

  • Geb. 1986
  • Schon früh das Gaming (Gameboy, Super Nintendo vom Kommunionsgeld geholt) und Serien bzw. Shows für mich entdeckt (damals wusste ich nicht, dass die Serien aus Japan kommen)
  • Kath. Gymnasium inkl. Nonnen und co. in der 9. Klasse verlassen (müssen) da mich das elitäre Gehabe voll angekotzt hat und ich irgendwann nur noch blau gemacht und mich voll aufs Gaming konzentriert habe. :grins: Viel in Japanforen rumgehangen, weil ich langsam wusste woher meine liebsten Games und Serien kommen, so auch Musik und co. Brieffreundschaften geführt nach Japan. Programmieren gelernt (erst Web, dann C++ etc. um an eigenen Spielen zu werkeln). Richtig tolle kleine Nerd-Crowd gefunden für alles rund ums Programmieren, Zocken, Japan und co. Ach und immer dicker geworden :grins:
  • Auf die Realschule gewechselt und als bester Schüler abgeschlossen. Coole Zeit, viel geschwänzt und gezockt aber war halt easy. Während dieser Zeit auch bereits für diverse Online Gaming-Mags geschrieben (Gamescapt. Area-PSX, Gamepro, etc. pp).
  • Auf ein staatl. Gymnasium gegangen und mein Abi gemacht. 3,0 oder sowas mit 6 im LK Mathe :grins: Auch eher gezockt und im Gamingbereich viel gemacht, inkl. Jobs auf den Gamescoms (erst in Leipzig dann Köln). So immer mehr Gefallen an Promotion und Marketing bekommen. Mein Sportlehrer war einer der Nugel Brüder die Musik komponiert haben uA für Siedler, Audi R8 Microsite, etc) und er hat mich auf der Gamescom jobben statt in der Schule gesehen. War unser Geheimnis.:p
  • Wollte nach der Schule erst trotzdem Spiele programmieren ohne zu studieren, die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bliebt mir wegen der Mathenote zunächst verwehrt.
  • Also Zivi gemacht beim DRK
  • Wunschausbildung (FI AW) bekommen allerdings im Bereich Business-Process-Management und Paperless-Office und fortan Apps geschrieben für die Optimierung von Kundenprozessen und ITs. Noch dicker geworden (irgendwann 93kg auf 171cm, mit einem Dank an die IT Snackbar lol).
  • Während der Ausbildung mit dem ersten Geld ENDLICH nach Japan gekommen und voll hängen geblieben...
  • Nach der Ausbildung übernommen worden um zum Wintersemester gekündigt und an die Uni Bonn gegangen um Asienwissenschaften zu studieren. Japanisch als Erstsprache.
  • 23kg abgenommen und mit einer jap. Austauschstudentin zusammen gekommen. = Mission accomplished :D
  • 1 Jahr auch in Japan studiert. Side Jobs als Gametester für Capcom und Bandai Namco und auf der Tokyo Game Show Gejobbt als Presse.
  • Nach dem Studium ein Jahr Working Holiday in Japan zum Jobhunting und zum Spaß.
  • Job gefunden bei einer japanischen Firma im Sales (Automotive Interior Bereich), die mich nach Düsseldorf in ihr Büro schickte ....
  • beruflicher Zwischenstopp in Schottland von 4 Monaten um die Automotive TIER 1 und OEMS dort zu forcieren.
  • nach 8 Jahren die jap. Freundin geheiratet
  • Jetzt wieder in Düsseldorf seit 6 Jahren und jedes Jahr 2-3 mal in Japan und Singapur beruflich im Product Line Management Bereich eines jap. Handelshauses für Chemie (mach den PE und PP Bereich für ganz Europa mit Material aus Saudi, Singapur und Japan).
  • Das erste Kind (Sohn) ist geboren.
  • Im August beende ich meinen nebenberuflichen MBA nach nun zwei Jahren ("nur" noch die Masterarbeit abgeben). War echt nicht schön neben Arbeit und erstem Kind.
  • Arbeit zu stressig und zu viel Verantwortung fürs Gehalt (typisch fürs größte Jap. Unternehmen), auch wenn es eigentlich gut ist vom Gehalt her und durch die Benefits für eine Halb-japanische Familie. Aber Düsseldorf ist schweineteuer geworden.
  • Wollen jetzt mal schauen in Kamakura zu bauen und vielleicht doch wieder nach Japan gehen und was eigenes zu machen.
  • We will see...


-Update-

Jetzt hab ich wegen diesem Post meine Kisten im Keller durchgegraben und all den Kram der letzten 30 Jahre gefunden. Alle Metal Gears und Final Fantasys und co mit Autogrammen von Kojima, Uematsu und bla bla bla... Ach waren das göttliche Zeiten. Ich kann echt froh über meine Kindheit, Jugend sein glaub ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey Ho :)!

Waddsefagg, ich muss mir diesen Thread nochmal in Ruhe durchlesen - unheimlich interessant und echt lesenswert!

  • 1975 in der DDR geboren

  • Abschluss 10.Klasse

  • 4 Jahre Lehrzeit als künstlerischer Gestalter in der Porzellanmanufaktur Meissen

  • 1996 bis 2023 tätig in Porzellanmanufaktur Meissen

1997 ...Grundwehrdienst (weil der kürzer war)

2001 ...meine Frau (ehemals Freundin+) geheiratet

2005 ...Geburt Sohn

2009 ...Geburt Tochter & Haus gebaut

2013 ...Geburt Tochter

2019 ...Fortnite und kein Ende in Sicht

2020 ...rumänischer Straßenhund von Tierheim

Dann folgte eine bedeutende Entscheidung, die mein Berufsleben unwiderruflich verändern sollte:

!!! 2021 Mitglied Golfclub Herzogswalde !!!

:deal: und diese Mitgliedschaft ist wegweisend gewesen. Nicht nur, dass mein Hang zu oberflächlichem Kapitalistenkommerzkonsum bedient wurde. Nein, zusätzlich haben mich die Leute dort inspiriert, motiviert und den Anstoß für das gegeben, was schon laaange ein Thema zwischen meiner Frau und mir war: meine Arbeit :( !

Nach fast 30 Jahren beim selben Arbeitgeber hatte ich es mehr als satt! Die Befindlichkeiten, die Eigenheiten oder Gewohnheiten aller Kollegen haben Abscheu & Verachtung ausgelöst - immer und immerwieder die selben Begegnungen auf dem morgendlichen Betriebsparkplatz, die selben trostlosen Gesichter in der Umkleidekabine und die Feststellung, dass man sich nicht fragt ob die dumm sind - sondern wie dumm die sind.
Ja, es gab natürlich Ausnahmen und alles ist subjektiv. Doch ich wollte nur noch weg:mhm: !!!

  • 2023 beim Arbeitgeber gekündigt
Nach fast 30 Jahren, herrlich! Dieses Gefühl der Kündigung im Personalbüro, die ungläubigen Gesichter in den Gängen.

ICH HABE VOR LACHEN KAUM EINSCHLAFEN KÖNNEN

Ehrlich, es war überwältigend. Natürlich hatte ich mich vorher über "indeed" beworben und erst nach unterzeichneten, neuen Arbeitsvertrag gekündigt.
Eine Bewerbung, Gespräch und ich war Quereinsteiger als pädagogischer Mitarbeiter.

:waah:

  • seit 2023 Pädagoge in Einrichtung für Kinder und d Jugendliche, die teils schwierigste Hintergründe haben
  • dort Aus- und Weiterbildung als systemischer Coach und Traumatherapeut

Wie mein Arbeitsalltag aussieht, hatte ich hier in einem Thread geschrieben. Weiß jedoch nicht, wie ich das verlinke:

Test Link zu KT: Euer Beruf, welche Vorteile und Nachteile bringt er euch?

Im Nachhinein bin ich froh, dass ich den Mut hatte meine Kompfortzone zu verlassen und ich den Schritt als fast 50jähriger zum beruflichen Neuanfang gewagt habe.
Die Golfer, mit denen ich spiele, gaben mir den Input, die Hilfe und den "Arschtritt" dass ich Das machte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mensch Leude,

HeyHo :)!

Hab diesen Thread hier "unter Beobachtung" , da ich ich das Thema sehr interessant finde. Schade, dass er eher ein Mauerblümchen ist. Dennoch möchte ich kurz beschreiben, was bei mir beruflich so los ist - denn es ist schließlich Wochenende :tanzen:!

Tätig bin ich in einer Einrichtung, die sich um Kinder und Jugendliche kümmert, welche schwierige Hintergründe haben. Von Vernachlässigung über seelische und körperliche Gewalt bis hin zu Missbrauch.
In unserem Haus gibt es mehrere Wohngruppen, wo die Kinder ein sicheres und behütetes Zuhause mit konstanten, strukturierten Abläufen haben. Darüber hinaus gibt es noch eine Inobhutnahme, wo Kinder und Jugendliche direkt aufgenommen werden.

Ich bin dort pädagogischer Mitarbeiter und immer da, wenn Psychologen und Traumatherapeuten pausieren. Man könnte sagen, dass ich eine Art Leuchtturm bin, Ansprechpartner, Vertrauensperson im Wortsinn und irgendwie auch Freund. In einem Krankenhaus wäre ich kein Chirurg, sondern eher Krankenschwester.
Unsere Kinder sind zwischen 3 und 15 Jahren, in die Inobhutnahme kommen teils auch Ältere. Im Schnitt kann ich sagen, dass ungefähr jedes 10. Kind aus sehr, sehr gutem bis reichen Elternhaus kommt und generell Elterteile mit akademischen Grad vorhanden sind.

Über meinen Arbeitsalltag kann ich sagen, dass kein Tag dem anderen gleicht und es oft über Nacht zu völlig neuen Herausforderungen kommt. Zum einen begleite ich Kinder zu Terminen bei Ärzten und Psychotherapie, bin Unterstützer bei Gesprächen mit Schulen und Vermittler zwischen Lehrern, unseren Erziehern & Betreuern im Haus oder arbeite mit Schulhelfern zusammen.
Zum anderen kommt es vor, dass ich mir einen Zugang zu suizidalen Kindern verschaffen muss, damit überhaupt ein "Ankommen" in unserer Einrichtung beginnen kann. Ed gibt auch Jugendliche, welche Sozialstunden ableisten müssen. Dort suchen wir gemeinsam nach Einrichtungen wo dies möglich ist und auch da bin ich als Vermittler ebenso dabei, wie bei der Suche eines Schulpraktikums oder Ausbildungsplatzes.

Darüber hinaus plane ich auch tägliche Unternehmungen und Projekte, bei denen ich freie Hand habe und auf die Wünsche der Kinder eingehe. Von Bastelarbeiten (Fortnite Bus, hier im Lego-Thread) über Kinobesuche oder "rumhängen" im Einkaufszentrum oder der Besuch einer Sportgruppe - es ist unheimlich vielfältig.

Durch mein Hobby, dem Golfen, habe ich ein vergleichsweise gutes Netzwerk und bessere Möglichkeiten, um über diesem Weg ebenfalls zu agieren. Fahrten mit Ferrari und Co, ein Besuch im örtlichen PorscheZentrum oder ein kostenloser Tag auf dem Golfplatz sind Dinge, die die Kinder zwar genießen aber noch wichtiger, die sie im Augenblick wieder Kind sein lassen.

Was mir an meiner Tätigkeit gefällt sind die Situationen, die ich mit den Kindern und Jugendlichen erlebe. Sei es die Reaktion, wenn sie das erste Mal in einer Autowäsche sitzen oder sie mich in ihre Gedankenwelt lassen. In wen sie verliebt sind oder was sie sonst so beschäftigt. Sie drücken mir die Daumen, wenn ich zum Zahnarzt muss und fordern gleichzeitig, dass ich als Erster mit dem selbstgebauten Lenkschlitten fahren muss.

Andererseits verschmelzen oft berufliche und private Grenzen. So zeigen die Kinder natürlich Interesse am Leben von meiner Frau und mir, was selbstverständlich normal ist.

"Was bekommt Dein Sohn zum Geburtstag?"

"Wohin fahrt ihr in den Urlaub?"

und, und, und...

Neben dem Zocken fahre ich noch MTB Downhill, bin begeisterter Autotuningfan und habe mit meiner Frau 3 gemeinsame Kinder. Diese Sachen helfen mir in verschiedensten Situationen beim "Mitreden" mit den Kindern, so dass man immer komplexe Schnittstellen findet.

Der größte Nachteil - oder besser, die Herausforderung - ist für mich(!) , dass ich meinen Beruf nicht mit nach Hause nehme. Meine Eselsbrücke ist die Brücke über die Elbe, die gleichzeitig mein Arbeitsweg ist. Alle Gedanken bleiben beim Überqueren dann auf Arbeit. Das gelingt natürlich nicht immer! Denn meine Kinder (aktuell 11,15,19) decken altersmäßig immer ein Kind von Arbeit ab. Ich vergleiche dann zwangsläufig.
Die Gründe für eine Aufnahme in unsere Einrichtung, auch wenn sie oft schlimmst sind, teilweise auch sichtbar, beschäftigen mich dabei weniger. Es sind vielmehr Kleinigkeiten, die länger nachhallen.
So gab es ein Mädchen im Grundschulalter, welches auf Grund von Verwahrlosung gemobbt wurde. Ich freute mich daher riesig, als sie nach einiger Zeit ihren Freundschaftsring zeigte. Als ich fragte, von wem der Ring sei, sagte sie, dass sie ihn sich selbst geschenkt habe. Das hat mich schon sehr bewegt und da gab und gibt es viele Kleinigkeiten, die sich immerwieder mal in den Kopf schleichen.
Doch das eigene soziale Umfeld und Hobbys helfen mir und meiner Psyschohygiene. Ist aber natürlich rein subjektiv. Denn Jeder geht anders damit um.

Vom Gehalt her und den Benefiz bin ich sehr zufrieden, sehe mich überdurchschnittlich! Weiter- und Fortbildungen sind jährlich gewünscht und ausgeschrieben.
Nicht schön reden kann ich die recht hohe Influktion der Betreuer, welche durch die 24/7 Schichten begründet sind.

Ja, dann Dankeschön an Jeden, der bis hier hin gelesen hat. War dann doch mehr, als ich gedacht habe :lol:.


:troest:
 
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