Guten Abend liebe Gemeinschaft,
das Thema liegt mir schon paar Tage im Kopf. Ich hatte mit meinen besten Freund eine spannende Diskussion und würd gern eure Meinung hören. Zuerst, das Thema kommt mir jetzt nochmal hoch, auf Grund der (doch sehr positiven) Diskussion im Gehalts Thread.
Die Frage die ich und mein bester Freund uns gestellt haben? Wie hat euer Beruf euch positiv oder negativ verändert? Auch natürlich privat. Seit ihr gern in eurem Beruf? Wünscht ihr euren Wechsel? Seht ihr über die negativen Aspekte hinweg weil die positiven doch überwiegen? Ich beschreibe mal meine und seine Situation. Er ist Vollzugsbeamter in der JVA. Positiv für ihn ist natürlich der Fakt das er immer Arbeit hat, sich nie Sorgen machen muss um die Zukunft oder Einkommen. Auch Vorteile wie das er z.b. 2 Tage im Monat "einfach zu hause bleiben kann" ohne Schein o.ä. ist ein Vorteil. Auch der Fakt das er als Beamter sich keine Sorgen im Krankheitsfall machen muss, was passiert nach 6 Wochen? Völlig Scheiß egal. Das gibt ihn allgemein ein positives Gefühl und wirkt sich natürlich auch privat aus. Nachteil ist z.b. die hohe finanzielle Belastung da er privat versichert ist, auch ist durch seine Arbeit das Vertrauen sehr zurück gegangen. Er hat logischerweise mit Kriminellen zu tun und da lernt man ziemlich schnell auf die harte Tour nicht alles zu glauben. Da ist er sehr vorsichtig geworden.
Bei mir? Tja, ich war als Bauleiter arbeiten und nun als Ausbilder im Bereich Straßenbau. Ich hab im besagten Fred schon über mein Gehalt "gejammert". Aber mein Beruf hat auch sehr viele Vorteile. Ich bin mit Rad in 15 Minuten auf Arbeit. So blöd es klingt, aber der Arbeitsweg macht für mich viel von der Arbeitsqualität aus. Zweiter positiver Aspekt ist, das mein Job zukunftssicher ist. Ich hab und werde nie Probleme haben oder Angst das ich mein Job verliere. Azubis wird es immer geben und auch keine Maschine wird meinen Job ausführen können. Dritter Punkt ist das ich mit fast 5 Jahren mir auch ein gewisses Standing aufgebaut hab innerhalb der Firma und beim Chef. Vorallem aber bei den Azubis. Da ich laut Umfrage innerhalb der Azubis der netteste und kompetenteste Ausbilder bin merke ich das bei den Jungs. Die hören zu, sagen Danke Herr Deadman usw usw. Und wenn die Jungs nach bestandender Prüfung zu mir kommen, mir die Hand geben und sich für die Ausbildung bedanken ist das schon ziemlich cool. Gibt halt ein cooles Feedback.
Wieso ich nicht als Bauleiter weiter arbeite? Weil Bauleiter ein Scheiß Job ist. Du hast so viel Verantwortung, für das Projekt, deine Kollegen, den Auftraggeber, musst im jeden Cent bei der Abrechnung feilschen, sitzt nach Arbeit so oft im Büro um Bücher von Rechnungen zu schreiben. Das war für das Geld einfach viel zu viel Aufwand. Auch blieb, wenn man krank ist einfach alles liegen und es stapelte sich nur so wenn man wieder da ist.
Jetzt, auch wieder ein weiterer Vorteil bei meiner Arbeit, wenn ich krank bin, macht ein Kollege einfach meine Gruppe und fertig. Es bleibt halt nichts liegen und ich muss mir kein Kopf machen das icih danach mehr zu tun hab.
Hat mein Beruf auch Nachteile? Ja, einen für mich sehr großen der sich auch auf mein Privatleben auswirkt. Thema Geduld und Zuverlässigkeit. Dadurch das ich mit vielen Azubis arbeite muss man Sachen mehrmals erklären. Das prinzipiell nicht schlimm, gerade wenn sie im ersten Jahr sind aber ab dem zweiten Lehrjahr erwartet man Sachen und wenn dann einige einfach absichtlich auf Durchzug schalten und man Sachen nach fünf Minuten wieder erklären muss weil die einfach nicht zuhören wird es anstrengend. Auch das Thema Pünktlichkeit. Ich setze viel wert auf Pünktlichkeit, 7 Uhr ist Beginn, dann und dann ist Pause usw. Wenn einige denken aber ständig spazieren gehen zu müssen und Pausen zu ignorieren und man wie ein Kindergärtner hinterher rennt wird es anstrengend. Und das wirkt sich Privat aus. Ich hasse es wenn ich Sachen zu Hause fünf mal erklären oder sagen muss. Wenn ich der Frau was sage und sie mich zwei Minuten danach wieder fragt was war geht mir einer ab. Das verstehe ich nicht und treibt mich (wegen meiner Arbeit) schneller auf die Palme als vorher.
Ach und Lärm und Leute. Ich bin früher auf der Loveparade gewesen, 1.6 Mio Leute, laute Musik, kein Thema. Heute nervt mich Lärm. Wenn 15 Azubis mit einem Großpflasterhammer auf Naturstein 8 Stunden rum droschen hast nach Feierabend einfach die Nase voll.
Das sind alles so Aspekte die sich bei mir und meinem Kumpel positiv und negativ ausgewirkt haben. Vielleicht habt ihr auch solche Beispiele und könnt auch eure Punkte hier beitragen.
das Thema liegt mir schon paar Tage im Kopf. Ich hatte mit meinen besten Freund eine spannende Diskussion und würd gern eure Meinung hören. Zuerst, das Thema kommt mir jetzt nochmal hoch, auf Grund der (doch sehr positiven) Diskussion im Gehalts Thread.
Die Frage die ich und mein bester Freund uns gestellt haben? Wie hat euer Beruf euch positiv oder negativ verändert? Auch natürlich privat. Seit ihr gern in eurem Beruf? Wünscht ihr euren Wechsel? Seht ihr über die negativen Aspekte hinweg weil die positiven doch überwiegen? Ich beschreibe mal meine und seine Situation. Er ist Vollzugsbeamter in der JVA. Positiv für ihn ist natürlich der Fakt das er immer Arbeit hat, sich nie Sorgen machen muss um die Zukunft oder Einkommen. Auch Vorteile wie das er z.b. 2 Tage im Monat "einfach zu hause bleiben kann" ohne Schein o.ä. ist ein Vorteil. Auch der Fakt das er als Beamter sich keine Sorgen im Krankheitsfall machen muss, was passiert nach 6 Wochen? Völlig Scheiß egal. Das gibt ihn allgemein ein positives Gefühl und wirkt sich natürlich auch privat aus. Nachteil ist z.b. die hohe finanzielle Belastung da er privat versichert ist, auch ist durch seine Arbeit das Vertrauen sehr zurück gegangen. Er hat logischerweise mit Kriminellen zu tun und da lernt man ziemlich schnell auf die harte Tour nicht alles zu glauben. Da ist er sehr vorsichtig geworden.
Bei mir? Tja, ich war als Bauleiter arbeiten und nun als Ausbilder im Bereich Straßenbau. Ich hab im besagten Fred schon über mein Gehalt "gejammert". Aber mein Beruf hat auch sehr viele Vorteile. Ich bin mit Rad in 15 Minuten auf Arbeit. So blöd es klingt, aber der Arbeitsweg macht für mich viel von der Arbeitsqualität aus. Zweiter positiver Aspekt ist, das mein Job zukunftssicher ist. Ich hab und werde nie Probleme haben oder Angst das ich mein Job verliere. Azubis wird es immer geben und auch keine Maschine wird meinen Job ausführen können. Dritter Punkt ist das ich mit fast 5 Jahren mir auch ein gewisses Standing aufgebaut hab innerhalb der Firma und beim Chef. Vorallem aber bei den Azubis. Da ich laut Umfrage innerhalb der Azubis der netteste und kompetenteste Ausbilder bin merke ich das bei den Jungs. Die hören zu, sagen Danke Herr Deadman usw usw. Und wenn die Jungs nach bestandender Prüfung zu mir kommen, mir die Hand geben und sich für die Ausbildung bedanken ist das schon ziemlich cool. Gibt halt ein cooles Feedback.
Wieso ich nicht als Bauleiter weiter arbeite? Weil Bauleiter ein Scheiß Job ist. Du hast so viel Verantwortung, für das Projekt, deine Kollegen, den Auftraggeber, musst im jeden Cent bei der Abrechnung feilschen, sitzt nach Arbeit so oft im Büro um Bücher von Rechnungen zu schreiben. Das war für das Geld einfach viel zu viel Aufwand. Auch blieb, wenn man krank ist einfach alles liegen und es stapelte sich nur so wenn man wieder da ist.
Jetzt, auch wieder ein weiterer Vorteil bei meiner Arbeit, wenn ich krank bin, macht ein Kollege einfach meine Gruppe und fertig. Es bleibt halt nichts liegen und ich muss mir kein Kopf machen das icih danach mehr zu tun hab.
Hat mein Beruf auch Nachteile? Ja, einen für mich sehr großen der sich auch auf mein Privatleben auswirkt. Thema Geduld und Zuverlässigkeit. Dadurch das ich mit vielen Azubis arbeite muss man Sachen mehrmals erklären. Das prinzipiell nicht schlimm, gerade wenn sie im ersten Jahr sind aber ab dem zweiten Lehrjahr erwartet man Sachen und wenn dann einige einfach absichtlich auf Durchzug schalten und man Sachen nach fünf Minuten wieder erklären muss weil die einfach nicht zuhören wird es anstrengend. Auch das Thema Pünktlichkeit. Ich setze viel wert auf Pünktlichkeit, 7 Uhr ist Beginn, dann und dann ist Pause usw. Wenn einige denken aber ständig spazieren gehen zu müssen und Pausen zu ignorieren und man wie ein Kindergärtner hinterher rennt wird es anstrengend. Und das wirkt sich Privat aus. Ich hasse es wenn ich Sachen zu Hause fünf mal erklären oder sagen muss. Wenn ich der Frau was sage und sie mich zwei Minuten danach wieder fragt was war geht mir einer ab. Das verstehe ich nicht und treibt mich (wegen meiner Arbeit) schneller auf die Palme als vorher.
Ach und Lärm und Leute. Ich bin früher auf der Loveparade gewesen, 1.6 Mio Leute, laute Musik, kein Thema. Heute nervt mich Lärm. Wenn 15 Azubis mit einem Großpflasterhammer auf Naturstein 8 Stunden rum droschen hast nach Feierabend einfach die Nase voll.
Das sind alles so Aspekte die sich bei mir und meinem Kumpel positiv und negativ ausgewirkt haben. Vielleicht habt ihr auch solche Beispiele und könnt auch eure Punkte hier beitragen.
Zuletzt bearbeitet:
!
.
aus dem Wohnzimmer heraus selbständig gemacht und nie mehr zurückgeblickt!