Spannendes Thema und so schön, die vielen unterschiedlichen Lebenswege hier zu sehen – jeder auf seine Art und Weise besonders. Und am Ende führt uns das ohnehin zusammen, seit Jahr und Tag in diesem Forum, als passionierte Gamer mit unterschiedlichen Lust- und Zeitphasen.
Bei mir war es im Privatleben auch gut turbulent, bin inzwischen aber seit 2022 glücklich verheiratet, Kinder kommen noch (hat sich durch traurige Schicksalsschläge verschoben – Schwiegermutter elendig an Krebs gestorben, dazu urplötzlich meine Oma, bei der ich aufgewachsen bin, usw.). So lange erfreuen wir uns jeden Tag an unseren beiden Shibas. Konnten uns Anfang des Jahres den Traum von einem Doppelhaus in Hamburg erfüllen, allerdings zur Miete vorerst, Zinsen sind jenseits von gut und böse und lebe das aktuell lieber so. Da wir beide von daheim arbeiten, hätte es besser nicht sein können. Würde hier am liebsten Alt werden, mache mir mit Blick auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung aber durchaus Sorgen.
Mein Karriereweg war oft mit Risiken verbunden, aber bin mehrmals "All in" gegangen und wurde bislang durch Engagement und genug Selbstvertrauen immer belohnt. Hoffe, dass es so bleibt, aber auch im Allgemeinen etwas ruhiger wird die nächste Jahre, keinen Bock auf Burnout irgendwann, deshalb muss Work-Life-Balance immer wieder mal neu justiert werden.
* 2009: Abi mit 2,6 – nur so hoch gesprungen, wie ich musste, da Gaming, Fußball und Mädels interessanter...
* Ende 2010 bis Anfang 2014: BWL/Marketing-Studium als Bachelor mit 2,5 – hatte mir im Mathe-Abi (0 Punkte

) geschworen, "nie wieder etwas mit Mathe" und dann saß ich Trottel in Mathe I & II sowie Statistik I & II. Habe ich gekotzt, aber durchgezogen und darauf kommt es im Leben auch mMn an. Wenn die Möglichkeit besteht, familiäre oder gesundheitliche Zwänge natürlich außen vor, immer durchziehen! Master kam für mich nicht in Frage, habe da 0,0 Vorteile gesehen und das war auch goldrichtig so.
* Anfang 2014 bis Mitte 2019: Journalist bei Axel Springer, hochgearbeitet vom Praktikanten zur Führungskraft. Geniale Zeit, unheimlich viel von der Welt gesehen inklusive E3, iPhone-Launch in Cupertino, Google-Hauptsitz, in China bei HUAWEI im Werk, usw. Mein festgelegtes Ziel war aber auch: Bis 30 auf die Marketing-Seite in einem großen Unternehmen, um beruflich und finanziell weiter aufzusteigen.
* Mitte 2019 bis Ende 2021: Senior PR Manager bei einem großen Tech-Hersteller, dafür Umzug nach München. Gute Zeit gehabt, viel gelernt und einige Dinge anders gemacht, da ich eben auch die andere Seite kannte. Mit München wurde ich trotzdem nie warm, war mir oftmals zu elitär und hochnäsig. Fand es in meinem Hamburg immer authentischer. COVID kam, klingt blöd, aber hoffentlich verständlich – genau richtig und plötzlich ging Home Office. Daher konnte ich zurück in die Heimat und von zu Hause weiterarbeiten. Als das dann nicht mehr so möglich war, kündigte ich kurzerhand.
* Seit 2022: PR-Direktor bei einem rasant wachsenden Tech-Unternehmen mit viel Verantwortung, daher auch gut Druck und Stress. Aber glücklich, da ich mich in einem guten Team verwirklichen und meinen eigenen Stil gut durchbringen kann.
Kohle, Job, etc. ist am Ende total egal. Hauptsache man hat eine Familie, die man liebt (was hoffentlich erwidert wird) und ist ein guter Mensch, indem man jeden bestmöglich gleich behandelt. Mehr braucht es mMn nicht, dann wäre die Welt auch ein besserer Ort mit weniger Egoisten und Ellbogen-Mentalität.