Viele vergessen, dass Steam zu seiner Einführung noch viel mehr gehasst wurde, als jetzt der EGS. Es hat teilweise auch einfach überhaupt nicht funktioniert. Mittlerweile ist Steam nun DIE Platform auf dem PC ohne wirkliche Konkurrenz. Im Grunde ein Furz vor'm Monopol entfernt. Mit dem EGS gibt es jetzt aber eine Plattform, die bisher die realistischste Chance hat, mit Steam gleichzuziehen, als alle anderen Services und die Auswirkungen sind ja schon jetzt zu spüren.
Durch die 12/88% Einnahmenverteilung vom EGS hat Steam nun auch den ersten Schritt weg von ihrer 30/70% Einnahmenverteilung gemacht, wodurch der Anteil für die Entwickler erhöht wird, wenn ihr Spiel eine gewisse Summe eingespielt hat. Das betrifft im Moment zwar nur - wenn überhaupt - die großen AAA-Titel, aber es ist ein Anfang. Das Ubisoft mit The Division 2 nun trotzdem auf Steam verzichten und lieber den EGS benutzt, sagt auch schon einiges aus.
Viedeospiel-Entwickler sind schon seit längerer Zeit sehr unzufrieden mit Valve und Steam als Plattform, allen voran wegen der komplett fehlenden Kuration des Stores. Da macht es schon Sinn, wenn vorallem kleinere Entwickler den EGS bevorzugen, einfach, weil sie dort deutlich bessere Chancen haben, tatsächlich entdeckt zu werden, da Epic Games ihren Store - bisher zumindest - sauber hält, während sie auf Steam hoffen müssen, dass sich ihr Spiel sehr schnell und häufig genug verkauft, um in die Charts zu kommen.
Der Epic Store ist definitv nicht perfekt und da muss sich noch einiges tun, damit sie tatsächlich mit Steam gleichziehen können und diese ganzen Exklusiv-Deals von Spielen, die vorher für Steam angekündigt waren, ist auch nicht wirklich gut gelöst. Trotzdem würde es dem PC-Markt sicher mal gut tun, sich von Steam's quasi-monopol zu entfernen. Schließlich gewinnen die Konsumenten am meisten im Falle eines Konkurrenzkampf.