Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Duzen oder siezen - Wie möchtet ihr adressiert werden?

  • Ersteller Ersteller Gelöschte Mitglieder 212
  • Erstellt am Erstellt am

Duzen oder siezen?


  • Umfrageteilnehmer
    79

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja ist doch wahr, wie soll das später auch laufen wenn sich 45 Mitarbeiter alle duzen und einer will gesiezt werden. Es seh da keine Zukunft und nur Konflikte und einer der so nen Stock im Hintern hat passt ja auch nicht in mein Team. :D Deswegen gibt es ja diese Vorstellungstermine. Es kann nicht jeder zu jedem passen, ich würde ebenso nicht in einem Laden arbeiten wollen in dem alle sich siezen.
 
mhhh, schwer zu sagen, aber ich würde kein gescheites Gespräch zu stande kriegen mit "du" weil das Sie einfach inzwischen so verankert ist bei mir :ugly: müsste mich dann wahrscheinlich 100 mal von sie nach du verbessern :lol:

Effektiv richtest du ja eh in den seltenste Fällen während eines Vorstellungsgesprächs das Wort an dein Gegenüber. Am Ende macht das kaum einen Unterschied im eigentlichen Gespräch.

@BitByter
Ich finde das nicht zwangsläufig rückständig oder spießig, ich sehe halt nur nicht, dass ein "Sie" automatisch mit mehr Respekt gleichzusetzen ist und fühle mich nicht "gekränkt", wenn mich jemand sofort mit einem "Du" adressiert. Bei Letzterem speziell, wenn der Gesprächspartner ein paar Jährchen jünger ist als ich.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Bei uns bei der Arbeit herrscht ziemlich lockere Atmosphäre. Bis auf….lass mich nachdenken, 4 Leute, darunter einer der Geschäftsführer, duze ich mich mit jedem. Und dabei halte ich es so, wie Tim es sagt. Man kann auf der Sie-Ebene genauso wenig Respekt erfahren wie auf der Du-Ebene. Mir gibt es nichts gesiezt zu werden. Ich finde es übrigens befremdlich, wenn ich im Supermarkt erlebe, wie sich die Kassierer krampfhaft siezen und mit Herr bzw Frau Sowieso ansprechen müssen, weil es verlangt wird. Lieferanten und Kunden die ich schätze, die mich schätzen und wo das Verhältnis durch die Bank positiv ist und man sich noch siezt, die „ihrzt“ man ja auch gerne mal. Hab nachgelesen, dass dies besonders in Süddeutschland verbreitet ist, was mich dann doch überrascht hat, weil es mir auch durchaus geläufig ist.
 
In der Firma, in der ich arbeite, ist das Duzen und die Ansprache mit Vornamen klare Vorgabe, dementsprechend wird das auch konsequent und überall so gehandhabt, auf jeder und zwischen allen Ebenen. Ist aber auch ein "Global Player" mit Mitarbeitern aus aller Welt, somit wird generell auch meist Englisch gesprochen.
 
Hab ich da auch schon erlebt. Ist ja ein deutlicher Hinweis darauf, was die Leute von solchen Vorgaben halten.

Ist das wirklich ne Vorgabe, dass sie sich mit Nachnamen ansprechen müssen? Wie kann man denn so etwas erzwingen? Beim Edeka um die Ecke duzen sich alle und reden sich mit Vornamen an.
 
Wie der Jurist so schön sagt, kommt drauf an.

Ich arbeite auch in einem Unternehmen, dass sich vom Hausmeister bist zum Vorstand duzt und ich finde das gut so. Du oder Sie hat in der Hinsicht nichts mit Respekt zu tun, ich kann auch meinen nichts vorhandenen Respekt in der Sieform ausdrücken. Allerdings entsteht durch das Du gleich an ganz anderes positives Klima. Auch fällt dieses Unbehagen weg das man empfindet wenn man mit einer Gruppe zusammen ist in der man der einzige (neue) ist der siezt und gesiezt wird.


Ich denke da hat sich in den letzten Jahren aber auch viel getan. Ich hatte mal ne russische Freundin die musste Ihre Großeltern siezen. Das wäre für mich unvorstellbar.

In jungen Jahren fand ich es immer ganz cool wenn die Eltern des Freundes gleich das Du angeboten haben. Da waren das dann coole Eltern :gerri:

Ansonsten hat das für mich was mit Erziehung zu tun. Als Azubi hat man gefälligst (außer die Unternehmenskultur sagt etwas anderes) so lange zu Siezen bis das Du angeboten wird. Und ich bin der Meinung die Jugend von heute duzt um gerade den mangelnden Respekt kundzutun..
 
Ist das wirklich ne Vorgabe, dass sie sich mit Nachnamen ansprechen müssen? Wie kann man denn so etwas erzwingen? Beim Edeka um die Ecke duzen sich alle und reden sich mit Vornamen an.

Als ich noch in der Bank gearbeitet habe, hatten wir auch die Vorgabe uns vor Kunden zu siezen und mit Nachnamen anzusprechen :gerri: Da merkt man wie verstaubt das Gewerbe war... das ändert sich zum Glück langsam, die ersten Banken haben schon die Krawatten abgeschafft :dhoch:
 
Als ich noch in der Bank gearbeitet habe, hatten wir auch die Vorgabe uns vor Kunden zu siezen und mit Nachnamen anzusprechen :gerri: Da merkt man wie verstaubt das Gewerbe war... das ändert sich zum Glück langsam, die ersten Banken haben schon die Krawatten abgeschafft :dhoch:

In der Bank kriege ich das mit Sie und Nachnamen auch noch nachvollzogen. In einem Supermarkt hingegen krampfhaft die Ansprache per Nachname verpflichtend zu machen, aber ein Du zu akzeptieren erschließt sich mir nicht. :D
 
In der Bank kriege ich das mit Sie und Nachnamen auch noch nachvollzogen. In einem Supermarkt hingegen krampfhaft die Ansprache per Nachname verpflichtend zu machen, aber ein Du zu akzeptieren erschließt sich mir nicht. :D
Du und Nachname ist auch Schwachsinn.... aber warum soll es in ner Bank anders sein als im Supermarkt.
Der Kunde wird ja nicht geduzt. Letztendlich muss ich dem Kunden was vorgaukeln was gar nicht so ist. Stell Dir mal vor (und das gibt's auch in der Realität) ein Ehepaar arbeitet in einer Filiale und das wissen die Kunden ja auch... wie sieht das dann aus wenn die sich siezen?
 
In unserem Betrieb wird von Anfang an gesagt "wir duzen uns hier", was für mich so anhört, als gäbe es keine Ausnahme.
Wäre aber eine interessante Beobachtung, wenn ich Bereichsleitung oder Geschäftsführung duzen würde....

Das ist die seltsame "Aber"-Falle in die man dann laufen kann.

Ich werde gerne mit meinem Titel angesprochen.
Herr Doktor Reaver.

Ansonsten bin ich ein Freund vom Siezen. Einfach weil man da ein gewissen Grad an Respekt miteinander hat. Beim Duzen ist man schneller salopp und das finde ich nicht immer gut. Beim "Sie" gibt es da immer noch diese feine Barriere, bei der man doch mal überlegt, was man sagt und das tut generell in dieser Gesellschaft nicht allzu schlecht.
 
Was sich mir nicht erschliesst, dass hier einige Member bei spärlich bekannten Personen, von denen sie geduzt werden, eine Unhöflichkeit darin sehen, aber hier im Forum keinerlei Anstalten machen selber das Sie auszupacken. Schliesslich kennt man viele Personen hier ja auch nicht oder schreibt ein paar Mal (Frage/Antwort) und dann hat es sich wieder.

Unsere Welt ist echt ein wundersamer Planet.

Meine Meinung dazu: Wenn man wirklich auf ein "Sie" besteht, sollte man das auch konsequent durchziehen, ob in RL oder virtuell. Schliesslich sitzen ja auch echte Menschen hinter den Rechnern.

Ob ich geduzt oder gesiezt werde, ist mir eigentlich egal. Solange die Gesprächsatmosphäre stimmt und der Respekt auf beiden Seiten gegeben ist, passt es für mich. Mir ist es auch wurscht, wenn einer auf das "Sie" besteht, nur finde ich dann, man muss es halt in allen Lebenslagen so machen - konsequent, ansonsten braucht man sich nicht beschweren.

Edith fügt an: Wenn einer nach einer gewissen Zeit das "Du" anbietet, ist es für mich eher auch eine Wertschätzung, dass mich der Gegenüber mag. Das heisst, dass die ursprüngliche Distanz, die mit dem "Sie" besteht, von der anderen Partei gerne beseitigt werden möchte.

Natürlich sieze ich ebenfalls zu Beginn. Die Kunst in einem Gespräch ist es, zu erkennen, wann kann man die kommunikative Beziehung vertiefen und wann sollte man nicht.
 
Meine Meinung dazu: Wenn man wirklich auf ein "Sie" besteht, sollte man das auch konsequent durchziehen, ob in RL oder virtuell. Schliesslich sitzen ja auch echte Menschen hinter den Rechnern.

Die persönliche Ebene ist aber IMO doch noch etwas Anderes als die virtuelle Ebene. Und da kommt es wohl auch noch auf das Gebiet an. Im Doktorentreff wird vielleicht auch mehr gesiezt?

Ansonsten kann ich nur von mir sprechen, dass ich auch hier im KT immer ein Mindestmass an Respekt und Höflichkeit anwende. Das fängt mit einer anständigen Sprache/Grammatik an und geht soweit, dass ich mich afair hier noch nicht im Ton vergriffen habe, es sei denn, es war wirklich volle Absicht. Das hätte ich dann aber auch im RL so gemacht.
 
Edith fügt an: Wenn einer nach einer gewissen Zeit das "Du" anbietet, ist es für mich eher auch eine Wertschätzung, dass mich der Gegenüber mag. Das heisst, dass die ursprüngliche Distanz, die mit dem "Sie" besteht, von der anderen Partei gerne beseitigt werden möchte.

Ebenso ist das nicht vorhandene "Du"-Angebot eine Abwertung und drückt Antipathie aus.
10 Kollegen, ein Neuer kommt. 9 Kollegen haben vom Neuen das Du angeboten bekommen, einer nicht.... und das obwohl ansonsten alle per Du sind.
 
Zurück
Oben