Am Wochenende habe ich schon Dead Rising 3 durchgespielt. Schon deswegen, da es für einen Open World Titel eben doch recht kurz ist. Natürlich ist dies auch dem Zeitlauf der Story geschuldet. Dadurch wurde mir das Spiel aber auch nie langweilig. Ich schätze mal dass ich etwas um die 20 Stunden mit dem Spiel verbracht habe.
Diese Stunden waren einfach ein herrlich abgedrehter Höllentrip. Hatte ja seit Teil 1 kein DR mehr gespielt, da es für mich so ein typisches "ein Teil war geil und ich will die Serie gut in Erinnerung behalten" Ding war. Ähnlich wie Dead Space oder Matrix etc. Zum Launch habe ich mich dann aber dank diverser Useranspielberichte von Messen hier im Forum doch wieder anfixen lassen und habe es mir angesichts einer drohenden Indizierung eben vorbestellt. Damals kurz angespielt, dann aber lieber erstmal um Ryse und und Killzone gekümmert. Inzwischen war mein Launchstapel abgearbeitet und nur noch DR3 war übrig. Also nochmal neu gestartet und anfangs erstmal überfordert gewesen. Irgendwie hatte ich aber auch so dieses typische Spielverhalten im Kopf, dass ja jede meiner Handlungen irgendwie Sinn machen muss. Kann ja nicht sein dass ich einfach unsinnig Spaß damit habe Zombies egal auf welcher Art platt zu machen. Als ich das aber gecheckt hatte, hatte das Spiel mich auch wieder. Der Storymodus ist angenehm straff, bietet aber genug Zeit sich auch den Nebenmissionen zu widmen. So kommt ein schöner Spielfluss auf, der natürlich auch massiv davon lebt, dass der eigene Charakter immer stärker wird dank Levelsystem (wie ich Levelsysteme einfach liebe. Es sei nochmal gesagt - bitte in jedem Spiel einführen

)und eben immer neue verrückte Kombiwaffen und Fahrzeuge erhält. Dazu die schier endlos großen Zombiemassen. Da kann man sich herrlich austoben.
Die Stadt und ihre 4 Distrikte war dann auch relativ schnell im Kopf, so dass man sich eigentlich immer schnell zurecht finden kann wenn einen eine Aufgabe mal wieder in einen anderen Stadtteil führt. Grafisch spielt das Spiel sicher nicht in der Oberliga, für mich war sie aber auch nicht störend und eigentlich immer stimmig. Ist wohl wie so oft, dass wenn man Standbilder sieht, alles ins kleinste sezieren kann, aber im laufenden Spiel fällt das nicht auf. Man ist ohnehin dermaßen damit beschäftigt die Zombies zu metzeln. Und wenn man dann erstmal diverse Zombiemassenvernichtungswaffen hat, kracht es auf dem Bildschirm ohnehin nur noch. Dabei entwickelt das Game einen angenehmen Feelgod Flow. Es ist für nen mittlerweile alten Daddy einfach ein herrlich entspannendes Spiel nach Feierabend voller nerviger Mandantenterminen. Will heißen dass der Schwierigkeitsgrad relativ gering ist wenn man fortwährend weiterlevelt und Kombiwaffen nutzt. Insofern ging mir nur ein Kampf auf die Nüsse. Relativ früh ein Kampf gegen ne Motorradgang. Ansonsten waren Psychos und Zwischenbosse aber nicht wirklich ein Problem. Man mag sich über die mangelnde Herausforderung beklagen, mir hat das aber gerade den Spaß am Spiel bereitet. Zombies vernichten hat mir bis zum Schluss Spaß gemacht und wurde auch nie langweilig. Wie auch mit über 100 Kombiwaffen die teils echt verrückt sind.
Ne Story hat das Spiel auch, aber wirklich erwähnenswert war sie jetzt nicht. Für mich lebt das Spiel ohnehin von Szenario an sich. Und das wurde durch mich - gerade gegenüber Teil 1 - massiv dadurch aufgewertet dass ich jetzt ne ganze Stadt habe in der ich mich herum treiben kann und die einiges an Abwechslung bietet. Natürlich mag man sich darüber aufregen, dass diese nicht unbedingt logisch aufgebaut ist, fürs Spiel war das aber einfach passend.
Doch das waren schöne Stunden, nach denen ich schon traurig war dass es schon vorbei war. Gab doch noch einige Dinge die ich gerne ausprobiert hätte. Dank des für mich großen Spielspaßes der übers ganze Spiel gehalten werden konnte und sich stetig auch steigern konnte ist das doch ein 8,5 von 10 Spiel für mich. Man muss ein solches Spiel halt mögen - und ich mochte genau das sehr gerne. Jetzt zurück in Spielewelten in denen ich überlegen muss was ich mache.