In den letzten Tage / Wochen durchgespielt:
The Testament of Sherlock Holmes
Ein etwas durchwachsenes Adventure. Die Geschichte fängt recht stimmig an und macht zumindest die ersten 2/3 vom Spiel neugierig und man ist durchaus daran interessiert zu erfahren, was sich dahinter verbirgt / wie die Sache ausgeht. Aber der letzte Teil.. .
Die Rätsel sind insgesamt OK, schwanken allerdings merklich im SG und oftmals hing ich einfach, weil nicht klar war, was man tun sollte bzw. man meinte alles getan zu haben. Die ganze Deduktion war gemacht und jetzt sollte nur noch im Buch noch was nachgeschlagen werden, aber wo ist das Buch? Vor kurzem hatte man es doch aufgenommen? Das lag dann auf dem Tisch neben der Sache, die man gerade untersucht hat und man muss die Untersuchungsobjekte erneut anwählen, damit man das Buch daneben anklicken kann. Oder in anderen Fällen darf / kann man erst mit Objekt(en) intergieren, wenn man Sache X rausgefunden oder Ereignis Y ausgelost hat. Man kann erst das Löschpapier nehmen, wenn der Charakter eine Untersuchung anfangen will, erst wenn man mehrfach (und an den richtigen Stellen) den Block untersucht hat und die Meldung kam, dass man den Abdruck sichtbar machen könnte / sollte, kann man Asche & Pinsel anwenden, etc.
Aber es waren auch einige schöne Rätsel & Kombinationsgeschichten bei, die Sprecher waren solide und es steuerte sich mit Pad ganz gut. Sehr kurios auch, wie das Game mit der Brutalität (gefolterte Person, abgebissene Finger, etc.) USK 12 bekommen kann.

Sind zwar nur kurze Stellen, aber die Stechen doch schon merklich raus.
Insgesamt 3 von 5 virtuellen Bewertungssternen
Prototype 2
War ausgesprochen positiv überrascht. (Lag vielleicht auch daran, dass ich mich die Tage / Woche zuvor durch AC 3 gequält hatte.

) Ist zwar insgesamt nix Besonderes und sticht in keinem Bereich merklich hervor, aber ist ausgesprochen solide. Die Geschichte ist banal (im großen Kontext eher schwachsinnig), aber man hat einen Charakter mit einem verständlichen Ziel und einem Ende, was man auch alles versteht kann ohne sich eine mögliche Erklärung / Zusammenfassung auf wikipedia durchlesen zu müssen.
Die Steuerung funktioniert durchweg recht gut. Man kommt immer weg, das Klettern & Springen geht gut von der Hand und ist „planbar“. Im Gegensatz zu etwa AC (3), wo man immer wieder Sprünge nicht schafft, an Sache X hängen bleibt oder einfach ausgebremst wird, geht bei P2 das ganze Gameplay sehr viel angenehmer und runder von der Hand. Auch wurde das Sammeln nicht übertrieben, man kann den Fortschritt (was wo gefunden & wo fehlt noch was) dazu gut verfolgen / sehen und man wird mit Charakterverbesserungen belohnt. Es ist wenig in der Welt was extrem überflüssig ist und nur eingebaut wurde, um Spielzeit zu strecken.
Die Missionen dringen zwar nicht in neue Dimensionen vor, was Innovation & Abwechslung betrifft, aber aus töte / laufe / verfolge & übernimm andere Personen wurde doch einiges gemacht und auch nette Bonusziele integriert, die zusätzlich Erfahrung bringen. Wäre jetzt kein Spiel, wo ich 60€ für zahlen würde, aber zum kleinen Preis war es durchaus recht unterhaltsam und spaßig. Wieso in Zeiten von Gears 3 ein P2 geschnitten werden muss ist auch unverständlich. Da hätte ich in der Uncut-Version nun mit einer deutlich höheren Brutalität gerechnet.
Insgesamt 4 von 5 virtuellen Bewertungssternen
Halo 4
Irgendwie merkt man schon, dass der Titel nicht mehr von Bungie kommt. Vom Gameplay her wird zwar normale Halo-Koste geboten: Die Gegner sind schlau, der Schwierigkeitsgrad – je nach Spielstufe – recht ordentlich und auch bei den Feinden & Waffen wird zu 50% bekannte Kost geboten. Aber irgendwie will beim Rest der Funke für mich nicht ganz überspringen. Während die neuen Waffen noch ganz nett sind, so haben mich die Proteaner einfach nur genervt. Ich hasse solche mechanischen Feinde im Spiel.

Aber auch das Leveldesign hat mich wenig(er) angesprochen, als in etwa in Halo 3 & Reach. Viel zu viel gleicher / öder Proteanerqautsch, der aus der Copy & Paste-Fabrik kommt.
Mit Geschichten hatte Bungie zwar auch immer Probleme und das BlaBla in den Zwischensequenzen von Reach war mir so egal, aber Halo 4 fällt nach der eigentlich guten Ausgangslage vom Chief & Cortana so sehr ab… Was würde da an Potential verschenkt endlich mal was zu erzählen & präsentieren. Vom dem ganzen Blödsinn & QTE am Ende noch gar nicht gesprochen. Was für ein dürftiger Übergang zu Teil 2 & 3 der neuen Halo-Trilogie.
War ansonsten nie ein MP-Fan. Außer Coop war und ist mir das eigentlich alles egal. Allerdings hat der Firefight-Modus in ODST & Reach doch sehr viel Spaß gemacht und genau den hat 343 in Halo 4 gestrichen und durch Spartan [strike]Ops[/strike] Fail ersetzt. Belangloser Missionsnachschub, der aus einem Zufallsgenerator kommen könnte…
Insgesamt 3 von 5 virtuellen Bewertungssternen
Dishonored
Mal wieder ein Zwitter-Game, was zwischen Stealth und Action schwankt und irgendwie nicht so genau weiß, was es eigentlich sein will. Spielt man den Rambo und ballert sich durch, dann kommt man zwar voran, aber so wirklich rund und spaßig ist es nicht. Sehr viel anders sieht es aus, wenn man den leisen Weg wählt. Ist sehr viel stimmiger, geht gut von der Hand und auch das Leveldesign gibt einiges an Möglichkeiten her. Zudem hat man etliche „Machtkräfte“, kann den Helden ausbauen und vieles in der Welt finden. Nur braucht man das alles nicht, wenn man Stealth spielt, aber man kann damit zumindest doch einiges ausprobieren / experimentieren und mehr als eine Lösung für ein Problem finden. Gefällt mit, wenn man entweder 300-400 Kills im Game anhäufen kann, aber auch ohne eine Person zu töten das Ende sieht.
Die Gegnerdosierung ist OK (man hat immer eine Chance), man kann immer wieder bei Alarm entkommen und das Spiel setzt wenig auf Masse (außer in einigen Alarmsituationen, wenn scheinbar endloser Nachschub kommt). Und auch die Missionsschauplätze sind recht abwechslungsreich / unterschiedlich (leider aber auch mit Backtracking / Levelrecycling) und es gibt zwei verschiedene Varianten der letzten Mission (abhängig davon, wie man sich grob (gut/böse) in den Missionen zuvor verhalten hat). Nichts weltbewegendes, wenngleich man doch einen gigantischen Leichenberg anhäufen kann, aber durchaus interessant, was da zu einem am Ende gesagt wird.
Insgesamt 2 bzw. 4 von 5 virtuellen Bewertungssternen, abhängig von der Action- oder Stealth-Spielweise