Die Deutsche Synchro fand' ich anfangs GRÄSSLICH. Mit der Zeit konnte ich sie dann "überhören"...
Zum Game: Naja. Ich glaube, das ist einfach nicht mein Genre. Ich regte mich dauernd auf, weil ich das Gefühl hatte, ein Game zu spielen, das so tut, als würde es bis zu einem einigermassen bedeutenden Grad Realismus rüberbringen, dies aber in Wirklichkeit überhaupt nicht tut. Das geht ins Lächerliche. Die Menge der Gegner, die man schon nur in einer Mission tötet (eigentlich ist das Game ein einziges grosses Schiessbudengelände...). Die Menge an Munition, die einem zur Verfügung steht. Die Tatsache, dass das "Erholen", wenn man angeschossen wurde, im Bereich von Sekunden liegt.
Und dann die ganze Aufmachung. Als heldenhafter, Amerikanischer Soldat die pösen, pösen Islamistischen Terroristen abknallen und sich darauf einen Abrubbeln

Es gab zahlreiche Szenen, bei denen ich mit den Gegnern sympathisiert habe. Und dann die Zitate, die eingeblendet werden, wenn man stirbt: Was soll das Zeug? Ist das ernst gemeint? Da sind Antikriegszitate darunter (ausser jenes von ... wait for it... Chruschtschow!)! Und eines lautete sowas wie "Der Krieg ist für all jene toll, die ihn nicht selbst erlebt haben" - die IRONIE, wenn man bedenkt, dass man gerade einen "cineastischen Kriegsshooter" zockt
Und dann die Mission, bei der man aus der AC-130 schiesst - sorry, aber... Man kann überhaupt nicht sterben! Ich glaube, die einzige Möglichkeit, die Mission zu versauen, ist, wenn man die eigenen Leute abknallt - aber dafür sagen sie einem ca. 20x laut und deutlich, dass man die "blinkenden Leute" nicht abschiessen soll. Man sitzt also auf dem hohen Tron die ganze Mission hindurch und jagt in einfachster Manier dutzende von Gegnern wie ein Feigling in die Luft.