Homefront (360)
Wir schreiben das Jahr 2011 (nein, so fängt nicht die Story an).
Bis heute bekam ich bereits Actionspiele die mich von der KI (Halo, FEAR), der weite der Welt (FarCry 2, Just Cause 2), mit ihrer Inszenierung (CoD), der Grafik (Killzone 3 und vielleicht bald Crysis 2) dem Sound (Halo) oder etwas anderem (z.B. Bionic Commandos Schwingfeature) überzeugt und teils gar begeistert haben.
Wie kann man also, in diesem Jahr, in dem auch ein Killzone 3, Crysis 2 und ende des Jahres ein Gears of War 3 erscheint so etwas wie Homefront veröffentlichen?
Hier passt aber so gar nichts und alles wirkt wie von einem kleinen Team zusammengeschustert, ohne Zeit oder Spaß an der Sache.
Anders kann ich mir nicht erklären wie Mitstreiter plötzlich 5 Meter zu einem Truck gebeamt werden, um einzusteigen, US Soldaten direkt neben mir ins Bild ploppen, weil der Designer entschlossen hat für den nächsten Abschnitt die einzubauen, aber nicht wie die hinkommen, dem fehlen von Händen beim klettern oder Beinen beim laufen, Slowdowns, andere aufploppende Objekte, schwachen Texturen, schlechtem Wasser usw.
Die KI steht dem in nichts nach.
Hier wird einem alles geboten.
Nicht schießen und blöd herumstehen, ins gegnerische Feuer laufen usw.
Die Levels sind sehr linear und gescriptet und ihnen fehlt in der Regel der letzte Schliff, um zu überzeugen und im Gedächtnis zu bleiben.
Selbst das letzte weiß nicht all zu sehr zu gefallen.
Das gleiche gilt auch für das schießen an sich.
Es wirkt einfach nach Plan abgehakt und nicht wie z.B. bei Halo.
Schwer zu beschreiben. 08/15 trifft es am besten.
Eingebaut hat man noch eine leicht zu steuernde Helikopter Mission, die nett war, mehr aber auch nicht.
Ihr fehlte entweder die Grafik eines Killzone oder aber der letzte Schliff eines Killzone, Halo Reach oder dergleichen.
Auch hier, 08/15.
So, und um noch einen draufzusetzen geht es nun der Story an den Hals.
Groß beworben (und zwar überall), das der Schreiber von Apocalypse Now und Red Dawn, John Milius, diese geschrieben hat bekommt man im Spiel so gar nichts von mit.
Nur im Introfilm wird das Grundgerüst kurz abhandelt, aber das war so "Grundig" und "kurz"..nä, das hätte keinen Oscarpreisträger für gebraucht.
Macht sich natürlich besser beim bewerben.
Das hat man sich wohl auch bei zwei erschreckenden Szenen (Eltern und Massengrab) gedacht, die bei nicht so richtig zündeten.
Die Kirsche bildet noch die sehr kurze Spielzeit.
Ein Killzone 3 mag zwar nicht viel länger sein, erzeugt aber in jeder Minute so viel mehr Spaß als Homefront, das es nicht mal beschreibbar ist.
So vergebe ich nur 5-6/10 Punkte.