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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Egal, bei manchen Themen prallen halt Welten aufeinander. Wenn jemand meint es gibt 80 Geschlechter schüttel ich halt den Kopf und bin da anderer Meinung, aber soll halt jeder nach seiner Fasson glücklich werden. Leben und Leben lassen.
Dass grundlegende Problem ist, dass verschiedene Geschlechter keine Meinung sind, sondern Realität.

Und wenn du darüber den Kopf schüttelst, es ablehnst und eine andere Meinung vertrittst, dann ist es auch eben vorbei mit Leben und Leben lassen.
 
Dass grundlegende Problem ist, dass verschiedene Geschlechter keine Meinung sind, sondern Realität.

Und wenn du darüber den Kopf schüttelst, es ablehnst und eine andere Meinung vertrittst, dann ist es auch eben vorbei mit Leben und Leben lassen.

Warum? er tut ihnen doch nix? und für das alltägliche Zusammenleben sollte es keine Rolle spielen, solang er denjenigen etc. wie einen Menschen behandelt.
 
"[...]Ich möchte bei den Frauen sehen, dass sie elegant dribbeln und den Ball ins Tor schlenzen. Dass sie noch mehr das Schöne am Spiel zeigen, die Eleganz, die technische Raffinesse. Bei den Männern akzeptiere ich, dass einer mal bei einer Grätsche eine Verletzung des anderen in Kauf nimmt."
und keine 10 Sekunden später dann...
"(Frage: Wie ist denn generell Ihr Frauen-Bild, was macht eine moderne Frau aus?) Da liegt für mich in der Frage schon der Fehler. Weil sie ja impliziert, dass da ein Unterschied ist. Für mich ist die Gleichberechtigung aber voll da."

Mal abgesehen davon, dass er mit "die Gleichberechtigung ist voll da" ziemlich daneben liegt: wo siehst du da den Fehler und den Widerspruch? Er wünscht/erhofft sich bei Frauen mehr das technische Spiel und versteht wenn ein Mann mal eher ordentlich in den Mann geht. Mal abgesehen davon, dass man das eventuell mit dem körperlichen Unterschied und einer wahrscheinlich höheren Grundaggressivität bei Männern begründen kann: was ist daran sexistisch? Ist es dann auch rassistisch wenn ich mir von Brasilianern keine Defensivschlacht a la Island oder hartes Spiel an der Grenze wie bei den Iren (oder anderen Nationen) erwarte?

Ich weiß, dass viele das anders sehen: aber für mich bedeutet Gleichberechtigung nicht Gleichschaltung (bitte hilft mir mal einer mit einem nicht-Nazi Wort... mir fällt grad nicht ein es anders zu beschreiben. :D Ich hoffe ihr versteht was ich meine.)
 
Warum? er tut ihnen doch nix? und für das alltägliche Zusammenleben sollte es keine Rolle spielen, solang er denjenigen etc. wie einen Menschen behandelt.
Für mich beinhaltet dieser Spruch, dass ich nicht nur toleriere, sondern auch akzeptiere.
Eine Ablehnung ist für mich also etwas anderes.
 
Dass grundlegende Problem ist, dass verschiedene Geschlechter keine Meinung sind, sondern Realität.

Und wenn du darüber den Kopf schüttelst, es ablehnst und eine andere Meinung vertrittst, dann ist es auch eben vorbei mit Leben und Leben lassen.

Ok, sind nur 63 Geschlechter
https://apath.org/63-genders/

Sorry, aber sowas verstehe ich halt nicht. Aber ich finde das ja auch nicht schlimm. Für mich gibt es halt nur zwei Geschlechter. Ich rede da ja niemandem rein und sage "in meinen Augen bist du Banane". Das meine ich mit Leben und Leben lassen. Soll er oder sie sich für was auch immer halten, mir doch egal.

Edit: für mich hat das immer was von so einem Hipster Ding. Glaube manche wollen auf Teufel komm raus was besonderes sein. So ala "Ich bin voll der Hipster Bio Veganer und außerdem fühle ich mich als androgyner Mann der auf Shemales steht". Beispiel Mit Absicht überspitzt gewählt. Und da sage ich mir dann halt, OK, wir leben zwar auf dem selben Planeten, aber mehr haben wir scheinbar nicht gemeinsam. Wenns glücklich macht, bitte. Für mich ist das nichts.

Beispiel: Als ich bei einem Madonna Konzert gearbeitet habe, fand am gleichen Tag der CSD statt. Demnach waren viele Besucher dabei, deren Geschlecht nicht so eindeutig war. Wenn ich dann zB nach dem Weg zu den Toiletten gefragt wurde, habe ich gefragt ob männlein oder weiblein. Hat funktioniert und niemand hat sich auf den Schlips getreten gefühlt.
 
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Ok, sind nur 63 Geschlechter
https://apath.org/63-genders/

Sorry, aber sowas verstehe ich halt nicht. Aber ich finde das ja auch nicht schlimm. Für mich gibt es halt nur zwei Geschlechter. Ich rede da ja niemandem rein und sage "in meinen Augen bist du Banane". Das meine ich mit Leben und Leben lassen. Soll er oder sie sich für was auch immer halten, mir doch egal.
Damit habe ich allgemein ja auch kein Problem, ich wollte dir damit ja auch nicht unterstellen, dass du irgendwie mit Absicht dagegen wärst, natürlich nicht.

Mir geht es eher darum, einen Fakt nicht anerkennen zu wollen, weil es einem nicht passt oder es nicht in sein Weltbild passt.
Es gibt, rein biologisch und natürlich auch psychologisch und soziologisch mehr als Mann und Frau.

Aber die Debatte gab's hier ja schonmal ausführlicher, müssen wir ja nicht wieder aufwärmen. :)
 
Das grösste Problem dürfte sein, dass es für die allermeisten Menschen ein Problem rein theoretischer Natur ist. Selbst in einer 100.000 Einwohner-Stadt wie Trier ist die Wahrscheinlichkeit gleich Null, dass ich einem Menschen begegne, der als Geschlecht nicht Mann oder Frau angibt. Oder sich damit identifiziert. 61 von 63 Geschlechtern sind in unserem Leben quasi nicht existent.

Und dann liest man einen Artikel, Gender-konform geschrieben, über das Geschlecht der Wollbömmel-Verehrer und kann halt absolut nix damit anfangen.
 
Leben und leben lassen impliziert doch das man es nicht akzeptiert aber toleriert.
Gerade das tut es doch. Wenn ich eine Person so leben lasse, wie sie es möchte, dann toleriere ich (und akzeptiere evtl.) es zumindest.
Das grösste Problem dürfte sein, dass es für die allermeisten Menschen ein Problem rein theoretischer Natur ist. Selbst in einer 100.000 Einwohner-Stadt wie Trier ist die Wahrscheinlichkeit gleich Null, dass ich einem Menschen begegne, der als Geschlecht nicht Mann oder Frau angibt. Oder sich damit identifiziert. 61 von 63 Geschlechtern sind in unserem Leben quasi nicht existent.

Und dann liest man einen Artikel, Gender-konform geschrieben, über das Geschlecht der Wollbömmel-Verehrer und kann halt absolut nix damit anfangen.
Aber wie viele Artikel kommen dir denn unter?

Selbst ich, der sich mit Gendertheorien etc. beschäftigen muss, gerate selten an Texte, die genderneutral geschrieben wurden.
 
Wer betrügen will, der schafft das auch.

Ich kann auch eine Bank ausrauben und das dann als Beleg heranziehen, dass das Bankenwesen nicht funktioniert. Stimmt, eben doch nicht.
 
Wer betrügen will, der schafft das auch.

Darum geht's hier aber gerade nicht, und dass du das nicht verstehst, wundert mich nicht wirklich.

Eine entsprechende Hoax-Studie in einem auf Peer Reviews spezialisierten naturwissenschaftlichen Fachblatt wie z. B. der Science platziert zu bekommen, wäre schlicht AUSGESCHLOSSEN, da sie erst gar nicht durch die Qualitätsprüfung kommen würde, egal, wie verschwurbelt die Studie formuliert wäre.

In den Sozialwissenschaften im Allgemeinen und in den Gender Studies im Speziellen gibt es aber bis auf wenige Ausnahmen keine Basis-Wissenschaft, anhand derer man die Korrektheit einer neuen Studie verifizieren könnte, deshalb kommt man auch mit offensichtlichem Unfug wie diesem durch, insbesondere wenn man ihm zwecks Akzeptanzförderung dann auch noch einen explizit männerfeindlichen Duktus gibt.
Ausgehend von einer falschen Annahme lässt sich alles und nichts beweisen, das verstehen nur die wenigsten Sozialwissenschaftler... aber gut, wenn sie es verstehen würden, hätten sie vermutlich auch keine Sozialwissenschaften studiert.
 
Ok, wenn du deine herablassende Art noch lassen könntest, könnte man tatsächlich darüber diskutieren.

Natürlich verstehe ich das, beziehe es aber bitte nicht auf die kompletten Sozialwissenschaften, sondern auf die Wissenschaften im Allgemeinen. Solche Aktionen gab es auch in den Naturwissenschaften zur Genüge. Oder in anderen Geisteswissenschaften, die vielleicht einen besseren Stand haben, als die Sozialwissenschaften.

Trotzdem, 99,9% der Wissenschaftler möchten keinen Unfug veröffentlichen, sondern möchten qualitativ zur wissenschaftlichen Diskussion beitragen.

Publikationen sind nie grundsätzlich perfekt und in einer Wissenschaftskultur, die lieber Neues findet, als Altes zu bestätigen, passieren eben Fehler.
Ganz davon ab, dass das einfach Betrug ist. Unschön, da es den kompletten sozialen Wissenschaftsapparat wieder lächerlich macht. Sieht man ja hier wieder.

Wäre es nicht eine Fake-Studie der Gender Studies, würde doch kein Hahn danach krähen, außerhalb der wissenschaftlichen Szene.
Aber Gender Studies + angeblich männerfeindlich = triggered.
 
Lesenswert dazu auf netzpolitik.org:
Fake News mit Fake Journals: Gender-Studies-Hoax als Verlagsversagen

Mit ihrem Versuch, Gender Studies als Disziplin bloßzustellen, haben Boghossian und Lindsay tatsächlich skandalöses Verhalten offengelegt. Der Skandal liegt jedoch nicht im Bereich der Gender Studies, sondern im Bereich eines der größten wissenschaftlichen Verlagshäuser. Aus reinem Profitstreben heraus werden hier offensichtlich Kooperationen mit dubiosen Pseudo-Open-Access-Verlagen eingegangen, die sich wiederum mit einem vermeintlich seriösen Verlagsnamen schmücken können.

Daraus einen Rundumschlag gegen die Sozialwissenschaften zu machen ist populistischer Stumpfsinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
Daraus einen Rundumschlag gegen die Sozialwissenschaften zu machen ist populistischer Stumpfsinn.

Ich sehe das eher als einen Versuch der Schadensbegrenzung.

Natürlich ist das kommerzgetriebene Publikationswesen ein Problem, das nicht nur die Sozialwissenschaften betrifft, der Unterschied ist aber, dass diese Art der wissenschaftlichen Pseudo-Legitimierung durch die Generierung einer "Veröffentlichungs-Quote" in den MINT-Fächern keine Chance hätte, und das ist es, worauf die Autoren der Hoax-Studie hinweisen wollten (wie im Übrigen auch am Ende des Spiegel-Artikels zu lesen ist).

Ironischerweise zeigt die Art der Verteidigung auch wieder genau das Problem der Sozialwissenschaften: Anstatt anzuerkennen, dass in der sozialwissenschaftlichen Forschung tatsächlich ein systematisches Beweisbarkeitsproblem existiert und zu versuchen, die Ursachen zu bekämpfen, wird ein (wiederholter) Nachweis wie dieser gleich wieder reflexhaft als "populistischer Stumpfsinn" und "Triggering" abqualifiziert... und im Gegenzug wird dann aber rumgeheult, wenn die Sozialwissenschaften nicht als gleichwertig mit den MINT-Fächern angesehen werden.
 
Wer will das denn nicht anerkennen?

Das ist unser tägliches Brot, wirklich keine, absolut keine Quelle aus dem Bereich als Fakt anzunehmen.
Wer das tut, hat schon verloren.
Die Reproduzierbarkeit einer Studie ist in den Geisteswissenschaften eben nicht einfach bzw. unmöglich.

Und ich finde es immer noch unglaublich herablassend, die Art, wie du darüber schreibst.
Dann bin ich übrigens ganz froh, dass die Geisteswissenschaften nicht mit den Naturwissenschaften mithalten können, so viel nachweislicher Murks auch dort im Umlauf ist. :D
 
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