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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Liegt aber auch an den fehlenden Betreuungsmöglichkeiten bei uns.

Das ist jetzt meine persönliche Meinung und hat nichts damit zu tun, wie sowas geregelt sein sollte, für Chancengleichheit und so...

Wir leben in einer Gesellschaft, wo die Politik als oberstes Ziel die Fremdbetreuung der Kinder anstrebt. Damit Mama und Papa weiter ihren Jobs nachgehen können.

Da wird das Kind morgens um 7 Uhr in aller Hetze in der Kita abgegeben, damit man es Abends zwischen 16 und 17 Uhr wieder abholen kann. Heim hetzen, Kind noch ne Stunde bespassen, essen, Bett.

Deswegen war ich damals auch froh, dass meine Frau ein gleiches Bild von Familienleben hatte und noch immer hat.
 
Mir geht das Gehetze am Morgen mit zwei Kindern auch tierisch auf den Sack. Unsere sind von 07:30 bis 12:00 in der Krippe/kindergarten.
Aber es geht ja auch nicht anders. Bzw. würde es schon gehen, aber da wir ein Haus bauen wollen, sind wir auf den Zusatzverdienst meiner Frau angewiesen. Auch wenn die Betreuung natürlich auch Geld kostet. Sowas sind sicherlich Luxusprobleme.

Ob wir die Kinder den ganzen tag in die Kita schicken würden, müssten wir mal diskutieren. Die Frage stellt sich bei uns aber nicht, da sowas halt nicht angeboten wird.
Es ist aber nicht nur der finanzielle Aspekt.
Es war keine Frage, dass unsere Kinder mit einem Jahr in die Krippe gehen. Meine Frau kommt aus dem Osten und kennt es nicht anders, und ich wurde von einer alleinerziehenden Mutter groß gezogen, die auch recht schnell wieder arbeiten ging (gehen musste).
Ich war aber halt nicht in der Krippe (gabs ja noch nicht im Westen), sondern bei der Oma auf dem Bauernhof. Diese Möglichkeit (Oma) haben wir nun aber nicht, drum bleibt "nur" die Krippe.
Aber für die Kinder ist die Krippe einfach super. Die lernen da so extrem viel in Sachen Sozialverhalten und Unabhängigkeit, das würden die nie lernen, wenn sie den ganzen Tag mit Mama alleine wären. Zumindestens nicht zu diesem zeitpunkt. Ich verstehe, dass gerade im Westen da viele skeptisch sind, aber ich würde meine Kinder immer wieder dahin bringen. Und meine Kinder lieben es dort. Ist einfach was anderes, als immer "nur" mit Mama.

Da wird das Kind morgens um 7 Uhr in aller Hetze in der Kita abgegeben, damit man es Abends zwischen 16 und 17 Uhr wieder abholen kann. Heim hetzen, Kind noch ne Stunde bespassen, essen, Bett.
Naja, wenn sie nicht in die Kita gehen, haben sie den ganzen Tag die Mama. Für den Papa bleibt so oder so nur dieses "heim hetzen, Kind eine Stunde bespaßen, essen bett." Das ist doch die Realität, wenn die Frau zu Hause bleibt und der Mann arbeitet.
 
Naja, wenn sie nicht in die Kita gehen, haben sie den ganzen Tag die Mama. Für den Papa bleibt so oder so nur dieses "heim hetzen, Kind eine Stunde bespaßen, essen bett." Das ist doch die Realität, wenn die Frau zu Hause bleibt und der Mann arbeitet.

Korrekt, aber im Zweifelsfall hat das Kind ja dann die Mutter (oder den Papa, egal wie rum jetzt), der zumindest Teile des Tages beim Kind ist.

Ich finde auch, dass gerade der Mix zwischen Fremdbetreuung und Familie sicher ein guter Kompromiss ist. Die Kinder sind nicht den ganzen Tag bei Mama, aber auch nicht den ganzen Tag weg von den Eltern.

Meine Frau bleibt zwei Tage die Woche zu Hause, wo sie dann nicht nur solche Dinge wie Arzttermine usw. machen kann, auch unternimmt sie dann viel mit den Kindern. Die Kinder sind aber trotzdem 5 Tage die Woche im KiGa und in der Schule. Sohnemann geht auch in die DLRG, Selbstverteidigung und Theater AG. Sowas kannst du als Eltern auch nur mitmachen, wenn es zeitlich geht.

Aber das ist alles individuell, das kann jeder sehen, wie er will. Ich finde es nur falsch, die Fremdbetreuung als einzig richtige Möglichkeit zu sehen und das politisch auch noch zu forcieren. Die Beweggründe der Politik sind die, die hier angeführt werden. Rentenansprüche, Verdienst, Steuern (ja, ein Arbeitnehmer bringt dem Staat Steuereinnahmen). Ob das eine gesunde Familienpolitik ist, wage ich zu bezweifeln.
 
Das kann man ja finden wie man will. Letztlich geht es aber darum, dass für dein Ideal einer möglichst perfekten Kindeserziehung in den allermeisten Fällen die Mütter dafür benachteiligt werden. Und das für ihr ganzes Leben.
 
Ich finde es nur falsch, die Fremdbetreuung als einzig richtige Möglichkeit zu sehen und das politisch auch noch zu forcieren. Die Beweggründe der Politik sind die, die hier angeführt werden. Rentenansprüche, Verdienst, Steuern (ja, ein Arbeitnehmer bringt dem Staat Steuereinnahmen). Ob das eine gesunde Familienpolitik ist, wage ich zu bezweifeln.
Der Staat widerspricht sich aber auch. Wie gesagt, das Ehegattensplitting fördert es ja, wenn die Frau zu Hause bleibt.
Wobei man dazu ja keine Kinder braucht. Sobald man verheiratet ist, wird es steuerlich gefördert, wenn die Frau das Heimchen am Herd ist.
Da sich das aber mit den Rentenansprüchen beisst, haben sie die Krippenplätze ausgebaut.

Das komplette System müsste überarbeitet werden. Und nein, ich weiß auch nicht, wie es besser geht.
 
Da sich das aber mit den Rentenansprüchen beisst, haben sie die Krippenplätze ausgebaut.

Das komplette System müsste überarbeitet werden. Und nein, ich weiß auch nicht, wie es besser geht.

Na ja, es werden Abermilliarden in den Ausbau der Grippenplätze investiert. Dazu nochmals Abermilliarden in die Betreuung selbst. Ein Kita-Platz kostet gut und gerne 2.000€ pro Monat. Für mich wäre es denkbar, Frauen einen Rentenausgleich für die Jahre ihrer Teilzeit zu bezahlen, und sei es für eine festgelegte Anzahl an Jahren. Der Staat "spart" ja Geld, wenn ein Kind nicht in die Ganztagsbetreuung geht.

Und da wird ja auch alles erfasst. Art der Beschäftigung, Alter des Kindes, Art der Betreuung, Dauer der Betreuung.

Und es würden keine direkten Gelder fliessen, die "missbraucht" werden könnten.
 
Ist das denn überhaupt nötig? Die Frauen haben sich doch bewusst dazu entschieden und das in ihre Lebensplanung fest mit eingeplant.
 
Es wird dir vielleicht unglaublich vorkommen, aber man kann Ungerechtigkeiten/Verbesserungspotentiale durchaus erkennen und sich trotzdem für eine "negative" Sache entscheiden. Das ändert ja nichts daran, dass man es verbessern kann.
 
Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang, dass dir dieUngerechtigkeit in der Angelegenheit offensichtlich nicht mal bewusst war. Und das, obwohl du mittendrin steckst, mit zwei Kindern. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass deine Frau diese Zusammenhänge von Anfang an glasklar erkannt hat und sich trotzdem für diesen Weg entschieden hat. Deswegen nennt man Frauen ja auch das starke Geschlecht. ;)
 
Z.B. weil du in deinem Eingangspost Karriere "opfern" in Anführungsstrichen geschrieben hast. Die Frauen, die diesen Weg gehen, wie bewusst auch immmer, opfern ganz real etwas und nicht nur die eventuelle Karriere, die sie vielleicht gar nicht gehabt hätten. Sie stellen ihre Ansprüche an Karriere, Absicherung und Unabhängigkeit zurück. Wie wichtig ihnen das am Ende ist, spielt dabei kaum eine Rolle. Und in deinen Beiträgen sehe ich bis zuletzt kaum einen Ansatz, wo das anerkannt wird. Erst zuletzt warst du dann durchaus bereit, Erziehungszeiten in die Rente einzubeziehen.

Is wahrscheinlich der kleine Chauvinist in dir, mit dem du ja gerne mal kokettierst! :)
 
Ich versuche ja meiner 4 jährigen Tochter auch Bubenspielzeug zu kaufen. Sie hat zwar ein Barbiehaus die Superhero Girls/Monster High Puppen und Lego Friends aber auch Autos. Ich wäre froh wenn sie einen technischen Beruf ergreift.
Ich habe überlegt für Weihnachten eine Carrera digital 132 zu kaufen, eine Carrera Go haben wir schon , aber die ist Schrott. Ist die 132 empfehlenswert?
Forza Horizon spielen wir auch schon zusammen. Alle Assists an und sie fährt so durch die Gegend. Bei Rennen auf ganz einfach und sie gibt Gas während ich steuere und beim Bremsen helfe.
 
"Solange Feminismus ein Schimpfwort ist, kann es keine Gleichberechtigung geben. Denn solange Frauen sich davor fürchten, Feministin zu sein, haben Männer die Deutungshoheit darüber, was eine gute Frau ausmacht."

Amen.
 
Wobei ich persönlich niemanden kenne oder je mitgekriegt habe, dass jemand Feministin aktiv als Schimpfwort benutzt hat. Aber das Frauen sich das Etikett ungern selbst umhängen, das kenne ich. Wobei sich da auch viel ändert, seit populäre Frauen wie z.B. die Kebekus sich lautstark als Feministin bezeichnet.
 
Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass du damit noch nicht konfrontiert wurdest... man liest eigentlich fast überall Kommentare wie "Feministen-Nazis" (wenn es heißer her geht) oder das scheinbar harmlose "gleich kommen wieder die Feministinnen :popcorn:" in Verbindung mit freizügigem Material oder ähnlichem.

Selbst letzteres ist ja schon negativ gebraucht, da den Männern bewusst ist, dass ein ihnen reizendes Bild bei Frauen negativ aufgefasst werden könnte. Das sind dann auch meist die, die denken Feministin wird nur, wer keinen Schwanz abkriegt.
 
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