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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich finde es ja beachtlich, wie automatisch davon ausgegangen wird, dass die Frau ihren Job "opfert" bei der Kindererziehung. Die heutigen Frauen zwischen 30 und 40 sind emanzipiert genug, als dass sie solche Dinge bei der Kinderplanung zumindest berücksichtigen.

Und im persönlichen Umfeld kenne ich keine Mutter, die gerne die Zeit mit ihren Kindern (Teilzeit) gegen mehr Karriere tauschen wollte.

Wichtig sollte natürlich sein, dass sie die Möglichkeit hätte. Aber das heisst nicht, dass sie es auch tun muss.

In der Regel ist es doch so, dass die Frau diesen Job übernimmt, weil sie weniger Geld verdient. Da stimmt in den meisten Fällen schon mal die Grundvorraussetzungen nicht, um mit dem Partner auszuhandeln, wer von beiden 2 Jahre zuhause bleibt und danach eingeschränkt arbeiten geht, bis die Kinder aus dem Gröbsten raus sind. Das die Frau das dann auch gerne macht mag ja sein und beisst sich auch nicht mit der Tatsache, dass sie dadurch ökonomisch schlechtergestellt wird. Das zieht sich bis zu den Rentenansprüchen. Kommt es dann zur Trennung, hat sie auch die schlechteren Karten. Als Alleinerziehende kann sie nicht voll arbeiten gehen, kriegt ohnehin schwerer einen Job und das Rentensystem honoriert diese ehrenwerte Mutterrolle auch nicht. Mit anderen Worten, das System macht die Frau in einer Familie in gewisser Weise abhängig von ihrem Mann.
Und was das mit Emanzipation zu tun haben soll, wenn Frauen die Kinderplanung berücksichtigen, erschließt sich mir irgendwie nicht.
 
Sie berücksichtigen die Konsequenzen, ganz einfach. Was meinst du, warum heute so viele Paare keine Kinder bekommen? Das sind die Frauen/Paare, die halt das Monetäre über den Kinderwunsch stellen.

Frauen im Alter von 30 bis 40 Jahre wissen aber heute was es bedeutet, wenn Kinder kommen.

Meine Frau hat damals mehr verdient als ich. Aber sie wollte weniger arbeiten. Und kämpft heute noch permanent dafür, dass ihr die Stunden nicht erhöht werden. Und in unserem kompletten Freundeskreis ist keine Frau, die voll arbeiten geht. Und keine davon wollte voll arbeiten gehen.

Ich glaube, sowas kommt dabei raus, wenn sich überwiegend Männer darüber unterhalten, was für Frauen besser ist.
 
Zum schwedischen Gesetz mal ein Artikel aus Schweden. In dem klingt das ganze schon etwas anders und nicht ganz so drastisch, wie sich das mancher hier so ausmalt.
If a person has not agreed in words or by their clear actions that they are willing to engage in sexual activity, then forcing or coercing them into a sexual act will be illegal.
Die Problematik, die manche hier sehen, erkenne ich also nicht wirklich.

Auch wichtig:
Past critics have claimed that the new law will not result in more court sentences, but the government and Löfven stress that it is also designed to change societal norms:

"We want to change society's attitudes and values".
Eigentlich typisch für ein progressiv denkendes Land wie Schweden und ja, ich finde es gut.

https://www.thelocal.se/20171218/swedish-pm-backs-new-sexual-consent-law
 
Mir kommt's halt oft so vor.

Als würden Frauen immernoch wie Heimchen gehalten werden, die froh sind, dass ihr Mann ihr den Unterhalt bezahlt. Als hätte ich meiner Frau erklären müssen, dass wir zwei Jahre weniger Verdienst haben und sie (wir) durch Mutterschutz und Teilzeit später weniger Rente hat. :ugly:

Die hätte mich ausgelacht, wenn ich vorgeschlagen hätte, dass ich zu Hause bleibe. Sie will ja mehr Zeit für die Kinder und im übrigen auch freie Zeit für sich haben.

Mir war das recht. Auf den Verdienst verzichte ich mit (bei uns gibt es kein dein und mein) und freue mich, dass sie das so machen kann, wie sie es will.

Das ist aber auch im ganzen Freundeskreis so. Da geht keine Frau wieder voll arbeiten, selbst wenn die Kinder ganztags in die Schule gehen.
 
Sie berücksichtigen die Konsequenzen, ganz einfach. Was meinst du, warum heute so viele Paare keine Kinder bekommen? Das sind die Frauen/Paare, die halt das Monetäre über den Kinderwunsch stellen.

Frauen im Alter von 30 bis 40 Jahre wissen aber heute was es bedeutet, wenn Kinder kommen.

Meine Frau hat damals mehr verdient als ich. Aber sie wollte weniger arbeiten. Und kämpft heute noch permanent dafür, dass ihr die Stunden nicht erhöht werden. Und in unserem kompletten Freundeskreis ist keine Frau, die voll arbeiten geht. Und keine davon wollte voll arbeiten gehen.

Ich glaube, sowas kommt dabei raus, wenn sich überwiegend Männer darüber unterhalten, was für Frauen besser ist.
Das möchte ich auch nochmal zitieren.
Guter Satz.

Also Zimtzicke behauptet doch jetzt aus seiner Erfahrung und seinem Umfeld heraus zu wissen, was Frauen wirklich wollen. Mir ging es eher darum, dass Frauen gleichberechtigte Bedingungen vorfinden, um diese Entscheidungen treffen zu können. Wie sie sich dann entscheiden, liegt dann bei ihnen. ;)
 
Ich glaube ja, dass ihr euch das einfacher vorstellt, als es wirklich ist.

Das streite ich noch nicht mal ab.
Habe halt so gar keine Berührung damit. Alle Frauen in meinem Umfeld haben diese Probleme nicht, sind soweit selbstständig, entscheiden frisch und frei für sich selbst und sind bei den sexistischen Witzen teilweise noch dreckiger als ich.
Diese "Frauenklischeés" geben sie frisch und frei auch an die Kerle zurück ohne zu kuschen, bei der Arbeit nicht beeinträchtigt und stehen ihr Mann (HAHA!), sowie auch vom Gehalt nicht benachteiligt.

Ich finde diese Sache sehr wichtig, aber ich sehe das auch einfach bei weitem nicht als so schlimm an, wie es immer von den Feministenrittern hingestellt wird und das es jetzt ultrawichtig ist, umzudenken, Bezeichnungen umzuschreiben etc pp. Nein, die meisten Frauen die ich kenne verleiern genau so wie ich die Augen, wenn sie diese genderkonformen Texte lesen, solche Stories wie mit den Ampelmännchen hören, und sagen von sich aus "wenn Leute viel zu viel Zeit haben..."

Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Umdenken schon lange da ist... gibt halt nur noch zu viele Arschlöcher und die wirst du nicht damit bekehren.
Dann kommen da noch kulturelle und Glaubenskonflikte dazu, aber da wirst du nicht ansatzweise etwas bewegen, wenn das Ampelmännchen neutral ist oder es unisextoiletten gibt.

Aber gut, vielleicht sehe ich auch das große Ganze nicht.
Ich kann nur für mich sagen, das ich diese Bewegung sehr gut finde... ABER: nur bis zu einer gewissen Grenze.
 
Ich behaupte mitnichten, dass ich weiss, was Frauen wirklich wollen. Ich traue den heutigen Frauen aber zu, dass sie ihre Entscheidungen bewusst treffen. Auch im eigenen Interesse innerhalb des Paarlebens.

Ich hab auch nirgendwo geschrieben, dass sie diese Entscheidung unbewusst treffen oder zu blöde sind, die gesellschaftlichen Umstände zu begreifen.

Im übrigen kann ich mich noch aus diversen Kita-Diskussionen daran erinnern, wie du uns erzähltest, dass du es besser findest, wenn Mama mindestens 2 Jahre zuhause bleibt und in Teilzeit geht. Weil du es so von deiner Mutter her kanntest und das bei euch in der Gegend allgemein so gehandhabt wird. Das spricht doch eigentlich eher für eine gesellschaftliche Erwartunghaltung an die Frau, dass wenn sie sich für das Kinderkriegen entscheidet, sie auch die Konsequenzen zu tragen hat und ihre Arbeitszeit reduziert. Und das sogar, wenn sie mehr verdient als der Mann, könnte ich jetzt noch bissig hinterherwerfen. Mag auch gut sein, dass es Frauen gibt, die damit völlig im Einklang sind und sich darin selbstverwirklichen. Alles gut. Hat aber immer noch nix mit Chancengleichheit zutun.
 
Schweden führt ab Juli 2018 Sex-Genehmigung ein (augsburger-allgemeine)
Ich weiß nicht wie das fuktionieren soll. Wenn man nicht gerade in der Öffentlichkeit Sex hat,
gibt es keine Zeugen und da steht Aussage gegen Aussage. :?
Hiermit erkläre ich, Frau _________________________________________, geb. am ______________, dass ich heute, am __________________ um ______________ einvernehmlich __________________ Geschlechtsverkehr möchte. Diese Erklärung bezieht sich lediglich auf einen Akt.

_________________, den____________ Unterschrift______________________
 
Und jetzt nochmal den Post von Flipper oder meinen lesen und merken, dass dem nicht so ist.

Oder kommt da nur der Beamte in dir durch? :D
 
Mich überrascht ja, daß dem vorher noch nicht so war :O_o:

Deswegen habe ich meinen Beitrag auch wieder raus genommen, weil nach anfänglichen Kopfschütteln dann doch überlegt habe, nicht gleich jeder News zu vertrauen.
 
In der Regel ist es doch so, dass die Frau diesen Job übernimmt, weil sie weniger Geld verdient. Da stimmt in den meisten Fällen schon mal die Grundvorraussetzungen nicht, um mit dem Partner auszuhandeln, wer von beiden 2 Jahre zuhause bleibt und danach eingeschränkt arbeiten geht, bis die Kinder aus dem Gröbsten raus sind. Das die Frau das dann auch gerne macht mag ja sein und beisst sich auch nicht mit der Tatsache, dass sie dadurch ökonomisch schlechtergestellt wird. Das zieht sich bis zu den Rentenansprüchen. Kommt es dann zur Trennung, hat sie auch die schlechteren Karten. Als Alleinerziehende kann sie nicht voll arbeiten gehen, kriegt ohnehin schwerer einen Job und das Rentensystem honoriert diese ehrenwerte Mutterrolle auch nicht. Mit anderen Worten, das System macht die Frau in einer Familie in gewisser Weise abhängig von ihrem Mann.
Und was das mit Emanzipation zu tun haben soll, wenn Frauen die Kinderplanung berücksichtigen, erschließt sich mir irgendwie nicht.
Bei uns war es klar, dass meine Frau bei beiden Kindern 1Jahr Elternzeit nimmt, und ich jeweils nur die 2 "Vatermonate". Das wollte meine Frau, auch weil sie gestillt hat. Allerdings wollte meine Frau dann auch nach einem Jahr wieder arbeiten. Tja, und da blieb dann nur Teilzeit. Hauptsächlich, weil ich derjenige bin, der mehr verdient. Was natürlich auch daran liegt, dass ich nicht mehr als zwei Jahre komplett raus war, so wie meine Frau. Liegt aber auch an den fehlenden Betreuungsmöglichkeiten bei uns. Während der Elternzeit hat sie sehr gute Rentenansprüche erworben, aber da sie seit 2013 nur noch Teilzeit arbeitet, wird ihre Rente ziemlich gering ausfallen. Da wird sie später mal völlig von mir abhängig sein.
Durch das Ehegattensplitting wird es ja auch noch steuerlich gefördert, dass die Frau nur Teilzeit arbeitet. Je weniger meine Frau im Vergleich zu mir verdient, um so besser stehen wir steuerlich da. Persönlich profitieren wir jetzt davon, aber grundsätzlich betrachtet ist das Ehegattensplitting Gift für unabhängige (Ehe-)Frauen.
Will sagen: natürlich hat sich meine Frau bewusst dafür entschieden, nach Geburt der Kinder zu Hause zu bleiben. Allerdings blieb uns auch nicht wirklich eine Wahl.

Allerdings gibts da aber auch eine Wandel. Bei fast allen Bekannten, die so 10 bis 15 Jahre älter als wir sind, hat die Frau seit Geburt des ersten Kindes nie mehr gearbeitet (also sv-pflichtig), da ist die Frau zu 100% abhängig vom Mann. Eine Scheidung gabs im Bekanntenkreis, da steht die Frau jetzt völlig vor dem materiellen Nichts. Ausbildung gemacht, dann 3 Kinder großgezogen und sich ums Haus gekümmert. Nie im Beruf gearbeitet. Und jetzt muss sie mit Mitte 50 quasi bei Null anfangen, weil ihr Mann sich von ihr trennt.
 
Hiermit erkläre ich, Frau _________________________________________, geb. am ______________, dass ich heute, am __________________ um ______________ einvernehmlich __________________ Geschlechtsverkehr möchte. Diese Erklärung bezieht sich lediglich auf einen Akt.

_________________, den____________ Unterschrift______________________

Da fehlt mit wem. Und "um" würde ich durch "von...bis" präzisieren. Sicherheitshalber noch die zulässigen Praktiken ergänzen (White- oder Blacklist?). Wo ist überhaupt das Unterschriftsfeld für den Zeugen, dass das Formular im Vollbesitz der geistigen Kräfte ausgefüllt wurde? Apropos Zeuge...

PS: ja, ich hab das mit der Klarstellung mitbekommen.
 
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