Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja, moment. Das ist nicht mein Punkt. Ich will keine Werbung dafür machen, dass eine Schreibweise geändert werden muss. Das ist ja nur das Symptom. Es geht mir darum, dass, wenn ich jemanden Frage, warum die Leute überhaupt auf so eine Idee kommen, sich nicht bemüht wird das Problem, welches es zweifellos gibt, nachzuvollziehen.

Du gehst doch auch in den Thread und sagst, dass du das Problem gar nicht siehst. Und das ist das, was mich aufregt. Die Änderung der Schreibweise allein ändert nichts. Richtig. Aber was noch viel gravierender ist, sind Leute, die gar nicht einsehen wollen, dass in unserer Gesellschaft Normabweichung unter Ächtung steht.



Erst einmal vielen Dank, dass du überhaupt Niveau von mir erwartest. Aber noch einmal, es geht mir nicht um die Trennung von Buchstaben oder die bloße Nennung von Geschlechtergruppen, es geht mir um Problembewusstsein. Genau deshalb habe ich auch @snowman noch einmal erwähnt. @JokerofDarkness kann sich das Problem ja auch nicht erklären. Auch darauf war das eine Antwort.

Gesellschaftgruppen, die das Problem nicht haben, verstehen oft nicht, wo das Problem ist. Ich nehme mich da nicht aus. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn Schwarze diskriminiert werden, ich verstehe nichts davon, wie Frauen unterdrückt oder belästigt werden, ich weiß nicht, was es bedeutet als Flüchtling in ein fremdes Land zu kommen - von alledem kann ich nicht aus Erfahrung sprechen. Und du ganz genauso wenig. Weil wir einfach privilegierte weiße Männer sind.

Aber dabei sollte es jetzt nicht aufhören, hier muss man nachdenken, nachfühlen und sich eine Waffel machen. Und genau DIESE BEREITSCHAFT GIBT ES IN DIESEM THREAD NICHT. Die gibt es vielleicht bei @Mingo oder @Alexicious aber sicherlich nicht bei dir, Bitbyter oder JokerOfDarkness. Imo muss man sich diesen Schuh dann schon anziehen. Vor allem, wenn man sich noch über die paar wenigen lustig macht, die das eigentliche Problem (und nicht nur das Symptom dessen) verstanden haben. Kann man mal drüber nachdenken, wenn man wieder lustige Bilder postet, wie @Osa-chan
da muss ich aber ganz energisch widersprechen. ich bin absolut für gleichstellung von frauen. dafür, dass sie die gleichen chancen haben, das gleiche verdienen, die gleichen rechte und pflichten erhalten und bin auch gerne bereit mich einzufühlen. möglicherweise weiß ich bei vielen dingen gar nicht, inwiefern frauen dort diskriminiert werden, aber deshalb ist es mir ja nicht egal. mir geht es einzig und allein um diese art der sprachentwicklung. damit kann ich nichts anfang und ich finde sie schlicht albern.

zumal ich das gefühl bekomme, dass alle anderen probleme zumindest ansatzweise gelöst sind, wenn sowas die dringenden fragen oder probleme der betroffenen und unterstützer sind.
und beim thema "weitere geschlechter" bin ich so oder so raus.
 
Es fällt mir schwer, die passenden Worte zu finden, ohne diskrimierend zu sein/wirken. :ugly:

Mein Ego wurde ganz sicher nicht durch das generische Maskulin aufgebaut. Eine Frau (oder whatever), die sich durch die nicht-explizite Nennung ihres Geschlechts (das generische Maskulin bezieht Frauen ja trotzdem mit ein, spricht auch nicht explizit das männliche Geschlecht an) diskriminiert oder unterdrückt fühlt, hat vielleicht tiefergehende Probleme. Die werden aber sehr wahrscheinlich durch Gender-Sprache nicht gelöst.

"Ganz sicher nicht" ist eine verflixt absolute und reflektierte (im Sinne von geistiger Reflexion) Aussage, die ich angesichts der Tatsache, dass Geschlechteridentität und Selbstbewusstsein in aller Regel auf einer unbewussten Ebene und damit eher beiläufig herausgebildet werden, für gewagt halte.
Ich werde jetzt auch mal aus Wikipedia zitieren, hätte ich mehr Zeit und Muße würde ich mich ggf. um weitere Quellen bemühen:
Kinder lernen im Zuge des Spracherwerbs erst relativ spät, ein generisches Maskulinum als geschlechtsneutral zu verstehen. Das generische Maskulinum erfordert eine „Geschlechtsabstraktion“ in dem Sinne, dass der Hörer oder Leser vom natürlichen Geschlecht einer konkreten Person absehen muss. Studien im englischsprachigen Raum ergaben, dass ein Großteil von Erstklässlern und Drittklässlern generische Maskulina nicht versteht und stattdessen das grammatische Geschlecht mit dem biologischen Geschlecht gleichsetzt. Im Englischen hören Kinder das generische „he“ als Bezeichnung für einen Mann, weil es die gleiche Form hat wie das geschlechtsspezifische „he“. Einige Fünftklässler interpretieren und verwenden Pronomen generisch, ihr Verständnis ist allerdings unzuverlässig und wird von den Vorstellungen des Kindes über die Welt und Stereotypen beeinflusst. Auch wenig gebildete oder kognitiv beeinträchtigte Menschen verstehen generische Maskulina nicht. Das Gebot der Barrierefreiheit (vgl. auch leichte Sprache) mache es erforderlich, allgemeinverständliche Formulierungen zu benutzen.
Kinder müssen sich demnach die Fähigkeit (mühsam) erwerben, ein Generisches Maskulinum als solches zu erkennen. Daher habe ich nun auch schon wiederholt davon gesprochen, dass ich es als 'generös' erachte, dass man zwar nur ein Geschlecht benennt, aber ja selbstverständlich (mindestens) beide Geschlechter 'mitmeint'.
Dazu weiter bei Wikipedia:
Darüber hinaus setze jemand, der ein generisches Maskulinum benutze, die Bereitschaft von Leserinnen oder Hörerinnen voraus, dass bei Bezeichnungen, mit denen sie bezeichnet werden, von ihrem natürlichen Geschlecht abgesehen werde; diese Akzeptanz sei nicht unbedingt gegeben. In solchen Fällen komme es oft zu vermeidbaren Störungen der Kommunikation auf der Beziehungsebene.
Man kann noch so oft darauf hinweisen, dass die deutsche Sprache alle Geschlechter miteinbezieht, auch wenn man de facto nur Männer benennt. Man kann nicht in die Köpfe der Menschen hineinschauen und wissen was diese meinen. Man kann aber hören, was diese sagen. Und wenn mir jemand eine Anekdote von einer Gruppe Studenten erzählt, die gestern Nacht im McDonalds ein Burger-Wettessen veranstaltet hat, dann hat der Zuhörer oder die Zuhörerin eben guten Grund anzunehmen, dass es sich bei dieser Gruppe um männliche Studenten gehandelt hat. Das gesagte ruft eben diese Bilder unweigerlich hervor. Ganz anders wäre es, wenn von einer Gruppe Studentinnen berichtet würde. Dann hätte ich sofort das Bild einer rein weiblichen Gruppe im Kopf.
Und wenn eben beide Geschlechter vertreten waren, dann sagt man halt "eine Gruppe aus Studentinnen und Studenten". Worte erzeugen Bilder im Kopf. Und als Sprecher*in hat man einen gewissen Einfluss darauf, dass ähnliche Bilder entstehen wie die, die man selbst dabei im Kopf hat.

@Dow Jones

Sorry, aber das ist doch Quatsch.

Wohl kaum jemand spricht ab, dass es ewig Gestrige gibt, die in ihrer Einstellung irgendwo vor 100 Jahren stehen geblieben sind. Diese Menschen änderst du aber nicht jetzt, und auch nicht in 20 Jahren, durch Gender-gerechte Schreibweise. Eher sogar im Gegenteil. Bei solchen Menschen erreicht man damit IMO keine Sensibilisierung oder gar einen Sinneswandel, sie schotten sich noch mehr in ihrem Gedankengut ab.
Sollen sie sich abschotten. In der Zwischenzeit dreht sich das Rad der Zeit eben weiter, Geschlechtergerechtigkeit wird weiter Einzug in die Mehrheitsgesellschaft halten (und dabei spreche ich nicht nur von gender mainstreaming). Und die Gestrigen werden zu Vorgestrigen. Das wird ihnen nicht dabei helfen sich leichter in der veränderten Gesellschaft zurechtzufinden, aber zwingen kann man sie dazu ja nicht.

Ebenso könnte ich als Mann sagen, dass mir von Geburt an eingetrichtert wird, dass ich als Mann alles können muss. Ich muss akademisch gut sein, ich muss aber auch wissen, wie man einen Baum fällt, ein Haus baut, meine Familie ernährt, dabei aber immer am besten auch noch sensibel und einfühlsam sein muss. Auch Männer haben ihr Rollenbild, ob es nun passt oder nicht. Und viele von "uns" können dies nicht erfüllen.
Exakt! Ich würde mir auch wünschen, dass hier im Thread die Diskussion viel weniger zum Kampf der Geschlechter stilisiert werden würde, so wie es imo derzeit an vielen Stellen ist.

Das sind Gedankenbilder und Prozesse, die angesprochen und verarbeitet werden müssen. Die Umgehung/Abschaffung des generischen Maskulins wird dabei aber nicht helfen.
Nein, das behauptet glaube ich auch niemand. In vielen Bereichen trägt aber die explizite und nicht nur 'mitgedachte' Nennung mehr als eines Geschlechts dazu bei.
Es gibt sie doch, die Geschichten von Frauen, die darüber berichten wie unvorstellbar es für sie als Kind oder Jugendliche war, z.B. von einer Karriere bei der Feuerwehr zu träumen. Einfach weil in ihrer Welt nur der Feuerwehrmann existierte, der allein qua seiner Bezeichnung zwingend ein Mann sein musste. Und klar, gibt es Frauen, die trotzdem zur Feuerwehr gegangen sind. Aber mir erscheint es sehr nachvollziehbar, dass eine sprachliche Exklusion auch zu einer tatsächlichen Exklusion werden kann (und natürlich vice versa: eine sprachliche Exklusion ist in erster Linie Ausdruck einer historisch gewachsenen realen Exklusion).

Und um nochmal auf deinen Punkt von Ego und Selbstbewusstsein zurückzukommen.
Kleine Anekdote dazu. Meine Freundin ist ausgebildete Tischlerin. Das ist eine klassische Männerdomäne. Ja, sie hat diesen Beruf damals ergriffen, obwohl in dieser Branche Frauen eigentlich gar nicht existieren, obwohl sie sich als Frau ungleich mehr beweisen musste.
Einmal sind wir durch die Stadt gegangen und neben dem Büro einer Zeitarbeitfirma stand ein Plakat mit der Aufschrift "Starke Männer braucht das Land: bewirb dich jetzt für eine Ausbildung zum Tischler". Sie konnte nicht kommentarlos daran vorbeigehen, sondern ist stattdessen ins Büro gegangen und hat dem Geschäftsführer erzählt, was sie als ausgebildete Tischlerin mit ihren dort gemachten Erfahrungen davon hält. Das ist das Gegenteil von kleinem Ego, das ist das Gegenteil von geringem Selbstbewusstsein.
Das ist aber die Erkenntnis, dass genau solche Plakate ihren Teil dazu beitragen, warum a) so wenige Frauen eine solche Ausbildung beginnen und b) die Ausbildung für junge Frauen kein Zuckerschlecken ist.

Wenn man jetzt aber mit der Mensch und die Menschin anfängt, dann sind das für mich abstruse Auswüchse, die oftmals keine Brücke baut sondern eher Gräben schafft.

Und du baust auch keine Brücken, wenn du die Argumentation der 'Gegenseite' ins Lächerliche ziehst. Niemand fängt mit Mensch und Menschin an und das weißt du so gut wie ich. Graben bauen: Marcello steht mit dem Spaten in der ersten Reihe.

ohne jetzt alex oder mingo ihr engagement absprechen zu wollen (und den eisenharten willen, das durchzuziehen) finde ich selber zimtzicke "bemerkenswerter".
nicht nur, weil ich die meinung teile, sondern weil er es imo schafft vernünftig zu diskutieren, seine meinung zu sagen und auch zu argumentieren. ich glaube die meisten von uns (inkl. mir) finden das ganze so blöd, dass sie dazu gar nicht in der lage wären... ;)
Der Unterschied liegt darin, dass Zimtzicke nicht an den Kopf geworfen bekommt, dass sein Anliegen "blöd", "lächerlich" oder "Quatsch" ist.
Von daher nehme ich das Lobb von @Dow Jones gerne entgegen.
Ich erkenne es übrigens auch an, dass z.B. @Nimble trotz anderer Ansichten seine Wertschätzung auf mein Beiträge zum Ausdruck bringt.

Ja, moment. Das ist nicht mein Punkt. Ich will keine Werbung dafür machen, dass eine Schreibweise geändert werden muss. Das ist ja nur das Symptom. Es geht mir darum, dass, wenn ich jemanden Frage, warum die Leute überhaupt auf so eine Idee kommen, sich nicht bemüht wird das Problem, welches es zweifellos gibt, nachzuvollziehen.
Danke, ich schließe mich an. Ich mache keine Werbung, dass hier auch nur irgendjemand seine Schreibweise zu ändern hat.
 
Und du baust auch keine Brücken, wenn du die Argumentation der 'Gegenseite' ins Lächerliche ziehst. Niemand fängt mit Mensch und Menschin an und das weißt du so gut wie ich. Graben bauen: Marcello steht mit dem Spaten in der ersten Reihe.

Naja. Dann nehmen wir das reale Beispiel Romeo und Julia. Da gibts Leute die sich darüber aufregen.
Entschuldige bitte, aber wie soll man sowas nicht ins Lächerliche ziehen...denn es ist lächerlich.
Sollen sie es halt in Julia und Romeo umschreiben, aber wem ist damit denn bitte ernsthaft geholfen?
Ich bezahl bei uns im Büro alle auf der entsprechenden Position gleich und behandel auch niemanden besser oder schlechter weil er Geschlecht x oder y hat, aber wenn ich ein Rundschreiben mache, dann füge ich da nie *innen _innen #innen an.
 
Naja. Dann nehmen wir das reale Beispiel Romeo und Julia. Da gibts Leute die sich darüber aufregen.
Entschuldige bitte, aber wie soll man sowas nicht ins Lächerliche ziehen...denn es ist lächerlich.
Sollen sie es halt in Julia und Romeo umschreiben, aber wem ist damit denn bitte ernsthaft geholfen?
Das Beispiel hat @Zimtzicke aus einem Wikipedia-Artikel zu "Feministischer Linguistik" zitiert. Wer hat denn bitte hier im Thread laut "Hurra! Genau so ist es! Es muss ab sofort 'Julia und Romeo' heißen!" gerufen?
Genau. Niemand.
Nicht mal in dem zitierten Artikel wird von den Sprachkritikern (edit: und Sprachkritikerinnen ;)) eine Konsequenz gefordert. Dort bleibt es auf der Ebene der Analyse.
Viele Autoren der Feministischen Linguistik sehen in verschiedenen Bereichen eine latente Diskriminierung von Frauen innerhalb des deutschen Sprachsystems. Wo Frauen nicht unsichtbar gemacht würden, würden sie als zweitrangig dargestellt (durch Erwähnung an zweiter Stelle, wie bei „Romeo und Julia“) oder systematisch abgewertet, so die zusammenfassende feministische Kritik an der deutschen Sprache.
Den Rest machst du draus.
 
Ja, da stehts doch...viele Autoren...Diskriminierung von Frauen.
Nur weil hier niemand das fordert ist das Thema doch damit aus der Welt.
Aber man will doch wohl allen Diskriminierungen gerecht werden und nicht nur den hier geäusserten, oder?

Nochmal: Ich bin gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.
Egal ob Mann oder Frau. Da steht auch noch einige Arbeit ins Haus, denn da sind wir wirklich noch nicht am Ende angekommen.
Aber da gehe ich halt nicht einfach alles blind mit und unterstütze da auch nicht blind alles.
Irgendwie, irgendwo wird sich nämlich immer irgendwer finden, der sich mißverstanden und zurückgesetzt fühlt.
Man muss nur tief genug graben und da wird man sowieso nicht jedem gerecht. Das heißt nun nicht, dass man nicht damit anfangen soll Sachen zu hinterfragen und auch zu kritisieren. Aber man muß auch nicht alles einfach mitgehen nur weil sich irgendwo jemand auf den Schlips getreten fühlt.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Ganz sicher nicht" ist eine verflixt absolute und reflektierte (im Sinne von geistiger Reflexion) Aussage, die ich angesichts der Tatsache, dass Geschlechteridentität und Selbstbewusstsein in aller Regel auf einer unbewussten Ebene und damit eher beiläufig herausgebildet werden, für gewagt halte.


Und um nochmal auf deinen Punkt von Ego und Selbstbewusstsein zurückzukommen.
Kleine Anekdote dazu. Meine Freundin ist ausgebildete Tischlerin. Das ist eine klassische Männerdomäne. Ja, sie hat diesen Beruf damals ergriffen, obwohl in dieser Branche Frauen eigentlich gar nicht existieren, obwohl sie sich als Frau ungleich mehr beweisen musste.
Einmal sind wir durch die Stadt gegangen und neben dem Büro einer Zeitarbeitfirma stand ein Plakat mit der Aufschrift "Starke Männer braucht das Land: bewirb dich jetzt für eine Ausbildung zum Tischler". Sie konnte nicht kommentarlos daran vorbeigehen, sondern ist stattdessen ins Büro gegangen und hat dem Geschäftsführer erzählt, was sie als ausgebildete Tischlerin mit ihren dort gemachten Erfahrungen davon hält. Das ist das Gegenteil von kleinem Ego, das ist das Gegenteil von geringem Selbstbewusstsein.
Das ist aber die Erkenntnis, dass genau solche Plakate ihren Teil dazu beitragen, warum a) so wenige Frauen eine solche Ausbildung beginnen und b) die Ausbildung für junge Frauen kein Zuckerschlecken ist.

Vielleicht bin ich wirklich schon zu alt für solche Gedanken? Zu alt insofern, als dass ich mich mit solchen Gedanken überhaupt nicht mehr beschäftigen muss. Ich bin 40 und stehe mitten im Leben, habe mein Leben gefunden.

Mein Ego aka Selbstwertgefühl wird genährt durch meinen Job, den ich gerne mache und von meinen Kunden und meiner Chefin ein positives Feedback bekomme. Frau und Kinder. Freundeskreis. Selbst das KT trägt vielleicht einen kleinen Teil dazu bei.

Bis zu diesem Thread hier habe ich das generische Maskulin nichtmals gekannt/wahr genommen. Jetzt kenne ich es, kann aber nicht glauben, dass es meinem Ego hilft.

Was dein konkretes Beispiel angeht hast du aber natürlich Recht.

Auf das Plakat hätte ganz sicher eine gemischte Gruppe gehört und eher ein Spruch wie "Starke Tischler braucht das Land". Wobei wir da jetzt wieder bei dem Punkt wären, dass Tischler ja wieder nur Männer meint... :ugly: ;)
 
Der Unterschied liegt darin, dass Zimtzicke nicht an den Kopf geworfen bekommt, dass sein Anliegen "blöd", "lächerlich" oder "Quatsch" ist.
Von daher nehme ich das Lobb von @Dow Jones gerne entgegen.
Ich erkenne es übrigens auch an, dass z.B. @Nimble trotz anderer Ansichten seine Wertschätzung auf mein Beiträge zum Ausdruck bringt.
mein ziel war nicht, deine beiträge geringzuschätzen. ganz im gegenteil. ich respektiere deine meinung absolut und finde deine ausdauer und auch deine art zu argumentieren bewundernswert.

ich habe das mit einem augenzwinkern gemeint, denn imo fällt es dem idealisten, der wirklich jemanden erreichen will einfacher, diese hartnäckigkeit an den tag zu legen als demjenigen der abwehrt die contenance zu bewahren und es eben nicht rüde abzuwehren und dabei beleidigend zu werden.

ich bin schon ziemlich lange onkelzfan. ich kann zumindest ein bisschen verstehen, wie du dich fühlst ;)
 
Ja, da stehts doch...viele Autoren...Diskriminierung von Frauen.
Nur weil hier niemand das fordert ist das Thema doch damit aus der Welt.
Da steht auch ein "latent" vor "Diskriminierung" und ein "innerhalb des deutschen Sprachsystems" direkt dahinter.
Nein, nur weil es hier nicht Thema ist, ist es nicht aus der Welt. Aber eine solche Argumentation führt zum derailing einer Debatte. Irgendwas, was bislang überhaupt nicht Thema war, wird reingeschmissen und daran wird sich dann abgearbeitet. Und Leute, die nur quer lesen denken dann, es wäre tatsächlich ein in der Debatte zu verhandelndes Argument. Und ich muss mich dazu dann äußern und davon distanzieren, damit allen klar ist, dass ich nicht für diese Meinung stehe.

Aber da gehe ich halt nicht einfach alles blind mit und unterstütze da auch nicht blind alles.
Ich gehe auch nicht bei allem blind mit und unterstütze alles blind. Und zur Klarstellung dieser eigentlichen Offensichtlichkeit sehe ich mich auch nur aufgrund deiner Formulierung gezwungen.
 
Richtig. Deshalb gibt es auch nicht 6 getrennte Klos, sondern 1 für alle. Case closed.

Es gibt ja auch diverse Clubs, die so fortschrittlich sein wollen und das Unisex-Klo schon umgesetzt haben. Meistens waren das vorher noch getrennte Klos, so dass es zwei Klo-Räume ohne Kennzeichnung gibt. Resultat ist, dass keiner weiß, wo er hingehen soll - das merkt man als Mann erst, wenn einen die Frauen aufs andere Klo scheuchen, weil sich da nämlich wieder ein imaginäres Frauenklo gebildet hat. Und ich kann sie sogar verstehen, ich fühle mich auch extrem unwohl damit, so wie gefühlt die große Mehrheit, die diese Klos nutzen muss. All for the benefit von einer Hand voll Leuten, die nicht wissen, was sie sind.
 
All for the benefit von einer Hand voll Leuten, die nicht wissen, was sie sind.
Darum geht's doch gar nicht. Nur soll eben jeder sich gleichberechtigt angesprochen fühlen.

Man wird sich halt daran gewöhnen müssen, dass sowas immer mehr kommen wird.
Ich kann mich noch an den Beginn meiner Studienzeit erinnern, da wurde z.B. von "Studenten" auf "Studierende" umgestellt und noch ein paar andere Sachen.
War für einen Großteil auch erst ein großes Gejammer, nach ein paar Jahren und an einer anderen Uni mittlerweile ist das komplett in den Sprach- und Schreibgebrauch übergegangen.
 
Es gibt ja auch diverse Clubs, die so fortschrittlich sein wollen und das Unisex-Klo schon umgesetzt haben. Meistens waren das vorher noch getrennte Klos, so dass es zwei Klo-Räume ohne Kennzeichnung gibt. Resultat ist, dass keiner weiß, wo er hingehen soll - das merkt man als Mann erst, wenn einen die Frauen aufs andere Klo scheuchen, weil sich da nämlich wieder ein imaginäres Frauenklo gebildet hat. Und ich kann sie sogar verstehen, ich fühle mich auch extrem unwohl damit, so wie gefühlt die große Mehrheit, die diese Klos nutzen muss. All for the benefit von einer Hand voll Leuten, die nicht wissen, was sie sind.

Auch hier hilft der Blick über den deutschen Tellerrand. In Frankreich sind Unisex-Klos mittlerweile Standard. Und die kriegen das auch hin.
 
Was ich echt nicht verstehe...

Wozu braucht man ein Unisex-Klo? :ugly:

Ausser dem pragmatischen Grund, dass der Betreiber nur einen Raum als Toilette bereitstellen muss und so Kosten spart.

Als Mann gehe ich auf einen Männerklo. Frauen gehen auf's Frauenklo. Frauen im Körper eines Mannes (und umgekehrt) können sich ja quasi aussuchen, wo sie gerade hingehen. Und dann gibt es noch die Summe X an Menschen, die sich beim Toilettenbesuch nicht sicher ist, was sie gerade sind. 'kay...

Und was, wenn ich mich als Mann jetzt diskriminiert fühle, wenn man mir in Zukunft die Möglichkeit verwährt, auf eine für mein Geschlecht passende Toilette zu gehen? :?
 
Was ich echt nicht verstehe...

Wozu braucht man ein Unisex-Klo? :ugly:

Ausser dem pragmatischen Grund, dass der Betreiber nur einen Raum als Toilette bereitstellen muss und so Kosten spart.

Als Mann gehe ich auf einen Männerklo. Frauen gehen auf's Frauenklo. Frauen im Körper eines Mannes (und umgekehrt) können sich ja quasi aussuchen, wo sie gerade hingehen. Und dann gibt es noch die Summe X an Menschen, die sich beim Toilettenbesuch nicht sicher ist, was sie gerade sind. 'kay...

Und was, wenn ich mich als Mann jetzt diskriminiert fühle, wenn man mir in Zukunft die Möglichkeit verwährt, auf eine für mein Geschlecht passende Toilette zu gehen? :?
Damit Mann auch mal anstehen darf :D Da kann man so wunderbar neue Leute kennen lernen :D
 
Als Mann gehe ich auf einen Männerklo. Frauen gehen auf's Frauenklo. Frauen im Körper eines Mannes (und umgekehrt) können sich ja quasi aussuchen, wo sie gerade hingehen. Und dann gibt es noch die Summe X an Menschen, die sich beim Toilettenbesuch nicht sicher ist, was sie gerade sind. 'kay...
Oh, eine Transfrau ohne Geschlechtsanpassung (d.h. sie sieht für dich aus wie ein "Mann") kann sich also aussuchen ob sie die Frauen- oder Männertoilette nimmt? I don't think so...
In Trumpmerica wirst du sogar u.U. dazu gezwungen, die Toilette entsprechend dem Geschlecht zu benutzen, das in deinem Ausweis in deiner Geburtsurkunde steht.
 
Zurück
Oben