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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Von Augen verschließen kann nicht die Rede sein. Ich sehe den "Tatsachen" oder der "Realität" doch genau so ins Auge wie du, nur behaupte ich, dass vieles von dem, was wir als geschlechtsspezifisches Verhalten beobachten, sozial konstruiert ist und genau darauf zurückzuführen ist: auf die Beobachtung und die ununterbrochene Reproduktion dieses beobachteten, geschlechtsspezifischen Verhaltens.
Mit einem solchen Verständnis ist es wenig verwunderlich, dass Frauen häufiger weinen als Männer, entspricht dies doch genau den beobachteten und erlebten Geschlechtszuschreibungen.
Die Frage die sich dann jedoch stellt ist die nach dem Sinn und auch der Gerechtigkeit dieser Geschlechterrollen. Wollen wir als Gesellschaft nicht eine größtmögliche individuelle Entfaltungsfreiheit, in der jede*r ihre*seine entsprechenden Potentiale nach eigenem Wunsch entfalten kann? Ohne dabei auf einen bestimmten Weg festgelegt zu sein, nur weil dies der Weg von Geschlecht XY zu sein scheint?
Ganz so, wie wir es heute als Freiheit empfinden nicht in einen bestimmten Stand geboren zu sein, der von vornherein den individuellen Lebensweg vorbestimmt?
Das nur mal als grundsätzliche, eher rhetorisch zu verstehende Fragen in die Diskussion eingebracht.
 
Der (nach meinem Verständnis) zu bekämpfende Sexismus würde deinem Ziel schon genauso nicht im Wege stehen.

Darüber hinausgehend ist imo Ansichtssache. Und du siehst sogar die höhere Geilheit des Mannes als lediglich sozial zugeschrieben an. Da werden wir eh nicht auf einen Nenner kommen.

Wie gesagt, das wars für mich auch eig. zu dem Thema.
 
@dweezu: An und für sich hast du schon einen guten Punkt, aber es gab in der Volksschule bei mir auch immer viele Jungs die 'wie mädchen' geworfen haben und im imgekehrtschluss mädels die den Ball wien richtiger Mann warfen. Mit der Zeit haben die 'weiblich' werfenden Jungs dann immer Besser geworfen (mit einigen hart gemobbten ausnahmen) und die Mädels die gut warfen verloren nach und nach fas interesse dies zu machen, weil Mädels sollten halt nichg gut werfen und so männliches zeugs machen. Ausserdem geht das mit den Langrn Nägeln nimmer. Und die Haare sind auch im Weg...

Gleiches Thema mit "Jungs sind gut in Mathe, Mädels in Sprachen" oder andere Gendervorurteile. (Ich nenns auch ungern Sexismus)
 
könnt ihr für diese generelle Anti-Klischee-Bewegung nicht bitte ne eigene Bezeichnung suchen anstatt den wichtigen, sich durch in der Realtität konkret auftretende Probleme kennzeichnenden Begriff des "Sexmisus" zu verwässern?

Und vor allem nicht einfach bei jedem irgendwie gearteten Zusammenhang mit Sexualität gleich das Stichwort bringen. Das hat erst mal gar nix miteinander zu tun.

P.S.: Ich finde das Bild auch .....befremdlich.
Mingoismus oder Alexismus?
 
aber die albernen, herablassenden und die Diskussion absichtlich ins Absurde zerrenden "Beiträge", die hier die letzten Seiten so losgelassen wurden, lassen halt wirklich darauf schließen, dass vielen eben nicht klar ist, worum es geht.

Eine andere Lesensart wäre, dass viele eben nicht Diskussionen im Elfenbeinturm führen wollen und der Sexismus-Thread im Zuge der vollkommenen Gleichberechtigung genauso mit Off Topic-Posts klarkommen muss und wird wie alle anderen Themen auch.
 
Wo sich die Diskussion hier grade so auf die Kinder einschießt:
Im aktuellen Zeit-Magazin ist das Thema, wie Spielzeug unsere Kinder verblödet. [alle Jahre wieder schreibt die Zeit über die böse Spieleindustrie und wieviel Geld drin steckt]

Hier rennt die besorgte Journalistin in einen Berliner Toys R Us, um etwas für den Adventskalender ihrer 10-jährigen Tochter zu holen und stellt fest, daß ganz fürchterliche Geschlechterklischees in den Spielzeugen fortleben.

Bin noch nicht ganz durch mit dem Artikel, aber die Industrie hat tatsächlich festgestellt, daß die Kinder unterschiedliches Spielzeug bevorzugen und dieses Bedürfnis bedienen sie.

Ich kenne aber auch Eltern, die nicht soo entspannt sind, wenn der Sohn mit Puppen spielt. :grins:

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Und auf Spon war letztens das Mädchen, daß den schwedischen Sportbund dazu nötigte das Regelwerk umzuschreiben, weil es sexistisch ist Spieler und Schiedsrichter zu schreiben. Sind jetzt Spielende und Schiedsrichtende.

Hat sie jetzt aber auch nichts mehr mit am Hut, denn jetzt macht sie Ballett.
Interview

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Wenn einem sonst nichts wehtut, kann man sich gerne darum kümmern.
Schlagt euch die Köppe ruhig ein, aber lasst mich doch bitte damit in Ruhe.
 
Also mit "süß" verstehe ich in erster Linie Umschreibungen wie "putzig" oder "niedlich" und das Mädchen auf dem Bild ist doch niedlich. Ich kann da ehrlich gesagt keinen sexuellen Unterton drin erkennen. Mir schmerzen eher die Zähne bei der Werbung, weil diese Schokolade bestimmt klittersüß ist...

Was genau zu diesem Motiv geführt hat, werden wir wohl nicht in Erfahrung bringen, aber ich hab mir schon ein paar Gedanken dazu gemacht.

Die Kampagne hat eindeutig das Ziel, eine jüngere Käuferschicht auf die etwas altmodischen Hallorenkugeln aufmerksam zu machen. Ich würde sagen, es sind vor allem Frauen zwischen 25 und 35, die da im Fokus stehen. Wie kommt es nun zu einem solchen Plakat? Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass die Firma Marktforschung betrieben hat und sich herausgestellt hat, dass viele Menschen das Zeug nicht kaufen, weil sie irrtümlicherweise glauben, da wäre Alkohol drin. Wie verklickert man denen nun, dass dem nicht so ist? Eben mit einem Plakat wie diesem. Man nimmt ein Kind, das eine Hallorenkugel isst und betont die Süße des Produkts (so aussergewöhnlich süss sind die Dinger nicht mal). Da sich die Kampagne aber nicht an Kinder wendet und auch nicht vorhat, irrtümlich so verstanden zu werden, greift man zum, meiner Meinung nach sexistischen, Schema der Kindfrau. Das driftet jetzt sicherlich nicht zu sehr ab, wie man das auch vielen schlimmen Beispielen aus den 70ern her kennt und man hat auch tunlichst darauf geachtet, das Kind möglichst einzupacken und es quasi auf das Gesicht zu reduzieren, aber das Schema ist meiner Meinung nach eindeutig zu erkennen. Hier sollen sich nicht Kinder drin wiedererkennen, sondern Erwachsene. Sicherlich eher Frauen, denn die Szene zeigt das Kind ja in einer Situation, die viele Frauen kennen. Es geht um das Äussere, das sich zurechtmachen (müssen), sich aufzubrezeln, weil man eben ansprechend aussehen muss. Was ja auch Stress ist. Diese Kindfrau versinnbildlicht quasi das neue Image dieser Süßigkeit. Es will jung und schön sein und es verspricht einen sinnlichen Moment der Entspannung im Alltagsstress.
Worum es mir halt geht, ist, dass hier ein Kind in ein erwachsenes Rollenmuster gepresst wird und damit auch automatisch sexualisiert wird. Der Kussmund, der Blick und überhaupt die ganze Haltung hat meiner Meinung nach nicht mehr viel Natürliches oder Kindliches. Das ganze Gesicht wirkt stark geschminkt, obwohl ja eigentlich ein Moment des Zurechtmachens dargestellt wird. Naja, also ich finde, Kinder so darzustellen, hat schon irgendwie eine miesen Beigeschmack. Aber das scheint wohl allgemein durchzugehen. Ich kenn mich mit Werbung auch nicht so gut aus. Vielleicht ist sowas ja auch normal und mir ist es hier zufällig mal aufgefallen.
 
In 200 Jahren, wenn die Geschlechter in unserer Gesellschaft einmal vollkommene Gleichheit erreicht haben, weil es ja keine natürlichen Unterschiede in Verhalten und Fähigkeiten gibt und alles nur soziokulturell anerzogen war, dann stirbt die Menschheit wahrscheinlich aus Langeweile aus, weil sich die Leute lieber selbst einen runterholen als sich noch mit dem anderen Geschlecht zu beschäftigen :D.
 
Euch nervt es schon, wenn ihr über Diskriminierung/Sexismus lesen müsst. Stellt euch mal vor wie es denen geht die damit LEBEN müssen.
Ich kann es nur nochmal betonen: Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ist sehr wohl ein Problem. Aber man kann auch Aspekte des gesellschaftlichen Lebens zu einem Problem machen wollen, die für 99% aller Menschen absolut normal und nicht diskutierenswert sind.
Und bitte nicht mit "Indoktrination von der weißen, männlichen Kultur" kommen. Da wird es imo nämlich lächerlich und man kommt auf die selbe Ebene wie mit religiösen Eiferern über Gott zu reden. Man stellt eine These auf, unter der man alle Widersprüche der eigenen Ansicht mit dem sozialen Zusammenleben ganz bequem ungültig erklären kann.
Wie? Die meisten Frauen finden Punkt XY normal und nicht diskriminierend? Alle indoktriniert!

Ach ja: mit Fokus auf diese Lächerlichkeiten wie geschlechtsneutrale Endungen in der Sprache macht man die eigentlich wertvolle und wichtige Sache, für die man steht, eher kaputt als sonst was, da man dafür landein, landaus nur Kopfschütteln erntet.
Ich kann es auch so sagen, wie ich denke: wer sich durch männliche Endungen in der Alltagssprache diskriminiert fühlt, hat in meinen Augen nen Sockenschuss.
 
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Ach ja: mit Fokus auf diese Lächerlichkeiten wie geschlechtsneutrale Endungen in der Sprache macht man die eigentlich wertvolle und wichtige Sache, für die man steht, eher kaputt als sonst was, da man dafür landein, landaus nur Kopfschütteln erntet.

Wenn schon Lächerlichkeiten wie geschlechtsneutrale Bezeichnungen ein Problem sind, die prinzipiell niemandem weh tun würden, wie sollen dann Dinge umgesetzt werden, die richtig unangenehm sind?
 
Wenn schon Lächerlichkeiten wie geschlechtsneutrale Bezeichnungen ein Problem sind, die prinzipiell niemandem weh tun würden,

Da geschlechtsneutrale Endungen in der Sprache nicht vorgesehen sind, würde es immer auf Doppelnennung männlich/weiblich hinauslaufen, was das Lesen eines jeden Textes zur Qual macht, wenn man es überall anwenden würde. Und im Dialog wirds dann erst richtig absurd...
 
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Da geschlechtsneutrale Endungen in der Sprache nicht vorgesehen sind, würde es immer auf Doppelnennung männlich/weiblich hinauslaufen, was das Lesen eines jeden Textes zur Qual macht, wenn man es überall anweneden würde. Und im Dialog wirds dann erst richtig absurd...

aber denk doch an die gefühle der anderen! niemand denkt mehr an die gefühle! nur immer an sinn und nutzen. :(
verstehst du das nicht? du, du negative person des männlichen geschlechts.

Stellt euch mal vor wie es denen geht die damit LEBEN müssen.

stell dir mal vor, es ist so wie ich es mir vorstelle. ich hab das gefühl, es ist so, also muss es so sein. brb leute vor sozialer ungerechtigkeit schützen.

es wird immer gleich vom schlimmsten, was man sich vorstellen kann, ausgegangen und als einzige natürliche schlußfolgerung aufgenommen/weitergegeben.

"Ach wat, was 2000 Jahre prima funktioniert hat kann so schlecht garnicht sein!" :lol:

2000 jahre unterdrückung aller nicht-männer. :nein:
 
Wenn schon Lächerlichkeiten wie geschlechtsneutrale Bezeichnungen ein Problem sind, die prinzipiell niemandem weh tun würden, wie sollen dann Dinge umgesetzt werden, die richtig unangenehm sind?
Für mich ist das kein "wenn DAS schon so schwer ist, wie soll man denn das andere anpacken?" Sachverhalt.
Genderneutrale Bezeichnungen sind in meinen Augen (und in der der breiten öffentlichen Meinung) einfach nur unnötig, sperrig und dazu sind sie nichts weiter als Augenwischerei, weil die ECHTEN, sicher existenten Probleme dadurch nicht tangiert werden. Im Gegenteil, man schafft dadurch nur einen Graben zwischen den vermeintlichen Parteien und trägt dazu bei, dass die gesamte Diskussion mitsamt den wichtigen Punkten ins absurde driftet.
 
Vielleicht kann mir das jemand beantworten. Wenn das hier die kritische Frage aufwirft, was Eltern den Kindern vermitteln wollen

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Was will mann dann eigentlich mit so etwas vermitteln? Oder ist das okay weil es "halt Japan" ist? Andere Kultur und Frauenbild und so?

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