"Grundsätzlich ist
Mesut ein verdienter Nationalspieler und hätte als Fußballer einen besseren Abgang verdient gehabt. Ich habe viele Jahre mit Mesut gespielt und weiß, dass er ein lieber Kerl ist", sagte Kroos. In Richtung des Ex-Teamkollegen fügte er aber auch kritisch an: "Die Art und Weise seines Rücktritts war aber nicht in Ordnung. Der Anteil, der in
seiner Erklärung gut und richtig angesprochen wird, wird leider durch den wesentlich höheren Anteil an Quatsch überschattet."
Kroos sieht keinerlei Rassismus in der Nationalmannschaft oder beim DFB. "Ganz im Gegenteil: Wir setzen uns ja immer wieder aus Überzeugung für Vielfalt und Integration ein. Mesut war dafür ein gutes Beispiel, wie viele andere unserer Mitspieler auch", so der Real-Star.
Özil sei Kroos zufolge zu Recht für das Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisiert worden. "Er hat die Chance verstreichen lassen, sich dazu zu erklären. Trotzdem wurde er von der sportlichen Leitung und im Mannschaftskreis absolut unterstützt", sagte Kroos, der die Art der Kritik an Özil als "sicher nicht immer auf gutem Niveau" bezeichnet - "aber da muss man als Spieler dann durch", so der 28-Jährige.