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Die deutsche Fußballnationalmannschaft

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Bei den Fans ist das sicher so.

Ja, aber imo. nur bei denen, die auch bei einem Bild mit Merkel einen Aufschrei getätigt hätten oder Affenrufe im Stadion ausführen. Keine Ahnung, aber ist ja nicht das Abbild des Fußballfans, der jetzt quasi angegriffen wird.

Da wäre der DFB gefragt gewesen., gegen den Rassismus vorzugehen - ohne dabei die berechtigte Kritik am Foto ebenfalls in die Rassismus ecke zu kehren.
 
Nationalspieler mit ausländischen Wurzeln haben es eh schwerer.
Das glaube ich irgendwie nicht. Klar hat man als Spieler mit ausländischen Wurzeln ab und an Probleme mit irgendwelchen Vollpfosten (siehe Boateng und die Nachbar Aussage), aber wenn man sich korrekt und ehrlich verhält kann man genau das Gegenteil erreichen. Schauen wir doch mal die Nationalmannschaft an. Warum bekommt es ein Boateng hin, oder damals ein Klose oder Podolski. Die hat man auch so akzeptiert wie sie sind und als Fussballer gesehen. Warum mach ich mir keine Gedanken wenn ein Rüdiger mitspielt oder ein Mustafi. Da hat der Özil schon selbst viel dazu beigetragen, dass er so gesehen wird wie ihn viele sehen.
 
Das glaube ich irgendwie nicht. Klar hat man als Spieler mit ausländischen Wurzeln ab und an Probleme mit irgendwelchen Vollpfosten (siehe Boateng und die Nachbar Aussage), aber wenn man sich korrekt und ehrlich verhält kann man genau das Gegenteil erreichen. Schauen wir doch mal die Nationalmannschaft an. Warum bekommt es ein Boateng hin, oder damals ein Klose oder Podolski. Die hat man auch so akzeptiert wie sie sind und als Fussballer gesehen. Warum mach ich mir keine Gedanken wenn ein Rüdiger mitspielt oder ein Mustafi. Da hat der Özil schon selbst viel dazu beigetragen, dass er so gesehen wird wie ihn viele sehen.
Irgendwie bestätigst du doch genau das, gegen das du argumentierst.
"Der Ausländer" hat solange nichts zu befürchten wie er sich möglichst anpasst oder seine "ausländische" Seite verbirgt.
Genau dieses Anpassen und Verbergen ist doch, was es für die "ausländischen" Spieler so schwierig macht; tragischerweise zeigt sich das erst in dem Moment, in dem dies nicht mehr gelingt.
 
Ich habe jetzt nicht alles auf den letzten Seiten gelesen, aber es ist schon erschütternd, wie man sich in den letzten Wochen, und besonders seit gestern, auf Özil stürzt. Diese Foto-Aktion war dumm von ihm und seinen Beratern, da gibt es gar keinen Zweifel. Ich glaube tatsächlich, dass sie mit so einem Verlauf der Dinge und deren Bedeutung nicht gerechnet haben. Ich fand das auch nicht gut.
Aber ihn an den Abgrund zu drängen und als Sündenbock dastehen zu lassen, ist von den Beteiligten in Politik, Presse, DFB und bei den "Fußballfans" eine ganz übles und zu verachtendes Verhalten. Jetzt öffnet man alle Tore für Rassismus, Wut und Hass, die man in den letzten Jahren nur unterschwellig äußern konnte.
Dieses Statement von gestern ist in Teilen auch nicht clever von Özil, zeugt aber von einem bedrängten Menschen, der sich einfach mal Luft macht.

Der Mann ist Fußballer und kein Politiker. Wenn er sich zu dem Foto nicht äußern will, dann ist das seine Angelegenheit. Er muss sich nicht zu seiner politischen Gesinnung erklären. Er hat der deutschen Nationalmannschaft durch seine bisherigen Leistungen einen großen Dienst erwiesen. Allein diese lächerlichen Diskussionen in der Vergangenheit, warum er nicht die Nationalhymne mitgesungen hat. Und dabei stand der Rassismus unterschwellig Pate, das ist nicht zu leugnen.

Das Ganze ist so lächerlich. Wer weiß, wie viele der Kritiker in der Türkei Urlaub machen, weil es ja billig ist. Dann setzt das Entsetzen über das mangelnde Demokratieverständinis des Herrn Özil auch mal aus, wenn es ums eigene Wohl geht. Das man so das Regime in der Türkei unterstützt, wird einfach ausgeblendet.
Warum wurde die WM in Russland nicht boykottiert? Demokratie wird dort niedergeschlagen! Warum wird, auch hier im Forum, die kroatische Nationalmannschaft unterstützt, die ja scheinbar den Faschismus als Pfeiler in sich trägt? Die Balkanstaaten scheinen hier ja ein gewisses Potenzial mit sich zu bringen.

Es ist wieder typisch für die Deutschen, alles fallen zu lassen, was zu heiß wird. Es ist kein Weitblick vorhanden, welche Auswirkung und Symbolcharakters diese Situation hat. Alle jetzt Beteiligten sind so kurzsichtig wie Özil selbst mit der Fotoaktion, obwohl man hier noch mehr Professionalität erwarten könnte.
Anstatt ihm trotz dieser dummen Aktion jetzt den Rücken zu stärken und diese Angelegenheit für ein klares Statement für Demokratie, Meinungsfreiheit und gegen Rassismus zu nutzen, passiert genau das Gegenteil. Man spielt jetzt Gruppierungen die Karten in die Hand, wo sie nicht hingehören. Wieder prima für Erdogan und sein Regime, die das gezielt zum Stimmenfang in der Türkei und der türkischen Gemeinde in Deutschland nutzen können. Dann schlachten das noch die Demokratie- und Menschenverachter bei der AfD aus, auch prima. Und dann noch die Freizeitfaschisten unter den "Fußballfans", die die Pfeifkonzerte in den Stadien angestimmt haben und jetzt ihrer Gesinnung freien Lauf lassen können. Es gibt hier im Forum ja auch ein paar Kandidaten davon, wie man im Politik-Thread lesen kann.

Man hätte das als Chance nutzen können, der türkischen Gemeinde und anderen Migranten in Deutschland zu zeigen, wie man mit konstruktiver Kritik, aber positiv damit umgeht. Es könnte das I-Tüpfelchen auf dem Vormarsch des Neo-Faschismus in Deutschland und der EU werden.
 
Was für eine Tragik, ohje. Aber das gehört eben auch zur Integration dazu, einen Teil seiner Herkunft abzulegen und sich in die neue Kultur zu assimilieren.
 
Wenn man alle drei Beiträge liest, kann einem schon der Verdacht kommen, dass der Druck auf Özil immer noch enorm ist. Im Wesentlichen lese ich seine Enttäuschung über die Verantwortlichen des DFB, die zum großen Teil absolut gerechtfertigt ist. Nimmt man das „große“ Bierhoff-Interview und reimt sich die Kulissen dahinter zusammen, kann Özil wahrscheinlich immer noch keine Entschuldigung für das Foto abliefern, weil in der Türkei dann immer noch Sanktionen gegen seine Familie drohen. Ich bleibe dabei: Erdogan erpresst ihn wahrscheinlich immer noch… Auch wenn Maßnahmen von Erdogan gegen seine Familie eine erhebliche negative Presse verursacht hätten, wissen wir doch alle, wie sehr ihn das interessiert hätte.

Özil wird das m. E. sowohl dem DFB und Steinmeier als auch dem Trainerteam gesagt haben – man hat sich auf das Totschweigen geeinigt, ohne die folgerichtigen Konsequenzen für die Mannschaft zu ziehen. Natürlich hat(te) man für Özils Situation Verständnis, aber die große Retourkutsche nach dem Versagen des DFB und dem Festhalten an beiden Spielern kam eben erst, nachdem man bei der WM auch noch spielerisch in allen Belangen versagt hat. Grindel präsentiert sich mit seinem Störfeuer in Richtung Özil dann als das Arschloch, das er nun mal ist, nur um weiter fest im Sattel sitzen zu können. Bierhoff greift das Thema dankbar auf und gesteht kryptisch irgendwelche Fehler im Umgang mit dem Thema. Letztendlich ein ziemlich erbärmlicher Haufen….allesamt.

Das Attribut trifft aber nach diesem Statement auch auf Özil und seine Berater zu. Anstatt „einfach“ den Rücktritt aus der N11 zu erklären, muss noch mal in alle Richtungen ausgekeilt werden. Anstatt Stärke zu zeigen und mit erhobenem Kopf das Feld zu räumen, gibt Özil mit seinen Äußerungen die gleiche Figur ab, die so oft auf dem Platz kritisiert wird – die Haltung eines OPFERS.

Kurzum glaube ich immer noch an die Naivität und Dummheit Özils, seine anscheinend völlig debilen Berater und den verabscheuungswürdigen Erdogan. Das mag alles anders und falsch sein, aber dieses Szenario zieht sich für mich wie ein roter Faden durch die letzten zwei Monate.
 
Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte. Das man seit Beginn so ein bohei darum macht und zwischenzeitlich sogar das sportliche abschneiden damit in Verbindung gebracht wurde, ganz zu schweigen von den Diskussionen über seine Nationalität, das spricht schon für Herrn Özil. Völlig unnötig aufgebauscht mit sehr fragwürdigen Schlussfolgerungen.

Das er das Treffen aber nicht kritisch hinterfragt und die Diskussionen über seine Nationalität sogar noch befeuert, das spricht wiederum gegen ihn.

So oder so, es ist diesen ganzen aufriss eigentlich nicht wert. Die Aktion war dumm, abhaken, next. So hätte es von Anfang an laufen sollen. Bekenntnis von ihm hin oder her.
 
Was? Kommst du jetzt ernsthaft mit der Verschwörungstheorie des weißen Patriarchats?
Das ist ja fast schon wieder süß, dass ausgerechnet du (mit diesem Avatar) meine Ansicht als Verschwörungstheorie abtust.
Aber ja, ich "komme" dir damit ernsthaft und das was du Verschwörungstheorie nennst nenne ich wissenschaftliche Erkenntnis.
Ich weiß, wir stehen da jetzt vor einem Patt.
 
Das ist ja fast schon wieder süß, dass ausgerechnet du (mit diesem Avatar) meine Ansicht als Verschwörungstheorie abtust.
Aber ja, ich "komme" dir damit ernsthaft und das was du Verschwörungstheorie nennst nenne ich wissenschaftliche Erkenntnis.
Ich weiß, wir stehen da jetzt vor einem Patt.

Hehehe. „Wissenschaftliche Erkenntnis“. Gender Studies (und Female Studies) ist keine Wissenschaft. Nichtmal Pseudowissenschaft. Die fußen ihre Ansichten auf Gefühlswelten. Deren Dissertationen sind wissenschaftlich nichts wert.
 
Und du promovierst in welchem Feld? Und hast dich intensiv mit welchen Wissenschaftler*innen der Gender Studies auseinandergesetzt? Und vor allem mit deren Arbeiten und Theorien?
Du findest die Machtanalysen von Foucault nicht stichhaltig, weil...? Du findest die Habitus-Theorie von Bourdieu schwach, weil...? Du kannst mit der Performativität des Sozialen bei Butler nicht mitgehen, weil....? Sind jetzt nur ein paar Beispiele, kannst natürlich auch eigene Beispiele anführen.
Gerne im Wissenschaftsthread antworten. Danke.

edit: Wir können die Diskussion aber auch erst mal auf einem generellen Level führen: der Sozialkonstruktivismus ist Quatsch, weil...?

edit2: Ach ja, den Kulturbegriff hast du ja selbst eingeführt. Wie verstehst du den denn, wenn nicht konstruktivistisch? Wie konstituiert sich deiner Ansicht nach denn "Kultur"?
 
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Irgendwie bestätigst du doch genau das, gegen das du argumentierst.
"Der Ausländer" hat solange nichts zu befürchten wie er sich möglichst anpasst oder seine "ausländische" Seite verbirgt.
Genau dieses Anpassen und Verbergen ist doch, was es für die "ausländischen" Spieler so schwierig macht; tragischerweise zeigt sich das erst in dem Moment, in dem dies nicht mehr gelingt.
Ich glaube, du verstehst mich nicht. Egal ob "Ausländer" oder "Deutsch", wenn du dich nicht korrekt verhältst wird immer was gesucht und gefunden mit dem dann etwas pauschalisiert wird und es dann ganz einfach gemacht wird. Siehe Sandro Wagner oder andere Spieler die polarisieren. Aber ein Özil spielt ja selbst mit den Medien. Sein Logo, seine Instagram Storys, seine Videos über seine fetten Autos und seine Turnschuhsammlung. Der Typ vermarktet sich ohne Ende und sollte dann auch damit umgehen können und wissen was er sich leisten darf oder nicht. Warum hört man von anderen Spielern wie einen Lahm oder eben ,um es wieder "ausländisch" zu machen, einen Khedira nicht so viel. Weil sie Fussball spielen und sich nicht komplett vermarkten. Klar gehört das zum Fussball heutzutage auch dazu, aber man kann es eben auch ins Extreme führen. Schon alleine die zeitversetzte Veröffentlichung ist für mich nur ne Bestätigung das Özil komplett verdreht ist. Warum nicht eine Erklärung und gut ist.
Und dieses Ausländer-Ding, welches du oben meinst kannst du nie komplett Abstellen. Vielleicht in 500 Jahren, falls die Menschen sich in die richtige Richtung entwickeln.
 
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Merkel lobt Özil als "tollen Fußballspieler"
Angela Merkel hat Mesut Özil als Fußballer gelobt, der viel für die deutsche Nationalmannschaft geleistet habe. Sie respektiere seine Entscheidung zurückzutreten.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel dagegen hat Özil als großartigen Fußballer gelobt und ihm für seine Verdienste für die deutsche Nationalelf gedankt. Regierungssprecherin Ulrike Demmer erklärte im Namen der Kanzlerin: "Die Bundeskanzlerin schätzt Mesut Özil sehr. Mesut Özil ist ein toller Fußballspieler, der viel für die Fußballnationalmannschaft geleistet hat." Özil habe jetzt eine Entscheidung getroffen, "die zu respektieren ist".
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