Starship Troopers 3 - Marauder
Wer immer den Teil gemacht hat, meinte wohl, es würde reichen, wenn er das Konzept des genialen ersten Teiles wild kopiert und intensiviert. Blöderweise muss man dazu erstmal verstehen, WAS man kopieren will. Und das war hier nicht der Fall. Da werden sinnlose Sprüche und Nachrichtenmeldungen im Dutzend billiger rüber gereicht, dass es nicht mehr feierlich ist. Soll wohl satirisch sein, ist aber nur blöde und ein Totalausfall.
Der erste Teil hat damals so um die 100 Mio Dollar gekostet und kann auch heute noch optisch überzeugen. Und irgendwie sollte man doch meinen, dass 12 Jahre eine ausreichend lange Zeit sind, um auch mit geringerem Budget wenigstens an die Effektqualität des Erstlings heranzureichen. Immerhin sind die 3D-Programme heutzutage viel leistungsfähiger, die Computer dito und SciFi ist generell ein recht dankbares Thema, da Technologie leichter glaubhaft darzustellen ist als organisches Leben. Und die Bugs waren noch nie eine große Herausforderung in Sachen 3D. Aber nö...alles sieht so richtig schön scheiße billig aus. Noch nicht mal für anständige Planeten-Panoramen hat es gereicht.
Die Action schließt sich da nahtlos an. Lahm ist das Positivste, was man hier noch attestieren kann. Wofür der Streifen 'ne Spio/JK bekommen hat, muss mir auch mal einer erklären. Bei Teil 1 ist in der Prologsequenz mehr los als hier im ganzen Film.
Da holen natürlich die Schauspieler alles wieder raus...ja von wegen. Casper van Dien ist hier als Johnny Rico noch das Highlight. Sagt wohl alles oder? Immerhin Hut ab für die eine Dame, die sich trotz offensichtlich in die Hose gegangenem Boob-Job hier nackig zeigt. Das zeugt von Mut oder großem Selbstbewusstsein.
4/10
2012
Auch beim zweiten Anschauen eine Parade der verschenkten Möglichkeiten und der Idiotien. Emmerich hat mich mit ID4 und Day after Tomorrow hervorragend, mit Godzilla und Der Patriot immerhin leidlich unterhalten. 2012 hat immense Möglichkeiten, scheitert aber hier klar am Regisseur, der abermals seine bekannte Formel runterleiert und einfach nur den Maßstab radikal vergrößert. Das dabei das Entkommen vor der Katastrophe zwangsläufig um ein Viefaches bescheuerter ausfällt, liegt auf der Hand. Das sich das dann aber 3 Mal nach genau dem gleichen Schema wiederholt, ist einfach nur dämlich. Tolle Schauspieler wie John Cusack werden gnadenlos verheizt. Nur Woody Harrelson verdient sich Kudos-Punkte, da er dem Irrsinn eine Stimme verleiht. Und für die Syncro des Russen möchte ich den Verantwortlichen noch nachträglich 100 Mal die Fresse polieren.
Die Effekte kommen auf der BR sehr gut rüber. Ist halt wirklich reines Augenfutter. Allerdings Augenfutter, das nicht den Arsch in der Hose hat, wirklich endgültig zu sein. Und so segeln unsere Helden am Ende mal wieder dem strahlenden Sonnenaufgang entgegen. Denn so richtig untergehen lassen kann Emmerich die gute alte Erde nicht. Irgendwas muss er sich ja für den nächten Film aufheben. Meine ich das eigentlich nur, oder hasst der gute Mann die Menschheit?
6/10
Predator 2
Die Neuverfilmung läuft ja gerade im Kino also dachte ich mir, dass ich mir mal anschaue, was da eigentlich in der Fortsetzung des Arnie-Krachers aufgefahren wurde. Schon das ein oder andere Mal einen Ausschnitt im TV gesehen, aber so richtig hängengeblieben bin ich da nicht, zumal das Schnittmassaker teilweise zum Erbrechen schlecht war.
Tjoa...lange Rede kurzer Sinn: Der Streifen ist zwar nett, aber mehr auch nicht. Steht in etwa auf einer Ebene mit dem aktuellen Film. Grundsätzlich leidet der Streifen an der Formelhaftigkeit mit der der Erfolg des ersten Filmes wiederholt werden soll. Es kommt kaum irgendwelche Spannung auf. Zu klar ist es, dass das alles auf das *hust* große Finale zwischem dem Vieh und Danny Glover hinauslaufen soll. Größtes Problem dabei ist, dass der Predator einfach mit den Drogenbanden aufräumt und die Polizisten weitestgehend außen vorlässt. Der erste Teil bezog seinen Reiz ja gerade daraus, dass die Hauptfiguren der Reihe nach dezimiert wurden und der Rest dieser Übermacht einfach hilflos gegenüber stand. Hier sind die Cops nur damit beschäftigt, hinter dem Predator aufzuräumen und gehäutete Leichen zu begutachten. Und das Finale ist dann auch ziemlich beknackt. Arnie hat es als Anführer einer Top-Spezialtruppe gerade mal mit Ach und Krach geschafft, zu überleben. Und jetzt macht ein Cop aus LA, der näher an der Pension ist als an einer schicken jungen Freundin das Gleiche? No way. Noch dazu dann das behinderte Ende im dem Schiff...
Dabei sind die Darsteller gar nicht mal verkehrt. Gute alte 80er/90er, als eine Darstellerin ihren teilrasierten Bären noch in die Kamera halten durfte...nein, ich schweife ab. Das war nur eine Nebenrolle.

Jedenfalls bemühen sich die Schauspieler wirklich. Sie scheitern zwar teilweise an ihren beknackten und teilweise ziemlich eindimensional angelegten Rollen (das dürfte der Tiefpunkt in Bill Paxtons Karriere gewesen sein), aber sie sind zumindest bei der Sache.
In Sachen Effekte und Action gibt es im Grunde nix zu meckern. Funktioniert auch heute noch und sieht auch im Gegensatz zu einem gewissen dritten Teil (nennen wir ihn SST3M) auch heute noch voll okay aus. Kann man sich geben. Ist aber bei weitem kein Meisterstück.
7/10
Give 'em hell Malone
Ist das 'ne Comicverfilmung? Ich weiß es nicht. Sieht zumindest so aus. Es handelt sich hier um so eine Art Noir-Krimi, der sich allerdings nicht wirklich ernst nimmt und dabei noch ziemlich saftig in Sachen Gewalt ist.
Malone ist ein knallharter Privatdetektiv, der ohne mit der Wimper zu zucken alles und jeden abknallt und dann immer zu seiner Mutter ins Altersheim geht, um seine Wunden versorgen zu lassen. Er hatte den Auftrag, einen Koffer zu beschaffen. Nur wollen den die bösen Jungs dummerweise zurück und das führt halt zu diversen Toten.
Ist definitiv nett gemacht. Allerdings verspricht die Eröffnungssequenz hier wesentlich mehr, als der Film letztendlich halten kann. Tatsächlich ist der Streifen nicht sonderlich actionreich.
Die Darsteller sind eifrig bei der Sache und hatten sichtlich Spaß. Allen voran Thomas Jane und Ving Rhames leistet sich hier keiner einen Ausfall und man lernt so manchen ziemlich skurrilen Charakter kennen. Durchaus unterhaltsam.
7/10