The Hurt Locker
der film hat ja recht gute kritiken bekommen auch wenn viele sagen, dass er nicht die oscars für beste regie und bester film verdient hätte, also wollt ich ihn mir auf jeden fall mal anschauen und mein eigenes bild machen. ich hab einen relativ realistischen kriegsfilm erwartet, was der film imo auch sein will (erkennbar an der fast schon dokumentarischen erzählstruktur).
ob die einsätze realistisch sind kann ich nicht beurteilen, aber die interaktion zwischen den unterschiedlichen rängen und die ständigen alleingänge sind es definitiv nicht. in dem film bauen die so viel scheiße und kommen damit durch. klar verstoßen soldaten auch gerne mal gegen regeln, aber die werden dann auch früher oder später aufgedeckt und bestraft. hier passiert nichts.
es ist echt zu viel um alles aufzuzählen, aber der eine hochrangige typ, dem der schreibtisch zu langweilig wird und sich spontan entschließt mit auf ne mission zu gehen schießt dabei imo den vogel ab.

ich hab den film zusammen mit nem freund gesehn, der selbst schon 3 mal down range war.
das einzige was mir wirklich positiv aufgefallen ist, war dieses herunterzählen der tage. das ist imo wirklich recht realistisch, denn die soldaten (und deren familien und freunde) nutzen oft so selbstgemachte excel-sheets, die einem die verbleibende zeit in allen möglichen formen anzeigen. hier mal nen beispiel:
imo ist der film echt nichts außergewöhnliches was man gesehen haben muss.
0/1
ich werde das gefühl nicht los, die academy wolle unbedingt mal den oscar für regie und film ner frau geben, denn imo ist es nicht schwer nen besseren film als den zu finden.