Romero's Staunton Hill
Einer der am meisten überschätzten Regisseure, der nix weiter kann, als immer wieder den gleichen Zombiescheiß mit kruder Holzhammer-Gesellschaftskritik zu verfilmen - George A. Romero - hat einen Sohn. Und dem ist beim Spielen anscheinend auch mal eine Kamera in die Hände gefallen und so hat er sich daran gemacht, seinen eigenen Horror-Reißer zu drehen.
1969. Eine Gruppe von Studenten will auf ein Konzert, um gegen den Vietnamkrieg zu protestieren. Auf dem Weg dahin (sie laufen - warum auch immer) lassen sie sich von einem Typen mitnehmen, dessen Wagen aber alsbald streikt. Auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht finden sie eine olle vergammelte Ortschaft, wo die übliche Backwood-Inzuchtbrigade haust, die sich gern mit dem Filettieren von Menschen beschäftigt.
Das Budget war offenbar so gering, dass es gerade für zwei Fahrzeuge, die zumindest halbwegs aus der angepeilten Ära stammen könnten, gereicht hat. Aber schon bei den Frisuren und dem Outfit der Darsteller war Schluss. Alles an denen schreit "21st Century" und somit könnte der Film genauso gut in unserer Zeit spielen.
Ansonsten wird das übliche Slasher-Prinzip abgespielt - mit einer Abwandlung. Die Irren machen das hier nicht zum Spaß. Sie haben sogar einen halbwegs guten Grund für ihr Tun. Soviel muss man dem Regisseur lassen. Die Effekte sind ganz nett geworden, Die Darsteller sind eigentlich allesamt panne und die deutsche Synchro könnte amateurhafter nicht sein. Ingesamt nicht wirklich berauschend.
5/10
Last House on the Left (2009er Remake)
Uiuiui...ziemlich harter Tobak, der hier aufgefahren wird. Familie fährt über's WE weg. Und am Ende der Straße steht ein Haus am See *sing*. Da wohnen sie. Töchterchen fährt zwecks Treffen mit Freundin in Stadt. Gerät an ganz üble Böstuer. Diese tun auch ganz übel Böses. Schlussendlich fängt sich Töchterchen derbe was ein und die Fieslinge sind gezwungen, einen Unterschlupf für die Nacht zu suchen. Dabei geraten sie zufällig an die Eltern der Kleinen. Und als die mitkriegen, wen sie sich da ins Haus geholt haben, ist Rom offen.
Darsteller allesamt ziemlich gut, Effekte sehr derbe, absolut null Humor und keinerlei Kompromisse. Wirklichen Abzug gibt es eigentlich nur für den Comic-Kill am Ende. Der passt hinten und vorn nicht rein.
8/10
Timber Falls
Pärchen fährt über's WE in einen Nationalpark und will dort ein wenig wandern. Gerät an durchgeknalltes Christenpärchen. Und was die von denen wollen, spottet im Prinzip jeder Beschreibung. Auch hier gilt, dass die Darsteller ihre Sache sehr gut machen, die Effekte sehr krass sind und der Humor zum Lachen in den Keller gehen musste. Ist natürlich wieder der übliche Backwood Kram, aber definitiv ein gelungener Vertreter davon. Abzüge gibt es für das Knautschgesicht und die grundlegende Story-Idee. Die ist echt zu gaga, um sie wirklich ernstnehmen zu können.
7/10
The Contract
Vater fährt mit Sohn zum Campen in den Wald (schon wieder). Aber dieses Mal haben wir es nicht mit einem Horrorfilm zu tun. Dieses Mal ist es ein Thriller. Unterwegs gabeln sie zufällig einen Verbrecher auf. Obwohl der sie warnt, dass seine Kollegen ihn suchen, definitiv finden und dann über die Zeugen gar nicht begeistert sein werden, mimt Papa den Wagemutigen (Alter, du hast dein KIND bei dir und schleppst dann einen Verbrecher, der von seinen Killerkumpels gesucht wird mit? ) und will den Mann den Behörden übergeben. Es kommt, wie es kommen muss und zwischen Jägern und Gejagten geht es bald ums Ganze.
Klingt nach 0815 und ist es im Grunde auch. Aber die Hauptrollen werden von Morgan Freeman und John Cusack gespielt. Und das wertet den Film schon mal beträchtlich auf. Auch die andere Riege kann sich sehen lassen und allgemein geht es dann auch sehr kompromisslos zur Sache. Kann man sich wirklich ansehen.
8/10