Driven to Kill 8/10
Auch bekannt unter "Ruslan"
Das ich das noch mal erleben darf. Ein
neuer Steven Seagal Film der richtig Spaß macht, und bei dem ich mich nicht zu Tode gelangweilt habe. Seine 80er und 90er Actionklassiker mag ich ja sowieso,
Exit Wounds war 2001 dann ein wirklich tolles Comeback, und auch
Half Past Dead gefiel mir noch. Alles andere was danach kam (insgesamt über 15 Filme) war aber kaum auszuhalten, und selbst der größte Seagal Film war kaum dazu im Stande die Filme an einem Stück zu schauen. Eine höhere Wertung als eine 5/10 konnte ich seinen zahlreichen Filmen der vergangenen Jahre jedenfalls nicht mehr geben.
Und nun kam erneut ein Film auf die "Altfans" zu, wo es wiederum lautstark hieß "Der Beste Seagal seit Exit Wounds". Und wie oft hörte man das in den letzten Jahren schon, und dann kam doch wieder nur ein Osteuropäischer Schrottfilm dabei heraus. Bei
Driven to Kill ist der Slogan aber gott sei Dank keine reine Fiktion, denn der Film unterhält auf dem Niveau eines
The Mechanik, bekanntermaßen ein sehr ordentlicher B-Actionfilm von und mit Dolph Lundgren.
Eine konsequente Brutalität, vor allem aber ein Look der endlich wieder nach einem höheren Budget ausschaut! Vergessen sind die Hinterhöfe und billigen Schauplätze aus der Ukraine, hier wird direkt zu Beginn klar dass man es mit einem völlig anderen Film zu tun bekommt. Die Geschichte ist natürlich nicht innovativ, aber längst nicht so bescheuert und verworren inszeniert wie die seiner letzten Werke, und Seagal selbst scheint am Film auch Freude gehabt zu haben. Das Novum wäre es natürlich gewesen wenn er auch optisch zu
Exit Wounds Zeiten aufgeschlossen hätte.
Schöne Nahkampf Einlagen gibt es auch zu bestaunen, in denen Seagal seine Gegner wirklich heftig in den Boden rammt, nur die Shootouts fallen dagegen leider etwas ab. Wer die alten Werke von Seagal mag und dem Genre nicht abgeneigt ist, sollte dem Film wirklich mal eine Chance geben. Es wäre schön wenn Herr Seagal nun mal versuchen wurde die Qualität zu halten, anstatt wieder solch einen Unsinn zu drehen wie in den vergangenen 6-7 Jahren.