The Strangers
Ein Pärchen, bei dem gerade der Haussegen schief hängt, fährt ins Wochenendhäuschen der Eltern vom Sohnemann. Gerade als sie sich wieder einigermaßen vertragen (sprich Fickificki ist angesagt), klopft ein verwirrtes Mädchen an die Tür. Kurze Zeit später klopft es erneut. Und dann ist plötzlich wer im Haus. Und er trägt eine Maske...
Es entspinnt sich ein durchaus netter Gruselthriller, der allerdings an der erschreckenden Dämlichkeit der beiden Protagonisten krankt. Die Handlunsweise ist zu keinem Zeitpunkt wirklich nachvollziehbar.
Ab einem gewissen Zeitpunkt fällt einem was an den titelgebenden Fremden auf, was ein sehr interessanter Ansatzpunkt ist. Aber genau in dem Moment, wo es interessant wird, leistet der Regisseur den Offenbarungseid. Das Finale ist schlicht und ergreifend scheiße. Dabei ist auch hier der Ansatz gut gewählt. Allerdings ist die Umsetzung grottig. Man sitzt einfach nur da und denkt "Wtf?

"
Schauspielerisch wird auch keine Glanzleistung geboten. Liv Tyler verzeiht man bei dem Aussehen natürlich einiges, aber Scott Speedman sieht die ganze Zeit so aus, als sehnte er sich nach seiner Rolle als Michael zurück.Da hätte er den Fremden einfach mal so die Eingeweide rausgerissen. Geht hier leider nicht, also agiert er gleich mal doof wie 100 m Feldweg. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht
6/10
Eden Lake
Knochentrockener Reißer um ein Paar, das ein schickes Wochenende am Baggersee verbringen will und dabei in Konflikt mit einer örtlichen Jugendgang gerät. Will/Soll anscheinend Gesellschaftskritik enthalten, ist aber nur ein weiterer Backwood-Slasher, der seine inzestuösen Mutanten als Kids aus zerrütteten Familien tarnt. Diese Aspekt beiseite gelassen, wird aber knallharter Stoff geboten, der gerade aufgrund der Jugend der Täter ziemlich erschreckend wirkt. Humor wird auch klein geschrieben und Gefangene werden sowieso nicht gemacht. Das zieht sich von der ersten Eskalation bis zum Ende hin durch. Bravo.
Schauspielerisch wird hier eine ganze Ecke mehr geboten. Vor allem nerven die Protagonisten hier nicht mit allzu dümmlichem Verhalten. Manchmal greift man sich zwar an den Kopf, aber irgendwo muss man den Leuten auch ein wenig Panik zugestehen.
Mit Sicherheit kein Film für den geselligen Abend aber wirklich gut gemacht.
7.5/10
Ananas Express
Liegt der Verkaufsversion zufällig so ein Kreuz-Joint bei? Weil irgendwie scheint mir die prävisuelle Inhalation eines solchen der einzige Weg zu sein, diesen Film witzig zu finden. Schwachsinnige Dialoge, unsympathische Figuren, idiotische Handlungsstränge und das Ganze garniert mit gar nicht mal so unbrutalen Szenen machen hier noch lange keine coole Kifferkomödie. Ich gestehe einige witzige Szenen zu (Handys, Autoscheibe) und das Finale war durchaus erträglich. Aber unterm Strich bleibt ein belangloser 0815 Streifen, bei dem mich die 2 Euro aus der Videothek richtig ärgern. Der einzig wahre Nixblicker-Kiffer-Film bleibt für mich weiterhin "Ey Mann, wo ist mein Auto". Der Streifen hier ist ein klarer Fall für die Epic-Fail-Tonne.
3/10