Muss Werbung für den Film machen.

Hier also nochmal meine Meinung zu
Pandorum
Komme gerade ausm Kino und bin echt positiv überrascht. Obwohl mir die Trailer von Anfang an sehr gut gefallen haben, habe ich mich, wegen der durchschnittlichen Kritiken, auf einen eher mittelmäßigen Film eingestellt. Was ich bekommen habe war jedoch ein wunderbar düsterer Sci-Fi-Horror, mit einer stimmigen Atmosphäre, guten Darstellern, einigen frischen Ideen und einer überdurchschnittlich guten Handlung.
Gerade die Story fand ich wirklich überzeugend. Zu Beginn weiß man noch genau so viel, wie die Charaktere: nämlich nichts. Erst mit und mit wird die durchaus packende Geschichte aufgeklärt und kann am Ende sogar mit überraschenden (einige sind wirklich überraschend!) Wendungen punkten.
Leider wird nicht zu jeder Frage eine Antwort gegeben, was wohl daran liegt, dass "Pandorum" eigentlich eine Trilogie werden soll. Ob wir jedoch jemals einen weiteren Teil sehen werden, bleibt, nach dem sehr schlechten US Start, fraglich.
Ich würde mich über eine Fortsetzung sehr freuen, denn die Story hat noch einiges an Potential, das im Film nicht genutzt wurde. Hatte manchmal das Gefühl, dass die interessante Handlung durch simple Schockmomente und Action ersetzt wurde. Liegt wohl daran, dass Christian Alvarts Drehbuch von Travis Milloy überarbeitet wurde, damit Hollywood mitmacht. Hier wurde sicherlich das ein oder andere verschlimmbessert.
Ändert aber nichts daran, dass der Film ansonsten sehr gut ist. Vor allem die erste halbe Stunde, wenn Bower (Ben Foster) allein durch dunkle Gänge schleicht, bietet eine überaus dichte Atmosphäre. Später werden die Horrorelemente dann immer mehr von Monster-Action abgelöst, bis der Film in den letzten 15 Minuten, wie oben schon erwähnt, nochmal ordentlich an der Storyschraube dreht und überraschen kann.
Man erkennt übrigens deutlich die Handschrift von Produzent Paul W.S. Anderson. Die Action ist so schnell, fast schon zu schnell, wie in "Resident Evil" und nicht selten fühlt man sich an "Event Horizon" erinnert. Die Effekte sind, wie ansonsten auch in seinen Filmen, alle handgemacht, was, zusammen mit dem wunderbar durchdesignten Raumschiff, für eine überzeugende Optik sorgt.
Positiv fand ich noch, dass es so gut wie keine Logiklöcher gibt. Natürlich sollte man in solch einem Film nicht jede Kleinigkeit hinterfragen, das Meiste wurde aber überraschend plausibel und glaubwürdig erklärt und rübergebracht. Da gibt es weitaus unrealistischere Genrevertreter.
Wenn ich überhaupt etwas zu meckern habe, dass ist es der actionlastige und dadurch nicht wirklich packende Mittelteil. Langeweile kommt zwar nicht auf, aber dafür Routine. Die Kampfszenen, die "Monster", sowas hat man schon häufiger gesehen. Der stimmungsvolle Anfang und die Wendungen am Ende lassen über diesen Kritikpunkt aber durchaus hinwegsehen. Die extrem schnell geschnittene Action und fast schon störend laute Soundeffekte trüben das Bild ebenfalls ein wenig. Ist aber Geschmacksache. Der eine steht auf rasante Wackeloptik, der andere eben nicht.
"Pandorum" wird sicherlich kein Sci-Fi-Klassiker. Ein sehr guter Sci-Fi-Horror ist er aber trotzdem. Aus der Story hätte man noch mehr rausholen können und die Charaktere sind austauschbar. Ansonsten habe ich aber tatsächlich kaum etwas zu meckern. Ich wünsche mir sehr, dass die geplante Trilogie auch umgesetzt werden kann. Genügend "Stoff" ist jedenfalls vorhanden. Kann "Pandorum" nur jedem Genreliebhaber empfehlen!
Handlung: 8/10
Darsteller: 7/10
Inszenierung: 7/10
Unterhaltungswert: 8/10
Action (max. 3 Sterne)
: **
Spannung: ***
Humor: -
Gefühl: *
Anspruch: **
Erotik: -
Gesamtwertung: 7.5/10 Punkte