Urgs schrieb:Gute Frage, was er sich da gedacht hat. Ich schätze, er wollte die Rechnung nicht offen zurücklassen, auch weil seine Frau ja unbedingt wollte, daß er zur Beichte geht. Und das mit seinen Söhnen, zu denen er nie eine Beziehung aufbauen konnte, das war sicherlich schon ehrlich gemeint. Das hat ihm bestimmt leid getan und solche Art Sünden gehören dann auch in den Beichtstuhl.
Seine große Sünde, die hat er dem Pfaffen meiner Meinung nach nicht erzählt, weil er eben kein Idiot ist. Man sieht ja, wie der Pfarrer reagiert. 20 Ave Maria und das wars. So büßt man nicht für das was er getan hat. Er war ein Mann der Tat und so wie der Junge anfangs zu ihm kommt, um für seinen Diebstahl Buße zu tun und für ihn zu arbeiten, so hat er gleichzeitig seine Buße für den Mord an dem Jungen vollzogen und das von Anfang an. Er hat dem Jungen eine Perspektive gegeben und ihm die Richtung gezeigt. Als er erkennen mußte, daß das allein nicht reicht, hat er sogar sein Leben geopfert, um dem Jungen die schwerste Hürde zu nehmen, damit er auf dem richtigen Weg bleibt. Sein Freitod ist damit gleichzeitig aber auch die wahre Buße für seinen Mord an den Jungen im Koreakrieg. Er selbst wird das als keinen zu hohen Preis angesehen haben, denn man kann wohl davon ausgehen, daß er eh nicht mehr viel Zeit gehabt hat. Er war ja offensichtlich schwer krank.
All das kann einem erst mit dem Ende des Films klar werden. Ein Selbstjustizfinale wäre so betrachtet unlogisch und falsch. Und das ist eben witzig, ich habe auch bis fast zum Ende gedacht, er haut jetzt noch mal auf die Kacke, wie er das ja auch ein paar Mal im Film gemacht hat. Dabei ist es so offensichtlich: Er lässt sich frisieren und sogar rasieren, was er nie hat machen lassen. Er kauft sich einen maßgeschneiderten Anzug, was wohl immer sein Traum war. Und er gibt am Ende den Hund ab. Das alles waren ja eindeutige Anzeichen dafür, daß ihm klar war, er würde seinen letzten Weg gehen.
Sehr gut geschrieben, ja so kann ich mir das wirklich vorstellen. Und die Sache mit seinem "letzten Weg"...das hab ich auch vorher schon gesehen....ich habs ihm nur nie abgenommen, dass er sich wirklich "opfert". Also jetzt nicht von der Logik her, sondern von der Erwartung.
Mich hätte nur wirklich interessiert, was für eine Krankheit er hatte...auch wenn ich es gut fand, dass es dem Zuschauer nicht vermittelt wurde
Richtig traurig wird der Film aber erst, wenn man auf das hört, was viele Internetseiten berichten: Nämlich, das es Eastwoods letzte Rolle als Schauspieler war. So wird der Film nochmal um eine metaphorische Ebene erweitert...und spiegelt vielleicht sogar einen Teil des Charakters von Eastwood wider.
Mich hätte nur wirklich interessiert, was für eine Krankheit er hatte...auch wenn ich es gut fand, dass es dem Zuschauer nicht vermittelt wurde
Richtig traurig wird der Film aber erst, wenn man auf das hört, was viele Internetseiten berichten: Nämlich, das es Eastwoods letzte Rolle als Schauspieler war. So wird der Film nochmal um eine metaphorische Ebene erweitert...und spiegelt vielleicht sogar einen Teil des Charakters von Eastwood wider.




Die Geschichte an sich war auch ganz in Ordnung. Seltsam fand ich es wie er dann aufeinmal nackig rumstand
Total lächerlich 
. ging leider viel zu schnell zuende und ich kanns garnicht erwarten bis ich die 2. staffel habe 