Ein Schatz zum Verlieben:
Die Story des Films ist in einigen Sätzen zusammengefasst:
Finn (Matthew McConaughey), Schatzsucher mit Leib und Seele, und seine Frau Tess (Kate Hudson) wurden gerade geschieden. Der Schatz eines 1715 in der Karibik versunkenen Schiffes, den Finn glaubt endlich gefunden zu haben, bringt das Paar jedoch wieder näher zusammen, denn auch Tess hat zusammen mit ihrem Mann 8 Jahre lang nach den Kisten voller Gold gesucht. Leider hat auch der Gangster Big Bunny (Kevin Hart) von diesem Schatz gehört und will sich die Chance auf Reichtum natürlich nicht entgehen lassen.
Wie man merkt ist der Plot nicht sonderlich einfallsreich und wird auch im Film sehr geradlinig, ohne große Überraschungen erzählt. Ebenso eindimensional sind die Charaktere und deren Handlungen, welche nicht selten dämlich und unglaubwürdig daherkommen. Daher will in der Story auch nie wirklich Spannung aufkommen und der Film plätschert häufig ein wenig vor sich hin.
Trotzdem kann man ihm einen gewissen Unterhaltungs- und Schauwert nicht absprechen. Die Story ist zwar sehr dünn, reicht, in Zusammenhang mit einigen lockeren Sprüchen, einen Hauch Action und den wunderbaren Schauplätzen, aber aus, um den Film nicht langweilig werden zu lassen. Auch die Schauspieler tragen ihren Teil dazu bei. Sie spielen zwar nicht wirklich herrausragend, aber immerhin so gut, dass man es aushält - die simpel gestrickten und mit Klischees behafteten Charaktere lassen einfach kein viel besseres Schauspiel zu. Lediglich Alexis Dziena, als verzogene und dumme Tochter eines Millionärs, ist so dermaßen nervig und abartig dumm, dass es schon weh tut! So einen grässlichen Nebencharakter habe ich schon lange nichtmehr erlebt - einfach schrecklich!
"Ein Schatz zum Verlieben" ist eine seichte Romantik-Action-Komödie, welche in die Richtung von "Into the Blue" geht. Das heißt: hübsche Menschen hüpfen, bei immerzu schönem Wetter und vor einer malerischen Kulisse, durch eine extrem dünne Story und werfen hier und da mit kleineren Gags um sich. Dabei erreicht der Film jedoch nie die Klasse (auch wenn es hier ebenfalls keine besonders hohe Klasse ist) von "Into the Blue". Dafür bietet der "Schatz zum Verlieben" zu wenig Spannung und hat mit einer viel zu simplen Handlung zu kämpfen. Schlecht ist dieser Film nicht, aber auch nicht wirklich gut. Für einen düsteren Herbstabend reicht diese seichte, aber optisch wunderschöne, Unterhaltung aber sicher aus. Kann man schauen, muss man aber nicht und daher vergebe ich durchschnittliche:
5/10 Punkte