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MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

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Carnivàle

hab zu weihnachten die beiden staffeln geschenkt bekommen und erst eben die zeit dafür gefunden mal reinzuschauen. die serie war ehrlich gesagt schon lange auf meiner most-wanted liste und nach den ersten zwei folgen könnte sie sich nun sogar zu einer meiner lieblingsserien entwickeln. bin einfach hin und weg und es ist eine freude michael j. anderson aka the man from another place wieder zusehen. :) unglücklicherweise muss ich morgen wieder raus, sonst gäbs noch ne folge... die spannende story und die tollen charaktere haben mich jedenfalls jetzt schon in ihrem bann bzw. ist mir jetzt auch klar geworden, wieso die serie so oft mit twin peaks in verbindung gebracht wird.

11/10
 
Trayal schrieb:
Mondknallschlumpf schrieb:
Also die Reviews, die ich bisher gelesen habe bescheinigen dem Film aber ein äußerst gelungenes Remake zu sein und teilweise sogar durch den Ortswechsel zu profitieren.

Ist leider etwas überflüssig, da das Remake 2-3 Jahre nach dem Original kam. :D

Ob gut oder schlecht ist wohl geschmackssache, aber ich habe zuerst das Original gesehen und fast alles was mir am Original (welches ich sehr gut fand) gefallen hat, war im Remake so gut wie verschwunden. Die Leistung der jungen Darsteller, die interessante, unterkühlte Atmosphäre, das Fehlen jeglicher Klischees und Kitsch, der spröde Realismus, die ruhige, fast schon meditative Erzählweise, die vor allem Bilder sprechen lässt,...

Man hat versucht diesen eigenwilligen, aber dafür einzigartigen, schwedischen Film zugänglicher zu gestalten (oder auch amerikanisiert/kommerzialisiert). Ist auch soweit gelungen, aber übrig bleib leider nur ein Film der "ganz in Ordnung" ist und nichts Besonderes mehr an sich hat. Was vorher frisches und dringend benötigtes Blut unter den Vampirfilmen war, ist nun ziemlich gewöhnlich und kaum mehr der Rede wert.
War der deutsche Titel von dem Film : So finster die Nacht . ???
 
Dr.Para schrieb:
freu mich schon so auf heute abend, dann wird weiter geschaut.. :waah:

Ich versteh nicht wieso es hierzulande nur so wenige HBO Serie auf DVD schaffen, die beiden Staffeln existieren schon längst mit deutscher Synchro, aber es hapert hier wohl einfach an der Free-TV Vermarktung. Auf Sky lief sie schon, aber das reicht in D. wohl nicht aus. :nein:
 
Trayal schrieb:
Mondknallschlumpf schrieb:
Also die Reviews, die ich bisher gelesen habe bescheinigen dem Film aber ein äußerst gelungenes Remake zu sein und teilweise sogar durch den Ortswechsel zu profitieren.

Ist leider etwas überflüssig, da das Remake 2-3 Jahre nach dem Original kam. :D

Ob gut oder schlecht ist wohl geschmackssache, aber ich habe zuerst das Original gesehen und fast alles was mir am Original (welches ich sehr gut fand) gefallen hat, war im Remake so gut wie verschwunden. Die Leistung der jungen Darsteller, die interessante, unterkühlte Atmosphäre, das Fehlen jeglicher Klischees und Kitsch, der spröde Realismus, die ruhige, fast schon meditative Erzählweise, die vor allem Bilder sprechen lässt,...

Man hat versucht diesen eigenwilligen, aber dafür einzigartigen, schwedischen Film zugänglicher zu gestalten (oder auch amerikanisiert/kommerzialisiert). Ist auch soweit gelungen, aber übrig bleib leider nur ein Film der "ganz in Ordnung" ist und nichts Besonderes mehr an sich hat. Was vorher frisches und dringend benötigtes Blut unter den Vampirfilmen war, ist nun ziemlich gewöhnlich und kaum mehr der Rede wert.

Ist die finale Schwimmbad-Szene im Remake genau so krass wie im Original?
 
Hat vollkommen seine Wirkung verloren. Liegt mitunter an der gesamten Inszenierung, wie zB der Reduzierung des Tons, im Original, durch welche diese Szene noch mehr an Impact hatte, während das Remake hier mit einer 0815 Inszenierung und viel Geschrei daher kommt.

olle Frikadelle schrieb:
War der deutsche Titel von dem Film : So finster die Nacht . ???

Genau, war der deutsche Titel des schwedischen Originals.
 
Fand das Original auch deutlich besser.

Hab zuletzt den hoffentlich letzten Potter gesehen. Zumindest tat man so in den Extras. Dachte eigentlich das wäre Teil 1 der beiden Teile aber hab da den Überblick verloren und Teil 1 ist an mir vorbeigegangen. War mal wieder abgrundtief schlecht. 3/10 für Müll
 
Hab Teil 2 auch hier als 3D liegen, das Teil ist schon die ersten Minuten so abgrundtief langweilig, dass ich den Film echt abgebrochen habe. Und das mache ich eigentlich fast nie… Teil 1 fand ich nach ganz in Ordnung.

Sogar Blitz hab ich fertig geguckt und der war imo ebenfalls Müll – trotz Statham. Aber man konnte ihn immerhin schauen, weil er fast nie langweilig wird.
 
Trayal schrieb:
Hat vollkommen seine Wirkung verloren. Liegt mitunter an der gesamten Inszenierung, wie zB der Reduzierung des Tons, im Original, durch welche diese Szene noch mehr an Impact hatte, während das Remake hier mit einer 0815 Inszenierung und viel Geschrei daher kommt.

olle Frikadelle schrieb:
War der deutsche Titel von dem Film : So finster die Nacht . ???

Genau, war der deutsche Titel des schwedischen Originals.



Da hab ich aber auch etliche andere Stimmen gehört, die vom Remake recht angetan waren. Muss mir das Remake in jedem Fall mal ansehen, finde die Idee dahinter zwar grundsätzlich fragwürdig, aber Interesse ist in jedem Fall da.
 
Cthulhu schrieb:
Da hab ich aber auch etliche andere Stimmen gehört, die vom Remake recht angetan waren. Muss mir das Remake in jedem Fall mal ansehen, finde die Idee dahinter zwar grundsätzlich fragwürdig, aber Interesse ist in jedem Fall da.

Wie bereits geschrieben: Das Remake ist eine stark kommerzialisierte/amerikanisierte Version. Für all jene bei denen sich beim Wort Art House die Zehennägel aufrollen und dementsprechend auch mit diesem ja eigenwilligen Film nichts anfangen können.
Wer am Original gefallen fand, wird aber das Remake höchstwahrscheinlich nur belächeln können.

Die Idee dahinter ist auch alles andere als fragwürdig, sondern absolut klasse und mal wieder frischer Wind fürs Genre.
 
Trayal schrieb:
Cthulhu schrieb:
Da hab ich aber auch etliche andere Stimmen gehört, die vom Remake recht angetan waren. Muss mir das Remake in jedem Fall mal ansehen, finde die Idee dahinter zwar grundsätzlich fragwürdig, aber Interesse ist in jedem Fall da.

Wie bereits geschrieben: Das Remake ist eine stark kommerzialisierte/amerikanisierte Version. Für all jene bei denen sich beim Wort Art House die Zehennägel aufrollen und dementsprechend auch mit diesem ja eigenwilligen Film nichts anfangen können.
Wer am Original gefallen fand, wird aber das Remake höchstwahrscheinlich nur belächeln können.

Die Idee dahinter ist auch alles andere als fragwürdig, sondern absolut klasse und mal wieder frischer Wind fürs Genre.

Ich meinte die Idee hinter dem Remake ist fragwürdig. ;) Ich hab das Original vor geraumer Zeit gesehen und eine entsprechend positive Kritik dazu verfasst.

Und das mit dem Belächeln kann ich halt nicht bestätigen, weil ich halt jemanden kenne, dem das Original zwar gefallen, der das Remake aber tatsächlich besser fand. Und der ist sicherlich niemand, der bei Arthouse die Stirn runzelt. Ich zweifle zwar daran, dass mir das Remake besser als das Original gefallen wird, aber so wie ich das bis dato gehört habe, gibt es an sich nur marginale Abweichungen zum Original. Mal gucken, werde mir irgendwann mal selber ein Bild von machen.
 
I'm still here
Fand die Idee hinter dem Film echt nett, aber das MOckumentary Ding war einfach nicht mein Fall. Hätte es dann besser gefunden, hätte J.P es wirklich so durchgezogen und hätte im Rahmen einer Doku seine Erlebnisse geschildert. Dass das aber auch nicht so klappen konnte dürfte klar sein, denn wer will ich es sich mit Kollegen wie Ben Stiller einfach mal so versauen.
Naja, alles in allem denke ich, dass man sich den Film mal angucken kann ihn aber unter keine Umstände gesehen haben muss.
 
der_gott_des_gemetzels.jpg


:lol: Herrlich! Volle 10 von 10 Punkten!

Ich zitiere mal eine Rezension von Amazon welche sehr treffend ist.

Roman Polanski hat mit "Der Gott des Gemetzels" sozusagen eine ernste, teilweise bitterböse Variante eines typischen Woody Allen-Films gedreht. Wie bei Allen, sind in diesem Film eigentlich die Worte die Hauptdarsteller, wobei natürlich auf einen ausgezeichneten Cast nicht verzichtet wurde. Und wo Allen zwinkernd und schmunzelnd eher seichte menschliche Abgründe bloßlegt, geht Polanski in die Vollen und reißt den Beteiligten mit sprachgewandter Macht die Masken der political correctness vom Gesicht und entblößt menschliche Schwächen, Vorurteile, Neid und Boshaftigkeiten. Und dank des ausgezeichneten Drehbuchs von Yasmina Reza, die hier ihr eigenes Theaterstück filmgerecht umgeschrieben hat und einem Cast, der darstellerisch zur Höchstform aufläuft, ist aus "Der Gott des Gemetzels" eine fulminante Wortschlacht geworden, die gerne mit "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" verglichen werden darf. Und das Ganze in sehr runden, intensiven und kurzweiligen 79 Minuten.

Der 11jährige Zachary (Elvis Polanski) haut dem gleichaltrigen Ethan (Eliot Berger) eins auf die Omme, dieser trägt eine blutige Lippe und knapp zwei ausgeschlagene Zähne davon. Grund genug für die Eltern der beiden Rotzlöffel, sich zu treffen und die Situation wie Erwachsene zu klären. Dies geht allerdings gründlich nach hinten los, da die Eltern von Zachary, Nancy (Kate Winslet, "Titanic") und Alan Cowan (Christoph Waltz, "Inglorious Basterds") und Ethan, Penelope (Jodie Foster, "Das Schweigen der Lämmer") und Michael Longstreet (John C. Reilly, "Stiefbrüder") sich von Anfang an unsympathisch sind und die mühsam aufrecht erhaltene Fassade aus Höflichkeit und Einvernehmen im Verlauf des Gespräches mehr und mehr zu bröckeln beginnt. Am Ende dieses Treffens bleiben vier erschöpfte, bloßgestellte und desillusionierte Streithammel zurück, deren Verhältnis so kurz wie unwiederbringlich zerstört ist, während Zachary und Ethan längst wieder einträchtig miteinander spielen. Tja, so kann's kommen, wenn Erwachsene sich wie kleine Kinder aufführen, den Streit aber mit der rhetorischen Wucht kriegerischer Diktatoren führen.

Neben dem exzellenten Drehbuch, welches auf dem gleichnamigen Theaterstück von 2006 basiert, steht und fällt ein Film, der nur an einer Location spielt und somit keine Möglichkeiten für großartige Kameraexperimente bietet, natürlich mit seinen Protagonisten. Und hier hat Polanski richtig groß aufgefahren. Drei seiner vier Hauptdarsteller sind Oscarpreisträger und auch der vierte im Bunde, John C. Reilly, zeigt, dass er wesentlich mehr kann, als in albernen Komödien den Deppen zu spielen.

Kate Winslet als Nancy variiert ihren Charakter wunderbar zwischen höflich-reserviert und emotional völlig aus dem Ruder laufend, nachdem sie ein paar Drinks gekippt hat. Je mehr Strähnen sich aus ihrem sauber gesteckten Dutt lösen, umso befreiter agiert sie. Spätestens, nachdem sie sich die Nachspeise der Longstreets noch mal durch den Kopf hat gehen lassen, bröckelt die Fassade der akkuraten, beherrschten Investmentmaklerin und weicht einer aufgebrachten, ironischen, aber auch sehr frustrierten Frau.

John C. Reilly als Michael gibt hier anfangs sehr überzeugend den Streitschlichter und personifizierten Gutmenschen, der alles schnell und reibungslos wieder ins Lot bringen will und Auseinandersetzungen hasst. Je mehr er aber im Verlauf der Geschichte in die Enge getrieben wird, und das auch von seiner Frau, desto mehr zeigt sich, was passieren kann, wenn man Menschen zu sehr reizt und ihre Grenzen nicht respektiert. Fast möchte man applaudieren, wenn dieser an sich nette, zurückhaltende Kerl dann endlich mal ausflippt und verbal um sich schlägt.

Jodie Foster ist schon so lange im Geschäft, dass es ihr mühelos gelingt, nahezu jede Rolle überzeugend zu verkörpern. Und auch hier spielt sie wieder hervorragend auf, allerdings gibt es eine Handvoll Szenen, in denen selbst Foster den darstellerischen Bogen etwas überspannt und knapp am Overacting vorbeischrammt. Ab und an ist ihre Miene zu gewollt verkniffen, reagiert sie zu heftig auf noch relativ harmlose Äußerungen und steigert sich zu übertrieben in ihren Gerechtigkeitswahn. Davon abgesehen jedoch ist ihre Penelope eine moralisch überkorrekte, gerechtigkeitsliebende, mit ihrem Leben unzufriedene Frau, die für ihre geplatzten Träume insgeheim ihren Mann verantwortlich macht. Ihre verkrampfte Verspanntheit macht erst nach ein paar Whiskeys einer feurigen Wut Platz, die wie ein Tornado über Michael und auch die Cowans hinwegfegt.

Und obwohl hier alle Schauspieler gleich viel Screentime haben und hervorragend spielen, muss man doch einmal mehr Christoph Waltz' großartiger Performance Respekt zollen, der seinen Alan so wunderbar fein nuancieren kann, ihm so viele witzige, sarkastische, verwunderte, erschöpfte und intensive Abstufungen entlocken kann, dass man sich an seinem Spiel gar nicht satt sehen kann. Ständig mit seiner Kanzlei telefonierend und zu Beginn eigentlich nur körperlich anwesend, bringt sich Alan nach und nach immer mehr in die Streitereien, die sich entwickeln, ein, wobei er auch hier erst einmal emotionale Distanz walten lässt. Irgendwann ist aber auch bei ihm das Maß voll und er beginnt, sehr pointiert und gezielt auszuteilen. Sein Spiel ist besonders ambivalent, besonders amüsant und noch mal, so fein ausgearbeitet, dass man rein darstellerisch von ihm am meisten geboten bekommt und sich vor diesem Ausnahmetalent nur verneigen kann.

Roman Polanski ist hier ein großartiges Stück Schauspielkino gelungen, dass seine Theaterherkunft nie verleugnet, aber dennoch seine eigene, cineastische Dynamik entwickelt und bestmöglich entfalten kann. Besonders der Storyaufbau, die Wandlung der zivilisierten Eltern zu zanksüchtigen Verbalakrobaten, die keine Rücksicht auf Verluste mehr nehmen und jegliche Hemmungen fallen lassen, ist fantastisch. Zum Spannungsbogen trägt ebenfalls die Bildung neuer Allianzen bei, so dass man stets gespannt ist, wer sich als nächstes mit wem verbünden wird oder dem anderen in den Rücken fällt. Fast schon ist es schade, dass der Film nur 79 Minuten lang ist, denn wenn die Protagonisten erstmal richtig warmgelaufen sind, hätte man ihnen noch viel länger zuschauen können. Wer sich also für Filme, die nur an einem Ort spielen, für sprachlich hochwertige Dialoge und ganz hervorragende Darsteller, die die ganze Palette ihres Könnens abrufen, begeistern kann, der sollte sich schleunigst "Der Gott des Gemetzels" ansehen. Volle fünf von fünf verbalen Speerspitzen, die ihr Ziel punktgenau treffen.
 
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Evangelion 1.1.

So, hab ihn jetzt gesehen. Ist irgendwie schwer zu bewerten. Die Zeichenqualität und die HD Qualität sind brilliant und gehören wohl zum besten überhaupt im Anime Genre. Unglaublich, wieviele Details da drin stecken. Action gibts auch satt. Aber der Film an sich, naja. Shinji als schüchterner, mit Minderwertigkeitskomplexen und depressivem Verhalten geschlagener Hauptcharakter nervt einen eigentlich fast den gesamten Film über. Und die Handlung ist im Endeffekt "Power Rangers" in einer etwas stylisheren Form. Style over substance würde ich sagen.

Wenn man auf handwerklich gut gemachte Anime steht, ist der Film aber ein Muss.

7.5/10
 
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