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Der Wirtschaftsthread

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Man darf und kann aber nicht immer alle anderen als blöd hinstellen, so wie es mir gerade etwas rüber kommt. In Zeiten von 4% Garantiezins war das eben das Minimum und man durfte und konnte zurecht erwarten dass da noch etwas mehr in Zukunft geht.

Natürlich sind - nicht erst jetzt - Fonds bzw Aktien absolut in der Spitze was sinnvolles ansparen angeht. Aber man darf es den Menschen auch nicht vorwerfen dass sie ne gewisse Sicherheit wollen. Der Deutsche ist halt von Grund auf ein Sparer der keine Bock auf Risiko hat. Insofern verzichtet er lieber auf Rendite, für das Versprechen dass der Kapitalstamm auf jeden Fall bestehen bleibt. Und die stehen halt komplett im Regen derzeit. Und dazu zählt auch irgendwo die Masse an bestehenden Lebensversicherungsverträgen. Nicht umsonst hat mir demletzt nochmal ein Banker erzählt dass er das Geschäft seines Lebens machen könnte wenn er 2%ige Sparbuch Verzinsung anbieten könnte. 2%! Ist ja auch noch immer ein ziemlich uninteressanter Zinssatz.
 
Nach Sicherheit zu streben ist ja nichts per se schlechtes, nur darf man sich dann eben auch nicht beschweren, wenn es mal Zeiten gibt - wie aktuell -, in denen sichere Anlagen eben nix mehr abwerfen. Wenn Versicherungen X% an AAA Staatsanleihen halten müssen und Deutschland (Extremfall, aber dennoch) darauf aktuell bis 5 Jahre Laufzeit negative Nominalzinsen und bei 10 Jahren Laufzeit stolze ~0,5% (nochmal: nominal) gibt, woher soll da dann die Verzinsung kommen?
 
Das ist schon alles klar. Ausgangspunkt waren ja die langfristigen Auswirkungen wenn die Zinsen langfristig niedrig gehalten werden. Was nun aktuell einfach passiert. Dadurch wird letztlich eine Geldvernichtung in der Zukunft betrieben. Insofern bin und war ich eben gestern auch skeptisch was die neuen EZB Pläne angeht.

Für mich persönlich freue ich mich natürlich darüber, da ich selbst ziemlich viel in Aktien investiert bin und durch die Niedrigzinsphase immer mehr Menschen "gezwungen" werden in Aktien zu investieren. Was wieder die Kurse erhöht.
 
Man darf und kann aber nicht immer alle anderen als blöd hinstellen, so wie es mir gerade etwas rüber kommt. In Zeiten von 4% Garantiezins war das eben das Minimum und man durfte und konnte zurecht erwarten dass da noch etwas mehr in Zukunft geht.

Sorry, ich wollte niemand für blöd erklären, nur weil er sich auf den Garantiezins verlassen hat, das ist völlig OK. Aber wer verbindlich (z.B. zur Baufinanzierung) auf die Rendite-Erwartung jenseits der Garantie gesetzt hat und jetzt aus allen Wolken fällt, dem muß man schon ein wenig Realitätsferne unterstellen.
 
Ich schon und habe keinerlei Bauchschmerzen :D

Allerdings auch nicht in Einzelaktien (nur Fonds) und Kredite habe ich auch nicht laufen, ich könnte also eine Tiefphase durchaus verkraften :)
 
Und da hat der Dax die 12.000 Marke durchbrochen. Alter Schwede, wo soll das nur hinführen. Relativ vergleichslos was da gerade an der Börse geschieht. Weiß selbst gar nicht so recht wie ich das sehen soll. Eigentlich rechnet man mit einer heftigen Korrektur. Andererseits kann das auch noch so weiter laufen bis nächstes Jahr und die Korrektur kommt erst wenn die Geldschwemme der EZB abebbt.
 
Das wird noch eine Weile dauern. Dabei ist der DAX noch nicht mal überbewertet, wenn man sich das KGV ansieht - da liegen wir eher am unteren Ende des Durchschnitts (wenn auch mit steigender Tendenz). Aktuell sehe ich das noch völlig entspannt.
 
Dazu halt auch die Euro Schwäche, so dass die ganzen Amis den europ. Aktienmarkt noch interessanter finden und von da auch Geld in den Markt fließt. Aber ich merke dann doch, dass ich ab einer gewissen Grenze nervös werde und ein wenig von meiner Objektivität verliere. Nervt mich gerade tierisch bzw. ärgere ich mich über mich selbst.
 
Was denkt ihr? Werden die amerikanischen Aktienmärkte arg nachgeben, sollte die Notenbank am Mittwoch die Zinsen wieder (leicht) anheben?
 
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