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Fürchtet ihr euch vor den Folgen der Wirtschaftskrise?

Fürchtet ihr euch vor der Krise?


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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die Chance, daß sich der Aktienmarkt innerhalb von 2 Jahren wieder erholt, ist genauso hoch. Nur diejenigen, die erst aussteigen, nachdem der größte Teil des Falls schon abgeschlossen ist und erst wieder einsteigen, wenn der Index sich wieder erholt hat, fliegen auf die Schnauze. Die größten Gewinne habe ich direkt nach der letzten Krise gemacht.

Btw. es wird immer Krisen geben, und wir werden immer wieder da raus kommen. Dieses fatalistische Gerede hört man in jeder Krise seit 300 Jahren und jedesmal war es falsch. Wird diesmal nicht anders sein.
 
Man müsste die hochverschuldeten Staaten dieser Welt dazu bringen, ihre Goldreserven anzuzapfen, wenn sie ihre Schulden nicht bezahlen. Damit würde sich das Blatt schnell wenden..
 
Cale: Zählst du da jetzt die Weltwirtschaftskrise mit rein? :ugly:

Sicher, das Leben geht weiter. Die Frage dieses Threads zielt aber auf unsere persönlichen Verhältnisse ab. Nicht ob "wir aus einer Krise irgendwann wieder raus kommen".
 
Was den Goldpreis killen würde und damit den Niedergang nur beschleunigen würde. Btw. die Goldreserven können idR wieviel der Staatsschulden tilgen? Wenn da ein niedriger einstelliger Prozentsatz rauskommt, wäre es schon gut.

Nasreddin schrieb:
Cale: Zählst du da jetzt die Weltwirtschaftskrise mit rein? :ugly:

Sicher, das Leben geht weiter. Die Frage dieses Threads zielt aber auf unsere persönlichen Verhältnisse ab. Nicht ob "wir aus einer Krise irgendwann wieder raus kommen".

Nee, daß war auf die Aussage "warum soll man noch vorsorgen, ist doch ohnehin in 40 oder 50 Jahren futsch" gemünzt. Das ist einfach falsch. Klar geht ein Teil des zurückgelegten Vermögens bei einem Crash flöten, aber es kommt auch genauso schnell zurück. Jedenfalls, wenn man sich nicht richtig dämlich angestellt hat.
 
Wie ist es möglich, dass das höchstverschuldetste Land der Welt gleichzeitig die größten Goldreserven besitzt? Steinreich und trotzdem bettelarm?

Wenn die Schuldenmacher um ihr Gold zittern müssten, würde die Sache anders aussehen, glaub mir.
 
Wieso sollten sie? Die USA zahlen doch ihre Zinsen ohne mit der Wimper zu zucken und nichts deutet darauf hin, daß sich das ändert. Warum sollten sie ihr Gold verkaufen? Wo ist da der Zusammenhang?
 
Die griechischen Goldreserven würden ja nicht mal 2% der Staatsschulden tilgen, damit wäre gar nichts gelöst. Der Goldkurs aber wäre nachhaltig beeinflusst. Der Wertverlust unserer Goldreserven wäre deutlich höher, als der "Gewinn" aus dem Verkauf. Eine Loose-Loose-Situation sozusagen.
 
Wenn es uns mehr kostet, als es einbringt? Ernsthaft? Ich verstehe ja, daß man sich emotional darüber aufregen kann, aber wirtschaftlich ist daß einfach Nonsens. Gehört in die gleiche Kategorie wie "Verkauft doch eure Inseln"

Und ob der Goldpreis überbewertet ist oder nicht, ist dabei unerheblich. Und selbst wenn, dann wäre es von uns doch reichlich blöd, ausgerechnet auf dm Höhepunkt der "Goldblase" zu "kaufen", nech?
 
Cale schrieb:
Gehört in die gleiche Kategorie wie "Verkauft doch eure Inseln"

Von was für einer Kategorie sprichst du? Es gibt für die Schuldenstaaten (jetzt Griechenland, morgen Italien, irgendwann Deutschland) doch im Prinzip langfristig nur drei Möglichkeiten:

1) Kohle machen = Privatisierung (von Inseln, Unternehmen...) und Rationalisierung

2) Haircut

3) Geld drucken

Alles andere ist Hinhaltetaktik bis zur nächsten Legislaturperiode. Und was die Punkte 2 und 3 für den gemeinen Sparer bedeuten, ist ja wohl nicht so schwer zu verstehen. Entweder einige Anleger leiden oder wir leiden alle an einer massiven Inflation. Durch die Verschleppungstaktik von Merkel und Co erwartet uns scheinbar letzteres.
 
Erstmal kann man Griechenland weder mit Italien, noch Spanien, Italien oder gar Deutschland vergleichen. Jedes Land hat andere Probleme, die jeweils andere Lösungen erfordern. Das nur vorweg. Alle über einen Kamm zu scheren bedeutet, daß man das Problem nicht erfasst hat.

Griechenland hat dabei das Problem, daß es mit seiner Wirtschaftsleistung seinen Schuldendienst nicht aus der eigenen Wirtschaftsleistung bestreiten kann. Als einziges Land in der Eurozone!! Auch nicht mit Privatisierung von Staatseigentum. In der derzeitigen Stimmung investiert dort keiner, das heißt auch, keiner kauft dort etwas ab. Weder Inseln noch sonst was. Davon abgesehen gehören dem Staat "die Inseln" nicht. Das ist billige BILD-Polemik, sollte Dir eigentlich klar sein. Und das meinte ich mit "Kategorie": Nonsens!

Klar muß man da Rationalisieren und Staatseigentum versilbern (so weit möglich, siehe oben). Und das passiert ja auch schon, was denkst Du, macht die griechische Regierung schon seit Monaten? Die Griechen demonstrieren dort unten nicht, weil ihnen sonst langweilig ist, sondern, weil die Rationalisierungn bis auf's Mark gehen.
Geld drucken in der Eurozone, hallo McFly? Und der Schuldenschnitt ist ja schon beschlossen, wie Du vielleicht mitbekommen hast?! Und das bedeutet für den kleinen Sparer ... genau, nichts. Es sei denn, er hat Aktien der Banken, die den Schnitt mittragen müssen. Die haben aber auch vorher gut daran verdient, zudem nennt man daß unternehmerisches Risiko. Bei der hiesigen Aktienverteilung kriegt der arme kleine Sparer davon überhaupt nichts mit.
 
Cale schrieb:
Erstmal kann man Griechenland weder mit Italien, noch Spanien, Italien oder gar Deutschland vergleichen. Jedes Land hat andere Probleme, die jeweils andere Lösungen erfordern.

Im Prinzip haben alle Euro-Staaten das gleiche Problem: Es werden Schulden aufgenommen, die angesichts des Wirtschaftswachstums unangemessen sind. Die einen mehr, die anderen weniger. Die einen bekommen früher Probleme, die anderen später. Im Kern haben wir es aber mit ein und dem gleichen systemischen Fehler zu tun. Dieser Fehler wird von der Politik nicht angegangen.

Griechenland hat dabei das Problem, daß es mit seiner Wirtschaftsleistung seinen Schuldendienst nicht aus der eigenen Wirtschaftsleistung bestreiten kann. Als einziges Land in der Eurozone!!
Griechenland ist das einzige Land, das AKTUELL nicht seinen Schuldendienst bestreiten kann. Wenn sich nichts grundsätzliches in der Politik ändert, werden andere Länder folgen, am Ende auch Deutschland.

Die Frage ist, ob morgen, in 10 Jahren oder in 50 Jahren. Wenn ich bei Gesundheit bleibe, werde ich es jedenfalls noch mitbekommen.
 
Nasreddin schrieb:
Im Prinzip haben alle Euro-Staaten das gleiche Problem: Es werden Schulden aufgenommen, die angesichts des Wirtschaftswachstums unangemessen sind. Die einen mehr, die anderen weniger. Die einen bekommen früher Probleme, die anderen später. Im Kern haben wir es aber mit ein und dem gleichen systemischen Fehler zu tun. Dieser Fehler wird von der Politik nicht angegangen.

Die Schulden sind ein Problem und sie werden in allen Staaten zurückgefahren. Und alle Staaten außer Griechenland können ihre Schulden problemlos bedienen. Und die Politik krempelt gerade das ganze Schuldensystem um. Selbstverständlich wird etwas getan!

Und nein, man kann nicht alle Staaten miteinander vergleichen. Die Symptome sind dieselben, die Ursachen und Risiken grundverschieden. Nur wenn man das nicht berücksichtigt, kann man auf die absurde Idee kommen, Deutschland und Griechenland zu vergleichen.

Griechenland ist das einzige Land, das AKTUELL nicht seinen Schuldendienst bestreiten kann. Wenn sich nichts grundsätzliches in der Politik ändert, werden andere Länder folgen, am Ende auch Deutschland.

Die Frage ist, ob morgen, in 10 Jahren oder in 50 Jahren. Wenn ich bei Gesundheit bleibe, werde ich es jedenfalls noch mitbekommen.

Es ändert sich grundsätzlich was an der Politik. Darum dreht es sich ja die ganze Zeit. Die trinken da nicht nur gemütlich Kaffee. Wenn man das nicht sieht, oder besser nicht sehen will, kommt man natürlich zu dem pessimistischen Schluß. Der hält aber einem Realitätscheck nicht stand.
 
Cale schrieb:
Griechenland hat dabei das Problem, daß es mit seiner Wirtschaftsleistung seinen Schuldendienst nicht aus der eigenen Wirtschaftsleistung bestreiten kann. Als einziges Land in der Eurozone!!

Hast du eine Ahnung, wieviel Millionäre es in Griechenland gibt? Das ist ja der Witz an der Sache, das Geld ist da, aber keiner will für die Schulden zuständig sein. Weder der Staat, noch die Profiteure des Systems. Wem gehören die ganzen 50 Mio € Yachten, die dort wie Sand am Meer entlang der Küsten liegen?

Da gibt es eine ganze Menge Leute, die ein schlechtes Gewissen haben müssten, hätten sie eines! Die ganze Schuldenproblematik ist ein hausgemachtes Problem, verursacht von charakterlosen, geldgierigen Zeitgenossen, die aber mit ihrem Geld so viel Einfluss haben, dass sie unbehelligt bleiben. Auf der anderen Seite verantwortungslose Banker, die völlig sorglos das Geld rauswerfen, als gäbe es kein morgen. Die Spitze des Eisbergs sind Politiker, die dem Treiben tatenlos zusehen, weil sie nur noch versuchen, ihre Amtsperiode halbwegs schadlos zu überstehen.

Das Gegenmittel sind die Massensteuern (Dinge wie MwSt Erhöhungen, eine Autobahnmaut die schon im Gespräch ist etc), die dann auch die Armen mittragen müssen.
 
da ich zur zeit für die nächsten 20 jahre + investiere und wir zuhause auf selbstversorger umstellen könnten, sehe ich es nicht ganz so eng.

schön ist der gedanke trotzdem nicht, kinder in eine eventuell arme welt zu schicken...
 
Cale schrieb:
Die Schulden sind ein Problem und sie werden in allen Staaten zurückgefahren.
Das stimmt nicht, solche irreführenden Formulierungen liest man ja überall. Die Neuverschuldung wird in einigen Staaten zurückgefahren. Und das nur minimal.

Es ändert sich grundsätzlich was an der Politik.

Ein grundsätzlicher Politikwechsel hieße: Weg aus der Neuverschuldung! Das ist mittelfristig überhaupt nicht realisierbar. Und ich sehe auch nirgends den Willen dazu, auch nicht in Deutschland.

Wenn die nächsten Haushalte stehen, sprechen wir weiter. Ich sehe nicht, wo zum Beispiel in Italien ein Sparprogramm politisch durchsetzbar wäre. Gleiches gilt für eine Schuldenbremse in Frankreich. Die dortigen Regierungen würden daran scheitern. Und auch in Deutschland ist die Bevölkerung doch gar nicht bereit für so einen Politikwechsel. Nachdem Medien und Politik uns lange genug vorgegaukelt haben, das ganze sei eine Bankenkrise, wo es doch im Kern Staatskrisen sind.
 
Ich sag mal so, jetzt wäre die Zeit, wo jeder mal sein Wissen im Fallenstellen, Getreideanbau und ess- und nichtessbaren Beeren auffrischen sollte, vielleicht auch noch, wie man aus Fellen Kleidung herstellt, wird in den nächsten 20 Jahren sicherlich nützlich sein :D
 
Sleipn1r schrieb:
Cale schrieb:
Griechenland hat dabei das Problem, daß es mit seiner Wirtschaftsleistung seinen Schuldendienst nicht aus der eigenen Wirtschaftsleistung bestreiten kann. Als einziges Land in der Eurozone!!

Hast du eine Ahnung, wieviel Millionäre es in Griechenland gibt? Das ist ja der Witz an der Sache, das Geld ist da, aber keiner will für die Schulden zuständig sein. Weder der Staat, noch die Profiteure des Systems. Wem gehören die ganzen 50 Mio € Yachten, die dort wie Sand am Meer entlang der Küsten liegen?

Ändert nichts an der Tatsache, das die Wirtschaftsleistung nicht ausreicht um den Zinsen Schuldendienst zu leisten.

Nasreddin schrieb:
Ein grundsätzlicher Politikwechsel hieße: Weg aus der Neuverschuldung! Das ist mittelfristig überhaupt nicht realisierbar. Und ich sehe auch nirgends den Willen dazu, auch nicht in Deutschland.

Natürlich ist das mittelfristig zu erreichen. In Deutschland haben wir die Schuldenbremse sogar in der Verfassung stehen, was willst Du denn noch? Selbst in Frankreich wird ernsthaft darüber eine vergleichbare Regelung diskutiert.
 
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