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Der Ukrainekrieg

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sehe das momentan auch eher pessimistisch. Gerade weil die Hilfen nicht so kamen und kommen wie notwendig. Die Ukraine ganz einnehmen wird Russland imho nicht gelingen, aber die eroberten Gebiete werden wohl auch nicht mehr nennenswert befreit werden können wenn nichts nennenswertes passiert.
 
Alles was da an Widerstand kommt wird ja weggeknüppelt oder weggesperrt.
Freie Meinungsäußerung gibts da nicht, Zeitungen und Fernsehen sind in staatlicher Hand oder staatlich gelenkt, die werden halt seit vielen Jahren einfach immerwährend mit Propaganda beschallt.
Da kann man nicht mit viel Widerstand rechnen imho.
 
Abwarten.
Ein Drittel des Haushalts geht fürs Militär drauf.
Da bleibt nicht viel für Infrastruktur, Soziales, Bildung, Politiker-Oligarchen-Selbstbedienung.
In ein paar Jahren hat Russland fertig.
 
Bildung wollen sie ja eh nicht, weil das in nem Regime kontraproduktiv ist. Und alles andere haben sie bisher auch ausgehalten. Die Gefahr aus den eigenen Reihen ist vermutlich das einzige, was er fürchten muss. Aber in so einem Fall könnte es gut sein, dass sogar noch ein größerer Hardliner ihn ersetzt, der noch rabiater vorgeht.
 
Ich sehe bei dem Krieg leider auch schwarz. Die Ukraine kann das von Russland eroberte Land nicht mehr zurückgewinnen, erst recht nicht, wenn Trump bald wieder Präsident ist. Scholz wird sich auch nicht ändern und weiterhin auch nur das liefern, mit dem sie sich gerade so verteidigen können.

Aber am wichtigsten ist, dass die Ukrainer selbst erste Anzeichen von Kriegsmüdigkeit zeigen (was eigentlich ein Wunder ist, dass es so lange gedauert hat).

Russland ist zäh und die Bevölkerung leidensfähig und komplett von Putin überzeugt.
 
In ein paar Jahren hat Russland fertig.
Solche Vorhersagen kommen ja in aller Regelmäßigkeit, man sollte die Russen nicht immer unterschätzen.
Anfang des Jahres haben schon einige "Experten" den Sieg der Ukraine für den Herbst vorhergesagt.
Auch wurde immer wieder eine Munitionsknappheit bei den Russen heraufbeschworen.
Dabei sieht es ja jetzt für die Ukraine richtig schlecht aus, da fehlt es an Waffen und Munition.
Der Westen hinkt ja mit den versprochenen Lieferungen hinterher.
So lange man die Produktionskapazitäten der Rüstungsindustrie nicht drastisch erhöht
(keine Ahnung wie schnell so etwas umsetzbar ist, die Russen kriegen das aber auch hin),
wird sich das nicht ändern.

Ich denke das die Russen in diesem Krieg den längeren Atem haben.
So lange Putin was zu sagen hat, geht das so weiter.
 
So lange man die Produktionskapazitäten der Rüstungsindustrie nicht drastisch erhöht (keine Ahnung wie schnell so etwas umsetzbar ist, die Russen kriegen das aber auch hin), wird sich das nicht ändern.
Wir haben die Bundeswehr und damit auch indirekt unsere Rüstungsindustrie jahrelang totgespart. Die sind mittlerweile ausgerichtet auf teure, technologisch aufwändige Kleinserien. Für wirkliche Massenproduktion haben sie gar nicht die Kapazität. Dafür müsste man massiv Leute einstellen, neue Hallen bauen und entsprechende Fertigungsstraßen errichten. Da ist ein Jahr schnell ins Land gezogen bis die ersten Granaten vom Band rollen. Eigentlich hätte man damit direkt nach Kriegsausbruch beginnen müssen, war aber wohl politisch nicht verkaufbar.

Die Lager der Bundeswehr sind mittlerweile leer. Ich denke bald ist der Punkt an dem Deutschland nichts mehr liefern kann, schlicht weil man alles abgegeben und nichts nachproduziert hat. Passt dazu:

Munition für maximal zwei Tage Krieg: Bundeswehr muss ihre Arsenale auffüllen – doch bislang bestellt sie nur wenig
  • Nach Ansicht vieler Experten ist die Bundeswehr nicht auf einen längerfristigen Konflikt vorbereitet.
  • Die Munitionsvorräte würden im Kriegsfall nach Angaben von Experten nur ein bis zwei Tage reichen. Laut Nato-Standard sind aber 30 Tage vorgeschrieben.
  • Obwohl das bekannt ist und zusätzlich Munition an die Ukraine abgegeben wird, bestellt das Verteidigungsministerium nur wenig Munition nach. Auch die Wehrbeauftragte des Bundestags warnt.
https://www.businessinsider.de/poli...uellen-doch-bislang-bestellt-sie-nur-wenig-c/
 
EU-Außenministertreffen:"Wir sind sehr besorgt"

Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine sind die Treffen der EU-Außenminister immer auch Krisentreffen. Der Krieg im Osten steht seit zwei Jahren jedes Mal ganz oben auf der Tagesordnung. Die Zusammenkunft der 27 Ministerinnen und Minister an diesem Montag in Brüssel wird allerdings, wenn man das so sagen kann, noch etwas krisiger ausfallen als sonst.

Der Grund dafür ist die düstere militärische Lage. Die Sommeroffensive der Ukraine ist weitgehend gescheitert. Die Verteidiger halten mit Mühe die Front gegen die Angreifer. Zugleich blockieren im US-Kongress die Republikaner die Freigabe weiterer Militärhilfe für Kiew. Die letzten noch verfügbaren 250 Millionen Dollar hat die amerikanische Regierung Ende Dezember ausgegeben, um Munition für die Ukraine zu kaufen. Wenn es in Washington keine Lösung gibt, wird Amerika - bisher der mit Abstand größte Waffenlieferant für Kiew - in den kommenden Wochen ausfallen.

Besonders der Bundeskanzler macht Druck auf die Kollegen
Die Befürchtung in Europa ist daher, dass die Ukrainer den Krieg in diesem Jahr verlieren oder zumindest erheblich in Bedrängnis geraten könnten. Man müsse damit rechnen, dass die russischen Truppen die Front durchbrechen, sagt ein ranghoher europäischer Regierungsvertreter. Die Lage ist offenbar so prekär, dass die ukrainische Regierung es selbst gegenüber ihren Verbündeten nicht zugeben will, sondern Optimismus verbreitet - aus Furcht, diejenigen im Westen zu stärken, die argumentieren, man solle nicht mehr in einen verlorenen Krieg investieren. Der derzeitige Abnutzungskrieg helfe den Russen, sagt ein Diplomat in Brüssel. "Wir sind sehr besorgt."

Vor diesem Hintergrund sind die Mahnungen einiger europäischer Regierungschefs zu verstehen, dass die EU ihre Waffen- und Munitionslieferungen in den nächsten Monaten massiv erhöhen müsse. "Wir geben den Ukrainern nicht nur nicht genug, damit sie gewinnen könnten, sondern nicht einmal genug, um zu überleben", sagt ein Regierungsvertreter. "Sie halten momentan mit den Resten durch, die sie noch übrig haben." Zu der Gruppe, die mehr europäisches Engagement fordern, gehört allen voran der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz. Er hat seinen Kolleginnen und Kollegen in der EU in den vergangenen Wochen auf eine Art die Leviten gelesen, die für ihn persönlich wie für die in der Union geltenden Höflichkeitsregeln sehr unüblich war.

Deutschland werde seine Militärhilfe für Kiew in diesem Jahr auf fast acht Milliarden Euro verdoppeln, kündigte Scholz im Januar an. Und er verlangte offen, dass die anderen Europäer mitziehen. "Die bisher geplanten Waffenlieferungen sind zu gering", rügte er. Bis zum EU-Gipfeltreffen am 1. Februar sollten alle Mitgliedsländer mitteilen, welches Militärgerät sie der Ukraine im laufenden Jahr zu liefern gedächten, so Scholz.

https://www.sueddeutsche.de/politik/eu-aussenministertreffen-ukraine-krieg-lage-1.6336293

Hm Bundeskanzler macht druck, und Bundeskanzler will keine Taurus liefern steht für mich leicht im Widerspruch aber gut.
Ansonsten, weiß man ja scheinbar konkret an was es scheitert (Munition) - dem könnte man also entgegenwirken.
Imo extrem traurige Situation aktuell.
 
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