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Der Politikthread (1 Betrachter)

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An der Stelle passt der Post von @rancid nochmal wieder hervorragend, auch wenn er grad erst auf der letzten Seite war:

https://konsolentreff.de/themen/der-politikthread.29715/seite-1385#post-5053347

Und ich glaub, der Kram der über die Jahre so geleakt ist, ist noch der harmloseste Kram. Immerhin haben sie sich getraut ihn irgendwo zu "schreiben". Was Herr Gratisballon-Abschiebehandlanger so von sich gibt, wenn es nicht archiviert wird, will ich lieber gar nicht wissen.
 
Ich weiß nicht was letztlich "überheblicher" ist, der Hinweis dass sich jemand zu einem bestimmten Thema (besser) bilden soll oder die Antwort: Ich muss mich nicht mehr bilden, ich weiß schon alles.
Das erst mal vorweg. Der Einwurf zur Quelle (deren Namensgeber offensichtlich Karl Marx ist), ihr Inhalt wäre ohnehin nicht beachtenswert weil die Personen dahinter "das fast gleiche übel auf der anderen Seite" seien, bestätigt mich in meinem Vorwurf der Geschichtsvergessenheit.
Kommunist*innen und Sozialdemokrat*innen waren mitunter die ersten Opfer des historischen Nationalsozialismus:

"Die „frühen“ Konzentrationslager dienten den Nationalsozialisten vor allem zur politischen Gegnerbekämpfung nach der Machtübernahme. Seit März 1933 entstanden binnen kurzer Zeit über 70 Konzentrationslager, dazu kamen „Schutzhaftabteilungen“ in Justiz - und Polizeigefängnissen. Manche dieser frühen Lager wie Oranienburg bei Berlin bestanden nur einige Wochen oder Monate. Sie waren Orte des Terrors gegen politische Gegner, vor allem Kommunisten und Sozialdemokraten, die willkürlich per Schutzhaft- Befehl in die Konzentrationslager eingeliefert wurden." (https://www.bundesarchiv.de/zwangsarbeit/haftstaetten/index.php?tab=24)

Und um nochmal zum ursprünglichen Thema zurückzukommen, warum ich überhaupt geschrieben habe @Keanu79s Position wäre geschichtsvergessen.
Der historische Nationalsozialismus ist unter anderem deshalb politisch in die Position gelangt, in die er nun mal gelangt ist, weil die Nazis nicht als Gefahr für die Demokratie wahrgenommen wurden. Weil eben einerseits Hitler scheinbar eine Bereitschaft demonstrierte, seine NSDAP als vorgeblich konstruktive und demokratische Partei auch parlamentarische Pflichten und Verantwortungen übernehmen zu lassen, sich als kompromissfähiger Koalitionspartner zu zeigen, auf Länderebene unverdächtige Politik machen etc.
Davon haben sich Demokrat*innen verführen lassen, Zugeständnisse zu machen und die NSDAP mit immer mehr Macht auszustatten, im Irrglaube so ließen sich Nazis zähmen.

Jeder Demokrat und jede Demokratin dieser Bundesrepublik, der und die aus ihrer Geschichte Lehren gezogen hat, erkennt und warnt richtigerweise davor, dass die Auseinandersetzung mit der AfD nicht allein aus einem Dissens über unterschiedliche politische Positionen besteht, sondern dass es letztlich auch darum geht die Demokratie vor Antidemokrat*innen zu schützen.


Die NSDAP konnte aber nur schnell die politischen Gegner "beseitigen" weil sie die SA hatte. In der SA waren 400`000 Mann bei der Machtübernahme, davon tausende gewaltbereit und militärisch ausgerüstet.
Wobei Hitler nach der Machtergreifung erstmal 200 hohe Mitglieder der SA ausgeschaltet hat inlusive dem Chef Röhm. Irgendwie eine parallele zu Wagner, wenn auch etwas anders.
Dazu gab es einen Reichtagsbrand der von einem Kommunisten aus Holland begangen wurde (Ironie), darauf entstand das Ermächtigungsgesetz und der Präsident Hindenburg war seniler Greis ohne Mittel dagegen.
Ja Hitler wurde als Reichskanzler ernannt und die "politische" Mitte dachte lasst ihn mal machen er hält sich nicht lange. Das war eine Fehleinschätzung.

Aber du denkst doch nicht ernsthaft die AFD will politische Gegner beseitigen. Quasi die gleiche Strategie verfolgen. Das ist wirklich völliger Unsinn.
Genau deshalb haben wir den Föderalismus, einen Präsidenten und eine ganz anders strukturierte Demokratie weil wir aus 1933 gelernt haben.

Wie gesagt, die Parolen alle in die rechte Ecke zu schieben die AFD wählen ist meiner Meinung nach völliger Unsinn und definitv kontaproduktiv.
 
ich verfolge seit den corona-demos sehr viel, was aus der ecke kommt. hab viele streams gesehen und kenn dadurch einige, die da agieren. das sind die leute, die afd wählen. und da is sehr, sehr wenig substanz hinter den aussagen. von verschwörungsideologien bis offen rechte symbolik is da alles am start. und alle klatschen mit. ich sag nicht, das sind alles nazis. aaaber, die haben kein problem mit nazis. die stehen dann nämlich direkt daneben. dann wird verharmlost und alles verdreht, bis alle anderen ja die antidemokraten sind. und ehrlich gesagt hat mich aufgrund dieser demos und der menge an leuten, die da unterwegs sind das ergebnis nich überrascht.
 
Es ist ein ganz trauriges Forum geworden. :(

Warum? Weil man sich hier offen gegen eine offensichtlich rechtsextreme Partei ausspricht? Weil man den Wählern dieser Partei unterstellt, dass sie Nazis sind, oder zumindest kein Problem damit haben, mit diesen zu sympatisieren?

Hier wird von Keanu79 gemutmaßt, dass die AfD ja keine politischen Gegner ausschalten will, wo Gerri ja schonmal das Zitat eine AfD-Mannes gebracht hat. Wenn man mal etwas googelt, wird man noch mehr finden, nicht zuletzt auch von Höcke, der mit "einem starken Besen" durch das deutsche Volk gehen möchte...Ich weiß nicht wie eindeutig man es noch braucht. Ja, sie werden Schwierigkeiten haben, das durchzuführen, aber sie WOLLEN es. Und das allein ist schon Grund zur Sorge.

Btw. gabs auch nach dem Ende der Nazidiktatur noch genügend Beispiele auf deutschem Grund für politische Verfolgung. Zu 100% lässt sich sowas leider bei einem Machtmissbrauch nicht verhindern und es gibt genügend AfD-Wähler die nur alzu bereit wären, die "grünen Verräter" zur Rechenschaft zu ziehen.
 
Die Leute die AFD wählen sind alle Volldeppen - "egal" ob rechts oder nicht!
Ja, und da liegt das entscheidende Dilemma. Das ist eigentlich wie Hanlon`s Razor. Ich kann nicht der Boshaftigkeit zuschreiben, was auch durch Dummheit hinreichend erklärt werden kann. Ursachen sind zu einem Großteil die miserable Sozial-, Bildungs- und Integrationspolitik. Und genau da ist m. E. auch der Lösungsansatz in der Wurzel zu suchen. An der inhaltlichen Auseinandersetzung kommt man doch jetzt nicht mehr vorbei, das wirkt hilflos trägt m. E. nur zur weiteren Eskalation bei. Das Problem ist hausgemacht und auch dadurch entstanden, dass die Poltiker der „demokratischen“ Parteien selbst immer bildungsferner agieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, und da liegt das entscheidende Dilemma. Das ist eigentlich wie Hanlon`s Razor. Ich kann nicht der Boshaftigkeit zuschreiben, was auch durch Dummheit hinreichend erklärt werden kann. Ursachen sind zu einem Großteil die miserable Sozial-, Bildungs- und Integrationspolitik. Und genau da ist m. E. auch der Lösungsansatz in der Wurzel zu suchen. An der inhaltlichen Auseinandersetzung kommt man doch jetzt nicht mehr vorbei, das wirkt hilflos trägt m. E. nur zur weiteren Eskalation bei. Das Problem ist hausgemacht und auch dadurch entstanden, dass die Poltiker der „demokratischen“ Parteien selbst immer bildungsferner agieren.

Du bist doch eigentlich alt genug um zu wissen das es Leute gibt die nicht geholfen haben wollen bzw. denen einfach nicht zu helfen ist!
Dies trifft auf die allermeisten AFD Wähler zu. Die sind einfach durch!
 
Ich denke eine Sache, die die demokratischen Parteien lernen müssen ist, dass die meisten Menschen die Wahrheit vertragen können. Und dass man Probleme ansprechen muss, ohne die Leute für dumm verkaufen zu wollen. Denn darauf reagieren sie allergisch. Und man sollte vermitteln, wie man die Probleme angehen will und letztendlich auch Erfolge vorweisen und vor allem vermitteln können (ohne sich die ganze Zeit in Streit untereinander aufzutreiben).

Ne Aufnahme von reinen AfD Diskussionen oder gar Dialog mit deren Wählern sind imo dagegen ziemich sinnlos, weil es i.d.R. reine Zeitverschwendung ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du bist doch eigentlich alt genug um zu wissen das es Leute gibt die nicht geholfen haben wollen bzw. denen einfach nicht zu helfen ist!
Dies trifft auf die allermeisten AFD Wähler zu. Die sind einfach durch!
Klar ist das Kind bei vielen in den Brunnen gefallen - das sehe ich auch so, aber m. E. nicht bei den von Dir genannten "allermeisten", da bin ich etwas optimistischer. Ansonsten sollten die Ausführungen eher zur Diskussion anregen, wie man der Entstehung des Problems entgegenwirkt, da ich das Bashing der AfD oder hochtrabende Ausführungen über die bösen Antidemokraten als nicht zielführend erachte.
 
Mehr als die Hälfte der Ostdeutschen ist unzufrieden mit der Demokratie
Demokratieverdrossenheit und rechtsextreme Einstellungen sind in den östlichen Bundesländern weitverbreitet, zeigt eine Erhebung der Uni Leipzig. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.

https://www.spiegel.de/politik/deut...kratie-a-02976dd9-788d-42fc-bdb1-88ee86b62a97

Hohe Zustimmung für rechtsextreme Aussagen
Die Ergebnisse sind alarmierend. Einige Beispiele:

  • Der Aussage »Im nationalen Interesse ist unter bestimmten Umständen eine Diktatur die bessere Staatsform« stimmten 8,6 Prozent voll und weitere 22,1 Prozent teilweise zu.

  • »Was Deutschland jetzt braucht, ist eine starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert«: Hier stimmten 26,3 Prozent voll zu, weitere 24,9 Prozent teilweise.

  • Bei »Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert« lag die volle Zustimmung bei 14 Prozent, die teilweise Zustimmung bei weiteren 19,1 Prozent.

  • Die Aussage »Eigentlich sind die Deutschen anderen Völkern von Natur aus überlegen« fand bei 10,5 Prozent komplette, bei weiteren 21,1 Prozent teilweise Zustimmung.

  • In der Aussage »Die Juden arbeiten mehr als andere Menschen mit üblen Tricks, um das zu erreichen, was sie wollen« fanden sich 8,9 Prozent komplett und 19,2 Prozent teilweise wieder.

  • Mehr als 20 Prozent konnten sich mit der Aussage anfreunden »Ohne Judenvernichtung würde man Hitler als großen Staatsmann ansehen« (7 Prozent komplett, 14 Prozent teilweise).
  • Knapp 70 Prozent der Befragten bejahten die Aussage »Die Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat auszunutzen« voll (41 Prozent) oder in Teilen.

:homer:

was soll man da noch sagen?
 
....dass wir selbst zu unfähig waren, Ostdeutschland richtig zu integrieren? :cool:
Das ist doch schon lange bekannt.
 
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