@Cycron Nein, das verstehe ich durchaus, hat bloß überhaupt nichts mit meinem Thema zu tun. Wenn Du das diskutieren willst, bin ich der falsche Adressat.
"Merz stimmte gegen die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe"
Ist stark verkürzt, kann bei fehlendem Wissenstand und bei dem zusätzlich fehlendem Kontext problematisch sein, da suggerieren könnte:
"Wenn er dagegen war, muss er wohl für Vergewaltigung in der Ehe gewesen sein."
Hab das schon verstanden.
Vielleicht hast du ja recht damit, dass ich diesen Kerl - nach allem was ich über ihn erfahren habe - so verabscheuungswürdig halte, dass mich das richtigstellen und dass in Kontext bringen von Details nicht die Bohne interessiert. Weil für mich die Sache auch mit entsprechendem Kontext nicht besser wird. Vielleicht tue ich dem Merz ja damit auch tatsächlich unrecht nicht auf den Kontext zu pochen - der für mich im Grunde keinerlei Unterschied mehr macht, weil ich das mit der Widerspruchsklausel schon für abgefuckt genug halte.
Vielleicht habe ich den Kontext aber auch einfach nur (fälschlicherweise?) für gegeben gehalten, weil meiner Meinung nach muss man schon ziemlich upgefuckt sein um daraus zu schließen, dass Merz dann wohl für Vergewaltigung in der Ehe steht.
Aber ich glaube ich mag den Kerl einfach zutiefst nicht, weil er für mich einfach ein neoliberaler Wirtschaft-Extremist ist der in meinen Augen für einen Menschen verachtenden Klassismus steht.
Ist das jetzt eine Gefahr für die Demokratie und der Debattenkultur innerhalb der Gesellschaft? Maybe.
Mir fällt es tatsächlich schwer - bei so einem Schlag von Mensch - der Fairness halber den Kontext - als "stellvertretender Verteidiger" - hervorzuheben (der es meiner Meinung nach nicht besser macht, obwohl es einen gewaltigen Unterschied darstellt). Für mich gibt es bei dem damals verhandelten Gesetzesentwurf kein Raum für Kompromisse. Jeder Kompromiss ist für mich automatisch ein halbes Dagegen.
Wie gesagt, ich schätze es durchaus von dir, dass du da der Fairness halber aufs Detail achtest.
Vielleicht stört es mich auch einfach nur dass was andere jetzt aus diesem Kontext machen - als würde das jetzt einen gravierenden Unterschied machen und man Merz Positionierung zum Thema als belangloses und eigentlich normal/alltägliches politisches Kalkül abtun kann, wo es zu allem und jedem Thema halt Kompromisse zu machen gilt. Und es gar nicht mehr ganz so darum geht, dass man hier rein faktisch die Rechte der Frau und das Thema Strafverfolgung bei Vergewaltigung in der Ehe aufweichen wollte, weil man die Institution der Ehe nochmal gesondert schützenswert empfand.
Mir ist es vielleicht einfach egal ob Merz hierbei möglichst schlecht bei weg kommt.
Soweit halt doch Touché.
Edit: Sorry daher für den Beef und das teilweise aneinander vorbei reden.
Edit2: Es ist immerhin der selbe Merz der angesprochen auf Wowereits Sexualität dieses von sich gab:
"Solange der Wowereit sich mir nicht nähert, ist mir das egal."
Meiner Meinung nach eine merkwürdige, sich-nicht-solidarisierende, aber-doch-lieber-auf-Abstand-haltende - Kackaussage unter einem pseudo-liberalen Deckmantel.