United Airlines setzt auf Microsoft-Musikdienst Zune
Die US-Fluggesellschaft United Airlines setzt künftig auf Microsofts Musikdienst Zune als Lieferanten der Audioinhalte seiner In-Flight-Entertainment-Systeme. Dies gaben die beiden beteiligten Unternehmen gestern bekannt.
Die Passagiere von United Airlines erhalten durch die Kooperation mit Microsoft die Möglichkeit, eine breitere Musikauswahl zu hören. So liefert Zune die Musik für insgesamt 21 verschiedene "Radioprogramme", die an Bord der Flugzeuge von United angeboten werden.
Damit wächst das Angebot deutlich und wird um neue "Sender" für Genres wie etwa Soundtracks, Electronic Dance, Opern und Piano Jazz erweitert. United lässt seine Passagiere auf Wunsch auch weiterhin die Kommunikation zwischen den Piloten und der Luftraumüberwachung mithören.
Microsoft profitiert von der Kooperation vor allem dadurch, dass nun Millionen United-Kunden erstmals Kontakt mit Zune haben werden, was durchaus eine gewisse Marketing-Wirkung haben soll. Die Passagiere könnten neue Musik auch anhand von angepassten Playlisten für bestimmte beliebte Künstler kennenlernen, versprachen die zuständigen Manager des Redmonder Softwarekonzerns.
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Steve Ballmer bezeichnet Google als Ungeheuer
Microsoft-Chef Ballmer hat sich launisch über Google geäußert. Der Internetkonzern sei ein "Behemoth" - ein sehr großes Ungeheuer. Man müsse aber selbst ein Ungeheuer sein, um ein anderes als solches zu erkennen.
Microsoft-Chef Steve Ballmer hat den Konkurrenten Google als Behemoth, ein riesiges Ungeheuer bezeichnet. Ballmer sprach auf der D8 Konferenz von "D: All Things Digital" mit dem IT-Journalisten Walt Mossberg über die Situation auf dem Suchmaschinenmarkt: "Vor uns liegt verdammt viel Arbeit, und das in einem wettbewerbsintensiven Umfeld und gegen einen sehr großen Behemoth."
Auf Nachfrage von Mossberg, ob Ballmer ein anderes Unternehmen wirklich als sehr großes Ungeheuer bezeichnen wolle, sagte Ballmer lachend: "Sicher. Man muss selbst eines sein, um ein anderes zu erkennen."
Bing war vor einem Jahr auf der D8 Konferenz des Wall Street Journal angekündigt worden. Microsofts Suchmaschine sei es in einem Jahr gelungen, Marktanteile zu gewinnen. "Wir sind die einzige Suchmaschine, die Marktanteile dazugewonnen hat. Und das in einer sehr langen Zeit", führte Ballmer aus. "Wir haben gute Arbeit geleistet." Ihm sei bewusst, dass noch ein langer Weg vor Microsoft liege. Doch der Konzern sei langfristig auf dem Suchmaschinenmarkt engagiert.
Nach Angaben von ComScore hat Microsoft seinen Anteil am Suchmaschinenmarkt in den USA von 8 Prozent im Jahr 2009 auf 11,8 Prozent im April 2010 gesteigert. Im April 2010 verzeichnete Google in den USA gegenüber dem Vormonat März einen Rückgang von 65,1 Prozent auf 64,4 Prozent. Yahoo fiel von 17,7 Prozent auf 16,9 Prozent. Bing kletterte von 11,7 Prozent auf 11,8 Prozent.
Ballmer nannte in dem Gespräch als wichtigste Konkurrenten Microsofts Oracle, Apple, Google und VMware. Auf der Fernsehplattform seien es Nintendo und Sony. Dazu komme das seit langem existierende Konkurrenzverhältnis zur Open-Source-Community mit Firefox und Linux. (asa)
http://www.golem.de/1006/75568.html