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360 Der KT-WM (Boulevard)Presse Thread - Interviews - Gerüchte und mehr!

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KT-WM News schrieb:
Sind die Reifen an der schwachen Mercedes-Performance im Qualifying Schuld?

Beim Mercedes AMG F1-Team rätselt man immer noch, warum man im Rennen meist sehr konkurrenzfähig ist, im Qualifying aber schwächelt. Der Teamchef denkt, das Problem identifiziert zu haben: "Wir denken, dass wir die Reifen nicht richtig verstehen. Wir schaffen es nicht, sie innerhalb einer Aufwärmrunde so in das Betriebsfenster zu bekommen, dass sie danach für ein schnelle Runde genügend Grip liefern."
Die Erklärung erscheint schlüssig: Rocketracer fuhr in allen Qualifyings mehrere Runden pro Reifensatz. Außerdem wurde beobachtet, wie er in Kanada eine sehr aggressive Aufwärmrunde fuhr. Es scheint aber auch abhängig von der Streckencharakteristik zu sein, schließlich konnte man die Pole Position zum Auftakt in Australien holen und auch in Kanada war man zumindest zeitlich gesehen näher dran.
"Eventuell spielt das Streckenlayout und die Länge des Kurses eine Rolle. Wir werden weiter hart arbeiten, um das Problem in den Griff zu bekommen.", so der Teamchef weiter.
Mit Suzuka steht am 2. Dezember wieder eine längere und sehr anspruchsvolle Strecke auf dem Programm. Gerade im ersten Sektor ist freie Fahrt sehr wichtig, um in den S-Kurven nicht zu viel Zeit zu verlieren.
 
KT-WM News schrieb:
Rocketracer und Mercedes laden zur Pressekonferenz ein

Etwas überraschend gab das Team um Mutzi und Rocketracer soeben bekannt, dass für nächste Woche Mittwoch eine Pressekonferenz anberaumt wurde. Der genaue Inhalt ist bislang unbekannt. Fest steht nur, dass neben der Teamleitung auch Rocketracer zu den Medienvertretern sprechen wird. Die Veranstaltung findet im Pressecenter in Suzuka statt, wo am 2. Dezember der 5. KT-WM-Lauf ausgetragen wird.
 
Einige verrückte Statistiken zum 4. KT-WM-Lauf in Kanada

Ein Neuling auf Rekordjagd und jede Menge Randnotizen - hier ein paar Ausschnitte:

- Der GP von Kanada ist seit 2011 im Kalender. Bisher gab es zwei verschiedene Sieger: Barry the Scary im vergangenen Jahr, Rocketracer in diesem Jahr.

- Rocketracer konnte mit diesem Erfolg den 10. Karrieresieg für sich verbuchen. Es war der dritte in der laufenden Saison. Damit ist er noch einen Sieg von seiner Bestmarke der Saison 2010 entfernt.

- wil sicherte sich zum dritten Mal in Folge die Pole Position. Damit hat er den Rekord von Rocketracer aus der vergangenen Saison (3 Pole Positions; ebenfalls 2.-4. GP) eingestellt. Nun wackelt in Japan der Rekord aus der Saison 2010 von Rocketracer (4 Pole Positions; 1.-4. GP in der KT-WM 2010), sogar ein neuer Rekord kann durch wil aufgestellt werden, sollte er bei den beiden ausstehenden Rennwochenenden die Bestzeit in der Qualifikation fahren.

- kuhbesamer startete in Kanada von Platz 2 und stellte damit sein bestes Quali-Ergebnis aus Australien in diesem Jahr ein. Sein dritter Platz im Rennen ist sein zweiter Podestbesuch in dieser Saison (nach Australien; Platz 2).

- Die ersten drei Fahrer im Qualifying lagen innerhalb von unter zwei Zehntelsekunden - Rekord.

- wil sicherte sich die erste schnellste Rennrunde seiner Karriere. Nach seiner Pole Position fehlte ihm nur der Rennsieg für den Hattrick, den es in dieser Saison weiterhin nicht gibt.

- Mutzi ist der bestplatzierteste Fahrer im WM-Klassment, der in dieser Saison noch keinen Podestbesuch aufweisen kann. Sein bestes Saisonergebnis ist ein vierter Platz in Indien.

- MAXStarPETE holte in den letzten beiden Rennen fast drei Mal so viele Punkte wie in den ersten beiden WM-Läufen.

- Melphiz holte nach vier Punkten in Indien erneut vier Punkte in Kanada.

- Die KT-WM-Saison 2012 wartet weiterhin auf einen Doppelsieg eines Teams.

- Das Mercedes AMG F1-Team kann beim kommenden Rennen sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteursmeisterschaft für sich entscheiden.

- In jedem Rennen standen mindestens zwei der drei bestplatziertesten Fahrer im WM-Klassment (Barry the Scary, wil, Rocketracer) auf dem Podest. In Belgien waren es sogar alle drei Fahrer.
 
Nachdem wil und sein engstes Teamumfeld durch eine langwierige Erkrankungswelle für mehrere Tage ausser Gefecht gesetzt wurden, scheint der erste Verfolger von WM-Leader Rocketracer wieder unter den Gesunden zu weilen und hat gestern die ersten Runden im Land der aufgehenden Sonne gedreht. KTMN hatte die exklusive Gelegenheit, ein paar Worte mit dem Lotuspiloten zu wechseln.

KTMN: Wie geht es Ihnen?

Wil: Wieder sehr gut. Nachdem sämtliche Mahlzeiten ihren Weg über mehrere Tage auf verschiedene ausserplanmässige Wege immer und immer wieder nach draussen gefunden haben, vermag ich wieder normal zu essen und zu arbeiten - eine schöne Welt so!

KTMN: Wie sieht es mit ihren Vorbereitungen auf Japan aus?

Wil: Zum Glück kenne ich die Strecke bereits aus vergangenen Jahren ganz gut, denn gestern konnte ich zum ersten Mal mit einem aktuellen Auto auf die Strecke und sowohl die nächsten Tage wie auch Samstag und Sonntag wird die Zeit sehr knapp sein, sich vorzubereiten. Es stehen zahlreiche Termine abseits der Strecke auf dem Programm.

KTMN: Wie waren sie mit ihren gestrigen Zeiten zufrieden?

Wil: Da dürfte noch einiges gehen, doch es ging primär auch darum, ein geeignetes Setup zu finden für trockene Bedingungen. In den nächsten Tagen werden wir noch am Regensetup arbeiten und hoffentlich auch den einen oder anderen Longrun absolvieren können - doch wie gesagt ist die Zeit knapp und gerade für letzteres sehe ich leider schwarz.

KTMN: Wie gefällt Ihnen die Strecke.

Wil: Japan fährt sich sehr flüssig, gerade der erste Sektor macht unheimlich viel Spass. Wiederum gilt es eine gute Abstimmung zu finden: Die langen Kurven verlangen viel Downforce und ein gutes Handling in den Kurven, die Doppellinks vor der langen Gerade und die Schikane vor Start/Ziel dagegen ein gutes Einlenkverhalten des Fahrzeuges. Zudem hat die Strecke auch eine lange Gerade bzw. zwei kurze Geraden mit einer Vollgas Links dazwischen - Sie sehen, auch hier gilt es einen guten Kompromiss zu finden.

KTMN: Sie könnten am nächsten Sonntag mit dem aktuellen Rekord von 4 Poles in Folge (aufgestellt von Rocketracer in der Saison 2009) gleichziehen, wie sehen sie ihre Chancen?

Wil: Das sind reine Zahlenspielereien. Poles hätte ich eigentlich in diesem Jahr bereits genügend geholt, um eine Meisterschaft zu gewinnen. Doch die Punkte gibt es jeweils nur fürs Rennen und da haben wir leider nicht ganz mit der Pace des Qualifyings bzw. v.a. mit der Pace von Mercedes mithalten können. Rekorde sind natürlich was schönes, doch entscheidend sind Punkte.
Was die Chancen auf die vierte Pole in Folge anbelangt gilt es zu sagen, dass es zuletzt in Kanada äusserst eng war. Die Konkurrenz hat aufgeholt. Dies in Kombination mit meiner suboptimalen Vorbereitung mindern meine Chancen. Doch ich werde mich bestimmt nicht aufs Qualifying fixieren - die Longruns sind wichtig. Ich denke, dass ein Platz in den ersten beiden Startreihen realistisch ist, danach gilt es für einmal ein fehlerfreies Rennen hinzukriegen.

KTMN: Zwei Drittel der Saison sind vorbei und ihre primäres Ziel eines fehlerfreien Rennens steht immer noch auf der to-do-list… Sind sie zu ungestüm?

Wil: Ich denke nicht. Die Fehler in den vergangenen Rennen waren primär im Regen im taktischen Bereich, teils auch fremdverschuldet. Natürlich habe auch ich einige Fehler gemacht - besonders ärgerlich jene in den ersten 3 bis 5 Kurven. Da muss ich vielleicht noch ein klein wenig abgeklärter werden.

KTMN: Wie sehen Sie ihre WM-Chancen?

Wil: Nicht anders als nach dem Kanada Weekend: Sie tendieren gegen null. Rocketracer müsste in beiden kommenden Rennen einen schlechten Tag einziehen und danach sieht es definitiv nicht aus. Daneben müsste ich beide Rennen als Sieger abschliessen - auch dies scheint mit eher vermessen. Natürlich werden wir aber kämpfen.

KTMN: Ihr Teamkollege hatte gestern Geburtstag, gibt’s für Ihn am kommenden Sonntag das passende Geschenk?

Wil: Zuerst mal Gratulation von meiner Seite. Ich hoffe, dass er sich selber und dem Team viele Punkte schenken wird, denn der Kampf um den Vizetitel in der Konstrukteursmeisterschaft ist in vollem Gange und unsere Karten sind diesbezüglich nicht schlecht.

KTMN: Vielen Dank und weiterhin eine gute Vorbereitung.

Wil: Ich danke.
 
KT-WM News schrieb:
Paukenschlag: Rocketracer verlässt Mercedes zum Saisonende!

Es gab hin und wieder bereits einige Gerüchte im Fahrerlager, doch die kürzlichen Saisonerfolge schienen diese in Luft aufzulösen. Wie wir nun wissen, ist dem nicht so. Denn Rocketracer hat soeben auf der Pressekonferenz im Medienzentrum in Suzuka seinen Abschied vom Mercedes AMG F1-Team zum Ende der Saison bekanntgegeben. Rocketracer sprach von "einer großartigen Zeit und vielen schönen Erinnerungen, die bleiben werden". Der Teamchef zeigte sich sichtlich enttäuscht, wünschte Rocketracer auf dem weiteren Weg aber alles Gute. Der aktuelle WM-Führende betonte, in den kommenden beiden Rennen alles zu geben, um sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteurs-WM einzufahren.

Damit wird sich das Mercedes-Team nach drei Jahren mit Rocketracer für die Saison 2013 erneut einen neuen Fahrer suchen müssen. Seit Einführung der Teamwertung in der Saison 2011 fuhren bereits MouseMan (2011) und Mutzi (2012) an der Seite von Rocketracer für die Silberpfeile.
Rocketracer gelang mit Mercedes in der ersten KT-WM-Saison 2010 gleich der WM-Titel. Im Folgejahr als Favorit gestartet, gab es eine bittere Niederlage gegen Barry the Scary. Bisher stehen zehn Rennsiege auf seinem Konto.

Die genauen Gründe für die Trennung sind noch nicht bekannt. In der Vergangenheit fiel auf, dass Teamverantwortliche und Fahrer nicht immer einer Meinung waren. Dennoch gab es keine Anzeichen, an Rocketracer nicht festzuhalten.
Rocketracer lies seine eigene Zukunft völlig offen und nannte kein zukünftiges Team. In den vergangenen Wochen wurden ihm Kontakte zu Lotus-Renault nachgesagt, auch die Gerüchte zu einem möglichen Ferrari-Wechsel dürften nun wieder im Aufwind sein.
Sobald es weitere Aussagen und O-Töne gibt, lesen Sie es zuerst bei uns.
 
Mercedes AMG Fahrer Mutzi denkt über einen Wechsel in die amerikanische NASCAR iRacing Serie nach.

Der KT F1-WM Fahrer Mutzi liebäugelt nach Saisonende der KT F1-WM 2012 in die amerikanische NASCAR Serie von iRacing zu wechseln. "NASCAR ist hervorragender Motorsport und iRacing stellt im Simulationssektor die Referenz dar", wird Mutzi zitiert. Bereits zwischen 2004 und 2005 konnte Mutzi genügend NASCAR Erfahrung sammeln. Aber auch ein Wechsel in die IndyCar Series von iRacing oder in den Rallysport mit Richard Burns Rally zieht Mutzi ernsthaft in Betracht. "Formel 1 Spiele und die KT F1-WM haben mir viel Freude bereitet, aber nach drei Jahren möchte ich gerne etwas anderes machen", so Mutzi. Eine Teilnahme an einer möglichen KT F1-WM 2013 möchte er zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht zu 100% ausschließen. "Ich entscheide mich erst, wenn es soweit ist. Ich verspüre keinen Druck mich jetzt schon entscheiden zu müssen". Ob eine KT F1-WM 2013 überhaupt stattfindet, steht noch in den Sternen. Aufgrund des Xbox 360 Nachfolgers könnte die KT F1-WM für ein Jahr pausieren und erst wieder 2014 stattfinden. Das ist aber höchst spekulativ und noch nicht von offizielle Stelle bestätigt.
 
KT-WM News schrieb:
Matchball Nr. 1 für Mercedes AMG F1: Erste und zugleich letzte Chance vor dem Brasilien-Chaos?

Die KT-WM bestreitet das letzte Drittel der Saison 2012. Zunächst steht die Premiere in Japan an, zwei Wochen später reisen die Teams zum Saisonfinale nach Brasilien. Der Mercedes-Teamchef freut sich auf die zweite neue Strecke in dieser Weltmeisterschaftssasion und zeigt sich zuversichtlich: "Bisher konnten wir auf allen Strecken ein ansprechendes Tempo zeigen, insbesondere im Rennen. Es spricht also wenig dagegen, dass wir hier nicht konkurrenzfähig sind. Die Strecke hier in Japan ist eine tolle und zugleich herausfordernde Strecke."
Auch wenn die Streichresultatregelung die WM-Prognosen erschwert, so kann das Team um Mutzi und Rocketracer bereits an diesem Wochenende beide Meisterschaften für sich entscheiden. Ein weiterer Sieg von Rocketracer und er würde mit einem uneinholbaren Vorsprung nach Sao Paulo reisen können. Der Mercedes-Motorsportchef hofft auf eine Vorentscheidung und verweist auf die eigenen Regeln bei einem Saisonfinale: "Die Formel 1 konnte letzte Woche sehen, dass die Strecke in Sao Paulo mit seinen Wetterkapriolen immer für Überraschungen gut ist. Im letzten Jahr gab es in der KT-WM ebenfalls ein chaotisches Rennen. Es wäre also gut, wenn wir hier bereits beide Titel feiern könnten."
Für den Konstrukteurstitel benötigt das Mercedes-Team ein starkes Teamresultat. Der Teamchef hofft, dass dies mit einigen neuen Teilen und der Erfahrung der letzten Rennen gelingt: "Wir würden uns natürlich sehr freuen, beide Fahrer auf dem Podium zu sehen. Dies haben wir in dieser Saison noch nicht geschafft. Wir arbeiten hart daran, um dies zu ermöglichen."
 
KT-WM News schrieb:
Teamübergreifender Test in Japan - Mutzi Geheimfavorit?

Soeben ist der teamübergreifende Test vor dem Japan-Rennwochenende zu Ende gegangen. Am Start waren neben beiden Mercedes-Piloten Mutzi und Rocketracer auch der Williams-Pilot Melphiz.
Während Rocketracer im ersten Testtraining die Bestzeit lieferte, setzte sich Teamkollege Mutzi im zweiten Testtraining an die Spitze und konnte auch das Testrennen für sich entscheiden.
Alle Sessions fanden dabei unter trockenen Bedingungen statt.
Der Mercedes-Teamchef zeigte sich im Anschluss zufrieden: "Wir haben unsere Aufgaben erledigt und sollten morgen konkurrenzfähig sein. Insbesondere Mutzi hat heute einen sehr guten Job gemacht. Lasst uns sehen, was morgen passiert."
Ist Mutzi damit ein Geheimfavorit für den morgigen Lauf in Japan? Es scheint durchaus möglich.
 
KT-WM News schrieb:
Zwei Fahrer auf Rekordejagd in Japan

Die heutige Premiere eines Japan-Rennens in der KT-WM ist für zwei Fahrer im Starterfeld zugleich eine Jagd auf Rekorde.

- wil könnte mit der schnellsten Runde im Qualifying seine Pole Position-Serie auf vier ausbauen. Damit würde er mit dem Rekord von Rocketracer, aufgestellt in der Saison 2010, gleichziehen. Beim Saisonfinale in Brasilien hätte er dann sogar die Chance, diese phänomenale Serie auszubauen.

- Rocketracer könnte mit dem vierten Saisonsieg seine eigene Bestmarke aus der Saison 2010 egalisieren. Auch er hätte im Saisonfinale noch die Möglichkeit, diese Statistik zu verbessern.

Interessant: Beide Rekorde könnten heute gleichzeitig eingestellt werden. Dafür muss wil die Pole Position holen und Rocketracer das Rennen gewinnen. Dies würde ihm zugleich vorzeitig den 2. WM-Titel bescheren.
 
KT-WM News schrieb:
Williams erwartungslos in Suzuka: Training war nicht möglich

Das Williams F1 Team konnte in Suzuka erst gestern zum ersten Training starten, zwei Wochen lang wartete man auf die neuen Getriebe, nachdem der Hersteller Probleme mit der Lieferung hatte.
Erste Tests zeigten, dass man auf der japanischen Strecke nicht viel erreichen wird: „Was soll man sagen ... unser Auto kommt mit den vielen mittelschnellen Kurven nicht klar”, erklärte Melphiz am Vormittag, „die Zeit, ein richtiges Setup zu finden, lief uns davon, mit den Einstellungen aus Kanada ist unser Wagen dennoch nicht konkurrenzfähig. Es ist enttäuschend, das ganze Team ist stinksauer auf den Hersteller, wir hoffen nur, dass wir zumindest unfallfrei und ohne Strafen das Rennen beenden können..” Nach den wochenlangen Tests und Trainings in Kanada, um ein gutes Setup zu finden, wird der Williams-Renault jetzt ins kalte Wasser geworfen. Die Hoffnungen bei Williams beruhen nun darauf, dass zumindest das neue Getriebe halten wird.
 
KT-WM News schrieb:
Rocketracer erwartet engen Kampf in Japan

Der Mercedes-Pilot spricht über seinen Abschied vom Team und den anstehenden WM-Lauf in Japan.

I: "Rocketracer, vor einigen Tagen haben Sie Ihren Abschied von Mercedes verkündet. Wie kam es zu dieser Entscheidung?"
R: "Ich bin nun im dritten Jahr bei Mercedes. Wir haben in dieser Zeit einiges erreicht und auch einige Rückschläge wie im vergangenen Jahr zusammen durchlebt. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man dann eine neue Herausforderung sucht."
I: "Über Ihre Zukunft wird wild spekuliert. Es tauchen immer wieder Lotus-Renault und Ferrari auf, manche Experten halten sogar einen Ausstieg für möglich..."
R: "Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich dazu nichts sagen. Es ist dafür viel zu früh. Wir befinden uns in der laufenden Saison 2012 und kämpfen um die Weltmeisterschaft. Darauf konzentriere ich mich nun."
I: "Kommen wir also zum anstehenden 5. KT-WM-Lauf. Was sagen Sie zur Strecke in Japan?"
R: "Die Strecke ist natürlich klasse, insbesondere der erste Sektor ist herausragend. Man benötigt für konstante Runden ein gut ausbalanciertes Auto und einen guten Kompromiss zwischen Abtrieb und Höchstgeschwindigkeit, denn die Strecke bietet beides."
I: "Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein? Mit einem Sieg wären Sie vorzeitig Weltmeister..."
R: "Es wird ein hartes Rennen denke ich. Im Trockenen sollte die Spitze eng zusammen sein. Unser Schwachpunkt wird sicherlich wieder das Qualifying sein, im Rennen dürften wir vorbereitet sein."
I: "Sie sprechen das Qualifying an. Ihre letzte Pole Position ist anderthalb Monate her, eine lange Zeit..."
R: "Ja, ich würde gerne mal wieder vorne stehen (lacht). Aber die Konkurrenz, insbesondere wil macht es mir nicht leicht. Ich schaffe es aktuell nicht, die Runde so perfekt hinzubringen wie er und auch kuhbesamer in Kanada."
I: "Sollte wil erneut die Pole Position holen, würde er in der Statistik der Pole Position-Serien mit Ihnen gleichziehen."
R: "Ich persönlich bin ein Anhänger von Statistiken und es wäre schade, eine Bestmarke abgeben zu müssen. Aber man muss auch sagen: wil macht einen klasse Job bei Lotus-Renault. Er fährt seine erste Saison und liefert starke Leistungen ab. Insofern hat er sich das verdient."
I: "Beim gestrigen Training schien Ihr Teamkollege schneller zu sein. Im Hinblick auf die Konstrukteursweltmeisterschaft sicherlich ein Vorteil für Sie und Ihr Team, oder?"
R: "Auf jeden Fall. Bisher haben wir regelmäßig gut punkten können, wir liegen verdient an der Spitze des Klassments. Ich habe mich mit Mutzi gestern noch nach dem Training unterhalten und er sagte mir, dass Suzuka und Sao Paulo ihm entgegenkommen. Er fährt eine gute Saison und ein Podestplatz wäre für ihn und das Team ein verdienter Lohn. Wir werden alles geben, um ein starkes Teamresultat aus Japan mitzubringen."
 
F1 News - Kellewap beendet Karriere

Der F1-Fahrer Kellewap gibt nach dem schweren Unfall während des Japan GP in einer Pressekonferenz seinen sofortigen Rücktritt, und somit sein Karriereende, bekannt.

"Durch die Regeln der CMFIA ist das Fahren zu einem Glücksspiel und zur Gefahr für Leib und Leben geworden. Die technischen Vorgaben und die von Korruption durchzogene Rennkommission zwingen mich zu diesem Schritt.
Es ist eigentlich nicht meine Art, einen gültigen Vertrag nicht zu erfüllen, aber ich bin einfach nur froh, hier überhaupt noch stehen und reden zu dürfen. Mein Team McLaren Mercedes hat durch seine zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen am Auto mein Leben gerettet.
Ich möchte mich bei allen Teammitgliedern und Fahrerkollegen bedanken und für den Rücktritt vor dem Saisonfinale in Brasilien entschuldigen!"


Auf die Frage, ob er ein Comeback in der nächsten oder übernächsten Saison für möglich hält, da er eigentlich noch immer konkurrenzfähig ist, wie er erst kürzlich in einer anderen Rennserie bewiesen hat, gab es eine klare Antwort:

"Solange Rennkommision und CMFIA durch die derzeitige Führung vertreten werden, schließe ich ein Comeback aus, da nicht davon auszugehen ist, dass technischer Fortschritt und Fairness gewollt sind."

Somit wird das Team McLaren Mercedes nicht zu einem Saisonfinale antreten.
 
KT-WM News schrieb:
Williams mit einer zufriedenen Rennleistung: Melphiz fährt Platz 5 ein und holt sich 10 wichtige Punkte

Das Williams F1 Team konnte sich in Suzuka beweisen, trotz fehlender Tests und einem suboptimalen Setup, konnte sich der junge Fahrer Melphiz nach einer straf- und unfallfreien Performance in Japan den 5. Platz holen.
„Ich bin echt happy,” sagte er zufrieden, „die ersten Kurven waren ungünstig und die gewonnenen Plätze beim Start gingen wieder verloren aber unser Alternativsetup ließ sich deutlich besser fahren, auch wenn uns die Bremsen Probleme bereitet haben. Es war ein spannendes Rennen und erforderte viel Konzentration, zwar haben wir wieder durch Un- und Ausfälle profitiert, dennoch bin ich sehr froh über den Ausgang des Rennens.”
Teamchef Sir Frank Williams ist hocherfreut über das Ergebnis seines jungen Fahrers: „Großartig! Das war eine super Performance, 5. Platz und eine unfallfreie Leistung, ich bin stolz auf ihn.”
Auch Marketing-Direktorin Claire Williams konnte sich kaum halten: „Was Melphiz da gefahren ist, war ein wunderbares Rennen. An 10 Punkte hatten wir dieses Wochenende wirklich nicht gedacht, wir sind sehr zufrieden.”
Nach dem Warten auf das neue Getriebe, konnte sich das Team nicht auf die Strecke für Tests und Training begeben, doch Melphiz bewies, dass eine gute Streckenkenntnis vieles ausgleichen kann: „Ich kenne Suzuka gut, ich bin in der Moto GP oft hier gefahren - meist bei Regen, das war richtig nervenzerrend. Damals fuhr es sich einfacher als jetzt in einem F1-Bolliden aber nach einigen Runden hatte ich den Kurs wieder im Blut, das war sehr vorteilhaft.” erklärte er seine gute Leistung.

Dickie Stanford Race Team Manager von Williams hofft auf eine Wiederholung in Sao Paolo, „Wir werden wieder mehr Training-Sessions fahren können, das neue Getriebe funktioniert gut. Sao Paolo hat viele enge Kurven, es ist eine andere Charakteristik als in Suzuka, das sollte uns zu Gute kommen, ein passendes Setup zu finden.”

Auch wenn die Konstrukteurs-WM bereits entschieden ist, für das Williams F1 Team geht es weiterhin um jeden Punkt, wir dürfen also gespannt sein auf das Rennen in Brasilien.
 
Krimifinale im Land der aufgehenden Sonne

Gestern konnten Mutzi und Rocketracer nicht nur in der Konstrukteurewertung den Sack für das Mercedes AMG F1 Team zumachen, sondern zweiterer verwertete auch gleich den ersten Matchball zur Fahrerweltmeisterschaft und kürte sich zum verdienten Weltmeister 2012. Wil, bereits vor dem Rennen einzig verbliebener Mitbewerber um diese begehrte Krone, konnte sich zwar die Pole, die schnellste Runde und den Sieg sichern, hat vor dem Saisonfinale in Brasilien jedoch einen uneinholbaren Rückstand. Damit hat sich der WM-Favorit letztlich doch gegen den Neuling durchgesetzt. KTMN traf Wil nach dem Rennen exklusiv im Lotus Motorhome auf einen Schlummertrunk und konnte mit dem geschlagenen WM-Rivalen ein interessantes Gespräch führen.

KTMN: Wil, Sie haben gestern und heute alles gegeben, waren zum vierten Mal in Folge schnellster im Qualify, haben die schnellste Runde gefahren und den Rennsieg eingeheimst. Trotzdem sind Sie raus aus dem Titelrennen. Was überwiegt, Freude oder Enttäuschung?

Wil: Bevor ich hier Fragen zu meiner Situation beantworte möchte ich Rocketracer, Mutzi und dem gesamten Mercedes Team herzlich zum Titel gratulieren. Sie waren über die gesamte Saison das mit Abstand kompletteste Team, haben am wenigsten Fehler gemacht, waren immer bei den Schnellsten dabei und haben zum Schluss auch einfach die beste Teamarbeit abgeliefert. Rocketracer fuhr eine fast fehlerfreie Saison, was mich sehr beeindruckt hat. Er war auf allen Strecken und unter sämtlichen Bedingungen immer ganz vorne dabei. Mutzi hat gestern eindrücklich gezeigt, was möglich gewesen wäre, wäre ihm das Glück etwas besser gestimmt gewesen. Er war sowohl in der Qualifikation wie auch im Rennen immer bei den schnellsten dabei und hatte für eine kurze Zeit auch die Rennführung inne. Danach hat er sich in eindrücklicher Weise in die Dienste des Teams gestellt und letztlich nicht nur für den Konstrukteurstitel kräftig mitgewirkt, sondern auch für die Vorentscheidung in der Fahrermeisterschaft einen wichtigen Beitrag geleistet.
Schliesslich gilt es aber auch den Kommandostand von Mercedes zu loben. Die haben auch aus taktischer Sicht einfach die besten Rennen geliefert.


KTMN: Eine wahre Lobeshymne - Mercedes ist ja für nächste Saison auf der Suche nach einem Ersatz für Rocketracer. Eine Option für Sie, nachdem Sie bei Lotus ja lediglich einen Einjahresvertrag unterzeichnet haben?

Wil: Zur Zeit laufen keine konkreten Verhandlungen mit anderen Teams. Natürlich lasse ich mir aber alle Optionen offen für nächste Saison. Ich bin aber äusserst dankbar, dass ich von Lotus die Möglichkeit erhalten habe, mit einem konkurrenzfähigen Auto an den Start zu gehen. Die Geschäftsleitung ist mit der Verpflichtung von Patrick B. und mir ein grosses Risiko eingegangen und ich weiss dies zu schätzen.

KTMN: Zurück zur ersten Frage… Freude oder Enttäuschung?

Wil: Natürlich Freude: Freude über den gestrigen Sieg und den Umstand, dass ich Weltmeister Rocketracer zumindest bis zum zweitletzten Rennen ordentlich fordern konnte. Wir haben diese Saison sehr viel erreicht und wenn ich nächste Saison konsequent da weitermachen kann, wo wir diese Saison aufhören werden - hoffentlich mit einem Sieg in Brasilien (lacht, Anm. d. Red.) - kann ich mir im Herbst meiner Karriere vielleicht noch einen ganz grossen Traum erfüllen. Enttäuschung verspüre ich keine, denn meine Chancen waren ohnehin nur noch theoretischer Natur. Lotus und ich haben unseren Beitrag in Japan geleistet, mehr war nicht drin.

KTMN: Wo haben Sie die Meisterschaft verloren?

Wil: Eigentlich macht das keinen Sinn, nun über die verpassten Möglichkeiten nachzudenken, ich schaue lieber nach vorn nach Brasilien und auf nächste Saison. Wenn man aber wirklich das Haar in der Suppe suchen wollte, so waren einfach die Leistungen im ersten Drittel der Saison nicht stark genug für den Gewinn der Meisterschaft. In Australien war ich nicht nur etwas zu langsam, sondern die Rennleitung hat es uns auch nicht einfach gemacht - mit entsprechenden Problemen hatte jedoch im Verlauf der Saison jeder mindestens einmal kämpfen, von daher taugt dies nicht als einzige Entschuldigung. Des Weiteren war natürlich auch die Rückversetzung in die letzte Startreihe in Belgien ein Handicap. Es hat uns einfach das Losglück gefehlt, nachdem wir zuvor zwei Mal die Bestzeit markieren konnten. In Belgien wäre Platz eins oder zwei durchaus möglich gewesen. Die Haupthypothek haben wir uns aber mit mehreren Fehlern im taktischen Bereich selbst zuzuschreiben. Insbesondere im Regen haben wir uns mehrfach deutlich verzockt. Lotus wäre gut beraten, den meteorologischen Dienst für nächste Saison aufzurüsten: Spart Euch ein paar Millionen in der Aerodynamikabteilung und stellt stattdessen Jürg Kachelmann ein - Nutzen/Ertrag und so… (lacht, Anm. d. Red.).

KTMN: Zurück zum gestrigen Rennen: Es schien alles gut zu laufen - bis zur SC-Phase…

Wil: Ja, die Qualifikation lief sehr gut, ich konnte ohne unendlich viel Risiko zu nehmen mit dem Trockesetup erstaunlich schnelle Runden fahren, was uns schliesslich P1 brachte. Am Start bin ich gut weggekommen, war dann in den ersten Kurven aber etwas zu konservativ, ich wollte nicht altbekannte Fehler wiederholen. Rocketracer kam in der 130R fast auf gleiche Höhe, hat dann aber zurückgesteckt - auch diesbezüglich weltmeisterlich. Danach konnte ich ihn gut auf Distanz halten, war pro Runde knapp sieben Zehntel schneller. Dadurch hatte ich bis zum Reifenwechsel knapp sieben Sekunden Vorsprung. Danach ging es hinter mir etwas durcheinander, auf jeden Fall hatte ich nach dem Boxenstopp irgendwo zwischen 18 und 20 Sekunden Vorsprung auf Mutzi. Ich hatte es mir bereits in der Komfortzone gemütlich gemacht und mich auf auf die Verteidigung des Vorsprungs eingestellt. Dann kam leider das SC…

KTMN: Wieso gingen Sie nicht an die Box?

Wil: Das Team und ich haben die Gelegenheit schlicht verpasst - ein schwerer taktischer Fehler, der uns eigentlich den Rennsieg hätte kosten sollen…

KTMN: Hat er aber nicht, obwohl der Restart - nun ja - ziemlich durchwachsen war…

Wil: Der Restart war zum vergessen… Das SC hat vor dem Einbiegen in die Box dermassen verzögert, dass ich nur im Schritttempo unterwegs war. Das hat mich etwas irritiert und ich hatte in der Folge tatsächlich vergessen, aus dem Spritsparprogramm zumindest auf Gemisch zwei, besser drei zu stellen. Dadurch kamen sowohl Mutzi als auch Kuhbesamer an mir vorbei… In der Folge hatte ich erstmal etwas abgewartet, was sich also goldrichtig erwiesen hat. Kuhbesamer attackierte Mutzi etwas ungestüm und räumte sich dadurch selber von der Strecke. Ich konnte die Zeiten von Mutzi gut mitgehen, entschied mich aber darauf zu warten, dass DRS wieder freigegen wird. Das war die richtige Entscheidung, obwohl ich danach Rocketracer unmittelbar und auf frischen weichen Reifen hinter mir hatte. Unverhofft verkamen die letzten Runden damit doch noch zum Eiertanz…

KTMN: Durch das SC kam Rocketracer überhaupt wieder aufs Podium - hat ihnen der Unfall von Kellewap die Titelchancen geraubt?

Wil: Theoretisch ja, aber das sind einfach Zufallssachen. Noch in Indien hatte ich von einer SC-Phase profitiert, nun in Japan konnte Rocketracer dies tun - mal gewinnst du, mal verlierst du, das ist Sport. Zudem hätte ein Platz 4, 5 oder 6 von Rocketracer nichts daran geändert, dass er für Brasillien immer noch grosser Favorit gewesen wäre.

KTMN: Vierte Pole in Folge, damit haben Sie den Rekord von Rocketracer egalisiert. Werden Sie diesen in Brasilien noch übertrumpfen?

Wil: Unser Speed in der Qualifikation ist zur Zeit sehr gut. Der Lotus und mein Fahrstil stimmen einfach gut mit leeren Tanks überein. Letztlich waren aber die Entscheidungen gerade in Kanada und Japan auch sehr eng, gut möglich dass in Brasilien wieder ein anderer vorne ist. Ich werde natürlich versuchen, auch in Brasilien ganz vorne zu stehen, aber jetzt brauche ich erst mal ein paar Tage Ruhe

KTMN: Eben hat uns die Meldung ereilt, dass Kellewap nach seinem schweren Unfall per sofort den Rücktritt verkündet hat.

Wil: Das ist natürlich sehr schade. Er hatte keine einfache Saison und kam mit den aktuellen Autos nicht ganz so gut zu Recht wie andere Piloten. Ich wünsche ihm vorerst mal gute Besserung und hoffe natürlich, dass er sich nochmals überlegt, nicht nächstes Jahr nochmals eine Saison anzuhängen.

KTMN: Was sagen Sie zu seinen Vorwürfen an die offizielle Adresse?

Wil: Jeder hat seine Sicht der Dinge und das ist auch gut so. Ich für meinen Teil sehe die Sache nicht ganz so eng: Klar hatten wir mit einigen Ungereimtheiten zu kämpfen, jedoch bin ich der Ansicht, dass sich die Ungereimtheiten im Verlauf der gesamten Saison einigermassen verteilt haben und von daher jeder mal seinen Rucksack zu tragen hatte. Ich wünsche ihm natürlich für die Zukunft nur das Beste.

KTMN: Wo war gestern ihr Teamkollege?

Wil: Keine Ahnung und ich möchte mich dazu auch nicht mehr äussern. Ich hoffe einfach, dass ich nächste Saison - ob und wo auch immer ich fahren werde - diesbezüglich mehr Unterstützung erhalten werde. Sieht man sich das Testrennen in Abu Dhabi an, so muss man ganz klar sagen, dass Lotus auch in der Teamwertung bis zum Schluss um den Titel hätte mitkämpfen können. Aktuell müssen wir leider nach wie vor um den zweiten Platz bangen…

KTMN: Vielen Dank für diese Interview und bis Brasilien.

Wil: Da werden wir die Hütte nochmals rocken! Nochmals herzliche Gratulation nach Brackley/Stuttgart und besten Dank an alle Beteiligten für eine bisher umwerfende Saison.
 
KT-WM News schrieb:
Rocketracer zeigt Nerven und holt sich dennoch den Titel - Mutzi der wahre Meistermacher? - Mercedes sichert sich die Konstrukteurs-WM

In einem packenden Rennen kann sich Rocketracer mit einem zweiten Platz den WM-Titel sichern. Mit KT-WM News sprach er über das verrückte Wochenende und die Verwirrungen nach dem Rennen.

I: "Rocketracer, herzlichen Glückwunsch zum 2. WM-Titel!"

R: "Vielen Dank. Es ist unfassbar, dass wir nach 2010 erneut den WM-Titel holen und die Enttäuschung aus dem vergangenen Jahr hinter uns lassen konnten. Dazu konnten wir auch die Team-WM für uns entscheiden, ein grandioser Tag für Mercedes."

I: "Grandios war das Endresultat sicherlich, das Rennen hätten Sie sich aber sicher anders vorgestellt..."

R: "Ja, das ist wohl wahr (lacht). Im Qualifying sind wir mit unserem Trockensetup gefahren, da für den Rennsonntag ja trockene Bedinungen vorhergesagt waren. Das Auto lief ganz gut. Wir fuhren zwei Runs auf dem gleichen Reifensatz. Nach einigen Runden lag ich auf Rang 2 mit etwas Luft nach oben. Per Funk sagte man mir, dass ich in den ersten beiden Sektoren stets Bestzeiten fahre, im letzten Sektor aber die gewonnene Zeit wieder verliere. Leider lief es dann taktisch nicht so rund und ich musste nach meinem ersten Run mit Spritmagel zurück an die Box schleichen. Dadurch verlor ich wertvolle Sekunden für meinen letzten Versuch. Ich schaffte es zwar dennoch, rechtzeitig über die Ziellinie zu kommen, aber mit einem Fahrfehler in Kurve 1 vernichtete ich dann alle meine Pole-Chancen."

I: "Ihr Start war dann wieder einmal bescheiden..."

R: "Ich konnte immerhin Position 2 verteidigen, das war wichtig. Natürlich hätte ich gerne wil angegriffen, aber er hatte den besseren Start, keine Frage."

I: "Lag es an der schmutzigeren Startseite?"

R: "Ich glaube nicht. Unsere Starts waren in dieser Saison nie wirklich berauschend. Daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern (lacht)."

I: "Danach hatten Sie gleich zwei Gelegenheiten, wil zu überholen. Wie kam es dazu?"

R: "In der ersten Runde schien wil ein paar Probleme zu haben, ich lief immer wieder auf ihn auf. Auf der Zufahrt vor der 130R war ich dann im direkten Windschatten und konnte mich neben ihn setzen. Da ich allerdings nicht komplett vorbeikam, musste ich den Versuch abbrechen. Kurze Zeit später machte wil dann einen Fehler in der Schikane. Ich fuhr daran vorbei, wollte ihm aber auch genügend Platz zum Einscheren lassen. Dadurch landete ich dann im Kiesbett. Ein Fehler, der auf meine Kappe geht."

I: "Danach ging es eigentlich stetig rückwärts..."

R: "Meine Reifen waren zu heiß und ich verlor Grip. Die Rundenzeiten von wil konnte ich nicht mitgehen. Wir entschieden uns, früher auf die harten Reifen zu wechseln, um vielleicht noch mal etwas im Rennen zu unternehmen. Aber dann bekam ich drei Durchfahrtsstrafen aufgebrummt, das ist mir noch nie passiert."

I: "Auf den Fernsehbildern konnte man nicht erkennen, ob Sie etwas falsch gemacht haben. Ist das bereits geklärt?"

R: "Laut Aussagen der Streckenbetreiber führte ein defekter Sensor zu den irrtümlichen Strafen. Ich war ja nicht der einzige, der davon betroffen war. Doch während des Rennens kann man an den Entscheidungen nichts ändern."

I: "Was haben Sie gedacht, als Sie sich plötzlich im Mittelfeld wiederfanden?"

R: "Über Funk wurde ich informiert, dass der Rückstand auf den vor mir fahrenden Boliden bei ca. 25 Sekunden beträgt. Da muss man natürlich realistisch sein und sagen, dass ich das unter normalen Umständen nicht mehr aufgeholt hätte."

I: "Doch dann gab es einen fürchterlichen Unfall von kellewap, der einen Einsatz des Safety Cars forderte."

R: "Und ab dann war ich wieder im Rennen (grinst). Ich fuhr erneut in die Box, um mir die weichen Reifen abzuholen. Damit wollte ich mich für den Endspurt im Rennen rüsten. Gute Besserung auch an kellewap, dem es aber wohl ganz gut geht, sofern ich recht informiert bin."

I: "Wussten Sie nach dem Restart, dass Ihr Teamkollege in Führung lag?"

R: "Ich habe es über den Funk erfahren. Das spielte mir natürlich in die Karten, keine Frage."

I: "Nach der DRS-Freigabe holte sich wil die Führung zurück und Sie liefen auf Ihren Teamkollegen auf. Beschreiben Sie uns diese Situation."

R: "Ich war nicht viel schneller als er, aber natürlich weiß er, worum es am Ende geht. Er ist ein intelligenter Fahrer und zeigte in Japan eines seiner besten Rennen. Mit etwas mehr Glück hätte er hier gewinnen können, das muss man einfach mal so sagen. Also wehrte er sich auf der Start-/Zielgeraden nicht übermäßig, sodass ich aus seinem Windschatten vorbeigehen konnte."

I: "Nach dem Rennen gab es einige Stimmen, die von Stallorder sprachen. Was entgegnen Sie diesen Aussagen?"

R: "Es war immer noch ein Überholmanöver, er ist ja nicht auf der Strecke stehengeblieben. Aber er ist ein Sportsmann und hat den Teamgeist, den man für diesen Sport braucht. Wäre es eine Situation unter umgekehrten Vorzeichen gewesen: Ich hätte genauso gehandelt."

I: "Am Ende bleibt also ein zweiter Platz in Japan. Sind Sie zufrieden?"

R: "Alles in allem müssen wir zufrieden sein. wils Performance heute war unglaublich und ich konnte ihn trotz frischer weicher Reifen nicht auf seinen alten harten Reifen schlagen. Ich glaube, das sagt einiges über das aktuelle Kräfteverhältnis aus. Wir hatten das Wochenende über Probleme mit der weichen Reifenmischung, der Verschleiß war zu hoch. Glückwunsch an wil zu diesem herausragenden und überlegenden Sieg und danke für einen fairen Kampf um die Meisterschaft. Aber auch Glückwunsch an meinen Teamkollegen, der ein tolles Rennen gefahren ist und endlich einen Podestplatz in diesem Jahr erringen konnte. Er hat es mehr als verdient. Nun werden wir alles geben, dass er vielleicht noch den dritten WM-Rang erreichen kann."

I: "Nach dem Rennen war lange Zeit gar nicht klar, dass Sie Weltmeister sind."

R: "(lacht) Da haben wir uns wohl vorab verrechnet. Ich war davon ausgegangen, dass ein zweiter Platz bei gleichzeitigem Sieg von wil nicht reichen würde. Aber da haben wir uns wohl alle geirrt. Das ist natürlich etwas schade, dass wir nicht direkt nach dem Rennen mit den Fans feiern konnten. Aber das holen wir in Brasilien nach - hoffentlich mit einem Sieg.

Das komplette Weltmeister-Interview gibt es nach dem Brasilien-Rennen.
 
KT-WM News schrieb:
Ein Sieg zum krönenden Abschluss

Beim Saisonfinale in Sao Paulo hofft Rocketracer auf einen abschließenden Sieg.
Er spricht über die Leistungen seines Teams, schweigt aber über seine Zukunft.


I: "Rocketracer, nach dem vorzeitigen Gewinn beider Titel können Sie und Ihr Team ganz entspannt nach Brasilien reisen, oder?"

R: "Natürlich ist es nun eine befreitere Situation. Wir haben unser Saisonziel vor dem letzten WM-Lauf erreicht, das ist sehr schön. Dennoch werden wir in Brasilien noch einmal alles geben, um ein gutes Ergebnis einzufahren."

I: "Es wird Ihr 16. und letztes Rennen für Mercedes sein. Wie fühlen Sie sich vor dem nahenden Abschied?"

R: "Noch ist alles ganz normal. Wir nehmen unsere Termine wahr und bereiten uns auf das letzte Rennwochenende vor. Erst nach dem Überfahren der Ziellinie wird man sich dessen bewusst."

I: "Ab wann werden Sie die Trainingsarbeit in Brasilien aufnehmen?"

R: "Wir werden Mitte nächster Woche mit den Tests beginnen."

I: "In Brasilien könnten Sie um eine Bestmarke erleichtert werden: wil schickt sich an, mit der fünften Pole Position in Folge Ihren Rekord zu brechen."

R: "Ich bin ein großer Fan von Statistiken. Deswegen hoffe ich, dass mein Rekord weiterhin Bestand haben wird. wil ist ein herausragender Qualifier, er bringt es am besten auf den Punkt. Dennoch möchte ich mich nicht kampflos geschlagen geben. Die letzten beiden Qualifyings waren recht eng. Hoffentlich können wir den Spieß umdrehen, auch wenn die Saisonstatistik gegen uns spricht."

I: "In Suzuka erlebten Sie ein wahres Chaosrennen, aber auch ohne Zwischenfälle wäre wohl kein Sieg drin gewesen, oder? Inwieweit sind Verbesserungen für Sao Paulo in Planung?"

R: "Es war recht chaotisch, das stimmt (grinst). Seit längerer Zeit war unsere Rennperformance nicht konstant genug, somit waren wir nicht wirklich konkurrenzfähig. Insbesondere auf den weichen Reifen hatten wir Schwierigkeiten. Wir denken aber, dass wir das Problem für Brasilien geklärt haben."

I: "Ihr Teamkollege schaffte am vergangenen Wochenende endlich den Sprung auf das Treppchen. Nun hat er noch die Chance, WM-Dritter zu werden. Wir das vom Team forciert?"

R: "Mutzi zeigte in Japan ein fantastisches Rennen. Mit ein wenig mehr Glück hätte er auch gewinnen können. Er hat einen großen Sprung gemacht, wenn man sieht, wo er im Vergleich zum Saisonanfang steht. Er ist in ein neues Team gekommen, man muss sich immer ein wenig eingewöhnen. Jetzt ist er dort, wo er hingehört. Natürlich werden wir als Team alles geben, um die bestmöglichen Platzierungen einzufahren. Der Kampf um Platz 3 scheint noch relativ offen zu sein, auch wenn ich den genauen WM-Stand jetzt nicht im Kopf habe. Ich gehe davon aus, dass Mutzi aus eigener Kraft auf das Podium fahren kann. Alles weitere sehen wir dann."

I: "Ein Platztausch unter Teamkollegen scheint also nicht ausgeschlossen?"

R: "Wir sind aber beide kluge Fahrer und wissen, wie wir uns in der jeweiligen Situation dann verhalten."

I: "Gibt es Neuigkeiten über Ihre Zukunft?"

R: "Sobald es was Neues gibt, werde ich die Presse natürlich zuerst informieren (grinst)."

I: "Rocketracer, vielen Dank für das Interview!"
 
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